Norwegische Fregatte nach Kollision quasi gesunken!

Diskutiere Norwegische Fregatte nach Kollision quasi gesunken! im Wasserfahrzeuge Forum im Bereich Land- und Wasserfahrzeuge; Hier finden sich ein paar Photos aus ungewohnter Perspektive - auch von den Arbeiten, die Fregatte mit Stahlseilen zu sichern, was ja dann nicht...
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Stovebolt

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Sorry für die Frage: warst du schon mal auf einem Schiff?
Ich sag dir mal was: sobald da im Maschinenraum Wasser eindrang, die Krängung einsetzte, setzen die Hilfsdiesel aus, die den Strom erzeugen. Kein Strom, keine Pumpen.
Deshalb haben gut geplante/gebaute Schiffe auch nicht nur Notstromer unterhalb der Wasserlinie, sondern irgendwo über Deck und jede Menge redundante Kabelwege :wink2:
Würde mich wundern, wenn das nicht lt. GL und DNV irgendwo auch Vorgabe ist.
So war es zumindest noch zu meiner Zeit auf der Werft.
Gruß Olli
 
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Sens

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Na gut. Dann will @Monitor mal zurückrudern.
Es sind dort tatsächlich Aktivitäten und es scheint nicht einfach zu sein.
Steile These... Wenn das Schiff mit 13 wasserdichten Abteilungen nicht zu halten ist, muss es in flaches Wasser - wohei flach in norwegischen Fiords eine steile Sache sein kann, wie wir sehen. Man hätte das Schiff natürlich auch in tiefem Wasser absaufen lassen können...

Wer meint, da hätte man mehr machen können und sollen, kann vielleicht mal erklären, wie das funktionieren soll. Am besten mit einem Beispiel, wo so eine Nummer geglückt ist. Also - Schiff sinkt, alle Mann von Bord, weil Lebensgefahr, wird von ein paar Schleppern über Wasser gehalten, die auch noch Wasser abpumpen, ... und gerettet.

Thomas
Fregatt-dramaet på 49 sekunder
https://gfx.nrk.no/Tf87ZDdCUssJUCT83W60CAM_5_csLe0DlYsWyAUQi24w

Der letzte Link zeigt die Fregatte am Morgen. Stunden nach der Rettung der Besatzung. Bei der der Kollision gab es ja einen Kontrollverlust, "Billardeffekt", bei dem die Fregatte Grundberührung am Ufer bekam. Das Bild zeigt bei Tageslicht eine immer noch funktionierende Beleuchtung auf der Brücke aber keine Personen an Bord der Fregatte. In der Position gab es bei Tageslicht auch die ersten Bilder vom Schaden durch den Kontakt mit dem Tanker.
Der erste Link zeigt das Video zu den der Ereignissen der ersten Stunden. Es beginnt mit der Evakuierung in der Nacht. Die Fregatte hat noch die eigene Beleuchtung und an der Bordwand sind Rettungsinseln im ruhigen Wasser zu erkennen samt Schiffen in kurzer Entfernung. 4:50 Uhr OZ
Zurück zum Bild vor der "Aktion" der Schlepper. Unterhalb des F der Schiffs-Kennung zeigen die Blasen im Wasser, das dort noch ein Aggregat an Bord läuft. Doch es scheint niemanden an Bord zu geben, der den Zustand des Schiffes beobachtet oder gar irgendwelche Maßnahmen zu seiner Rettung koordiniert Es ist noch nicht einmal eine Plane an der Bordwand zu erkennen, die das Leck abdeckt um das Einströmen des Wassers zu verlangsamen und/oder der Einsatz von Pumpen, um den Druck auf die noch nicht betroffenen Abteilungen zu mildern.
Spätestens mit dem gewaltsamen Versuch der Schlepper, die Lage der Fregatte zu verändern, war jede Chance vertan und es hat ja noch einige Tage gedauert bis sämtliche Abteilungen vollgelaufen sind. Die Verbindung mit Stahltrossen.sollte nur Verhindern, dass die aufgegebene Fregatte, die ja von der Tide bewegt wird in größere Tiefen abrutscht, wo die Bergung des Wracks sehr viel komplizierter ist.
Die größte Sorge der Behörden war ja die mögliche Umweltverschmutzung durch die an Bord befindlichen Betriebsmittel und die Militärs waren in erster Linie bemüht ihre Fürsorgepflicht gegenüber der Besatzung zu betonen.
Das Bild vor der "Rettungsaktion" der Schlepper zeigt keine Schlepper, die durch ihren Einsatz ein mögliches Sinken verhindern. Bestenfalls können sie die Position der F313 halten, indem sie den Gezeitenstrom ausgleichen, der die Gefahr einer Versetzung beinhaltet.
Weil es scheinbar keine Besatzungsmitglieder mehr an Bord der F313 gab, konnten sie noch nicht einmal ihre reichlich verfügbare Pumpenleistung nutzen, um ein weiteres Wasser-nehmen der F313 zu verzögern Um 4:50 ist eine verlassene Fregatte zu sehen, die im ruhigen Wasser liegt und so konstruiert ist Schäden jeder Art zu verkraften, wenn ein gut ausgebildete und motivierte Besatzung entschlossen handelt. Es gibt keine größere Kränkung des Schiffes, Es l hatte Grundberührung, es gab kein Feuer, niemand war ernsthaft verletzt, ein möglichen Waffeneinsatz des Feindes war nicht zu befürchten. Es befanden sich nur Hilfsschiffe in kurzer Entfernung und es drohte kein sofortiges versinken des Schiffes.
Mich würde schon interessieren, welche Verhaltensmaßregeln es für die Besatzung eines Kampfschiffes gibt. Die sind ja dazu ausgebildet jederzeit kritische Situationen zu bewältigen.
 
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TomTom1969

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Alles klar! Mit @Sens auf der Brücke hätte die Fregatte den Tanker mit einem Rammstoss versenkt! :TD:

Du meinst, die Fregatte hätte mit Bordmitteln oder Schlepperhilfe gehalten werden können und machst das an Deiner (sehr eigenwilligen) Interpretation der Videos fest. Ich meine, Du hast keine Ahnung von Seefahrt und Havarie-Management.:cool:

Thomas
 
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Alles klar! Mit @Sens auf der Brücke hätte die Fregatte den Tanker mit einem Rammstoss versenkt! :TD:

Du meinst, die Fregatte hätte mit Bordmitteln oder Schlepperhilfe gehalten werden können und machst das an Deiner (sehr eigenwilligen) Interpretation der Videos fest. Ich meine, Du hast keine Ahnung von Seefahrt und Havarie-Management.

Thomas
Das ist aber keine Antwort auf die längeren Ausführungen von @Sens.
 
Stovebolt

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Interessante Detailfotos. Kann es sein, dass da ein Teil der Seilklemmen falsch herum montiert ist?
Die kennen anscheinend nicht die Eselsbrücke: kein totes Pferd zu satteln.
Gruß Olli
 
TomTom1969

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Das ist aber keine Antwort auf die längeren Ausführungen von @Sens.
Ich meine, das Schiff war im Sinken, @Sens sieht das anders. Ich meine, man hat das Beste aus der Situation gemacht - ab ins flache Wasser, @Sens sieht das anders. Mich würde immer noch interessieren, ob jemals ein sinkendes Schiff vergleichbarer Grösse durch externe Hilfe gerettet wurde...
Hier finden sich ein paar Photos aus ungewohnter Perspektive - auch von den Arbeiten, die Fregatte mit Stahlseilen zu sichern, was ja dann nicht erfolgreich war: https://www.maritime-executive.com/article/stricken-norwegian-frigate-sinks-near-bergen
Der Link enthält übrigens nicht nur Photos, sondern auch Text, der das Geschehene, denke ich, recht gut zusammenfasst.

Thomas
 
Intrepid

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Mal eine Frage an die Experten: wieviel schlimmer ist es, dass das Schiff nun komplett im Wasser liegt? Immerhin hat man eh ein Schiff von diesem Typ zum Ausschlachten in Reserve gehalten. Und das wirklich Wertvolle an dem Schiff ist der Plan, wie alles zusammenpasst. Das pure Material, welches jetzt unter Wasser vermodert, hat man doppelt, kann also ersetzt werden.
 
EDCG

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Weil es scheinbar keine Besatzungsmitglieder mehr an Bord der F313 gab, konnten sie
noch nicht einmal ihre reichlich verfügbare Pumpenleistung nutzen, ...
Hast du Informationen über Art, Anzahl und Einbauort der vorhandenen Pumpen?
Und ob nach dem Crash überhaupt noch irgendwelche Leistung vorhanden war?
Vielleicht war es eher umgekehrt:
Es war keine Besatzung mehr an Bord, weil das Schiff abgesehen von der Notbeleuchtung
mausetot war. Und da hat sich das Thema Schiffssicherung dann eben erledigt.
 

jackrabbit

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Hallo,

ja, es ist schon ein Skandal.
Man kann von einer modernen Armee nicht mal mehr den Heldentod erwarten. :rolleyes1:

Grüsse
 

Sens

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HNoMS Helge Ingstad now almost completely sunk, Norwegian Navy photos show
Hier gibt es weitere aktuelle Details und einen Überblick der Örtlichkeiten. Ist das öffentliche Interesse erst einmal abgeklungen, dann wird es ja die noch fehlenden Details in einem Untersuchungsbericht geben. Ob tatsächlich der unmittelbare Untergang der Fregatte bevorstand und es keine weiteren Entscheidungsoptionen gab, dies wird sich ja erst noch zeigen.
Fregatt-dramaet på 49 sekunder
Wer das Video gleich zu Beginn stoppt, der sieht, dass zur Zeit der Evakuierung kein "Heldentod" drohte.
https://gfx.nrk.no/Tf87ZDdCUssJUCT83W60CAM_5_csLe0DlYsWyAUQi24w
Dies Bild zeigt die Fregatte Stunden später, zwar hecklastig durch das einströmende Wasser mit nur einer leichten Kränkung bei idealen See- und Witterungsbedingungen. Ein Schlepper und eine Barkasse in unmittelbarer Nähe. Was hat denn das Computerprogramm dem Kapitän über den Zustand seines Schiffes angezeigt?
Immerhin können alle Personen etwas aus dem Vorfall lernen.
 

jackrabbit

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Hallo,

Wer das Video gleich zu Beginn stoppt, der sieht, dass zur Zeit der Evakuierung kein "Heldentod" drohte.
ja, aber Du hattest dich ja vorher darüber moniert, dass keine Besatzung mehr an Bord ist, die gegen den Untergang kämpft („die reichlich verfügbare Pumpenleistung nutzt“).

Grüße
 

Sens

Alien
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Hallo,



ja, aber Du hattest dich ja vorher darüber moniert, dass keine Besatzung mehr an Bord ist, die gegen den Untergang kämpft („die reichlich verfügbare Pumpenleistung nutzt“).

Grüße
Es ging dabei nur um die Notbesatzung, die für solche Fälle zum Einsatz kommt. Der Kapitän, der erlaubt, wer das Schiff betreten darf und welche zahlungspflichtigen Dienstleistungen genutzt werden dürfen. Nur er kennt die Situation an Bord.
https://external-preview.redd.it/Q42vQLsA7aznVIl0Jjx_LnjTKpsjUtR5D091WGNoX0I.jpg?auto=webp&s=4774263c53a96d0fda561cf520f57e469cf3061e
Hier das Bild nach dem Versuch der Schlepper, die Fregatte weiter ans Ufer zu schieben. Im Video ist ja zu sehen,wie die teilweise aufliegende Fregatte dabei deutlich kränkte und in dieser starken Schräglage verbleibt, Die beiden Netzleitern von der Evakuierung auf Backbord sind deutlich zu sehen.
 
TomTom1969

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Immerhin hat man eh ein Schiff von diesem Typ zum Ausschlachten in Reserve gehalten.
Ich frage mich, ob die Aussage, dass ein Schiff zum Ausschlachten auf Reserve gehalten wird, überhaupt stimmt... Mit googeln finde ich dazu keine belastbare Quelle (mehr). Gelesen hatte ich das aber auch irgendwo...

Was hat denn das Computerprogramm dem Kapitän über den Zustand seines Schiffes angezeigt?
Ohne es zu wissen, tippe ich im Lichte der Ereignisse darauf, dass das „Computerprogramm“ ihm gesagt hat, dass sein Schiff verloren ist. Sonst wäre die Besatzung nicht von Bord gegangen.

Thomas
 
mike november

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Ich gehe davon aus, das der "Moppel" an Bord noch recht lange gelaufen ist, jedenfalls war das Licht noch recht lange an. So lange der Moppel läuft, braucht es eigentlich niemanden, der die automatischen Lenzpumpen bedient, die brauchen eigentlich nur Strom.
 
Hagewi

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Und das bei Full-Speed (sieht jedenfalls so aus).
 
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