NOTAR-Technologie

Diskutiere NOTAR-Technologie im Hubschrauberforum Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Hi, Ich wollte euch mal fragen was ihr von dem NOTAR System haltet? Vielleicht fliegt jemand von euch sogar so einen Helicopter der das besitzt...

Frankw

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Hi,
Ich wollte euch mal fragen was ihr von dem NOTAR System haltet? Vielleicht fliegt jemand von euch sogar so einen Helicopter der das besitzt, und kann mir mal berichten was die Vor- und Nachteile sind und was für Erfahrungen er damit gemacht hat.
Ich bin vor 2 Tagen zum ersten mal mit einem Heli geflogen (war eine Bell206 Jet Ranger) des war einfach nur geil, aber die 15 min gingen viel zu schnell rum, vorallem weil ich den Piloten den ganzen Flug über mit meinen Fragen ausgequetscht habe!!!

Hier noch ein bild :
http://www.helipictures.de/photos/big/d-8644.jpg


Danke für eure Antworten schonmal ^^
mfg Frankw

;)
 
#
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JensB2001

JensB2001

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Hey!

NOTAR ist insofern eine nicht schlechte Sache, insbesondere da einige "bewegliche" Teile wegfallen ..
Dadurch ist das System wartungsfreundlicher und wartungsärmer, weniger anfällig..
Die Möglichkeit das es zu einem Ausfall des Systems kommt wie beim Heckrotor ist offesichtlich deutlich geringer..Keine Heckrotorwellen oder Getriebe die ausfallen können..

Das teils erhebliche "Gefahrenpotential" das vom Heckrotor selber ausgeht entfällt. (manch einer hat den Heckrotor schon "übersehen" oder die Gefahr völligst unterschätz die von ihm ausgeht)

Ausfälle des Heckrotors aufgrund von Bodenberührungen fallen gänzlich weg (wobei die in der Regel ja schon durch den Stinger meist efektiv verhindert werden)

Und das NOTAR-System ist erheblich geräuscharmer.

Ob es sich aber auf Dauer wirklich durchsetz??

Gruß
Jens
 
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Frankw

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JensB2001 schrieb:
(wobei die in der Regel ja schon durch den Stinger meist efektiv verhindert werden)
ähm was isn ein Stinger? mh is das die "Heckflosse" oder wie des heißt?
:?!

Ich kenn nur ne Stinger Rakete :D
 

Rene_Helifly

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Stinger is der "Stachel", der bei allen Helis sich unter der Heckflosse befindet und Bodenberührungen abwehrt.

Ja, NOTAR.....ich find eigentlich nicht schlecht, bin selbst schon in einer 520 mitgeflogen und im Vergleich zu anderen Maschinen ist sie sehr leise und ruhig und scheint sehr direkt auf Steuereingaben zu reagieren, also um die Hochachse....allerdings soll das NOTAR-System angeblich auch öfters rasche Pedaleingaben erfordern, gerade im langsamen Flug, wie man hört. Im schnellen Flug wird das Drehmoment schon durch die großen Seitenflossen vermindert, wie die dicke Flosse an den Fenestronmaschinen und somit die Arbeit für den Piloten verringert.

Gruß
 
JensB2001

JensB2001

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Hey!

Jo, so is es..das "kleine" Ding am Heckausleger..
Was schon oftmals seinen Zweck erfüllt hat ..

Hier mal ein Bild dieses "Häckchens" ;-) .. an einer BK 117 ..
 
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Rotorhead

Rotorhead

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Rene_Helifly schrieb:
scheint sehr direkt auf Steuereingaben zu reagieren, also um die Hochachse....allerdings soll das NOTAR-System angeblich auch öfters rasche Pedaleingaben erfordern, gerade im langsamen Flug, wie man hört. Im schnellen Flug wird das Drehmoment schon durch die großen Seitenflossen vermindert, wie die dicke Flosse an den Fenestronmaschinen und somit die Arbeit für den Piloten verringert.
Die Vorteile des NOTAR wurden hier im Wesentlichen aufgezählt.

Der Nachteil ist jedoch die geringere Steuerautorität um die Hochachse, im Vergleich zu einem Heckrotor/Fenestron.

D.h. bei gewissen Flugprofilen ist das System etwas träge (lahm in den Pedalen).

Grüsse,
Rotorhead
 

Rene_Helifly

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hmmm, so hab ichs mal erklärt bekommen und wenn ich die Dinger so im Schwebeflug sehe....aber kann gut sein, danke ! :)
 
Simon R

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Seit wan hat Bell denn das NOTAR System? Ich dachte immer, der einzige Heli mit NOTAR sei der MD Explorer :confused:
 
Simon R

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Da hab ich den Themenstarter wohl falsch verstanden :red:
 
Schorsch

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Mal ne Frage: Der Heckrotor ist doch über ein festes Getriebe mit dem Triebwerk bzw. Hauptrotor verbunden. Des weiteren ist die Drehzahl des Hauptrotors ja grundsätzlich konstant, jedenfalls so lange ich "airborne" bin.

Könnte das Problem am NOTAR sein, dass das System einfach die Leistung so sprunghaft nicht erhöhen kann?
 
Rotorhead

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Der Fan des NOTAR hängt genau wie ein Heckrotor am Hauptgetriebe.

Die Schubdüse am Ende des Heckauslegers hat einfach nicht so viel power wie ein Heckrotor/Fenestron.

Wie sehr sich das bemerkbar macht hängt von der Fluggeschwindigkeit ab.
 
JensB2001

JensB2001

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Hey!

Könnte das Problem am NOTAR sein, dass das System einfach die Leistung so sprunghaft nicht erhöhen kann?
Wieso die Leistung erhöhen??

Das "Gebläse" bzw die "Düse" am Heckausleger wird ja durch ein Gebläse welches kurz vorm ausleger sitzt mit Luft versorgt .. und die Steuerbarkeit wird durch die Regulierung der Masse der austretenden Luft gesteuert ..

Auch da bleibt die Leistung des Gebläse ebenso gleich..
 
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Rotorhead

Rotorhead

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JensB2001 schrieb:
Wieso die Leistung erhöhen??

Das "Gebläse" bzw die "Düse" am Heckausleger wird ja durch ein Gebläse welches kurz vorm ausleger sitzt mit Luft versorgt .. und die Steuerbarkeit wird durch die Regulierung der Masse der austretenden Luft gesteuert ..

Auch da bleibt die Leistung des Gebläse ebenso gleich..
Soso.

Und warum steht dann auf dem Bild das du gepostet hast, "variable pitch fan"? :?!
 
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Bronchibon

Guest
Steuerdüse

Im schnellen Geradeausflug benötigt man den Schub der Luftdüse ja kaum, denn die Heckstabilisatoren wirken dann aerodynamisch dem Moment das Hauptrotors entgegen.

Wird dann die Schubdüse mechanisch geschlossen und der variable Fan auf quasi Nullförderung gestellt?

Dann käme nahezu die gesamte Triebwerksleistung dem Hauptrotor zugute.

B.
 
Rotorhead

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Nach meinem Verständnis ist das zutreffend.

Im schnellen Vorwärtsflug hat ein NOTAR mehr Leistung am Hauptrotor zur Verfügung als ein mit Heckrotor/Fenestron ausgerüsteter Hubschrauber.

Im Schwebeflug geht jedoch mehr Leistung für den NOTAR drauf, als für einen mit Heckrotor/Fenestron ausgerüsteten Hubschrauber.
 
Schorsch

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Merken wir uns also, dass auch NOTAR nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Dass der Coanda-Effekt benutzt wird wußte ich gar nicht.
 
Hirsch

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Rotorhead schrieb:
Nach meinem Verständnis ist das zutreffend.

Im schnellen Vorwärtsflug hat ein NOTAR mehr Leistung am Hauptrotor zur Verfügung als ein mit Heckrotor/Fenestron ausgerüsteter Hubschrauber.

Im Schwebeflug geht jedoch mehr Leistung für den NOTAR drauf, als für einen mit Heckrotor/Fenestron ausgerüsteten Hubschrauber.
Dass mit dem NOTAR mehr Leistung im "Standard-Horizontalflug" an der Tragschraube zur Verfügung steht, ist nach dem Funktionsprinzip nicht unbedingt das Verdienst des NOTARs, wenn man die Stabilisierung durch die Seitenflossen einbezieht. Wobei ich jetzt nicht weiß (da ich nicht weiter suchen mag im Moment), ob diese tatsächlich so fest angestellt oder steuerbar sind, dass sie genau für diesen Flugzustand den richtigen Schub in die Seitenrichtung bringen. Prinzipiell könnte man diese Stabilisatoren auch bei einem normalen Hubschrauber so einsetzen, dass sie diese Funktion in der gleichen Weise erfüllen und die Heckschraube entlasten. Seitenflossen (Stabilisatoren) sind ja auch bei diesen HS nicht unbedingt neu. Die hohe Flexibilität der Heckschraubensteuerung wird zwar mit Leistung erkauft, funktioniert aber unter allen Umständen (abgesehen vom Verlust der Heckschraube und Unterbrechung der Kraftübertragung).
 
Rotorhead

Rotorhead

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Der horizontal stabilizer ist unbeweglich. Die beiden vertical stabilizer fins sind durch actuators beweglich, welche der Pilot mit den Pedalen ansteuert.
Gibt er also nur ein bisschen Pedal, wirkt erstmal das Leitwerk. Ab dem Punkt an dem der Gierwinkel nicht erhöht werden kann, kommt dann der thruster dazu (Schubdüse am Ende des Heckauslegers).

Hubschrauber mit Heckrotor oder Fenestron haben ja auch Leitwerke (ungesteuerte). Nur mit dem Unterschied das die Leistung für den Heckrotor/Fenestron im cruise nicht so weit heruntergefahren wird, wie das beim NOTAR der Fall ist. Prinzipiell gilt hier aber auch dass im schnellen Vorwärtsflug der Hubschrauber durch einen „Windfahneneffekt“ stabilisiert wird.

Manöver wie z.B. bei 70 Kts Vorwärtsfahrt so in die Pedale zu gehen bis die Maschine eine 360° Drehung um die Hochachse vollführt, ohne dabei an Fahrt zu verlieren, lassen sich mit dem NOTAR nicht ausführen.
 
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