Obamas Waffe der Wahl

Diskutiere Obamas Waffe der Wahl im US-Streitkräfte Forum im Bereich Einsatz bei; "Im Kampf gegen die Taliban und gegen Terroristen setzen die USA immer häufiger auf Drohnen. Die Zahlen sprechen für einen militärischen...

Moderatoren: TF-104G
  1. beat

    beat Space Cadet

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    "Im Kampf gegen die Taliban und gegen Terroristen setzen die USA immer häufiger auf Drohnen.

    Die Zahlen sprechen für einen militärischen Erfolg: In den vergangenen sechs Monaten haben Drohnen der amerikanischen Luftwaffe und der CIA im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet mindestens neun Kader der Kaida und der Taliban sowie Dutzende von niederrangigen Führern getötet. Ein amerikanischer Offizieller erklärte dazu: «Die Terroristen verlieren nicht nur ihre besten Köpfe, sie sorgen sich auch zunehmend, wer als Nächster an die Reihe kommt.» Überdies sorgten die Einsätze von Kampfdrohnen der Typen Predator (Raubtier) und Reaper (vom englischen «Grim Reaper», Sensenmann) für Misstrauen in den Reihen des Gegners: «Sie verdächtigen sich gegenseitig, uns Hinweise auf die Bewegungen ihres Führungspersonals zu geben. Das lähmt ihre Schlagkraft zusätzlich.» Allerdings haben die Drohnen gleichzeitig Hunderte von zivilen Opfern gefordert, was laut Militärexperten ihre taktische Wirkung zunehmend aufwiegt.

    Die Drohnen erwiesen sich in Afghanistan, aber auch im Irak und in Jemen als derart effektiv, dass das Pentagon bisher rund 300 Stück der 4,5 Millionen Dollar teuren Predator bestellt und zudem die Entwicklung der ungleich schlagkräftigeren Reaper forciert hat. Angetrieben von einem 950-PS-Motor, weist die 18 Millionen Dollar teure Reaper eine Spannweite von 20 Metern auf, kann 1700 Kilo an Bomben und Raketen tragen und bis zu 28 Stunden in der Luft bleiben. Die maximale Flughöhe beläuft sich auf 15 Kilometer. Hochentwickelte Instrumente machen die Reaper bei jedem Wetter einsetzbar. Ihren ersten tödlichen Einsatz in Afghanistan hatte eine Reaper im Jahr 2007.Bisher wurden nur einige Dutzend der Reaper gebaut. Das neue Verteidigungsbudget sieht jedoch eine Ausweitung des Programms vor. Seit letztem Herbst rüstet erstmals eine ganze Staffel der US-Luftwaffe von F-16-Kampfflugzeugen auf die Reaper um. Die Piloten steuern die Flugzeuge fortan im Schichtbetrieb am Computer in einer Luftwaffenbasis bei Las Vegas. Vergangene Woche wurde zudem die Predator V Avenger mit einem Düsentriebwerk vorgestellt, die eine Flughöhe von 18 Kilometern und eine Geschwindigkeit von 760 Kilometern pro Stunde erreicht und dank Stealth-Design für den Radar unsichtbar sein soll.

    Quelle und ganzer Text: http://www.nzz.ch/nachrichten/international/obamas_waffe_der_wahl_1.2460352.html

    Ergänzende Info: http://www.flugrevue.de/de/militaer/uav/predator-c-avenger-flies.9952.htm
     
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  3. Tracer

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    Als absoluter Drohnenlaie stelle ich mir folgende Fragen:


    Wenn eine Drohne (sind wir noch in der 1. Generation?) im Schnitt 18 Mio Dollar kostet und ich für ihre Steuerung einen vollwertig ausgebildeten Piloten haben muss, wo ist denn da die Einsparung verglichen mit einem vollwertigen Kampfflugzeug?

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die nächsten Drohnengenerationen deutlich günstiger im Preis werden, oder? Irgendwann sind wir doch genauso wieder beim gleichen finanziellen Aufwand für Entwicklung, Avionikupgrades usw. Wie viele Flugstunden soll denn so eine "günstige" Drohne im Schnitt abfliegen?
     
  4. #3 Fighter117, 26.04.2009
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    Fighter117 Alien

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    Naja. Zwischen ca.70 - 120 Mio Dollar für einen modernen Jet und den 18 Mio liegt meines Erachtens ein gewaltiger Unterschied. Zudem braucht man keine oder zumindest äusserst wenig reale Übungsflugstunden. Und die hier angesprochenen Piloten sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Piloten, die ihre aktive Zeit wegen dem Alter oder der Gesundheit beenden mussten. Man wird dafür nicht einen aktiven 32 jährigen Piloten hin versetzen.
     
  5. #4 FastEagle107, 26.04.2009
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    Das ist leider falsch! :(

    Mittlerweile werden junge Piloten, die gerade mit ihrer JET-Ausbildung fertig geworden sind direkt auf UAS (unmanned aerial systems) geschickt. Wenn es der frisch ausgebildete JET Pilot schafft bei seinem ersten Luftfahrzeugmuster an der Drohne vorbei zu kommen, ist die Gefahr aber noch laengst nicht gebannt. Es ist bereits gaengige Praxis, dass z.B. ein junger F-16 Pilot nach 2 Jahren in der F-16 auf UAS umschult und dann (wahrscheinlich) nie wieder eine F-16 fliegen wird! :FFCry:

    Das fuehrt momentan zu grossen Motivationsproblemen innerhalb der USAF, wird aber von der Fuehrung in Kauf genommen.

    Es ist teilweise schon soweit, dass gute Schueler lieber Transporter fliegen wollen als Jet, da dort die Gefahr einer Versetzung auf UAS (noch) nicht besteht.
     
  6. Tracer

    Tracer Alien

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    Ja natürlich, aber noch ist der Unterschied da. Ich meinte damit ja u. a. die nächste Drohnengeneration. Ich denke nicht, dass der Preis sinken wird und irgendwann ist man sicherlich auch bei der Drohnenpraxis an einem Punkt angelangt wo eine Drohne 100 Mio Dollar kostet und der Unterschied nur noch darin besteht, dass der Pilot daheim sitzt und das Flugzeug eben 30 Stunden fliegen kann... Ob das wirklich Fortschritt ist!? :?!
     
  7. #6 Fighter117, 26.04.2009
    Fighter117

    Fighter117 Alien

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    Autsch! Sowas ist ja mehr als gemein. :FFEEK:

    Hätte ich ja nicht gedacht, dass teuer ausgebildete, junge und motivierte Piloten für so ein "Schreibtischjob" herhalten müssen. So kann man sich täuschen.
     
  8. #7 siedler, 27.04.2009
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    Ich finde das man aber auch das positive sehen sollte was die Drohnen anbelangt. Auch wenn sie viele Piloten demotiviert sind Drohnen wie die Reaper doch hervorragende Waffen. Ihre Radarsignatur ist sehr klein und ihr Preis immer noch weit unter dem was eine unzulängliche F35 kostet. Die Predator C währe dank stealth auch für den echten Krieg geeignet, also für den wo man sich Overkill SAMs wie der S400 gegenübersehen würde. Daher währen Drohen wie die Predator C wenigstens eine sinnvolle Ergänzung zu den wenigen Modernen US Jets die was taugen (B2 und F22) da diese in einen solchen Umfeld überleben könnte.

    Vieleicht werden die Drohnen der 2 Generation wie etwa die X47 den Luftkrieg sogar revolutionieren nicht weil das Leben des Piloten so wichtig währe oder der Preis wesentlich niedriger währe ls bei einen bemanten Jet sondern weil derartige Drohnen eine weit bessere Überlebenschance aufweisen könnten. Eine Drohne wird generell aufgrund ihrer Größe und ihrer Formgebung sofern Stealth einen kleinere RCS haben als es eine F22 oder erst recht die erbärmliche F35.

    Zusammen mit den MALD Drohnen den wenigen F22 und einer recht großen Anzahl an kleinen billigen stealth Drohnen wie etwa der X47 und der Predator C könnte man eine effektive SEAD Kapazität aufbauen.

    Dennoch würde ich nie soweit gehen den Menschen aus den Flugzeugen komplett zu verbannen, da Kommunikation gestört werden kann und einen Anti Drohnen Jammer zu basteln währe nicht ein Ding der Unmöglichkeit. Eine ausgewogene Mischung aus Beiden gehört die Zukunft nicht der Entscheidung zwischen Umbenannt oder bemannt, da die USAF immer schwächer wird würden Drohnen wenigstens teilweise den Niedergang abfangen.
     
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  10. tomF22

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    Ich denke wenn man an ein bemanntes Flugzeug ähnlicie Anforderungen stellen würde, d.h. 1700kg Nutzlast und 250kt Geschwindigkeit könnte ma diese auch für 20 Mio bauen. Vorteil der Drohnen ist natürlich die FLugzeit und die Nichtgefährdung von Soldaten, wenn man denn 18 Mio riskieren möchte.
     
  11. #9 beistrich, 27.04.2009
    beistrich

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    so wie die AV-208 Combat Caravan? :FFTeufel: (bild unten)

    Seh ich genauso: Der Vorteil der UAVs ist nicht der Preis. DA-42MPP, RC-12 Liberty oder die abenteuerlichen Konstruktionen für die irakische Luftwaffe machen das gleiche wie eine Predator oder Reaper nur billiger

    Quelle vom Bild: aviationweek.com
     

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