Pentagon testet Mikro-Drohnen mit KI

Diskutiere Pentagon testet Mikro-Drohnen mit KI im Drohnen Forum im Bereich Luftfahrzeuge allgemein; Wie das Pentagon mitteilte, testeten die US-Streitkräfte erfolgreich einen Schwarm aus 103 Mikro-Drohnen, die durch ein System künstlicher...

Moderatoren: mcnoch
  1. #1 fire.air, 10.01.2017
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    Wie das Pentagon mitteilte, testeten die US-Streitkräfte erfolgreich einen Schwarm aus 103 Mikro-Drohnen, die durch ein System künstlicher Intelligenz gesteuert werden.
    (Quelle n-tv.de)

    http://www.n-tv.de/politik/Pentagon-testet-Mikro-Drohnen-article19510861.html


    Hier findet Ihr das Video des Versuchs inkl. Abwurf durch F/A-18.

    https://www.dvidshub.net/video/504622/perdix-swarm-demo-oct-2016


    Interessant auch zu sehen in dem Video wie sich der Schwarm verhält und untereinander kommuniziert / ohne eine Führungsdrohne.
    Auch das nicht alle den Abwurf überstanden haben ist deutlich zu sehen.
     
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  3. Lubeo

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    Das eröffnet neue Möglichkeiten.

    Interessant ist zudem, dass das Pentagon angeblich diese Mini-Drohnen selbst entwickelten und nicht irgend ein gewinnmaximierendes Unternehmen.
     
  4. #3 phantomas2f4, 10.01.2017
    phantomas2f4

    phantomas2f4 Astronaut

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    Dafür würde ich lieber einen Schwarm Heuschrecken dressieren.....kommt billiger !!!

    Klaus
     
  5. #4 Monitor, 10.01.2017
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    Die US- und auch andere westliche Militärmächte haben jetzt schon eine erdrückende technologische und militärische Überlegenheit. Diese wird sich in den nächsten Jahren noch rasant vergrößern.
    Darauf brauchen wir uns aber nichts einzubilden.

    Der Gegner hat Toyota-Jeeps, Handies, AK-47 und ein paar RPG.

    Wer hat in Afghanistan, Syrien und Irak z.Z. das Sagen ? Die westlichen Truppen jedenfalls nicht.


    Seit Mitte Oktober 2016 läuft die Schlacht um Mossul. Jetzt haben wir Mitte Januar 2017.
     
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  6. #5 Philipus II, 10.01.2017
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11.01.2017
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    Die zunehmende Automatisierung macht derartige Konflikte niedriger Intensität (gegebenenfalls auch dauerhaft) vermehrt führbar. Je geringer die eigenen Personalverluste werden, desto geringer sind die Auswirkungen auf die Politik. Schon die UAV haben es ermöglicht, potentielle Gegner ohne jede Eigengefährdung zu bekämpfen. Ein Luftangriff ist damit überall und jederzeit möglich, ohne eigene Soldaten heranzuführen und zu gefährden.

    Die Fortentwicklung anderer Waffensysteme wird weitere Aufgaben automatisieren. Immer mehr Gefechte werden daher mit bloßem Sachschaden für westliche Streitkräfte enden, während feindliche Kämpfer verwundet und getötet werden. Mit der AK47 im Hinterhalt einen europäischen oder US-amerikanischen Soldaten am Steuer eines LKW zu töten ist relativ einfach, hat eine gewissen Wirkung sowohl politisch als auch militärisch. Ein beschädigter selbstfahrender Nachschubtransporter wird sich zerstören und sinkt damit auf die Stufe einer verlorenen Ressource, die westliche Volkswirtschaften in beeindruckender Menge herstellen können. Die Asymmetrie des Krieges wird eine weitere Stufe erreichen, denke ich.

    Für eine westliche Volkswirtschaft sind Kriegskosten von 2 oder 3 Prozent des BIPs durchaus über Jahrzehnte tragbar. Erst bei deutlich darüber liegenden Ausgaben gibt es volkswirtschaftliche Probleme. Verbleiben nur noch eventuelle moralische Bedenken...
     
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  7. #6 koehlerbv, 10.01.2017
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    Und das in jede Richtung. "KI", also sogenannte "Künstliche Intelligenz", bleibt auf absehbare Zeit die Arbeit von Menschen, es basiert auf nichts anderem als Programmcode. Und der ist bekanntlich zwangsläufig fehlerbehaftet. Von "Kamikaze v2.0" bis zu einer völlig neuen Definition des unsäglichen Begriffs "friedly fire" ist da die ganze Bandbreite per se abgedeckt.

    Das Nachdenken über Waffen auf der Basis von "KI" wird also in erster Linie enorme Diskussionen eröffnen, weit über das hinaus, was schon heute in politischen Kreisen und Ethikkommissionen Thema ist. Und irgendwann wird auch den "ungewaschenen Massen" dämmern, dass das nicht einfach nur toll ist und garantiert nur den "bösen Feind" treffen wird.

    Bernhard (in der Softwareentwicklung seit 1983 und KEIN Technikpessimist)
     
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  8. #7 Monitor, 10.01.2017
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    So langsam sollte man mal auch über die offizielle Außerkraftsetzung der Haager Landkriegsordnung nachdenken.
     
  9. #8 koehlerbv, 10.01.2017
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    Nein. Die wurde viel zu oft gebrochen, aber gilt immer noch als Maßstab und hat eben auch viele Leben bewahrt. Über das Thema hier wird ja auch diskutiert, ebenso wie die Neutronenbombe und andere Waffen zumindest gebannt wurden.

    Schon näher an unserem Alltag - und auch darüber wird diskutiert bis ganz oben hinauf: Die StVO und die StZO genügen den bisherigen "KI"-Ansätzen auf jeden Fall nicht.

    Bernhard
     
  10. #9 Philipus II, 10.01.2017
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    Bekommen wir Ärger wenn wir die Haager Landkriegsordnung im Hinblick auf in unterschiedlichem Grad automatisierte Systeme diskutieren?
     
  11. #10 Flusirainer, 11.01.2017
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    Seit Bush Jr.s Irakkrieg hat doch längst "Jeder wie er will", sch..ß auf internationale Vereinbarungen und Völkerrecht das Heft des Handelns übernommen. Die USA haben damals jene Büchse der Pandora weit geöffnet und nun bedient sich jeder, nach belieben und seinen Möglichkeiten daran.

    Glaubt wirklich noch irgendwer, da wird mal Vernuft einziehen, nicht bevor es mal wieder so richtig Rums macht?


    Ich hatte es ja schon mal geschrieben.
    Wir befinden uns wieder in Zeiten, die der Vorzeit des ersten Weltkrieges sehr ähnlich sind. Jeder sieht nur noch seine eigenen Interessen und wirft dem anderen die eigenen Völkerechtsverletzungen an den Kopf. Bis dann irgendwann mal die Interesensüberschneidungen und das Maß der unbedingten Durchsetzung so stark überlappen, das jedwede Zurückhaltung fallen gelassen wird.




    1989 hatte die Welt wenigstens einen Gorbatschow. Aktuell bräuchte sie, gleichmäßig auf der Welt verteilt, mindestens fünf davon.
     
  12. #11 Monitor, 11.01.2017
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    Was sollen die IS-Islamisten noch von den abendländischen Ungläubigen halten ?

    Hinterrücks und zu feige, um noch offen Mann gegen Mann zu kämpfen. Schicken jetzt ihre Maschinen-Roboter vor.
     
  13. I/JG8

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  14. Lubeo

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    Leider muss ich den ganze Text zustimmen.

    Das "positive" daran ist, dass jede "Kultur" sich mit der Zeit selbst bestraft. Sobald jemand ein erstes Mal die Hemmschwelle überwand und lügte, betrügte, verleumdete, klaute, abzockte, die Macht missbrauchte oder sonst was, wird es massisch schwer werden ein zweites und drittes Mal der Versuchung zu widerstehen und dies nicht wieder zu tun. Es wird mit der Zeit zu Gewohnheit. Daher, umso skrupelloser jemand ist umso skrupelloser wird er auch gegenüber seinem Umfeld und Mitmenschen. Man betrachte da die Skrupellosigkeit von Julius Cäsar auf dem Felde und wie skrupellos er dann zum Diktator wurde, was ihm dann letztendlich den Tod brachte.

    Eine Nation welche daher nicht defensiv und nur auf dem eigenen Terretorium, sondern offensiv aus Machtüberlegungen solche Mittel einsetzt wird sich meines Erachtens kulturell selbst zu Grunde richten. Man wird den Krieg gewinnen, aber dann später ausser dem Ego nichts mehr besitzen.


    Die 2 bis 3 Prozent BIP haben meines Erachtens Sinn wenn man dies im eigenen Land ausgibt. Nicht so aber wenn man diese ähnlich wie Griechenland jährlich ins Ausland schauffelt. Irgend wann ist dann kein Geld mehr da zum Ausgeben.
     
  15. Lubeo

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    OT/

    Jeder Mensch man immer wieder Fehler. Die Frage ist hier eher wie man mit diesen umgeht und diese folglich auch offen Kommuniziert und nicht vertuscht.

    Technologien sind meines Erachtens nichts anderes als Werkzeuge. Und wie und für was diese eingesetzt werden ist meines Erachtens eine Frage der Kultur des Anwenders. Man kann mit den richtigen Werkzeugen vielens schneller und besser manchen, aber auch schneller alles verlieren.
    Fatal wird es wenn man Wissensträger und Führungspersonen durch KI reduzieren oder gar ersetzen tut. Es gibt nicht ohne Grund den Spruch "wer mit einer technischen Massnahme ein Problem lösen will hat das eigentliche Problem noch nicht erkannt und von Technik keine Ahnung". Die Anzahl an Fehlentscheidungen werden so nur zunehmen.


    Die Geschichtsbücher werden bekanntlich immer von den Siegern geschrieben. Folglich, könnte man theoretisch jede Waffen einsetzten die man will sofern man dadurch die Weltherrschaft gewinnt. Der eigene kulturelle Schaden der die Skrupellosigkeit mit sich bringt wird m.E. massiv sein.

    /OT
     
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  16. #15 koehlerbv, 11.01.2017
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    Lubeo, in vielen Teilen Zustimmung.
    Technologie erzeugt Werkzeuge. Zuerst war es der Stein. Man bearbeitete ihn, damit man Bäume fällen und Häuser und Fischerboote bauen konnte. Und um Nachbarn effektiv zu erschlagen.
    Wir sind nun aber an einer gewissen und eventuell nur scheinbaren Schwelle angekommen: Es geht um die "Schaffung" von "Intelligenz". Unter dem Label wird schon viel Zeug verkauft - "Intelligenz" ist dann aber generell noch Marketing-Bullshit-Bingo. Man arbeitet aber weiter energisch daran. Schon längst sind wir aber konfrontiert mit ganz wichtigen ethischen Grundsatzfragen. Und da kann verdammt - und wirklich verdammt - viel schief gehen.
    Bestimmte Dinge kann ein Paket aus Soft- und (Sensorik-)Hardware heute schon besser als der Mensch, aber die Neigunen zu Fehleinschätzungen der Hard-/Softwaremaschine werden auch deutlich und vermutlich auch nicht endgültig auflösbar. Bis wohin gehen wir also?
    Mein Auto - neu zum Jahresausgang 2014 - war auch "intelligent" ausgerüstet. Es erkannte völlig korrekt, dass ich auf Hindernisse (Warnbaken einer sehr scharfen Kurve auf meinem täglichen Arbeitsheimweg) zusteuere und es weiter tue (wie gesagt: Eine enge, scharfe Kurve). Es folgte eine Zwangsbremsung (und die Fähigkeit zu extrem guten Bremswerten kann man dem Wagen glücklicherweise nicht absprechen).
    Dumm nur: Zum Zeitpunkt der Vollbremsung zeigten die ebenfalls "intelligenten" Scheinwerfer schon in die neue Richtung (so, wie die Vorderräder) - die haben es "gemerkt", was ich tue. Der Rest tat dumm. Gut, dass da bei den drei Fehlleistungen niemand mit geringem Abstand nachkam: Wie hätte ich dem das erklären sollen, warum er jetzt bei mir im Kofferraum steckt? Wie der Polizei? Wie vor allem der Versicherung? Ich habe den deutschen Prämiummist dann abschalten lassen.
    Das war natürlich jetzt ein extremes Beispiel einer Fehlleistung (das eine System zeigt mit dem Licht in die Fahrtrichtung, der Bremsassistent wähnt den Wagen schon im Abseits), aber an diese Stufe kommt jedes aktuelle System derzeit irgendwann zwangsläufig, weil der Mensch bzw. die (vielen) Menschen eben das nicht bedacht haben.
    Ich hatte heute auch gerade wieder einen solchen Fall im eigenen, kleinen Umfeld: Eine Software, die in der Form diese Routine jetzt seit sechs Jahren völlig problemfrei tut, läuft auf einen Fehlerzustand. Meldet das brav mit Ort und Ursache, die Beseitigung war easy. Aber: Der Zustand, der dazu führte, war eben nicht bedacht. Wieder einmal.
    Und wenn solch ein System über eine tödliche Waffe verfügt ... Oder gerade einen Menschen am Herzen operiert, ein Auto steuert, was auf einer Gebirgsstrasse in einen Steinschlag gerät (Anhalten? VolleKraft rückwärts oder vorwärts? Hat man überhaupt an ausreichende Sensoren auch für die obere Hemisphäre gedacht?).

    Es bleibt ein extrem komplexes Thema, was uns beschäftigen sollte und wird. Und Waffen als Vorreiter sind hier - vorsichtig ausgedrückt - mehr als fragwürdig.

    Bernhard
     
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  18. Lubeo

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    Beim Militär werden nun mal eher Kolateralschäden hingenommen als im Zivilleben. Das Militär hatte daher im technologischen Bereich leider oftmals eine Pionierrolle.

    Und was Autos betreffen; mir reicht schon die verkehrte Logik der Navis. Zum Glück gibt es noch Karten.
    Scheinbar hat jeder Kulturkreis eine etwas andere Logik so wie es Linkshänder und Rechtshänder, sprachlich, mathematisch und/oder handwerklich Begabte gibt.
     
  19. #17 Unwissend, 12.01.2017
    Zuletzt bearbeitet: 12.01.2017
    Unwissend

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    Kreig heißt Ausetzung der Gesetzgebung, Justiz und Bestrafung.. Es Soldat darf ohne Strafe den Gegner töten.
    Schwierig ist es, wenn man dem Land keinen Krieg erklärt hat.

    Wenn man mit einem mit Piloten besetzten Kampfflugzueg in ein Land fliegt und dort einen Bombe
    abwirft, kann das laut UN zu einem eingreifen des entsperechnen Landes führen (Ärger und Schadenersatzzahlungen usw)
    Beispiel Kundus.

    Nach dem 2 Weltkrieg wurde hier Regleungen in der UN beschlossen, die so gut wie alle Mitgleidsländer unterzeichnet und auch
    in ihren Gesetzen umgesetzt haben. Eindingen von Kampf / Spionageflugzeugen

    Nun zu Drohnen.
    Da gibt es noch keine rechtliche Grundlage.
    Die Dohnen können als ferngesteuertes , oder besser noch automatisch , autonomes fliegendes Objekt
    Raketen und Bomben abwerfen.

    Hier gibt es durchaus die rechtliche Frage, wer für die Tötungen verantwortlich ist.
    Der Hersteller ? Der Betreiber ? Der Operator ?
    Hier wurde ja schon versucht die "Steuerungszentrale Ramstein" zu schleißen.
    Im grunde genommen ist es so, dass es hier für Mord keine möglichen Rechtsmittel gibt.

    Befehlte aus USA , Betreiber CIA , geleast vom Hersteller, Relaistation Ramstein. ) (oder Operator ? )
    Das ist bewusst so eingefädelt worden, um die Verantwortung für das töten unmöglich zu machen.
    Und notfalls kann die USA immer noch sagen, das hat es eine Fehlfunktion gegeben.....tut uns leid...
    Ohne rechtliche Änderungen wird das nicht funktionieren.

    Und gerade erst werden die ersten rechtliche Grundlagen geschaffen, um Privatleute für Drohnenunfälle haftbar zu machen.
    Grüße Frank
     
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