Physiker oder Flugzeugingenieur.

Diskutiere Physiker oder Flugzeugingenieur. im Ausbildung und Jobs Forum im Bereich Grundlagen, Navigation u. Technik; Hallo, ich hätte da mal eine Frage, was den Flugzeugbau betrifft. Kann man auch als Physiker in den Flugzeugbau einsteigen, oder MUSS man dazu...

Moderatoren: Learjet
  1. n/a

    n/a Guest

    Hallo,

    ich hätte da mal eine Frage, was den Flugzeugbau betrifft. Kann man auch als Physiker in den Flugzeugbau einsteigen, oder MUSS man dazu Flugzeugingenieur sein? Letzten Endes ist das doch alles Physik, was da gemacht wird, also dürfte der Einstieg als Physiker doch nicht all zu schwierig sein, oder? Okay, ein Physiker wird sich nicht im Detail mit irgend welchen Triebwerken auskennen, aber der Rest, wie z.B. Strömungen, Kräfte, Schwerpunkt, Belastungen, usw. kommt mir alles sehr bekannt vor...

    Gruß
    Gore
     
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  3. #2 Gargelblaster, 24.05.2005
    Gargelblaster

    Gargelblaster Flieger-Ass

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    Hi,

    als Physiker kommst dann halt auf jedenfall in die theorie.
    Als Flugzeugingenieur haste vielleicht noch kontakt zum Flieger.
    Kommt halt drauf an was dir wichtiger ist.

    Obwohl es mir an der uni Stuttgart echt zuviel Theorie ist :(

    MfG

    GB
     
  4. n/a

    n/a Guest

    Hi,

    kann ich nachvollziehen, an meiner Uni ist Physik auch nur Theorie. Deswegen habe ich gefragt, weil der Ingenieur ja auch die Praxis hat, zumindest was die FH-Studiengänge betrifft. Aber wechseln zur FH wollte ich deswegen nicht, zumal ich schon gelernter Technischer Zeichner bin und schon praktische Berufserfahrung habe.

    Aber es ist generell möglich, auch als Physiker in den Flugzeugbau zu gehen? Das würde mir schon reichen.

    Gruß
    Gore
     
  5. #4 Schorsch, 24.05.2005
    Schorsch

    Schorsch Alien

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    Möglich ist alles, jedoch würde ich stark dazu raten den Ingenieursweg zu gehen. In der Branche, speziell in der Industrie, werden vor allem Ingenieure beschäftigt. Physik ist halt nicht ausreichend spezialisiert genug. Wenn Du Ingenieur studierst hast Du auch genug Theorie und weißt im Endeffekt mehr über die physikalischen Effekte als jeder Physiker (auch wenn Dir spezielle relativistische Effekte der Tragflächenumströmung eventuell verborgen bleiben :) ). Solltest Du wirklich einen starken Hang zum "Theoretischen" haben, wäre die FH eh ne schlechte Wahl.

    Noch ne Anmerkung: Zwar kann ich (noch) nicht unbedingt aus Erfahrung berichten, aber grundsätzlich kann man als Physiker auch einen Ingenieursberuf ergreifen und umgekehrt. Ein Studium ist keine Brandmarke. Allerdings ist das Ingenieursstudium universeller und für den wahrscheinlichen Fall, dass Du Deine Meinung nochmal anpasst, bietet das Ingenieursstudium viele aternative Optionen. Außerdem sind Ingenieursstudenten geringfügig weniger verstrahlt als Physiker und die Frauenquote ist auch marginal besser. :FFTeufel:
     
  6. n/a

    n/a Guest

    Ach Schorsch, Deine Antworten mag ich besonders! :p
    Du hast recht, ein Physiker lernt von allem etwas, ist ein sogenannter Generalist. Als Physiker könnte man z.B. bei EADS "nur" irgend welche Computerprogramme schreiben, während der Flugzeugbauer/-ingenieur dort alles mögliche machen kann.
    Aber ich dachte immer, daß der Physiker universeller ist als der Ingenieur. Ist es beim Ingenieur nicht so, daß man sich recht früh auf eine Richtung festlegt, während der Physiker mehr Wege offen hat?
    Sorry, ich kenne das nur aus der Sicht der Physik...

    Gruß
    Gore
     
  7. #6 Schorsch, 24.05.2005
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    Es kommt auf einen selber an. Aber wenn man Ingenieurswesen studiert, bekommt man fast zwangsläufig eine "Ingenieursdenke". Das ist bei den meisten Problemen in der Industrie auch von Vorteil.
    Physiker werden bei den meisten Problemstellungen in der Luftfahrt kaum benötigt bzw. kann ein in Strömungsfragen gut bewanderter Ingenieur das meiste selbst lösen.

    Ich würde jedenfalls von Physik abraten, wenn Du wirklich in die Luftfahrt möchtest. Und ich kenne sowohl Physiker als auch Ingenieure und weiß daher einigermaßen, was Phase ist.
     
  8. #7 MiG-Mech, 24.05.2005
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    Ich denke beim Ingenieursstudium lernt man vor allem noch so etwas wie Fertigungstechniken, Werkstoffkunde, ... was halt zum Bau und ähnlichem nötig ist, welches beim Physikstudium nicht behandelt wird.
     
  9. #8 Voyager, 24.05.2005
    Voyager

    Voyager Guest

    Was sagt ein arbeitsloser Physiker zu einem, der Arbeit hat?

    "Eine Currywurst mit Pommes bitte"

    :FFTeufel:
     
  10. n/a

    n/a Guest

    Bis auf den scherzhaften Beitrag von Voyager hört sich das aber gar nicht gut an! :FFCry:
     
  11. #10 Voyager, 24.05.2005
    Voyager

    Voyager Guest

    Ich kenne leider genügend "Doktoren der Physik", die sich mit den unmöglichsten Jobs rumschlagen. Diejeningen, die Glück hatten, sitzen bei diversen EDV-Systemhäusern, weil sie während ihres Studiums mit einigen Unix-Derivaten zu tun hatten. Aufgrund des Doktortitels streben einige nach höherem, aber so richtig wurde das bei keinem was.
    Jedenfalls führt ein Physikstudium ohne Doktortitel, ausserhalb von Forschung und Lehre zu kaum etwas. Und innerhalb ist es ein Hauen und Stechen. Ewiger Hiwi will an der Uni auch keiner bleiben. Ausserhalb von Forschung und Lehre rettet ein Doktortitel vieles, aber auch nur dann, wenn niemand da ist, der die gesuchte Qualifikation hat.
    Um in der Luft- und Raumfahrtindustrie praktisch zu arbeiten ist also ein Physikstudium wohl nur mit viel Glück der richtige Einstieg.
     
  12. #11 Barnstormer, 24.05.2005
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    Physiker koennen in grosse Unternehmensberatungen einsteigen und demzufolge $$$ verdienen. Muss einem aber liegen und hat ja nicht viel mit Flugzeugbau zu tun.
     
  13. #12 Voyager, 24.05.2005
    Voyager

    Voyager Guest

    Genau. Aber nur mit Doktortitel.
    Weil eine Unternehmensberatung die viele Doktoren hat hört sich seriös an. Unternehmensberater ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Ob die dann Physiker oder Philosophen sind, die von Betriebswirtschaft keinen blassen Schimmer haben hinterfragt keiner :FFTeufel:
     
  14. #13 Schorsch, 25.05.2005
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    In einer Unternehmensberatung können praktisch alle arbeiten. Die meisten sind, man höre und staune, BWLer. Physiker sind halt moderne Nomaden ohne richtige Heimat.
    Der Physiker eignet sich in Ausnahmefällen zum Unternehmensberater, ich habe mal einen getroffen. Der hatte dann nebst Physikstudium auch noch schnell einen MBA hingelegt. Und Doktor war der nicht.

    Fazit: Physik ist eine Kunst mit wenig Brot.
     
  15. #14 MiG-Mech, 25.05.2005
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    Ich denke mal auch, als Physiker macht man Grundlagenforschung oder wird Lehrer. Oder das was man auch ohne Physik kann.
     
  16. #15 n/a, 25.05.2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25.05.2005
    n/a

    n/a Guest

    Danke Jungs, ihr ermutigt mich ja richtig. Also habe ich mir semesterlang den Ar... an der Uni aufgerissen, um dann in einer Consulting-Klitsche zu enden?
    Sch...! :(

    Ich gehe mal davon aus, daß ihr aus Erfahrung sprecht, also in der Luftfahrtindustrie tätig seid und eure Postings nicht nur bloße Vermutungen sind, ja?

    Gruß
    Gore
     
  17. #16 MiG-Mech, 25.05.2005
    MiG-Mech

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    Naja, man sollte schon wissen warum und wozu man was studiert. Da erkundigt man sich doch vorher, wenn man es nicht genau weiß !?
     
  18. n/a

    n/a Guest

    Das fallende Interesse an dem Physikstudium und das wachsende Interesse am Flugzeugbau ist erst während des Physikstudiums entstanden...
     
  19. #18 Voyager, 25.05.2005
    Voyager

    Voyager Guest

    Das kenne ich. Wer ist nach dem Abi schon in der Lage zu sagen, was einem Spass machen wird, wenn man nicht weiß, was auf einen zukommt.
    Aber dann fang doch an dir z.B. bei der EADS in HH Kontakte aufzubauen. Versuch ein Praktikum zu machen, was auch immer. Sag dort, was du willst und wie es sich entwickelt hat. Wenn dich dort in der Entwicklung schon mal jemand kennt und weiß, daß du was drauf hast, ist es einfacher, auch als Physiker anzufangen, als wenn du ein Bewerber unter 400-2000 auf eine Stelle bist.
     
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    Hallo

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  21. #19 Schorsch, 25.05.2005
    Schorsch

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    Wie ich schon sagte ist ein Studium kein Brandzeichen. Man kann durchaus etwas ab von seiner Richtung machen. Dazu bedarf es natürlich einem gewissen über die Studienordnung hinausgehenden Engagement. Aber generell stehen alle Türen offen. Nicht verzweifeln sondern anpacken!
     
  22. n/a

    n/a Guest

    Danke Dir, Schorsch, das ermutigt mich ein wenig. Auch wenn die in der Industrie Ingenieure suchen, kann ich mir nicht vorstellen, daß man mit dem Wissen eines Physikers nicht auch irgendwo unterkommen kann. Wenn man dazu noch Technischer Zeichner gelernt hat und auch noch einen Abschluß einer Technik-Schule neben dem Abitur hat, dürfte doch was zu finden sein...!

    Gruß
    Gore
     
Moderatoren: Learjet
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