Pilot kein Traumjob mehr ?

Diskutiere Pilot kein Traumjob mehr ? im Ausbildung und Jobs Forum im Bereich Grundlagen, Navigation u. Technik; Ja, es sind gegenüber früher wirklich üble Zustände. Die widerliche Mentalität der immer mehr in Mode kommenden "Schnäppchenjäger", die für einen...

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  1. #41 Dimona-Jockey, 27.12.2017
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    Ja, es sind gegenüber früher wirklich üble Zustände. Die widerliche Mentalität der immer mehr in Mode kommenden "Schnäppchenjäger", die für einen Apfel und ein Ei durch ganz Europa und oft noch weiter fliegen, aber fast nichts mehr dafür bezahlen wollen, ist wesentlich für diese Situation verantwortlich.
    Eine weitere Ursache dieser Zustände sind profitgierige Airline-Manager, die ihr Personal hemmungslos auspressen, um trotz der Dumping-Flugpreise immer noch satte Gewinne zu erzielen.
    Zu den an sich schon misslichen Arbeitsbedingungen kommt noch hinzu, dass sich die Flugzeugbesatzungen, ob im Cockpit oder in der Kabine, oft mit Passagieren herumschlagen müssen, deren Benehmen jeder Beschreibung spottet. Da wird an Bord gesoffen, gepöbelt, der Kabinenboden voll gemüllt und die Flugbegleiterinnen- und Begleiter beschimpft oder sogar attackiert. Ich hatte das bereits vor vielen Jahren auf einer Teilstrecke von Bombay nach Rom in einer DC-10 der Alitalia erlebt. Der Kabinenboden von vorne bis hinten war knöcheltief mit Plastikbechern, gebrauchten Servietten, Schachteln und diversem Verpackungsmaterial bedeckt. Fluggäste ohne auch nur einen Spur von Disziplin und Anstand. Ein ähnliches Schauspiel bei einem Flug mit British Airways von New York nach London.
    Kürzlich musste ein Airbus A 320 auf dem Flug von Moskau nach Zürich in Stuttgart notlanden. Grund - eine Passagierin der business-class rastete, weil ihre Forderung nach weiterem Champagner nicht mehr erfüllt wurde, völlig aus und attackierte sogar ein Besatzungsmitglied.
    Ich bin früher viele Male mit Charter-Airlines in die Ferien geflogen. Meist war es die LTU oder die Condor. Später Balair, Belair, Edelweiss und Helvetic. Die Flugzeuge waren gepflegt, das Publikum an Bord anständig und auch der Service einwandfrei.
    Wenn sich der heutige Trend so weiter entwickelt, bleibt man besser innerhalb oder nahe ausserhalb der eigenen Landesgrenzen, als mit dem Flugzeug zu verreisen.
     
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  3. #42 Unwissend, 28.12.2017
    Zuletzt bearbeitet: 30.12.2017
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    Na ja , so wie es in den Wald schallt…
    - Buchungen, die man fast nur noch online durchführen muss mit Vorkasse, sonst kostet es richtig Geld,
    -Das nervige selbst check in samt Koffer ( schei** Austrian in Wien)
    -Abfingern in der Security wie ein Schwerverbrecher.
    -Das zurücklassen von Getränken, um sie dann überteuert nach der Kontrolle wieder kaufen zu müssen.
    -Ständige Verspätungen und Gate Wechsel in letzten Moment.
    -Diesen Unsinn, Geschäftsreisende bevorzugt reinzulassen,
    (Da habe ich in VIE schon fast ne Schlägerei miterlebt, wie die Anderen
    den Zitat „ Geschäftsdreck „ nicht durchlasen wollten, bis zum holen der Sicherheit.
    -Das nervige Gepäck über den Kopf einsortieren, teilweise bis zu 3 Stück und dabei das borden ewig zu verlängern.

    -Dann kaum noch brauchbare Ansagen in Flugzeugen ( Fly Niki und Austrian.)
    Die kriegen kaum noch die Zähne nicht mehr auseinander.
    Da rollst Du zum Gate zurück und erfährst erst 20 Minuten später, das es Probleme
    mit der Klimaanlage gibt. Das "Schön das Siei mit uns geflogen sind,"können die sich nach der Landung dann auch schenken!

    -Dazu kommt auch noch, das Du trotz einiger Hundert Euro teuren Tickes auch noch
    selber teuer für Essen bezahlen musst.( Air Berlin)
    -Auch greift bei immer weiter die Unsitte um sich , generell die Anschnallzeichen
    beim Flug nicht mehr auszuschalten
    , auch um legal auf das WC zu gehen.
    -Kritik prall an der Crew ( wenn man überhaupt die noch sieht ) einfach ab.
    Aussage eines LH Kapitäns: Es obligt seiner Sorgfaltspflicht, die Zeichen
    angeschlaltet .zu lassen.. Ich könne das Flugzeug nun verlassen.
    -Sorry, die Reihe 0 !!! hat extrem stark nachgelassen
    Bei so einer Aussage war klar, das Richtung Airline ein Schriftstück ging!
    .

    Mich wundert es nicht, wenn da die Leute austicken.
    Schon im Vorfeld sind die Airlines so viel Personal und Service einzusparen,
    und es so unpersönlich und hässlich wie nur möglich gemacht.
    Kein Kunde möchte es so haben. Und sorry , ich haben bei Austrian
    für TXL VIE 440 Euro bezahlt, nicht 29.Da erwarte ich einfach von allem mehr!

    Ich halte nicht nur die Pax verantwortlich für die Probleme, sondern vor allem die Airlines .
    Grüße Frank
     
  4. #43 _Michael, 01.01.2018
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    Es ist nun wirklich kein Problem, eine Buchung online und mit Kreditkarte zu tätigen. Das einzige freche sind die Zusatzgebühren.

    Der Self-Check-In beschleunigt das Einchecken bei gleichem Personalbestand (und damit gleichen Kosten, gleichen Preisen) deutlich. Stehst du wirklich lieber 15 Minuten in einer Schlange anstatt 3 Minuten ein Self-Check-In-Terminal zu bedienen...?!?

    Man kann über den Sinn der Kontrollen streiten, aber wenn man Leute mit bösen Absichten wirklich ausfiltern will, dann kommt man nicht darum herum.

    Wer das Minimum an Aufmerksamkeit und Mobilität nicht mitbringt, um einige Gates weiter weg einzusteigen, bei dem frage ich mich, wie er überhaupt an den Flughafen gekommen ist... Und es kommt nun wirklich nicht "ständig" vor.

    Da gibts nun wirklich nichts zu motzen, denn es steht jedem frei, diese Dienstleistung zu kaufen. Entweder Business-Ticket oder sonstige Priority-Zusätze.

    Wenn dich nervt, dass du ein Gepäckstück selbst verstauen musst, dann gib es doch einfach als Aufgabegepäck auf. Der Zeitbedarf für das Einsortieren ist den Airlines bekannt und entsprechend in die Flugzeiten einkalkuliert. Das verursacht zwar Kosten bei den Airlines durch längere Standzeiten, als Kunde ändert sich für dich aber nichts. Zudem habe ich den Eindruck, dass die Gepäckstücke meist ungefähr dann verstaut sind, wenn die letzten Passagiere an Bord kommen. Da geht also nicht viel Zeit verloren.

    Ich kann mich an keinen einzigen Flug erinnern, wo bei einer Verzögerung von mehr als 10 Minuten keine Durchsage kam. Du scheinst da von einem Einzelereignis zu verallgemeinern. Und die Anzahl der nicht-notwendigen Durchsagen (Wetter, Route, Turbulenzen, Danksagung) ist nunmal Geschmacksache.

    ...aber unter dem Strich immer noch billiger ans Ziel kommst, als mit jeder anderen Airline? Also wo ist das Problem? (Zudem sehe ich nicht, warum man in einem Flugzeug unbedingt gratis essen will. Gibt's im Kino und am Fussballspiel ja auch nicht.)

    Könnte mich an keinen einzigen Flug erinnern, wo bei ruhiger Luft die Anschnallzeichen immer an waren. Auch hier scheinst du entweder ein Einzelereignis zu verallgemeinern, oder einfach sonst stark zu übertreiben.

    Naja, so gut wie deine Beschwerden begründet sind, ist die Reaktion des Kapitäns nur logisch.


    2017 war das sicherste Jahr der Airline-Luftfahrt. Also so schlimm kann es um die Reihe 0 nicht stehen.


    Mit dem Auto wären das rund 1400 km hin und zurück. Wenn du alle Kosten einrechnest, dann bist du nicht mehr allzu weit von diesen 440 EUR entfernt. Sprich: Mit den 440 EUR kannst du ungefähr die effektive Transportleistung kaufen, und nicht ein Luxuserlebnis.
     
  5. #44 Intrepid, 01.01.2018
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    Flugsicherheitsgebühr zahlen alle Passagiere gleich, deshalb sind zumindest in Deutschland an der Personenkontrolle alle gleich zu behandeln (wissen die Flughafenbetreiber, müssen sie nur immer wieder dran erinnert werden; also keine Priority vorm Fummeln erlaubt, da müssen die Passagierströme wieder zusammengeführt werden). Bei der Bordkartenkontrolle streiten sich die Geister, ob das über die genehmigte Gebührenordnung abgedeckt ist. Wäre mal interessant, wenn das jemand vor Gericht trägt. Wie es in Österreich geregelt ist, kann ich nicht sagen.
     
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  6. #45 Unwissend, 01.01.2018
    Zuletzt bearbeitet: 01.01.2018
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    Hallo, ich schreibe mal in Rot dazwischen

    Alles richtig, nur seit Mitte Dezember fahren wir nun entweder Bahn oder mit Mietwagen.
    OK über das Thema Bahn schweige ich derzeit mal .

    Mietwagen: Von Haustür zu Haustür (D Berlin bis z.B AT Linz ) nur 3 Stunden mehr.
    Entspannt, mit guten Essenzwischenstop, WC wann ich will, Themeratur und Musik wie will, telefonieren wiei ch will oder ich muss.
    Vor allen auf einem guten Sitz mit Beinfreiheit. Und mit soviel Gepäck/ Werkzeug was ins Auto passt. Ohne abgefummelt zu werden.
    Das gleicht auch ev. Staus aus. Und bis 1000 Km stellt das kein Problem dar. ( Ab da die BG , da die mehr als 10 H Fahren am Tag untersagt)
    Über 1000 KM , z.B ARAD . geht dann nur noch eingeschränkt an einem Tag. Da werden wir wohl wieder fliegen.

    Ich weis Das Du nicht mit den Antworten einverstanden bist. Trotzdem wünsche ich Dir ein schönes neues Jahr.


    Grüße Frank
     
  7. #46 Kenneth, 01.01.2018
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    Also, das wundert mich jetzt. In München gibt es doch getrennte Kontrollen von Economy, Business und LH‘s Senator/First Class/HON Passagiere... !?!

    Darüber hinaus möchte ich eine Lanze brechen für das vorher erwähnte „Geschäftsdreck“, wozu ich selber oft gehöre:

    Business-Class ist der volle Preis für das Ticket, mit kurzfristigen Umbuchungsmöglichkeiten und andere Flexibilitäten. Das nutzen viele Geschäftsreisende, aber nicht nur, und nicht alle. Mein Arbeitgeber zahlt teures Geld dafür, das ich ggf. umbuchen kann, falls zB ein Meeting früher beendet wird. Dann bin ich früher im Büro zurück und produktiver. Wenn gewisse Privilegien dazu gehören, dann sind es eben oft für Leute, die quasi noch in der Arbeit sind. Wenn ich spät abends irgendwo in Europa nur noch nach Hause möchte, dann kommt dieser extra Komfort sehr gelegen. Dann habe ich keine Lust, mich wie beim letzten Evakuierungsflug aus Saigon heraus abquälen zu müssen. Aber wie gesagt, es steht jedem Frei in den Genuß dieser Privilegien zu kommen, es muß einfach nur den vollen Preis hingeblättert werden. Bei MUC-CPH sind das etwa €1.000,-. God fornøjelse.
     
  8. #47 Intrepid, 01.01.2018
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    Vielleicht gibt es eine schwer erkennbare Möglichkeit für die Passagiere, die bei Economy durch die Bordkartenkontrolle gegangen sind, dahinter auf die kleinere Warteschlange der Business/...-Passagiere zu wechseln? Oder es wäre schlicht ein Verstoß.
     
  9. #48 _Michael, 01.01.2018
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    Ich denke, das hängt doch grösstenteils vom Flughafen ab?

    In Zürich hat es getrennte Eingänge zur Sicherheitskontrolle für Eco vs. Business/First/Crew. Man kommt dann aus zwei verschiedenen Richtungen zum selben Kontrollbereich. Meist hat es dann eine Person, welche die Personenmassen auf die einzelnen Linien verteilt. Die Leute werden dann so gesteuert, dass Business/First/Crew immer prioritär behandelt werden kann, ohne dass aber offziell Prioritäts-Linien bestehen. Ein Freund der in Zürich in der Sicherheitskontrolle gearbeitet hat, sprach jedenfalls jeweils davon, dass er heute Eco oder eben Business/First/Crew gemacht habe. Das scheint also intern schon unterschieden zu werden, auch wenn es nicht völlig streng getrennt ist. Letztlich hat ein Flughafen ja auch ein gewisses Interesse, Vielflieger speditiv abzufertigen, gerade bei der Konkurrenz zwischen Zürich/Basel/Frankfurt.

    In den USA ist es dem Hörensagen nach so, dass man auch als Eco-Passagier die Business/First/Crew Linie nehmen kann, das würde dort gar nicht kontrolliert. Ist eine Einzelaussage allerdings.
     
  10. #49 Rhönlerche, 08.01.2018
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    Das Bundesinnenministerium in Deutschland schreibt auch diskriminierungsfreie Sicherheitskontrollen, einheitlich für alle Buchungsklassen, vor. Manchmal versuchen die Flughäfen oder Airlines aber trotzdem, mit eigenen Spuren oder "Wachtposten" zuvor die Buchungsklassen bei der Security dennoch zu trennen und mit Kordeln getrennt zu halten. IIRC darf man sich in D straflos "falsch" anstellen.
     
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  11. #50 Intrepid, 08.01.2018
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    Ganz im Gegenteil, man soll es sogar. Und wenn man dumm angequatscht wird, sich die Personalnummer geben lassen und via Luftsicherheitsbehörde beschweren.
     
  12. #51 Philipus II, 08.01.2018
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    Das ist sehr gut zu wissen. Gibt es zu der Vorschrift noch einen Link? Ich möchte mich ebenfalls persönlich gegen Diskriminierung einsetzen :D
     
  13. #52 Intrepid, 08.01.2018
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    Nein, einen Link finde ich auf die Schnelle nicht. Reiche ich aber gegebenenfalls nach. Auf einen Behörden-internen Erlass, von dem ich Kenntnis habe, kann ich leider nicht verlinken.

    Nur soviel: die Sicherheitskontrolle ist eine hoheitliche Aufgabe und alle Passagiere zahlen den gleichen Preis, also müssen sie gleich behandelt werden. Die Flughäfen dürfen so lange "Fast-Lanes" einrichten, wie die übrigen Kontrollreihen gleich schnell abgefertigt werden.
     
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  14. #53 Schorsch, 11.01.2018
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    "Single Pilot Operation" ist im Prinzip "Zero Pilot". Nur eben, dass die Situation ohne Pilot eine Notsituation darstellt und entsprechend gelöst werden kann (man muss nachweisen, dass alle lebend rauskommen). Effizienz spielt dann keine Rolle (starker Unterschied zu einer grundsätzlichen pilotenfreien Ops). In der Single Pilot Operation dient der Pilot vor allem für höhere Effizienz, er kann Bodenprozesse organisieren, hat die jusristische Verantwortung und ja, er fliegt auch mal das Flugzeug. Dieser Job wäre meines Erachtens kein schlechter.

    Ansonsten: die Piloten tun mir nicht leid, und das ganze Gejammere von der guten alten Zeit nervt einfach nur. In "der guten alten Zeit" könnten 80% der Schar gleich mal dauerhaft nach Hause gehen, weil eben nur ein 10tel der Flugbewegungen stattfindet. Die Gehälter sind weiterhin überdurchschnittlich für eine Ausbildung, die 30% kürzer ist als die einer Krankenpflegerin (welche nebenbei auch Verantwortung hat und schichtarbeit leisten muss, Kostendruck erfährt und nervige Passagiere ... äh Patienten hat). Weiterhin erfordert die Tätigkeit keine stark überdurchschnittlichen schulischen Leistungen.

    Also, Füße stillhalten. Wer keine Lust mehr hat kann ja was anderes machen, es sind ja weiterhin ausreichend viele Leute bereit den Job zu machen.

    Dies rechtfertigt umgekehrt keine Unterschreitung gesetzlicher Minimums und legitimiert auch keine nicht tragfähigen Strukturen.
     
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  15. AE

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    :)
    Piloten haben so eine lange Ausbildung.
    In Summe durfte ich, ohne Abi, mindestens 10 Jahre Qualifikation, zum größten Teil neben dem Beruf ableisten, um diese Ausbildungshöhe zu erreichen. Einen großen Teil davon unbezahlt und Qualifikation ist teuer.
    Piloten haben so eine extreme Verantwortung.
    So, so. Dann müssten die Kollegen in den Kernkraftwerken oder in den Chemiefabriken alle Millionäre sein.
    25 Jahre nach Bhopal: Opfer warten auf Gerechtigkeit | Amnesty Intern…
    25.000 Tote - da muss ein Pilot lange dran stricken. Ursache u.a. " ...hatte man Sparmaßnahmen zur Kostensenkung durchgeführt, wie z. B. die Einsparung von Personal, Verlängerung von Wartungsintervallen, Verwendung billiger Austauschteile aus einfachem Stahl anstelle von Edelstahl" - sowas habe ich schon mal gehört, nennt sich Optimierung.
    Piloten verdienen zu wenig
    Das hätte ich gern mal definiert bekommen. Was ist zu wenig? 200 T€/a bei der Hansa bestimmt nicht. Was bekommen den die Niedriglöhner bei Preiswert-Airlines?
    Schorsch erwähnte Krankenhauspersonal, dass kaum die Mieter zahlen kann und Patienten schleppt und in der Schei** wühlt.

    Nur mal so in die Debatte geworfen. Nicht dass man Veränderungen im internationalen Umfeld nicht aufzeigen soll, nur passiert das in anderen Branchen doch auch. Auch dort verschwinden lieb gewordenen Sachen. Der Fließbandarbeiter bei Daimler, der mehr bekommt als wo anders der Ing.. Das lässt sich bei chinesischen Löhnen nicht halten und schon ist ein großer Teil der Jobs für Unqualifizierte weg, mit all seinen negativen Auswirkungen. Maschinenstürmerei hilft nicht - anpassen!
     
  16. #55 Intrepid, 11.01.2018
    Intrepid

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    "Single Pilot" gibt es längst, zum Beispiel die Inselflieger an der Nordseeküste sind von Anbeginn an einzige Besatzungsmitglieder an Bord. Die Idee seinerzeit war, die Arbeitsbelastung bedingt den Copiloten - wenn man nach Instrumentenflugregeln fliegt. In der AN-2 war ich auch "single Pilot". Zwei Bedingungen: die Cockpittür muss ausgebaut sein, damit freier Zugang zu den Passagieren besteht. Und das Medical gilt nicht ein Jahr, sondern nur sechs Monate.

    Ich weiß gerade nicht, ab wie viel Passagieren immer zwei im Cockpit fliegen müssen. Aber diesen Wert könnte man einfach Jahr für Jahr höher setzen, bis "single Pilot" in der Unfallstatistik nachweisbar ist. Und damit der alleinige Pilot nie nachweisbar wird, muss eben die zunehmende Automatisation dagegen halten.
     
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  18. #56 Schorsch, 11.01.2018
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    Die magische 19 PAX, welche sich an so vielen Stellen in der Luftfahrt findet.
    Kleiner oder gleich, und man ist praktisch selbst schuld wenn man einsteigt.
    Größer, und es beginnt die allgemeine Sicherheits-Hybris.

    Ganz so "hemdsärmelig" kann man es daher wohl nicht machen. Sollten einige 1000 Single Aisle weltweit "Single Pilot" unterwegs sein, muss ein komplettes Back-Up System zur Verfügung stehen. Das bedeutet ferngesteuertes Fliegen, aber eben auch eine notfals autonome Heimkehr. Wie gesagt, das wäre dann wie Zero Pilot. Jedoch ist der Ausfall eines Piloten ein 10E-4 ... 10E-6 Ereignis, und man muss es nicht unbedingt mit noch zwei weiteren merkwürdigen Fehlerfällen nachweisen (einen "einfachen" Fehler kriegt der Computer gut selbst geregelt).
     
  19. #57 Intrepid, 11.01.2018
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    Mit einer Ausnahmeregelung in einer Gegend, wo beispielsweise viele 29-Sitzer unterwegs sind. Wenn es lokal begrenzt ist, könnte ich mir auch ein Back-Up-System vorstellen. Grundsätzlich sollte die Technik bereits jetzt vollumfänglich verfügbar sein, die Organisation fehlt noch. Und ein paar Regeln, dass ab einem bestimmten vorhergesagten Wetter eben doch zwei Piloten an Bord sein müssen, weil vollautomatische Landungen gerade nicht möglich sind.
     
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