PPL auf eigenem Flugzeug - Cirrus

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Lina

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Hallo, hat jemand Erfahrung bzgl PPL auf einem eigenen Flugzeug?

ich bin gerade in der PPL Ausbildung, habe bis jetzt ca. 15 Stunden auf einer C152 absolviert. Habe privat Zugriff auf eine Cirrus die Anfang 2019 in mein Eigentum übergeht.
Die Hürden die ich bis jetzt in Erfahrung gebracht habe reichen von - "da wird die Flugschule nicht mitspielen" (meine bildet nur PPL auf C152 und 172 aus) bis zu Versicherungstechnischen Fragen a la "auch wenn du den PPL in der Tasche hast wird dich keine Versicherung versichern auf dem Flieger"

Hat irgendwer Ideen was die cleverste Vorgangsweise wäre?

Vielen Dank.
 
Sentinel R.1

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Also es stimmt schon, dass du für den Ausbildungsbetrieb eine eigene Versicherung brauchst, beziehungsweise dass muss der Versicherung gemeldet werden, die dann die Prämien anpassen wird, da das Risiko, dass es zu Schäden im Ausbildungsbetrieb kommen kann, größer sein wird. Ob die Schule es zulässt, dass deren Lehrer auf einem privaten Flugzeug schulen, ist aber letztlich deren eigene Entscheidung, dann müsstest du halt mal vor ab mit der Schule drüber reden. Du solltest dir für so ein Gespräch auch einen Grund überlegen, warum es jetzt unbedingt das eigene Flugzeug sein muss, abgesehen davon dass es das eigene ist.

Ob das das geeignete Flugzeug ist, weiß ich nicht. Erinnert mich ein wenig daran, mit einem Porsche in der Fahrschule zu fahren. Wenn man sich überlegt, wie komplex das Flugzeug gegenüber einer 152 oder 172 ist, dann würde ich es nicht machen, denn es geht ja erst mal darum, das grundsätzliche Fliegen zu lernen.
 
Del Sönkos

Del Sönkos

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Mir fällt da spontan die Flugschule in Marl-Loemühle ein. Soweit ich informiert bin, ist der Eigentümer bei fremden Flugzeugen recht flexibel.
Ich hatte mich mal für die Schule interessiert, aufgrund der Distanz (ich komme aus HH), ist es leider nichts geworden. Der Eindruck war aber äußerst positiv.

Unabhängig davon würde ich mich aber im Forum von Pilot und Flugzeug anmelden: Dort sind fast nur Piloten, Fluglehrer und Eigner aktiv.
Die können dir vermutlich besser weiterhelfen und gleich die eine oder andere Frage zur Cirrus beantworten.

Ansonsten: Viel Spaß beim Fliegen lernen und später mit der Cirrus! :)
 
Peter Ocker

Peter Ocker

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Lina, in den USA raten sie ca. 200 Flugstunden als Minimum für die Cirrus, sie ist schnell, hat meist ein Glascockpit und daher komplexer..... nimm Dir die Zeit auf den guten alten Cessnas, und wenn Du Dich darin absolut sicher fühlst und min. 2 Fluglehrer das auch so sehen, würde ich mit einem Fluglehrer den Umstieg auf Cirrus machen - aber auf jeden Fall erst nach dem PPL und nach ausreichender Zeit.
Ich hab mich letzte Woche auf die Kiste einweisen lassen, glaubs mir...... aktuelle eigene Erfahrung.
 
Spartacus

Spartacus

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Ich kenne die FFG Braunschweig, die auch auf einer Vereins eigenen Cirrus SR20 Initialschulung anbietet (die haben auch eine SR22). Da macht man dann zwar nicht den Schein auf der eigenen SR20, aber hat dann wenigstens eine gründliche Ausbildung auf dem Muster.
Ob die FFG auch auf nicht Vereinsamschinen ausbildet, weiß ich nicht. Müsste man beim Head of Training erfragen.
Aber Achtung (Wie von anderen schon gesagt): Als "Frischling" eine eigene SR20 betreiben kann tatsächlich je nach Versicherungsgesellschaft sehr teuer sein.

Spartacus
 

Lina

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Hallo. Meine Hauptmotivation die Ausbildung gleich auf der Cirrus fortzusetzten ist eigentlich aus versicherungstechnischen Gründen. Da ich wahrscheinlich bessere Karten bei den Versicherungen hätte wenn ich einen Teil der Ausbildung schon darauf absolviere. Ich denke meine PPL Ausbildung wird noch länger dauern da ich zeitlich im Moment zeitlich ziemlich eingespannt bin, deshalb würde ich es auch schade finden den Flieger dann relativ lange nicht nutzen zu können.
Jedenfalls vielen Dank für eure Antworten und euren Input.
 
Kenneth

Kenneth

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Warum soll die Komplexität gegenüber einer C152/C172 ein Problem sein? Lufthansa schulte doch auf Beech Bonanza, wenn ich mich richtig erinnere. Vielleicht dauert die Schulung etwas länger, aber wenn man nichts anders kennt, warum sollte es dann ein großes Problem sein? Ich habe vor vielen Jahren auf einer Bölkow Monsun geschult, ein recht schnelles Flugzeug mit Verstell-Propeller und einer relativ hohe Flächenbelastung, und habe es damals nie als ein Thema empfunden. Persönlich finde ich eine C152 fast zu einfach zu fliegen.
 
banji

banji

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Erstmal Wilkommen hier im FF :-D

Rechtliche Hürden zu deinem Vorhaben gibt es keine. Das ist ja schonmal was.
Praktisch allerdings gleich mehrere.

Ich persönliche sehe das wie @Kenneth. Wenn du einen CFI findest, der bereit ist mit dir auf dem Flitzer zu schulen, tu es. Ich würde aber dein Solo abwarten und mir jemanden suchen der dich wirklich richtig gut einweist, inklusive Boden und vllt Sim Training am Glasscockpit.
Ich denke dass bei frischen Flugschülern das overconfidence Thema noch nicht so ausgeprägt ist wie zum Beispiel unmittelbar nach Ende der Ausbildung - wie das bei dir aussieht musst du ehrlich für dich reflektieren. (Wenn du grade der Meinung sein solltest du kannst alles und alles ganz hervorragend, dann warte mal noch ein bisschen ;-) ) -> Das Problem bei meinem Geschwafel ist, dass es schwer werden wird jemand zu finden der den Weg mit dir geht, denn die allgemeine Meinung ist, dass Basisschulung immer auf dem einfachsten zu erfolgen hat.

Die größte Hürde sehe ich bei der Versicherung. Ich denke dass in dieser konstellation die Prämie entweder ins unendliche schießt, oder aber sie direkt abgelehnt wird.

Zuletzt glaube ich dass das alles finanziell wenig Sinn macht. Ich mutmaße mal, dass die nass Stunde deiner Cirrus, korrekt versichert, bei weitem die Stunde C152 oder auch 172 inkl Fluglehrer übersteigt.

In den USA ist diese Model der Ausbildung übrigens gängige Praxis bei PPL und auch ATPL Ausbildung. Allerdings ist der Unterhalt da halt sehr viel günstiger.

Mein Tipp: Wenn du 100% Eigner der Cirrus bist, mach die Hälfte des Wertes zu Geld in dem du eine Haltergemeinschaft gründest. So hälst du die Kosten über den Zeitraum deiner Ausbildung gering, Die Maschine bleibt lufttüchtig und steht sich nicht tot und der Rest deiner Ausbildung dürfte mehr als dicke bezahlt sein.

Ach und wenn verchartern eine Option ist darfst dich gerne bei mir melden :-P
 
bodo

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Die größte Hürde sehe ich bei der Versicherung. Ich denke dass in dieser konstellation die Prämie entweder ins unendliche schießt, oder aber sie direkt abgelehnt wird.
Seid ihr bezüglich der Aussagen bezüglich der Versicherung sicher? Ich kenne zwar nur die Luftfahrt-Versicherungen für Segelflugzeuge, aber dort wird meines Wissens nicht zwischen Ausbildung und nicht-Ausbildung unterschieden, ebensowenig wird die Flugerfahrung des Piloten bei der Versicherungsprämie berücksichtigt. Das einzige, was zu berücksichtigen ist: die Versicherung sollte dann nicht auf einen, sondern mehrere (üblicherweise drei) benannte Piloten oder sogar unbegrenzte Piloten versichert sein, denn der Fluglehrer ist ja PIC und wird nicht immer der gleiche sein.
 
banji

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Seid ihr bezüglich der Aussagen bezüglich der Versicherung sicher? Ich kenne zwar nur die Luftfahrt-Versicherungen für Segelflugzeuge, aber dort wird meines Wissens nicht zwischen Ausbildung und nicht-Ausbildung unterschieden, ebensowenig wird die Flugerfahrung des Piloten bei der Versicherungsprämie berücksichtigt. Das einzige, was zu berücksichtigen ist: die Versicherung sollte dann nicht auf einen, sondern mehrere (üblicherweise drei) benannte Piloten oder sogar unbegrenzte Piloten versichert sein, denn der Fluglehrer ist ja PIC und wird nicht immer der gleiche sein.

Sicher kann in diesem speziellen Fall nur der sein, der Erfahrung damit hat. Die habe ich nicht. Daher handelt es sich um eine Vermutung.

Das Risiko ist aus Versicherungssicht halt sehr hoch. So hoch, dass ich mir vorstellen kann, dass man von einem Angebot an eine Privatperson absieht.
Ein Tarif für eine Flugschule der ein vergleichbares (evtl sogar höheres) Risiko ausgelegt ist, ist für den Eigner anders kalkulierbar, das Flugzeug macht mehr Stunden, die Umlage ist leichter zu kalkulieren usw... Die Prämie dürfte aber in diesem Model ähnlich bis gleich sein und damit zwangsläufig absolut unwirtschaftlich. @Lina schreibt ja, dass auch noch Zeitprobleme dazu kommen.

Interessant wäre wie es hier mit der reinen Haftpflicht bzw einer sehr hohen Selbstbeteiligung aussieht.

Vielleicht kommt es ja zustande und @Lina kann berichten was dabei rauskommt. Ich wäre sehr interessiert.
 
Kenneth

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...., ebensowenig wird die Flugerfahrung des Piloten bei der Versicherungsprämie berücksichtigt...
Ich habe Leute getroffen, die von einer PA-28 Arrow bzw. PA-28 Warrior auf den eigenen Meridian bzw. TBM700 aufgestiegen sind. In beiden Fällen hat die Versicherung etwa 100 Stunden Flugerfahrung mit einem auf dem Muster erfahrenen Safety-Piloten verlangt, bevor sie einen Alleinflug decken wollten...

Banjo hat wahrscheinlich recht, daß es wirtschaftlich nicht funktionieren wird. Aber von der Praxis her finde ich das Konzept durchaus machbar.
 
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