Preshading & Co für Airliners (1:144)?

Diskutiere Preshading & Co für Airliners (1:144)? im Modellbau allgemein Forum im Bereich Modellbau; Hallo, hat jemand Erfahrung mir Preshading oder ähnlichen Techniken beim Bau von (1:144) Airlinern? Gerade durch die vielen weißen Flächen...

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  1. #1 maddhin, 06.12.2015
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    Hallo,

    hat jemand Erfahrung mir Preshading oder ähnlichen Techniken beim Bau von (1:144) Airlinern?

    Gerade durch die vielen weißen Flächen oder relativ monotonen Farben z.B. auf dem Flügeln wirken die Modelle immer etwas zu künstlich.

    Für US Militärmaschinen ist ja Preshading Gang und Gäbe aber die Effekte scheinen mir zu stark für Zivilmaschinen. Das wäre wohl nur was für ne Tu-154 oder afrikanische 727 oder so:)

    Hat hier jemand Erfahrung und ggf. Tipps was man hier machen könnte? Gerade auf den Tragflächen erscheint mir Handlungsbedarf.
     
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  3. #2 odlanair, 06.12.2015
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    Auf preshading habe ich bisher verzichtet,
    wenn, dann wird wohl eine wirklich schmale Linie mit grauer Farbe die Panellinien entlang ausreichen, sicher weniger als 1 mm breit...

    Alterung ist was anderes, Schmutzstreifen aus den Klappen und Rudern und unter Fenstern sind öfter mal zu sehen.

    Und es gibt ganz extreme Beispiele wie dieses Luxusmodell eines A319...
     
  4. #3 THF-ADI, 07.12.2015
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    Man könnte in das Preshading auch z.B. den Bereich der Triebwerksverkleidung einbeziehen, welcher hinter der Öffnung der Schubumkehr liegt. Gut zu erkennen bei A320.

    Ansonsten kann man meiner Meinung auch viel Effekte erzielen, in dem nicht den ganzen Flieger diese übermäßige Glanzschicht verpasst. Ausser man will einen Airliner frisch aus dem Werk zeigen.
     
  5. #4 maddhin, 07.12.2015
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    @odlanair: na ganz so extrem sollte es nicht sein ;))

    An den Triebwerken kann man sicher etwas machen, das ist eine gute Idee.

    Was mich am meisten stört sind die Tragflächen. Die sind ja meist nur zweifarbig und sehen meistens wirklich sehr künstlich aus.

    Ob Preshading für die großen weißen Flächen das richtige ist ist ja die Frage. Mir fehlt hier ein Touch 'Plastizität' beim Modell. Auch wenn man auf dem Original eigentlich fast keine einzelnen Panels sehen kann, könnte ich mir vorstellen dass ein solcher Effekt beim Modell gut aussieht.
    Oder eben was ganz anderes:) Daher die Frage an die Pros ;)


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  6. #5 GO-229A, 07.12.2015
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    Bei einem unserer Belugas gibt es auch Unterschiede in der Farbe der Triebwerksverkleidung. Da ist sicher mal ein Teil getauscht worden. Habe aber kein Bild hier. Vielleicht hilft das Netz.
     
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  7. #6 odlanair, 07.12.2015
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    Plastizität kann man in 1:144 bewahren, wenn man die mehr oder weniger sorgsam eingearbeiteten Gravuren nicht
    in Spraydosen-Autolack oder unter der 10. Farbschicht absaufen läßt. <EDIT> Das habe ich nicht so richtig rüberbekommen, denn wer mit 10 Schichten airbrusht, arbeitet meist besser, als einer mit nur drei fetten Überzügen...<edit off>
    Ebenso schlimm ist eine glasurartige Beschichtung mit Glanzlack, weil viel hilft viel.

    Airliner sehen im Normalfall sauber aus, weil es dem geneigten, mitteleuropäischen Passagier Unbehagen bereitet,
    in eine ölverschmierte, verdreckte Kiste zu steigen.
    Weiß ist eine gute Grundlage für Bunt und bunt macht mehr Spaß.
    Militärmaschinen haben in Sachen Tarnung andere Vorgaben...

    Als Versuchsobjekte für Alterungstests würden sich manche Transportmaschinen gut eignen,
    schau mal in den "Leipzig"-Spotter-Beitrag, da hatte ich meine Kalittaanregung her...
     
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  8. #7 Gilmore, 09.12.2015
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    Bei meinen neueren Modellen habe ich z. T. vor dem letzten weißen Anstrich einige Panellines mit einem spitzen Bleistift hervorgehoben, je nach Sichtbarkeit mal stärker, mal schwächer. Die Längsgravuren sollten jedenfalls stärker hervorgehoben werden (überlappende Panels) als die quer verlaufenden. Bei den meist grauen Tragflächen wende ich die gleiche Technik an, aber dann auf dem letzten Anstrich. Klappen- und Ruderspalten hebe ich deutlicher hervor als Panellines. Klappenspalten graviere ich teilweise vor dem Anstrich noch etwas nach. Bleistiftstrich kann man auch miit dem Finger in Strömungsrichtung "verschmieren", wo es beim Original Schmutzfahnen gibt.
     
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  9. #8 Moseflyer, 13.12.2015
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    Ich halte nichts davon, im Arlinerbereich mit Preshading zu arbeiten. Meines Erachtens ist Preshading eine Erfindung von Modellbauern und hat wenig mit Flugzeugen zu tun - besonders im Airlinerbereich.
    Dort ist m E sorgfältiges Weathering besser.
    Es gibt aber noch zwei weitere Möglichkeiten zur Farbdifferenzierung:
    1. besonders im Rumpfrückenbereich ein Wechsel von Glanzlack und Seidenmattlack
    - siehe hierzu Airliner, die noch Morgentau auf dem Rumpf haben
    2. gerade im Triebwerksbereich (incl. Pylonen) hab ich noch wenige Modelle gesehen,
    die an die Grau- und Metallicdifferenzierungen der Originale herankommen.
    Was insbesondere Metalloberflächen betrifft, so sind graue, im schlimmsten Fall sogar dunkle bis schwarze Nähte
    das Falschestmögliche. Originalflugzeuge, die solche Zerfallsspuren aufweisen, dürften wohl kurz vor dem Entzug
    der Betriebszulassung stehen.
    Tatsächlich zeigen sich bei Metalloberflächen bis in die sechziger Jahre hinein innerhalb der Fläche leichte (!!!) Farbnuancierungen.
    Bei neueren Flugzeugen zeigt sich diese leichte Fleckigkeit aufgrund fortgeschrittener Verarbeitungsmethoden (bei den Originalen) nicht mehr.
    Außerdem ist zu beachten, dass insbesondere beim Massstab 1:144 viele Details wegen der relativen Ferne des Objekts verschwinden. Deutliche Hinweise hierzu sind Fotos von Flugzeugen in airliners.net.

    just my two cents
    Moseflyer
     
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  10. #9 atlantic, 22.12.2015
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    hier mal ein Beispiel.

    Die hier ist schon länger abgestellt und ziemlich verranzt.

    aber was sieht man davon ????
     

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  11. #10 papillon, 26.12.2015
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    Eventuell hier?


    Ich finde diese Methode schon ab 1:72 recht schwierig natürlich rüberkommen zu lassen. Irgendwo laß ich letztens ein Kommentar eines US-Luftwaffenpiloten, der dies Vorschattieren absolut unrealistisch fand, bei allem was er je gesehn hat. Was nicht heißt es würde einigen Modellbauern nicht gelingen das glaubwürdig zu gestalten.
    Bei extrem verwitterter Lackierung wie bei den französischen Transall mag das gut aussehen, aber gerade bei Verkehrsflugzeugen würde ich beim Akzente setzen aufhöhren.
    Nicht den ganzen Flieger mit der selbigen Glanzschicht bearbeiten ist sicher ein guter Tipp.
    Habe aktuell ein verdünntes Waschzeugs "Washing" von AK für weisse Winterlackierung, mal sehen ob das im Triebwerksbereich zu gebrauchen ist.

    Die einzigst versüfften Zivilflieger die ich kenne waren jene A330 der Air Inter. :wink:
     
  12. mg218

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  14. #13 Brook_Lands, 26.12.2015
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    ...auch nicht meine.

    Gruß

    Brook_Lands
     
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