Raumfahrt - in hundert Jahren

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Moderatoren: mcnoch
  1. #1 Dimona-Jockey, 23.03.2018
    Zuletzt bearbeitet: 23.03.2018
    Dimona-Jockey

    Dimona-Jockey Flieger-Ass

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    Raumfahrt - in hundert Jahren? Eine Frage, die wohl niemand auch nur annähernd beantworten kann. Nimmt man das Beispiel der Luftfahrt, so lässt die rasante technische Entwicklung einiges erwarten. Wer hätte vor rund hundert Jahren, als die ersten leinwandbezogenen Holzgerippe mit hustenden Motörchen herumkurvten, erahnt, was sich heute ganz selbstverständlich durch die Luft bewegt.

    Aehnlich rasant wird wohl auch die Entwicklung der Raumfahrt, die sich bereits heute auf einem sehr hohen Niveau befindet, verlaufen. Und es geht weiter - immer weiter............
    Da denkt man spontan an unseren Atommüll, der in den AKWs weltweit in ständig wachsenden Mengen anfällt, den niemand haben will und der dennoch sicher entsorgt werden muss, soll er nicht für viele Generationen zum gefährlich strahlenden Problem werden.
    Das Entsorgungsproblem zeigt sich am deutlichsten an der unendlich langwierigen und mühsamen Suche nach geeigneten Standorten, wo der strahlende Müll dauerhaft sicher deponiert werden kann. Die massiven Proteste der Bevölkerung rund um die vorgesehen Entsorgungsstandorte spricht eine deutliche Sprache.

    Wie könnte eventuell die Raumfahrt eines Tages eine Lösung des Problems bringen. Noch ist es technisch extrem aufwendig und sündhaft teuer, Objekte in den Erdorbit und darüber hinaus zu befördern. Aber das könnte sich in Zukunft ändern. Wenn grosse Raumtransporter wie Flugzeuge ganz normal auf Pisten starten und mit Raketenantrieben bestückte Flugkörper an der Grenze zum Weltraum freisetzen, die dann anschliessend in eine Erdumlaufbahn beschleunigen. Diese würden ihre Fracht in der Schwerelosigkeit entladen, wieder in die Atmosphäre eintauchen und wie ein Flugzeug landen. Warum könnte die Fracht nicht aus noch zu entwickelnden strahlungssicheren, relativ leichten Behältnissen, gefüllt mit strahlendem Müll, bestehen?
    Der Treibstoff für die Transporter und Raumfahrzeuge könnte aus kostengünstig mit Sonnenenergie erzeugtem Wasserstoff bestehen. Um die Gefahren bei einem Unfall zu minimieren, würde man entsprechende Pisten z.B. am Westrand von unbewohnten Weiten, wie der Sahara, installieren. Ueber solchen Gebieten könnte der Start und Steigflug bis zum Erreichen der Umlaufbahn erfolgen.
    Die mit ständigen Transportflügen in die Umlaufbahn gebrachten Atommüllbehälter könnten dort zusammengekoppelt, über die Fluchtgeschwindigkeit hinaus beschleunigt und schliesslich auf den Kurs zur Sonne gebracht werden, wo sie endgültig sicher entsorgt wären.
    Ich höre es schon: "Der spinnt ja". Das hätte man wohl in den Anfängen der Fliegerei auch jemandem gesagt, der die Entwicklung der heutigen Fliegerei prophezeit hätte, wo sich jährlich weit über eine Milliarde Menschen (nebst riesigen Frachtmengen) mit Grossraumjets quer über alle Kontinente bewegen.
     
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  3. mg218

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  4. pok

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    Nur ein paar Anmerkungen zu dem Beitrag :

    Bemannte Raumfahrt ist fast 60 Jahre alt, die Performance hat sich in den letzten 40 Jahren eigentlich nicht wirklich weiterentwickelt und das STS muss im Nachhinein leider als konzeptioneller Fehlschlag angesehen werden, ich glaube nicht das in den naechsten Jahrzehnten etwas anderes als konventionelle Raketen gebaut werden. Die von Space X betriebene Widerverwendung von Unter - und Mittelstufen kostet Performance und ob es wirklich Kostensenkend ist werden wir erst in einigen Jahren Wissen.

    Ob der Wasserstoff solar, nuklear oder per Hamsterradgenerator gewonnen wird ist irrelevant, die Treibstoffkosten betragen nur einen Bruchteil der sonstigen Kosten der Raumfahrt.

    Schon wegen des Unfallrisikos ist die Idee sicher nicht realiserbar, abgesehen das es ja sehr wohl sichere Lagerorte in stabilen Geologischen Formationen gibt, in Deutschland gibt es nur ein Akzeptanzproblem was durch das Entsorgen im All sicher nicht besser wird.

    Der Flug in die Sonne ist extreme energieaufwaendig, da fast die gesamte orbitale Geschwindigkeit der Erde um die Sonne mit dem Antrieb abgebaut warden muss. Deswegen ist der Merkur auch so schwer fuer eine Sonde zu erreichen.
    Allerdings wenn der Abfall erstmal in der richtigen Richtung unterwegs ist, ist er sicher entsorgt :-)
     
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  5. mg218

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    Wäre es so gut, schwere Elemente in die Sonne zu schießen ?
     
  6. 78587?

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  7. pok

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    Durch das Hinzufuegen einiger weniger Tonnen Metall aendert sich die Metallizitaet der Sonne nur sehr gering. Die einzige Auswirkung waere, das die Metallizitaet der Sonne steigt und sie damit etwas juenger erscheint, als sie wirklich ist, das hat aber keine Auswirkung auf ihr kuenftiges Brennverhalten.
     
  8. #7 Dimona-Jockey, 30.03.2018
    Dimona-Jockey

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    Nun verstehe ich nur noch "Bahnhof". Bei den ungeheuren Ausmassen unserer Sonne wirken auch tausende Tonnen zugeführtes fremdes Material etwa so, als wenn jemand in die Ostsee spucken und dann behaupten würde, das ganze ökologische Gleichgewicht dieses Meeres käme dadurch aus dem Gleichgewicht.
     
  9. pok

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    Das stimmt, die Metallizitaet wuerde nur theoretisch und nicht messbar zunehmen.
     
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  11. mg218

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    Ja, das wird wahrscheinlich die einzige Auswirkung bei der vergleichbar geringen Menge sein.
     
  12. mg218

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    Dann können wir ja den Uran-Abfall auch in das Meer kippen, verglichen mit der großen Menge natürlich gelösten Urans im Meer. ;)
     
Moderatoren: mcnoch
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