Re 2000

Diskutiere Re 2000 im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Setz meine Frage mal hier rein, ist ja schließlich eine WK II Mühle. In der Bauanleitung von der Special Hobby 1/48 Re 2000 Export ist zu lesen...
Hotte

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Setz meine Frage mal hier rein, ist ja schließlich eine WK II Mühle.
In der Bauanleitung von der Special Hobby 1/48 Re 2000 Export ist zu lesen das die Ungarn nach dem Ende des Krieges noch einige Heja I (oder Heja II) im Bestand hatten und diese bis Ende der 50er Jahre als Trainer nutzen. Im Netz finde ich darüber nix. Hat einer von Euch davon schon mal was gehört ? (Wäre ne hübsche Markierungsvariante so eine Re 2000 mit rot-ungarischen Hoheitszeichen).

Hotte
 
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alois

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Soweit ich weiß, waren das die in Ungarn in Lizenz hergestellten Hejas. Die hatten einen Gnome-Rhone Motor mit einer leicht veränderten Haube, da die Motoren kleiner waren als die originalen.
 
AGO Scheer

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Hier noch ein Link, allerdings ohne Aussage zur Nachkriegsnutzung der Heja.
Vielleicht doch kein weiterer Einsatz unter anderem Emblem?

 
Hotte

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Leider ist auch im ungarischen Wiki nix zu finden - aber Danke für die Antworten.
Denke dass die Spezial Hobby Meldung über Heja I oder Heja II im Nachkriegs Ungarn ( bis 1958) wohl eine Falsch Meldung ist. Die Kisten so lange am fliegen zu halten ohne Ersatzteile aus Italien stelle ich mir schwierig vor. Wie Ich gelesen habe, gelang es den Ungarn etliche Arado Ar 96 wieder herzurichten und als Trainer zu nutzen.

Hotte
 

Ta152

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Was spricht denn dagegen das die Ersatzteile aus Italien gehohlt haben?
 

alois

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Sie haben die Heja in Lizenz hergestellt, konnten also ihre Ersatzteile selbst herstellen. Wenn man genug Erstzteile auf Lager hatte, kann ich mir gut vorstellen, dass sie noch eine Weile genutzt worden ist. In einem italienischen Buch über die R2000 ist auch die Rede davon, dass sie eine Weile noch verwendet wurde. Man geht darin aber kaum ein und ist nur in einem Nebensatz kurz erwähnt. Fünf bis sechs Jahre noch weiter genutzt ist ja auch nicht gerade lange.
Die in Italien gebauten waren schon in Kriegszeiten so ziemlich runter geratzt worden. Gegen Kriegsende dürften also nur noch die in Ungarn gefertigten Hejas vorhanden gewesen sein. Aus Italien wird man auch kaum noch Ersatzteile für die Motoren bekommen haben, da die Produktion komplett eingestellt wurde. Selbst die Gnome Rhön Motoren gab es kaum noch nach dem Krieg. Wobei man da eher noch aus Frankreich Teile bekommen hätte können, da die Franzosen ihre Rüstungsindustrie gleich wieder hoch gefahren haben, als sie die Kontrolle wieder hatten, im Gegensatz zu Italien, wo diese erst mal komplett still gelegt wurde.
 
AGO Scheer

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@alois
Also auf deutschem Gebiet gab es doch auch ex- fliegendes "Kriegsmaterial". Was wurde davon (außer die Schulgleiter) nachgenutzt im "Ostblock"?
Orientieren müssen wir uns bei der Beantwortung der Frage an der DDR, denn die politischen Verhältnisse (Besetzung durch C&A) waren vergleichbar mit Ungarn.
Ich mutmaße mal, dass der "große Bruder" keine derartigen Vögel mehr in den Händen seiner "kleinen Brüder" sehen wollte und statt dessen Jaks o.ä. lieferte.
 

alois

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Ja sicher. In den ersten Nachkriegsjahren gab es auch ein Durcheinander, was in den Jahren aufgedröselt und nur noch durch Material des großen Bruders ersetzt wurde. Die Tschechen haben ja auch erst mal deutsches Zeug nachgebaut, bis es durch russisches ersetzt wurde.
 

Stinkmorchel

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Die Rumänen flogen ihre Bf109er und die Tchechoslowaken ihre S-199 noch bis in die 50er rein.
Vermutlich nicht als "First Line" Jäger, aber immerhin. Auch bei Stalins Falken wuchsen die Bäume nicht in den Himmel.
 

Ledeba

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Gemäß den "Hungarian Fighter Colours" von Punka/Bernad (beide ausgewiesene Experten der Materie) gab es den letzten nachgewiesenen Flug mit einer (von zuletzt sechs flugfähig gemeldeten) Re 2000/MAVAG-Heja am 22.02.1945. Danach wurden die letzten vermutlich beim Rückzug gesprengt oder von sowjetischen Truppen erbeutet (wie die hellgraue V.550, von der es ein Foto mit einem sowjetischen Offizier gibt).
 
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Sie haben die Heja in Lizenz hergestellt, konnten also ihre Ersatzteile selbst herstellen. Wenn man genug Erstzteile auf Lager hatte, kann ich mir gut vorstellen, dass sie noch eine Weile genutzt worden ist. In einem italienischen Buch über die R2000 ist auch die Rede davon, dass sie eine Weile noch verwendet wurde. Man geht darin aber kaum ein und ist nur in einem Nebensatz kurz erwähnt. Fünf bis sechs Jahre noch weiter genutzt ist ja auch nicht gerade lange.
Die in Italien gebauten waren schon in Kriegszeiten so ziemlich runter geratzt worden. Gegen Kriegsende dürften also nur noch die in Ungarn gefertigten Hejas vorhanden gewesen sein. Aus Italien wird man auch kaum noch Ersatzteile für die Motoren bekommen haben, da die Produktion komplett eingestellt wurde. Selbst die Gnome Rhön Motoren gab es kaum noch nach dem Krieg. Wobei man da eher noch aus Frankreich Teile bekommen hätte können, da die Franzosen ihre Rüstungsindustrie gleich wieder hoch gefahren haben, als sie die Kontrolle wieder hatten, im Gegensatz zu Italien, wo diese erst mal komplett still gelegt wurde.
Von der Re 2000 / Heja I wurden 70 Maschinen geliefert. Die wurden dann meine ich Mitte 42 von der Ostfront abgezogen ( der Rest was da noch übrig war). In der Heimat sollten sie dann den Schutz von Budapest über nehmen aber hauptsächlich in der Schulung dienen. Was dann noch nach 45 übrig war ist die Frage, was genauso für die Heja II gilt.

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Gemäß den "Hungarian Fighter Colours" von Punka/Bernad (beide ausgewiesene Experten der Materie) gab es den letzten nachgewiesenen Flug mit einer (von zuletzt seche flugfähig gemeldeten) Re 2000/MAVAG-Heja am 22.02.1945. Danach wurden die letzten vermutlich beim Rückzug gesprengt oder von sowjetischen Truppen erbeutet (wie die hellgraue V.550, von der es ein Foto mit einem sowjetischen Offizier gibt).
Denke auch das da keine Maschine bis Ende 1958 im Dienst gewesen ist.

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Anfang der 50er war das aber noch nicht mit den 80er vergleichbar. Die Wirtschaftskontakte aus vor dem Krieg bestanden größtenteils weiter und wurden erst langsam weniger.
Ist zwar gewaltig OT, aber woher hast du denn diese Info???
Gern per PN weiter, damit wir den Faden nicht zerschießen!
 

alois

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Gibt es in Ungarn ein Flugzeugmuseum? Wenn die noch etwas nach dem Krieg benutzt wurden, dann sollte doch auch ein Exemplar ins Museum geschafft haben.
 
AGO Scheer

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In Szolnok.
(Da kommt im nächsten KdL ein Artikel über das Museum)
 
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Hab noch nix von einer Heja I oder II in einem ungarischen Museum gehört. Die Schweden haben noch eine intakte Re 2000 und das wars auch schon !?!?

Hotte
 
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