Rechts- oder Linkslenker, was ist besser?

Diskutiere Rechts- oder Linkslenker, was ist besser? im Hubschrauberforum Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Ich fliege R22, R44 und AS350. Diese werden alle vom rechten Sitz aus geflogen. Ich finde das ist eine gute Lösung, da man für Einstellungen an...

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Ich fliege R22, R44 und AS350.
Diese werden alle vom rechten Sitz aus geflogen. Ich finde das ist eine gute Lösung, da man für Einstellungen an den Instrumenten die linke Hand nimmt und die rechte Hand bleibt am Stick.

Es gibt ja einige Hubschrauber die vom linken Sitz aus gesteuert werden.
Da man mit der linken Hand ja wohl kaum alle Instrumente erreicht, muss man ja wohl den Stick loslassen um evtl. Einstellungen vorzunehmen (Transponder, Funkgerät, usw.). Man kann dann zwar sicherlich mit der linken Hand den Stick übernehmen, aber ist das nicht umständlich?

Wer hat Erfahrung damit? Was meint Ihr dazu?

Gruß
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Thone

Thone

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Ich finde, es gibt genug Argumente, eher den Stick als den Collective los zu lassen, um Instrumente einzustellen.
Natürlich nur bei Hubschraubern mit einer Sticktrim-Einrichtung.

Ansonsten musst Du wohl nehmen, was kommt....


Thomas
 
Chopper80

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Ich finde, es gibt genug Argumente, eher den Stick als den Collective los zu lassen, um Instrumente einzustellen.
Natürlich nur bei Hubschraubern mit einer Sticktrim-Einrichtung.

Ansonsten musst Du wohl nehmen, was kommt....


Thomas
Da bin ich aber gegensätzlicher Meinung. Normalerweise ist es besser, man lässt den Collective ( ist ja bei den meisten Typen auch mit einer Reibungsbremse versehen ) los und nicht den Stick. Vor allem bei Hubschraubern ohne SAS etc.
Die Seaking ist da aufgrund ihrer Hydraulik etwas anders, da liegt ja immer die Gefahr eines Hardovers im Raum und man sollte immer beide Hände an den Controls haben.

Bei Hubschraubern links zu sitzen, macht vor allem bei Lastenfliegerei Sinn, so kann man sich weit nach links in die speziellen, "ausgebeulten" Fenster lehnen und trotzdem noch die Hand am Kollektiv haben.

CH80
 
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grinch

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wahrscheinlich irgendein Flugplatz
Ich persönlich bevorzuge links, aus den von Chopper genannten Außenlast-Grund und da fummelt und trampelt mir keiner der Paxe auf dem pitch herum. Leider sind links gelenkte Hubis selten.

Es gab mal einen alten und bekannten Checker in der Szene, der ist bei jedem Checkflug voll ausgetickt, wenn man mal den pitch für ne Sekunde los lies... Interessanter Weise bei rechts gelenkten Hubis, also Kisten bei denen man üblicher Weise mit der pitch-Hand Frequenzen usw umstellt. :TD: Der Typ wollte dann immer den stick zwischen den Knien geklemmt sehen.
 

Hobbypilot

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Was bitte ist SAS und ein Hardover?

Normalerweise sollte man ja grundsätzlich die Hände an den Controls lassen aber dies ist eben nicht immer möglich.
Also im R22 kann man den Pitch mal loslassen aber man sollte bei einem Motorausfall ganz schnell wieder zulangen, da der R22 keine Verzögerung bei der Einleitung einer Autorotation verzeiht.
Den Stick kann man im R22 auf gar keinen Fall loslassen. Daher wusste ich nicht, dass es Hubschrauber gibt bei denen die Trimmung ein Loslassen des Sticks erlaubt.
 
Chopper80

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Was bitte ist SAS und ein Hardover?
SAS = Stability Augmentation System , ein kreiselgestützte System, welches die Stabilität des Hubschraubers in den verschiedenen Achsen ( meistens Pitch/Roll, manchmal zusätzlich Yaw ) verbessert. Der Hubi fliegt damit einfach stabiler.

Hardover: Die Seaking hat ein Hydrauliksystem, bei welchem die Servos elektrisch angesteuert werden ( kleine Ventile ( flapper valves ) beeinflussen die hydraulische Steuerung ) um die Signale des Autopiloten/ Stabilisierungsanlage in die Steuerung einzugeben. Klemmt z. B. solch ein Ventil, dann geht der betreffende Steuerzylinder in Anschlag, z. B. Kollektiv full down. Man kann zwar manuell gegenhalten, braucht aber etwas Kraft dafür. Sind die Hände nun nicht am Collective, gehts halt schlagartig abwärts.
In der King gibts für jeden der 4 Kanäle einen Schalter, mit dem man einen Hardover in jeweils beide Richtungen initiieren kann, die Lehrer können damit richtig schön rumspielen und die zu prüfenden Piloten/Pilotenanwärter zum Schwitzen bringen.

CH80
 
Thone

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@Chopper80: Ich dachte auch nicht nur an die Hardover, das scheint schon ein Sea King-spezifisches Verhalten zu sein, sondern auch an die Eventualität einer plötzlich notwendigen Einleitung einer Autorotation.

Denn je nach Muster ist die Zeit, die ich habe bis der Collective unten sein muss um die Rotordrehzahl zu halten doch sehr begrenzt.
Brauche ich dafür zu lange, klatschen die Blätter oben Beifall und man kommt der Erde noch deutlich schneller näher.


@Hobbypilot: Du fliegst auch die AS350? In meiner Schulung bin ich die AS350BB geflogen, und die hatte auch einen elektrischen Trim am Stick (Beepertrim).
Das ist ja genau das, was Du durch Drücken des "Trim-Release-Buttons" kurzfristig entkoppelst, wenn Du mit dem Stick ein neues Datum setzt.
Gibt es denn die Squirrel auch ohne Trim?

Nochmal zum Links- oder Rechtssitzen: Ich persönlich sitze lieber rechts, das liegt aber an dem künstlichen Sichthindernis vor dem linken Sitz des Sea Kings.

Thomas
 

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@Thone
Diee AS350 hat, soviel ich weiß, nur einen Trim wenn ein Autopilot eingebaut ist.
Ich habe bisher leider noch keine geflogen die einen Trim und einen Autopiloten hatte.
Die Steuerung geht ja bei der AS350 durch die Hydraulik ganz leicht.
Ich habe aber auch noch nie den Stick während des Fluges losgelassen, hatte auch keinen Grund dazu und habe es noch nicht ausprobiert.
Ich habe aber auch schon welche geflogen, die unzählige Tasten und Knöpfe am Stick und am Pitch hatten, deren Funktionen ich aber nicht alle kannte.
Trim war aber meines Wissens nicht dabei.
 
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