Reflexvisiere

Diskutiere Reflexvisiere im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Mal 'ne Frage an die Experten: Wie funktioniert ein Reflexvisier? Bietet es außer den Entferungsmessung (über Durchmesser des Zielkreises) noch...

Moderatoren: mcnoch
  1. #1 ArthurDent, 08.01.2007
    ArthurDent

    ArthurDent Testpilot

    Dabei seit:
    19.08.2004
    Beiträge:
    545
    Zustimmungen:
    19
    Beruf:
    Ingenieur
    Ort:
    Essen
    Mal 'ne Frage an die Experten:

    Wie funktioniert ein Reflexvisier? Bietet es außer den Entferungsmessung (über Durchmesser des Zielkreises) noch weitere Vorteile gegenüber dem klassischen "Kimme-Korn"?

    Bei amerikanischen und englischen Jägern ist das Reflexvisier zentral über dem Instrumentenbrett eingebaut. Bei deutschen Jägern dagegen nach rehts versetzt. Warum wurde das gemacht?

    Gruß
    ArthurDent
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal die beiden Links an:
    diesen Ratgeber und die Flugzeug-Kategorie

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2 bregenzer, 09.01.2007
    bregenzer

    bregenzer Space Cadet

    Dabei seit:
    30.07.2005
    Beiträge:
    1.047
    Zustimmungen:
    36
    Beruf:
    Konstrukteur
    Ort:
    Bregenz / Vorarlberg / Österreich
    Also bei "Kimme und Korn" siehst der Pilot einen Teil des Bildes immer unscharf. Entweder er fokussiert sein Auge auf die Zielvorrichtung und das Ziel an sich verschwimmt dann, oder umgekehrt. Beim Reflexvisier wird der "Sichtstrahl" des Piloten quasi "aufgewickelt", deshalb erscheint das projizierte Fadenkreuz in einer (virtuellen) Entfernung von drei bis vier Metern. Dadurch hat der Pilot Ziel und Fadenkreuz scharf vor sich.

    Ich hoffe, dass meine Darstellung richtig ist, ansonsten bitte ich um Korrektur. :)
     
  4. #3 MathiasP, 12.01.2007
    MathiasP

    MathiasP Kunstflieger

    Dabei seit:
    26.08.2005
    Beiträge:
    46
    Zustimmungen:
    1
    Ort:
    Deutschland
    Durch die Projektion geht das Fadenkreuz außerdem zu einem gewissen Grad mit der Kopfbewegung mit, so daß das Ziel auch noch zentriert ist, wenn der Pilot den Kopf etwas bewegt durch G-Kräfte usw.
     
  5. #4 christoph2, 12.01.2007
    Zuletzt bearbeitet: 12.01.2007
    christoph2

    christoph2 Space Cadet

    Dabei seit:
    25.07.2002
    Beiträge:
    1.946
    Zustimmungen:
    65
    Ort:
    Deutschland
    Das amerikanische "lead computing K-14 gunsight" konnte, wie der Name schon sagt, den notwendigen Vorhalt beim Schießen mit in die Reflexion einbeziehen. Das vereinfachte das Schießen mit Vorhalt ungemein - daher auch der Beinamen dieses Visiers: "the ace maker". Der Pilot musste manuell die Spannweite des Zieles eingeben und musste die Entfernung über einen Drehknopf eingeben (-> sprich schätzen). Bereits in Korea benutzte man ein Radar um die Entfernung zu messen und so die menschliche Ungenauigkeit zu minimieren.

    So ein Visier kann also bedeutend mehr sein, als nur "Kimme und Korn".
     
  6. Anzeige

    Hallo

    Schau dir doch mal die Luftfahrt-Kategorie an

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
Moderatoren: mcnoch
Thema: Reflexvisiere
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. wie funktioniert ein Reflexvisir