Restaurierung einer Alouette

Diskutiere Restaurierung einer Alouette im Hubschrauberforum Forum im Bereich Luftfahrzeuge; @L29, @Deichwart: vielen Dank für die Info. War genau das was ich suchte. Ich werde deine/euere Ratschäge berücksichtigen. @Capovau...
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@L29, @Deichwart:

vielen Dank für die Info. War genau das was ich suchte. Ich werde deine/euere Ratschäge berücksichtigen.

@Capovau:

Also, hier geht es darum ein technisch fazinierendes Gerät, hier aus dem Jahre 1959, optisch und technisch zu überarbeiten. Rein technisch und theoretisch wäre eine Inbetriebnahme denkbar. In der Praxis habe ich jedoch nicht vor die "Hummel" steigen zu lassen. Hier sind ganz einfach die behördlichen und gesetzlichen Vorschriften/Auflagen zu beachten (Stichwort Ablaufdatum der Teile). Denkbar wäre z.B. schon das Anstarten der Turbine - soll ja ein irrer Sound sein.

Alouette
 
Zuletzt bearbeitet:

Capovau

Guest
Danke für die Erläuterungen. Sollte es dazu kommen, bin ich sicher, das eine Videokamera mit läuft :-)

gruß
Thomas
 
Heuwender

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... Rein technisch und theoretisch wäre eine Inbetriebnahme denkbar...
Bitte, bitte versuche sie nicht anzulassen.
Ich möchte Dir gerne noch eine Hintergrundinfo dazu geben.

Du hast Recht wenn du erkennst, das der behördliche Spiessrutenlauf für eine zivile Umnutzung einem Selbstmordkommando gleichkommt.
Dazu musst Du aber wissen, das das nur für Deutschland gilt, resp. die meisten nicht wissen wie es ganz legal und sicher eben doch geht.

Es gibt in Europa nur ein Unternehmen welches dieses wirklich kann und DARF.
Die Firma ist in Valence (Frankreich).
Deren Testat und Lufttüchtigkeitszeugnis wird von allen JAA/EASA Staaten anerkannt.

Ich selbst habe vor 6 Jahren eine mil. ALII zur zivilen ALII begleitet. Der damalige Eigentümer hat dort in den Ferien mitgearbeitet und überwiegend „Schönheitsarbeiten“ gemacht was sehr viel Geld gespart hat. Die offizielle Identifizierung und Revision der Komponenten wurde gegen einen vereinbarten Fixpreis vom Unternehmen ausgeführt.

Das Ganze dauerte 6 Monate. Am Ende bin ich damals mit den Nachtzug nach Valence gefahren und habe die Maschine eingeflogen und abgenommen.
Die Erprobungs- und vorläufige Verkehrszulassung war schon in den Akten.
Am darauf folgenden Wochenende haben wir gemeinsam die Maschine nach Hause überflogen und die MWSt auf die Rechnung noch bezahlt.
Das war’s dann. Mit dem Nachweiss der Verzollung (MWSt) kam 2 Wochen später die Verkehrszulassung.
Der Eigentümer hatte die Maschine dann ca. 4 Jahre noch selbst geflogen und anschliessend leider nach Florida verkauft. Mit Gewinn ...

Selbst wenn das vorgenannte ausserhalb Deiner Möglichkeiten ist, so gibt es noch einen Aspekt weshalb Du sie nicht anlassen solltest.
Die Hauptkomponenten wie Blätter, Rotorkopf, Mast, Getriebe und Motor werden auf dem Markt, sofern im revisionsfähigen Zustand, zu guten Preisen gesucht.
Diese kannst Du immer noch verkaufen und durch „Schrott“ als Deko ersetzen.

Das nur mal so als kleinen Denkanstoss ...
.
 
Striker01

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Hallo,

super Sache. Viel Spaß beim Restaurieren.

Gruß

Uwe
 
tigerstift

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Hier mal eine Frage an die Experten:

Ich möchte ja die Batterie diese Woche noch aufladen. Es handelt sich um eine VARTA Baujahr 12/90 Typ: F20/40H1-E1, wurde sicherlich die letzten Jahre weder benützt noch geladen.

Hier noch technische Daten: Spannung 24 Volt, Kapazität 40 AH, Nickel-Cadmium

Was gibt es hier zu beachten ?
Handelt es sich hier um eine GEL-Batterie ?
Muss hier Wasser aufgefüllt werden ?
Wie lange und mit welcher Stromstärke sollte hier geladen werden ?

Also ich habe so einen kleinen grünen Deckel noch nicht aufgemacht um hineinzusehen.

Vielleicht kann mir ja jemand helfen.

Alouette
Hallo Alouette

bei wikipedia wird dir geholfen

http://de.wikipedia.org/wiki/Nickel-Cadmium-Akku
 
Heuwender

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bei wikipedia wird dir geholfen
Richtig, aber nur wenn es eine "normale" NiCa ist. :rolleyes:

Die ALII hat eine Batterie aus Stahl, Nickelhydroxyd(+) / Cadmiumhydroxyd(-) vom Typ 2.10-35 mit 20 Elementen.
Das Elektrolyt besteht aus Kalilauge (KOH) vom 10° Baumé, die mit destiliertem Wasser verdünnt ist.
.
 
Alouette

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@Heuwender:

vielen Dank für die Hintergrundinformationen - klingt interessant. Deinen Rat werde ich natürlich beherzigen. In der nächsten Zeit steht sowieso einiges an Arbeiten an, z.B. sämtliche Teile lockern und wieder beweglich machen, die Witterungsspuren beseitigen, usw. Wird mich ganz schön beschäftigen.

Gruß

Alouette
 
tigerstift

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Richtig, aber nur wenn es eine "normale" NiCa ist. :rolleyes:

Die ALII hat eine Batterie aus Stahl, Nickelhydroxyd(+) / Cadmiumhydroxyd(-) vom Typ 2.10-35 mit 20 Elementen.
Das Elektrolyt besteht aus Kalilauge (KOH) vom 10° Baumé, die mit destiliertem Wasser verdünnt ist.
.
Hallo Heuwender,

erkläre mir bitte den unterschied:?!
Wikipedia Betrag NiCd Batterie schrieb:
Elektrochemie
NiCd-Akkumulatoren enthalten im geladenen Zustand:

eine positive Elektrode: NiOOH
eine negative Elektrode: Cd
einen Separator
ein Elektrolyt, meist 20%ige KOH
 
Deichwart

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Zum Anlassen des Triebwerks:
Bevor sowas gemacht wird, sollte es zerlegt und von Fachleuten begutachtet werden. Und dann natürlich von Fachleuten wieder zusammengebaut werden.

Wer kann denn sagen, wie es IM Triebwerk aussieht? Und welche Teile tatsächlich im Trw. verbaut sind? Das Trw. dreht, wenn ich mich recht erinnere, mit ca 20.000 U/min. Da möchte ich nicht in der Nähe sein, wenn es sich zerlegt. Dazu noch die rechtliche Seite, wenn etwas passiert und im schlimmsten Fall jemand zu Schaden kommt.

Ein irrer Sound? Naja... ziemlich lautes Heulen, eigentlich nichts besonderes (finde ich). Ungefähr zu hören hier: http://www.pozefilm.de/helicopter.html (Video Alouette II)
 
Heuwender

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... Das Trw. dreht, wenn ich mich recht erinnere, mit ca 20.000 U/min.
Ich zitiere mal aus dem FOM:

... Die Drehzahl steigt bis der vom Steuerhebel des Drehzahlreglers festgelegte Wert erreicht ist. (Minimum 32'000 U/min., Maximum 34'000 U/min.)
Sobald die Drehzahl des Triebwerkes mit der vom Steuerhebel des Drehzahlreglers gewählten übereinstimmt, übernimmt der Drehzahlregler die Konstanthaltung der Drehzahl. ...
 
Alouette

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Hallo,

also: ihr habt mich davon überzeugt dass das "Spielen mit dem Gedanken" des Anlassens vom Triebwerk eine komplexe Angelegenheit ist. Ich werde sicherlich und vorläufig auch die Finger davon lassen.

Viele Grüße

Alouette
 
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Hier ein weiterer Teil zur Restaurierung der Alouette II:

Nachdem das diese Woche mit dem Laden der Batterie noch nicht geklappt hat (die Lieferung des Ladegerätes hat sich um eine Woche verschoben) habe ich eine kleine „Frischzellenkur“ an der Maschine vorgenommen.

Um es vorweg zu sagen, es ist eine erste optische Überarbeitung, d.h. es wurden weder die Lackbeschädigungen noch die Roststellen entfernt. Diese Aktivitäten kommen erst später und ziehen noch einen erhelblichen Aufwand nach sich. Wer schon mal eine AL2 saubermachen durfte kann sicherlich nachvollziehen mit wieviel kleinen Stäbchen und Verbindungen man es hier zu tun hat.

Hier die aktuelle Ansicht:
 
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Hier noch einige Ansichten ind der Vorher-/Nachher-Darstellung:

Sicht auf den Heckrotor sowie dem Hecksporn (die Farbe Gelb leuchtet jetzt):
 
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Hier mal die Gesamtansicht (die Farben sind gleichmäßiger und auch das Plexiglas ist schon etwas klarer):
 
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Nächste Woche werde ich mir mal die Elektrik vornehmen – sofern das endlich mit dem Ladegerät klappt.

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