Rettung/Suche von vermissten Piloten

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  1. #1 Oliver1977, 11.09.2007
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    Hallo,

    die Suche nach Steve Fossett und der Fund von sechs anderen Flugzeugwracks hat mich auf die Frage gebracht wie die Rettung abgestürzter Piloten bzw. die suche nach ihnen weltweit organiesiert ist.
    Ich denke in Deutschland ist das unproblematisch aber um ehrlich zu sein kenn ich den ablauf nicht. Was geschieht wenn vom Zielflughafen oder von Verwanten/Bekannten ein Privatpilot als vermisst gemeldet wird?

    Gibt es überhaupt ein Land wo eine Behörde oder eine spezielle Einheit gebildet wurde um solche Piloten zu finden und zu retten?


    Hoffe das hier einige mir einen Teil der Fragen beantworten können.
    Besten Dank schon mal im Vorraus.


    Gruß Olli
     
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  3. #2 Porter_Pilot, 11.09.2007
    Zuletzt bearbeitet: 11.09.2007
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    sehr umfangreiche Frage..

    schon mal was von "Search And Rescue gehört?

    Also, es gibt 2 Zentren in Deutschland, die sich damit beschäftigen- Münster für alles über Land und Goch für alles über Wasser (grob gesagt).

    Bekommt eines dieser Zentren nun Kenntnis davon, dass ein Flugzeug vermisst wird (z.B. von der Polizei oder meist von der Flugsicherung, wenn der Funkkontakt abgebrochen ist), gibt es verschiedene Stufen, bei denen mit verschiedener Intensität gesucht wird. Das fängt an mit dem Abtelefonieren von Flugplätzen, ob irgendwas bekannt ist oder ob das Flugzeug gelandet ist, und geht bis zum Einsatz von SAR-Hubschraubern der Bundeswehr. Die ganze Rettung im Rahmen des SAR-Auftrags liegt dabei in der BRD in der Hand der Bundeswehr, was auch vom Bundesrechnungshof mit schöner Regelmäßigkeit als zu teuer kritisiert wird. Allerdings kenne ich auch 2 Menschen, die ohne dieses aufwendige System nicht mehr leben würden- jeder mag selbst entscheiden, was wichtiger ist.

    vergl. hierzu auch http://de.wikipedia.org/wiki/Search_and_Rescue

    Noch Fragen?

    viele Grüße
    Alex
     
  4. #3 Oliver1977, 11.09.2007
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    Also für Deutschland bin ich bestens informiert! SAR ist mir natürlich ein Begriff nur das dazu auch die Pilotenrettung gehört, hätt ich nicht vermutet auch wenn´s eigentlich logisch ist.
    Und das dies in Händen der Bundeswehr liegt ist mehr als sinnvoll das sich die BW nicht an Ländergrenzen (Bundesländer) halten muss.

    Wie schaut´s im europäischen Ausland aus? Australien?


    Danke schonmal für die ersten Info´s :)
     
  5. #4 Porter_Pilot, 12.09.2007
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    sorry, keine Ahnung, in Australien flieg ich so selten.. ;)

    viele Grüße
    Alex
     
  6. #5 RESI, 12.09.2007
    Zuletzt bearbeitet: 12.09.2007
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    SAR ist nicht alles,...

    Hallo,
    geh doch mal in den "Suchen" Modus , gib Cospas-sarsat ein und du wirst sehen es gibt mehr als SAR! Das ist für jeden mit entsprechender Funke zugänglich. Oder einfach www.cospas-sarsat.org , Sar ist erst der 2. Schritt, die Alarmierung muss klappen.
    Lg Resi
    war ein s zu viel aber jetzt stimmt´s.
     
  7. #6 Porter_Pilot, 18.09.2007
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    Privatpiloten machen davon aber nicht übereifrig gebrauch, kann das sein?

    viele Grüße
    Alex
     
  8. RESI

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    SAR,...

    Hallo,
    wahrscheinlich haben die noch jede Menge Funken für 121,5 MHz, aber wenn man der Statistik von Cospas-Sarsat glauben kann ist die 406 besser und schneller und genauer, weil Dopplersystem genutzt wird, bei 121,5 ist eine Kreuzpeilung notwendig. So stehts jedenfalls bei denen drin. Liegt wohl auch am Preis, und es gibt nicht viele diese Notfunken programmieren können/dürfen, meines wissens nach ist in D nur Becker-Flugfunk und einige Staatliche Einrichtungen dazu in der Lage. Bei der Bw gibts da extra eine BesAn .
    Lg Resi:TOP:
     
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    Hallo

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  10. #8 Heuwender, 19.09.2007
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    Ja, das ist leider so. Auch bei mir.
    Die Kosten sind schlicht jenseits von Gut und Böse.

    Leider ist es mit dem Kauf nicht getan. Hinzukommen die Kosten für den Einbau, die Programmierung und das Ganze läuft dann auch noch unter "Kleine Aenderung eines Luftfahrzeuges" :mad: mit den entsprechenden Gebühren für die Zertifizierung.
    Als letztes will auch noch die EASA Kohle dafür sehen.

    Summasummarum wären das bei mir ca. Euro 6'000.- :mad: :mad: :mad:

    Ich hoffe das irgendwann mal der Markt spielt.
    Solange bleibt erstmal das bisherige ELT mit 121.5 und 243 drin.
    .
     
  11. #9 mike november, 19.09.2007
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    Ich geb Euch mal den groben Ablauf einer Suche nach einem überfälligen Luftfahrzeug hier im RCC Glücksburg:

    - Anruf von ACC Bremen, ein Flugplan wurde nicht binnen 30min. nach der erwarteten Landezeit geschlossen.

    - Anruf beim RCC Münster, bitte um Halterfeststellung.

    - Anruf beim Startflugplatz, ist der überhaupt gestartet? (gibt es öfter als man denkt, das dem Plan kein Flug folgt.)

    - Anruf beim geplanten Landeplatz, ober der Vogel wirklich nicht gelandet ist. (Nach Platzschliessung auch mal durch die Polizei, den Wirt vom Flugplatzrestaurant, was einem so einfällt.)

    - Jetzt fäng die eigentliche Detektivarbeit an. Wo könnte er denn langgeflogen sein? Dann abtelefonieren aller Plätze auf der Route.

    - Versuch den Halter zu erreichen, Absichten erfragen, etc.

    - Wenn alles nicht fruchtet, lassen wir den vermuteten Flugweg in einer Trackline-Search abfliegen (in der Regel mit einem Return.)

    - Danach wird die ganze Geschichte dann deutlich Größer, Reichweite des Flugzeuges, Geländebeschaffenheit, ggf. Verdriftungen in See etc. werden für die Berechnung weiterer suchen herangezogen.

    In der Regel (99,...%) finden wir den Flieger aber schon bei der Telefonsuche. :TD:

    Löst das ELT aus, wird die ganze Sucherei um einiges einfacher. Der Satelit des COSPAS / SARSAT Systems gibt uns ne grobe Position, wir fliegen hin, peilen das oming Signal auf 121.500Mhz ein und ZACK. :TOP:

    Das erstmal als grober Überblick, wir passen also schon auf Euch auf. Die Kollegen (eigentlich Kammerden) in Münster verfahren sicherlich ganz ähnlich.Habt Ihr weitere Fragen, dann her damit.
     
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