"Rotorblatt" Fachmagazin oder Bilderheftchen?

Diskutiere "Rotorblatt" Fachmagazin oder Bilderheftchen? im Hubschrauberforum Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Angesichts eines Threads in einem anderen Forum und der vor mir liegenden letzten Ausgabe würde mich mal interessieren wie ihr das seht. Das...

Moderatoren: gothic75
  1. #1 grinch, 17.12.2008
    Zuletzt bearbeitet: 17.12.2008
    grinch

    grinch Space Cadet

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    Angesichts eines Threads in einem anderen Forum und der vor mir liegenden letzten Ausgabe würde mich mal interessieren wie ihr das seht.

    Das "Rotorblatt" hat ja nach Herausgeberwechsel eine deutliche Veränderung gezeigt. Jede Menge schöne und große Bilder, neues Layout, mehr Seiten, deutliche Verbreiterung der Informations- und Berichtspalette, teilweise neues Autorenteam.

    Auf den ersten Blick eine tolle Entwicklung! Leider ist seit dem aber nun auch eine deutliche Verschlechterung des inhaltlich-redaktionellen Teils festzustellen.

    Wenn es nur die Druckfehler wären, (an denen es wirklich nicht mangelt), könnte man darüber vielleicht noch hinwegsehen. Leider scheint es aber auch so zu sein, dass den Autoren theoretische Grundlagen und Hintergrundwissen fehlen, denn wie könnte es sonst sein, dass mal schnell eine Cruising Speed höher ist, als die Vne oder die kinetische Energie des Hauptrotrors von der "Grösse" der Blätter abhängt? Ich dachte immer das wäre von Masse und Geschwindigkeit des bewegten (Gesamt)Körpers abhängig? Generell scheint es so zu sein, dass Internetquellen von Wikipedia bis hin zu Foren und Presseverlautbarungen oftmals Hauptinformationsquelle der wohl nebenberuflichen Autoren zu sein scheinen, die wohl meist nicht direkt in der Branche beschäftigt sind. Das klappt nicht wirklich immer gut ;)
    Je nach Autor und Thema ist die Qualität der Texte von "gut" bis hin zu "desaströs" zumindest aus fachlicher Sicht zu bezeichnen. Diese Texte werden dann mit guten wohl meist professionellen Fotos kombiniert.

    Also folgende Fragen:

    Was ist für euch wichtig in einem "Fachmagazin" (Selbstbezeichnung von Rotorblatt)?

    Überlest ihr oder ärgern euch solche theoretischen Fehler angesichts einer ansonsten recht ansprechenden und optisch wirklich gut gelungenen Aufmachung?
     
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  3. #2 Acanthurus, 17.12.2008
    Acanthurus

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    Das Problem ist, dass ein FACHmagazin, speziell in der Luftfahrt, nicht wirklich nur vom FACHpublikum lebt (das sind meist zu wenige), sondern von interessierten Laien, oder z.B. in den Flugbetrieb involvierte technische Halblaien (z.B. die medizinischen Besatzungen auf RTH, oder Nachwuchs-Schrauber bei BW und co.) etc.
    Dazu kommt noch, dass es nicht DAS Fach Hubschrauberei gibt, und das Empfinden des jeweiligen Fachmannes unterschiedlich ist.
    Für mich z.B. sind sämtliche Berichte zum Thema Aerodynamik, welche in so einem Magazin erscheinen, keine echten Fachberichte, da sie meilenweit hinter entsprechenden Publikationen von z.B. AIAA oder AHS zurückbleiben. Für die Fachkraft in der Werkstatt oder auch den Piloten ist das aber ggf. schon zu kompliziert.
    Der Entwurfs-Ingenieur wird mit Fachbezeichnungen aus der Flugbetriebspraxis überfordert sein, dem Piloten entlockt das nur ein flaches Grinsen.
    Die Frage ist nun, wie hoch man sein Fähnchen hängen will.
    Das entschuldigt natürlich "echte" Fehler nicht, schon gar keine Dreckfuhler, aber hier zeigt sich eben die Konsequenz des Wegrationalisierens der Kontrollebenen zwischen Druckerpresse und Redakteur. Im digitalen Zeitalter hat man das eben für unnötig befunden, und die gesamten Printmedien leiden da drunter.

    Um deine Frage zu beantworten: Ich ÄRGERE mich über Fehler und grobe Vereinfachungen bei Dingen, von denen ich glaube etwas zu verstehen. Ansonsten lese ich das wie ich mir einen Australien-Diavortrag reinpfeife: "Interessant, aber ICH hätte dabei oft andere Vorlieben/Schwerpunkte... nicht schon wieder das dämliche Opernhaus"

    gruß

    A.P.
     
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  4. grinch

    grinch Space Cadet

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    Ich denke, niemand erwartet eine trockene Abhandlung über technische Themen oder theoretische Grundlagen.

    Wenn man denn schon einzelne Themen textlich aufgreift, sollte es darum gehen, dass dann solche allgemeinen Angaben wie Maße, Gewichte, Typenbezeichnungen, aber auch allgemeine Abläufe und Grundlagen stimmen sollten oder ist das eher nebensächlich?

    Wenn ich aktuell lese,
    dass die AirZermatt angeblich auch Bell 212 eingesetzt hat
    oder nur 5 alte BO 105 der BPol für 250 Millionen Teuros verkauft werden sollen,
    oder das "Drehmoment des Hauptrotors (nur) nahezu ausgeglichen wird",
    oder beim Artikel der indischen Dhruv weder Maße noch Gewicht stimmen, dann denke ich schon mal drüber nach.

    Wenn wie schon angemerkt die kinetische Energie aufgrund der "kleinen" Blätter als gering bewertet wird, dann hat man sich wohl zumindest fehlerhaft ausgedrückt und auch vergessen, dass ja immerhin 6 Blätter am 600N verbaut sind, was das Gesamtgewicht von Blättern (jeweils mit Dämpfer) und Rotorkopf ja eigentlich wieder steigert.

    Die Triebwerksleistung liegt nach "Rotorblatt" am MD 600 max. bei 808shp und max continious bei 603 shp, thermodynamisch sicher korrekt und irgendwo abgeschrieben. MD hat am 600N das Teil aber auf 600 bzw. 530shp wegen Getriebebegrenzungen gedrosselt.

    Der Artikel Air Zermatt scheint nahezu komplett aus dem auf der AirZermatt HP downloadbaren PDF Dokument "Geschichte" abgeschrieben. Im Detail war schnell Ruhe, dann wurde der Samen mittel einer "Sprüheinrichtung" verteilt, obwohl es sich um Streuverfahren handelt (siehe Bild).

    Ich will das nicht überbewerten und habe nur ein paar Beispiele angeführt. Letztendlich muss die Masse der Leser damit einverstanden sein. Ich als "Fachleser" bin aber schon leicht geschüttelt, obwohl ich ganz sicher kein technisches Mitteilungsblatt erwarte.
     

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    Apropos Fotos: Das große CH-53 Bild mit dem Ausstoß der Flares ist klasse, aber entstand das wirklich beim T.d.o.T. in Fritzlar? Sieht für mich schwer nach ELITE aus. :?!
     
  6. Joggl

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    ich war in fritzlar und da wurden keine flares ausgestoßen. zumindest habe ICH keine gesehen. :)
     
  7. #6 troschi, 17.12.2008
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    Also als ich bin nur noch enttäuscht (und nicht wie mein Avatar vermuten lässt, weil das alte HTG 64- Team da nicht mehr am Drücker sitzt, sondern) weil ein deutlicher Qualitätssprung nach unten zu spüren ist.
    Und ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, das Abo zu kündigen.

    Schade eigentlich
     
  8. #7 Fighter117, 17.12.2008
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    Das kann ich bestätigen. Wenn es welche gegeben hätte, hätte ich und/oder die anderen FFler hier auch Bilder davon gepostet.


    Zu der Zeitschrift. Ich kenne sie nicht vom ehemaligen Verlag und ich habe auch die aktuelle Ausgabe nicht gekauft. Ich hab sie nur überflogen und mangels für mich interessante Themen nicht gekauft.
    Die beiden letzteren hab ich aber z.B. erworben. Was ich von einem solchen Magazin erwarte sind gute und korrekte Berichte. Auch wenn die meisten Leser nur Laien sind, sollten auch einige Fachbegriffe nicht fehlen. Entweder kenne ich sie, oder ich kenne sie nicht. Wenn ein Begriff mich dann interessiert, kann ich immer noch nachschlagen.
    Ich halte überhaupt gar nichts von reinen Bilderzeitschriften ala "Top Gun". Sind zwar schön anzusehen, aber haben fast kein informativen Wert und sind obendrein noch schweineteuer. So ein Magazin soll mich aber informieren und weiterbilden, gleichzeitig aber nicht trocken sein.
    Die Titelstory in der 2/2008 fand ich ausgezeichnet. (HM Coastguard Shetlands) Wirklich einmalige Bilder und ein spannend geschriebener Bericht.

    Solche Fehler die @grinch genannt hat sind aber einfach nicht hinnehmbar und werden auf Dauer dem Verlag sinkende Verkaufszahlen bescheren. Zumindest ich werde keine mehr kaufen.
     
  9. #8 grinch, 17.12.2008
    Zuletzt bearbeitet: 17.12.2008
    grinch

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    Ich war nicht in Fritzlar, aber ich würde mal davon ausgehen, wenn sich die Vorschriften zur Verwendung von Munition mittlerweile nicht geändert haben, dass es nicht bei einem T.d.o.T und/oder auf einem Flugplatz entstanden ist.

    Gemäss militärischen Luftfahrthandbuch ist der Einsatz von Flares generell nur über Truppenübungsplätzen oder über See gestattet und das auch nur im Ausnahmefall.

    Ich denke das ist eines dieser sehr schönen professionellen Bilder, die der Verlag aufkauft und ggf. nach Belieben und auch wohl ohne Hintergrundwissens des Bearbeiters einsetzt. Generell habe ich das Gefühl, dass Bilder und Layout oftmals von den Texten getrennt sind und nicht immer vom Autor des Textes kombiniert werden :?! Wahrscheinlich schickt der Autor seinen Text und woanders wird das Layout gemacht.

    Beim Dhruv Artikel wird im Text Dhruv mit "v" geschrieben, in der Bildzeile aber mit "f" :!:

    Auch meine Meinung! :TOP:

    Ich blättere gerade durch die Ausgabe 03/2008 und lache über den Ka-26 Artikel, und lerne, dass die Konstruktion der Blätter aus Kunststoff den Wechsel der Rotorblätter erleichtert, weil "man sich nicht sorgen musste, ob man denn nun das passende Blatt gerade verfügbar hat" :TD:
    Köstlich!!! Wenn man kein passendes hat, nimmt man einfach ein nichtpassendes! Das erleichtert die Sache wirklich.

    Außerdem gibt der Autor die Triebwerksleistung des M14V-26 im Text mit 239PS an, eine Seite weiter im selben Artikel sind es schon 315PS gleich 243KW:!: Beides falsch und noch falsch umgerechnet, es waren 239 KW gleich 325PS.

    Noch eine Seite im selben Heft weiter lese ich im Bericht über den ADAC Piloten, dass er 1991 erstmals Bekanntschaft mit der BO 105 macht und "wenig später stehen auch die Musterberechtigungen EC 135 und EC 145 in seiner Lizenz" Hey verdammich, ich dachte die EC 145 gab es beim ADAC erst ab Sommer 2003?

    Das sind wieder solche Fehler, bei denen ich mich frage ob der Autor versteht was er (ab)schreibt.

    Naja, wenn es genug Bilderfreunde gibt, wird das Blatt wohl vielleicht überleben.
     
  10. Thone

    Thone Astronaut

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    Moin.

    Auch ich bin seit einigen Jahren ein eigentlich begeisterter Leser der Rotorblatt, vor allem, da mir in Deutschland kein weiteres "reines" Hubschraubermagazin bekannt ist, das sich in dieser Bandbreite mit verschiedensten Themen beschäftigt.

    Seit dem Wechsel des Chefredakteurs hat sich das Blatt tatsächlich deutlich verändert, besonders aufgefallen sind mir auch die vermehrt auftretenden Rechtschreibfehler.

    Da ich inzwischen den Chefredakteur Herrn Herzberg persönlich kenne weiss ich, dass er sehr engagiert und mit viel zeitlichem Einsatz unterwegs ist, um Material für seine großen Reportagen zu sammeln.
    Diese finde ich auch immer gelungen, ob er mit den Lynx vor Djibouti unterwegs war oder aber mit der UK Coastguard in Schottland.

    Viele Beiträge scheinen allerdings zugekauft zu sein, manchmal mangelt es wohl an redaktioneller Bearbeitung.

    Auch Artikel wie zB der über Flugbetrieb im Winter in der aktuellen Ausgabe sind mäßig bis gut gelungen, vielleicht habe ich da aber auch andere Ansprüche als ein PPL-Pilot (das ist keine Beleidigung, bitte nicht böse sein).
    Zumindest aber werden solche Themen angeboten, und die News aus der Heliszene sind aktuell und relevant.

    Mein Vorschlag: Gebt Herrn Herzberg noch etwas Zeit, und wendet Euch mit konstruktiver Kritik an ihn, soweit möglich wird er sich ernsthaft damit beschäftigen.
    Seine Mailadresse ist im Heft oder aber im Netz zu finden.
    So wie ich ihn einschätze wird er offen für Kritik sein.

    Gruss,

    Thomas
     
  11. #10 grinch, 17.12.2008
    Zuletzt bearbeitet: 17.12.2008
    grinch

    grinch Space Cadet

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    Prinzipiell stimme ich dir zu, aber wie du schon schreibst, er ist der Chefredakteur. Also trägt er auch die Verantwortung für den redaktionellen Teil. Da müsste er vielleicht seinen Aufwand etwas mehr aufs Rotorblatt verlagern? Sicherlich gäbe es viele Leute, die ihm angesichts des üblen einheimischen Wetters gern bei der mit "viel zeitlichen Aufwand" verbundenen Reisetätigkeit zu großen Reportagen, wie Lynx, Coast Guard und Co. entlasten würden :TD:.

    Außerdem muss ich leider ganz klar feststellen, dass sich Hr. Herzberg, der sich ja auch gern als selbstständiger "Sachverständiger für Luftfahrzeugtechnik und Flugunfalluntersuchung" vorstellt, auch echt üble Schnitzer in seinen eigenen Reports erlaubt.

    Ein Beispiel von mehreren gefällig?
    Bei seinem Pilot-Report Enström 480B habe ich verdammt lange über "die Hindernismarke am unteren Rotorblatt, die Auskunft darüber gibt, ob es während der Landung zu einer Berührung mit hohem Gras...kam" nachgegrübelt :?!

    die Hindernismarke???
    unteres Rotorblatt welches hohes Gras berührt???

    Ich war schon kurz versucht meinen Schweizer Freunden Macheten zu spenden, zwecks Niederschlagung offensichtlich deutlich übermannshoher Grasbüschel :TD: bis mir dann aufging, dass er die Kontaktmarken an den Blattspitzen der Heckrotorblätter meint.

    Dieser Pilot Report ist übrigens mein Highlight in Punkto Schreibfehler, unendliche! Und ich werde auch wohl nie erfahren wie es mit der Stabilität um die Hochachse aussieht, denn nach " ... die beiden relativ kleinen Seitenflossen an der Heckfläche sollen nun diesen Job über" ??? endet hier der Satz abrupt und unverhofft. Ja was denn nun?

    P.S. Jeder PPL Anfänger lernt die Herzbergsche "Heckfläche" als Stabilisator zu bezeichnen :red:
     
  12. Flugi

    Flugi Alien

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    ... wenn der (Schreiber) wüsste, das die Blätter, auch wenn nur eins defekt war, nie einzeln gewechselt wurden, sondern immer alle drei an einer Nabe!
    Scheint ein interessantes Blatt zu sein, muss ich mal drauf achten. :rolleyes:
    Bekommt man die Ausgabe noch?
     
  13. #12 grinch, 18.12.2008
    Zuletzt bearbeitet: 18.12.2008
    grinch

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    Flugi, ob du die Ausgabe noch bekommst, kann ich dir nicht sagen, aber Rotorblatt hat den Artikel auch ins Netz gestellt:

    http://www.rotorblatt.de/historie/detail.php?objectID=942&class=90

    Interessanter Hinweis, den man natürlich nicht so ohne weiteres bei Wikipedia und Co. finden wird und der damit den Lesern des Rotorblattes vorenthalten werden muss. :TD:

    Früher habe ich mir immer laienhaft vorgestellt, dass der Autor eines solchen Artikels wenigstens mal Kontakt mit Insidern aufnimmt (und wenn's per mail ist) und sich first hand informiert. Da hätte es sicher im Osten Deutschlands den einen oder anderen Zeitzeugen gegeben? Zeit genug wäre sicher, denn Rotorblatt erscheint ja nur quartalsweise. Heute weiss ich, dank google und Wiki ist der Text in kürzester Zeit zusammengestellt. Die Bilder kommen von einer Agentur. Im genannten Artikel wohl überwiegend aus Ungarn, denn ich bin mir sicher, dass ich Bilder dieser Serie bereits anderweitig gesehen habe.

    Habe gerade mal 5 min im Netz gesucht und musste feststellen, dass wohl zu 90% aus diversen Internetquellen von Wikipedia bis Jane's zusammengeklickt wurde, die google auf den ersten 2 Seiten vorschlägt. Ganze Abschnitte sind auffallend identisch. Die Schreibweise der "Rotorblatt" Triebwerksbezeichnung "M-14W26" findet google in dieser Art lediglich nur auf 4 einzelnen Wikipediaseiten, denn üblicherweise schreibt man es mit "V" und nicht mit "W". Na wenn das kein Indiz ist ;)
     
  14. #13 EDGE-Henning, 18.12.2008
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    Kyrilisch "B" = Deutsche Transcription: "W"; Englische Transcription: "V"! Ich verwende beispielsweise bei mir immer die deutsche Transcription, allerdings mit Hinweis auf die englische, sollte dieses Abweichen.
     
  15. #14 Flugi, 18.12.2008
    Zuletzt bearbeitet: 18.12.2008
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    ... ja vielen Dank. :TOP:
    Ich muss Dir da völlig Recht geben, wenn man den Artikel liest, merkt man sehr schnell, der Autor hat (hatte) keine Ahnung vom Ka-26, alles aus irgendwelcher "Literatur" und dem www zusammen gesammelt, durch den Wolf gedreht und niedergeschrieben.
    Das Problen nun aber ist, für wem wird diese Publikation gemacht? Ein Großteil der Leser werden diese Fehler und Falschdarstellungen nicht merken. Die konsumieren das wie eine Butterbrot, nur der Fachmann wird es merken, die Butter ist ranzig. So lange wie man damit Geld verdienen kann, wird der Verleger keinen Grund sehen, daran etwas zu ändern.

    Zum Thema Transcription und hier muss ich Henning beipflichten.
    Ich persönlich würde immer in einer deutschsprachigen Publikation das "W" verwenden. Alles was von mir dazu zu Papier kommt wird in der deutsche Transcription geschrieben.
    zB. Jak-18 und nicht Yak-18.
     
  16. #15 MD-1982, 20.12.2008
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    Oh ja, welch ein schöner Thread. :FFEEK:

    Grad vor ein paar Tagen habe ich davon erzählt. EIN Rechtschreibfehler darf sich in so ein quartalsweise erscheinendes Blatt einschleichen, vielleicht auch zwei, aber dann teilweise richtige Klopper in den Titelzeilen tun wirklich weh. Darüber hinaus finde ich etliche Fotos einfach nur schlecht, wie z.B. in der aktuellen Ausgabe das 'Hintergrundbild' der ersten Seite des Christoph44-Berichts. Dieses Bild ist derart unscharf, es ist für einen Druck in dieser Größe schlichtweg nicht geeignet.

    Wie 'fachlich' eine Zeitschrift sein soll, das ist immer etwas schwierig, ich z.B. würde mich schon mal für die startup-procedures etc. der einzelnen Typen interessieren, für andere Leute mag das völlig uninteressant sein - was aber auf keinen Fall passieren darf :

    Es darf kein Halbwissen verbreitet werdem.

    Auf deutsch gesagt, egal auf welchem 'fachlichen' Niveau ich mich bewege, ich sollte auf jeden Fall nur Sachen schreiben, die 100%ig stimmen. (und ich hab auch keine Flares in Fritzlar gesehen!) Denn jemand, der nicht so 'fachkundig' ist, nimmt das Halbwissen auf, denkt er hat etwas gelernt, und beim ersten 'Fachgespräch' liegt er damit voll auf der Nase. :rolleyes:

    Andererseits denke ich auch, dass es schon ein bisschen Zeit braucht, bis das Rotorblatt unter der neuen 'Führung' sich gemausert hat. Ich bin da ganz zuversichtlich, warten wir's ab. In der Zeitschrift herumblättern und -lesen macht mir auf jeden Fall Spaß!
     
  17. #16 Army Aviator, 20.12.2008
    Zuletzt bearbeitet: 21.12.2008
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    Auch ich beziehe das "Rotorblatt" seit geraumer Zeit im Abo, bei jeder neuen Ausgabe überlege auch ich mir, ob ich es nicht besser abbestelle.

    Die häufigen Fehler sind wirklich ein Ärgernis, zumal es immer schlimmer zu werden scheint.

    Mein Eindruck ist, dass es mit der Qualität der Autoren nicht zum Besten bestellt ist und bis auf wenige Ausnahmen sind es wohl alle "Hobby-Heli-Interessierte".

    In der aktuellen Ausgabe ist ein Artikel über die BO-105 bei der BuPo erschienen. In der Bildbeschreibung ist die Rede von:
    ...Leitender Polizeidirektor Karloff...

    nur dum das direkt daneben ein Bild von ihm ist, bei dem das Namenschild gut lesbar Carloff zeigt.

    In Ermangelung anderer Magazine werd ichs aber weiterlesen...
     
  18. ice225

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    So ein Fachmagazin muss heute gegen die kostenlose Bilder- und Informationsflut des Internets bestehen können und das kann in meinen Augen nur durch etwas geschafft werden, was das Internet eben häufig nicht bieten kann:
    - Hintergrundwissen (was bedeutet, dass die Redakteure eine entsprechende Vorbildung besitzen)
    - Redaktionelle Qualität (und zwar in Bezug auf Informationen, aber auch Aufbau und Erstellung der Beiträge)
    - Exklusivität (z.B. Berichte und Informationen aus Bereichen, die für "Hans und Franz" tabu sind)
     
    grinch gefällt das.
  19. #18 Choctaw, 28.12.2008
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    Plädoyer fürs Rotorblatt

    Gut, dass die z.T. krassen Mängel der letzten Rotorblatt-Ausgaben hier einmal zur Sprache gebracht werden. Hoffentlich liest Chefredakteur Herzberg diese Kommentare und nimmt sie sich „zu Herzen“. Ein solches Magazin kann sich auf Dauer weder zu viele Rechtschreibfehler noch grobe inhaltliche Schnitzer leisten.

    Was mir am Rotorblatt gefällt, sind die durchweg recht interessanten aktuellen Reportagen von Herrn Herzberg selbst (minus z.T. schludriges Editing). Insgesamt ist das Layout durchaus ansprechend und unterstreicht den unterhaltsamen Charakter des Blattes (also ich jedenfalls möchte hier keine Extrem-Detail-Langweiler-Beiträge sehen, wie sie etwa im „Jet & Prop“ zu finden sind). Die häufigen Firmenvorstellungen (akquirierte Promotions) mögen den einen oder anderen Leser nerven, aber man muss auch verstehen, dass so ein Magazin sich nicht allein von den 5 Euro Heftpreis finanzieren kann.

    Die Redaktion sollte nun stärker versuchen, mehr qualifizierte Fachautoren zu gewinnen, die einzelne ständige Schwerpunktthemen behandeln (zB Technik, News, Militär, History usw.). Ich könnte mir vorstellen, dass viele gute Autoren nicht so sehr auf ein hohes Honorar aus sind, sondern dass ihr Name unter dem einen oder anderen Beitrag steht. Das betrifft auch die Fotos – es gibt doch genug Spotter, die unheimlich stolz wären, wenn ihr(e) zum Teil Weltklasse-Foto(s) in einem derartigen Magazin veröffentlicht würden!

    Wenn dann mal alles „rund läuft“, denke ich hat das Rotorblatt Bestand.

    Choctaw :engel:
     
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  21. Thone

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    Moin.

    Das widerspricht sich doch.

    Auf der einen Seite sagst Du, dass gute Autoren nicht so sehr auf ihr Honorar aus sind, sondern vielmehr ihren Namen unter dem Artikel sehen wollen (glaube ich schonmal nicht, Profis werden kaum regelmässig aus Liebhaberei Arbeit und Zeit investieren), zum anderen verweist Du als Abhilfe auf die Spotter.

    Ich will die Spotter gar nicht schlechter machen als sie sind, aber damit hätten wir genau das, worum sich dieser Thread dreht:
    Nichtprofessionelle Artikel.
    Denn so sehr sich jemand auch fotografisch mit der Fliegerei beschäftigt, zu einem Profi in Sachen Luftverkehr / Hubschrauber macht ihn das noch nicht.
    Oder wer aus dem Kreise der Semi-Profi-Fotografen würde sich allen Ernstes zutrauen, einen fundierten Bericht über die Hubschraubertechnik beim Kamov oder über Flugbetrieb unter Hot-and-High-Bedingungen zu schreiben?
    Oder einen mehrseitigen Bericht über die neuen Programme zum Fleet-Management (zB Rescue Track wie in der aktuellen Ausgabe)?


    Ich will die Rotorblatt gar nicht zu sehr in Schutz nehmen, auch vorher sagte ich ja, dass etliches noch zu Wünschen übrig lässt.
    Natürlich könnt Ihr alle die Fakten im Internet zusammentragen und dann in sehr ähnlicher Form veröffentlichen, allerdings ist das genau das, worüber wir uns beschwert haben.

    Ansonsten stimme ich Dir zu, das Layout ist wirklich ansprechend, das ist auch hauptsächlich auf Herrn Herzberg zurück zu führen, vorher wirkte es meiner Meinung nach etwas eingestaubt.
    Und zu den Reportagen habe ich mich ja schon geäussert.

    Gruss,

    Thomas
     
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    Das hat er auch nicht gesagt.
    Die "Spotter" sollen kostengünstig ( :FFTeufel: )nur die Bilder liefern.Entsprechende Berichte können dann vom Fachjournalisten geschrieben werden.
     
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Thema: "Rotorblatt" Fachmagazin oder Bilderheftchen?
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