Russiche Bomber wieder auf Kuba ... ?!?!

Diskutiere Russiche Bomber wieder auf Kuba ... ?!?! im Russische / Sowjetische LSK Forum im Bereich Einsatz bei; ... aus irgendeiner Ecke des Kremls kommt ein Ausspruch, den die Iswestia um den Globus schickt: Rußland könne sich vorstellen, sollte die USA ihr...

Moderatoren: TF-104G
  1. #1 Tschaika, 23.07.2008
    Zuletzt bearbeitet: 23.07.2008
    Tschaika

    Tschaika Space Cadet

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    ... aus irgendeiner Ecke des Kremls kommt ein Ausspruch, den die Iswestia um den Globus schickt: Rußland könne sich vorstellen, sollte die USA ihr Rakentabwehrsystem in Polen und Tschechien verwirklichen, seine Langstreckenbomber auf Kuba Zwischenzulanden (stopover) oder gar dort gar eine Stützpunkt "wiederzueröffnen" ...

    "Russian Bombers Could Be Deployed to Cuba
    Move Would Be Response to U.S. Missile Defense System, Newspaper Izvestia Says

    MOSCOW, July 21 -- Russian bombers capable of carrying nuclear weapons could be deployed to Cuba in response to U.S. plans to install a missile defense system in Eastern Europe, a Russian newspaper reported Monday, citing an unnamed senior Russian air force official.

    The report in Izvestia, which could not be confirmed, prompted memories of the 1962 Cuban missile crisis, when the United States and the Soviet Union came to the brink of nuclear war after Nikita Khrushchev put nuclear missiles on the Caribbean island. The weapons were eventually withdrawn in an apparent Soviet climb-down, but President John F. Kennedy also secretly agreed to remove U.S. missiles from Turkey.

    A spokesman for the Russian Defense Ministry declined to comment on the report Monday, but did not deny it. Izvestia is often a forum for strategic leaks by Kremlin and other officials. "While they are deploying the missile shield in Poland and the Czech Republic, our strategic bombers will already be landing in Cuba," Izvestia quoted the source as saying. It was unclear if the source was suggesting that Russia would reopen a base in Cuba or merely use an airfield there for stopovers by the bombers, Tu-160s and Tu-95s, which are already capable of reaching the United States from bases in Russia."
    http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2008/07/21/AR2008072102478.html

    und die Antwort läßt nicht lange auf sich warten und kommt vom designierten USAF-Chef Gen. Norton Schwartz während seiner Senatsanhörung:
    "And if they did, I think we should stand strong and indicate that that is something that crosses a threshold, crosses a red line for the United States of America."
    http://www.reuters.com/article/politicsNews/idUSN2229801920080722?sp=true <!---Wenn sie das tue überschreiten sie eine rote Linie ... -->

    tit-for-tat ... das alte Spiel. Einerseits verständlich (der eine stellt Raketen vor die Haustür des anderen und dieser wiederrum Bomber vor dessen) ... andererseits keine Lösung für das Problem ... . Klassiche Konstellation eines Dilemmas.

    P.S. Hat überhaupt schon jemand mal die Kubaner dazu befragt?
     
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  3. Bonne

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    Ich denke die Amis verwechseln was. Die Russen meinten sicher Langstreckentransporter um ihrerseits Abwehrraketen auf Kuba zu stationieren.
    (... kann ja sein das der Iran ICBM's entwickelt und die Dinger zur Täuschung andersherum schickt:D )
     
  4. GFF

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    John F. Kennedy wird sich im Grab rumdrehen und sich denken: nicht schon wieder....:D :FFTeufel:
     
  5. #4 Monitor, 23.07.2008
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    Unterm Strich war er ja auch Verlierer der Kuba-Krise.
     
  6. #5 Schorsch, 24.07.2008
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    Diesmal wäre die Gefahr allerdings geringer. Des Weiteren steht der kubanische Luftraum der USAF jederzeit uneingeschränkt offen, dort Flugzeuge zu stationieren ist ziemlicher Murks, speziell wenn sie groß sind und viel Logistik erfordern.
    Für eine strategische Bedrohung brauchen die Sowjets ... ähh, Russen sowieso keine Bomber. Deswegen kalter Kaffee, vermutlich ein feuchter Traum eines Generals, der den Schuss noch nicht gehört hat.

    Weil er Monate später veraltete Raketen ohne Kenntnis der Öffentlichkeit aus der Türkei abgezogen hat, welche man eigentlich gar nicht brauchte? Die Sowjets hingegen haben unter Kenntnis (der westlichen) Öffentlichkeit ihre Pläne ändern müssen. Ein glasklare politische Niederlage für Chrustshov, und unter damaligen Umständen sogar eine militärische (die sowjetischen Raketen konnten das amerikanische Festland damals noch nicht richtig bedrohen, die Bomber eh nicht, die USA waren einige Jahre weiter sicher). Die UdSSR wurde weiterhin von mehreren 100 Bombern bedroht, die USA hatten Faktor 10 mehr Kernwaffen im Depot und funktionierende Raketen.

    Das haben sie Euch eventuell alles anders erzählt, aber verloren hat damals wenn überhaupt einer.

    Die Cuba Krise war übrigens einer der Gründe, dass Chrustshov 1964 abgesetzt wurde.
     
  7. #6 Rhönlerche, 24.07.2008
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    Seit der Verbreitung von Atom-Ubooten kann man seine Waffen sowieso, so dicht wie man will und ungesehen vor der "feindlichen" Küste stationieren. -Oder bequem vom heimatlichen Hafen von der Pier feuern.
    Strategische Bomber sind seitdem kein kriegsentscheidendes Thema mehr. Eher Politfolklore das ganze. Venceremos!
     
  8. #7 Monitor, 24.07.2008
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    So richtig gut erzählt wurde das in "Thirteen Days".
    http://de.wikipedia.org/wiki/Thirteen_Days

    Die Bilanz sah dann so aus:

    Russische Seite:
    Vor der Kubakrise: keine russischen Raketen auf Kuba
    Nach der Kubakrise: auch keine russischen Raketen auf Kuba
    Macht +/- Null

    Amerikanische Seite:
    Vor der Kubakrise: Mittelstreckenraketen in Italien und Türkei
    Nach der Kubakriese: Abzug der Raketen + Zusicherung Kuba wird militärisch nicht angegriffen
    Macht minus 2
     
  9. #8 Rhönlerche, 24.07.2008
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    (in Dalli-Dalli-Tonlage:)
    Eine Türkei müssen wir abziehen weil die Raketen technisch überholt waren und der Abzug politisch von der SU nicht ausgeschlachtet werden durfte.

    Und: Nach der Schweinebucht war die militärische Option sowieso aufgegeben worden. Das war politisch kein Mehrpreis mehr.


    Aber die SU hatte auch Atom-U-Boote. Also auch nichts verloren.
     
  10. #9 Reinhard, 24.07.2008
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    Reinhard Guest

    Russische Abwehrraketen auf Kuba machen keinen Sinn,Bomber schon.
     
  11. #10 Monitor, 24.07.2008
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    Genau das war ja auch der Deal. Die Amerikaner haben sich verplichtet, die Raketen abzuziehen und die Russen haben dafür versprochen, dass es nicht an die Öffentlichkeit kommt, damit Kenndy sein Gesicht wahren kann. Das wurde dann so vereinbart, dass der Abzug ein paar Monate später erfolgt, damit kein kausaler Zusammenhang zur Kuba-Krise erkennbar ist. Dazu dann noch das Argument, dass die Raketen sowieso abgezogen worden wären.
    Damit konnten dann alle leben.

    Die Aufgabe der militärischen Option stand im Zusammenhang mit der Kuba-Krise, die wurde nicht einfach so aufgegeben.
     
  12. #11 Rhönlerche, 24.07.2008
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    Diese sehr sichtbaren Bomber können nichts, das U-Boote nicht schon können.
     
  13. GFF

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    Der Meinung bin ich auch, In einem dicht gesicherten Luftraum wie die USA ihn haben, wären Bomber nur unnötige Opfer. Die neuste U-Boot Generation von den Russen bereitet den USA schon eher Kopfschmerzen, zumal sich die USA auf ihre alten Los Angeles verlassen müssen. Hingegen die Russen ihre Alfa III und Typhoons einsetzen könnten die sehr sehr leise, bzw schnell sind und tief tauchen können.
     
  14. #13 Monitor, 24.07.2008
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    Vielleicht nochmal zurück zum Eingangsbeitrag. Vordergründig geht es um die Reaktion der Russen auf die Stationierung der Abwehrraketen in Polen.

    Man ist ja erstaunt, was alles so für Allianzen entstehen. Kuba, Venezuela, Iran, China, usw. usw. .
     
  15. #14 Schorsch, 24.07.2008
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    Vor der Kubakrise:
    Macht USA: 100
    Macht UdSSR: 40
    Selbst wenn es danach 98/42 stand, würde ich das nicht als Sieg bezeichnen. Die Sowjets haben die Kubakrise als klare und demütigende Niederlage empfunden, die Kubaner sowieso. Schlussendlich mussten die Sowjets auf militärischen und politischen Druck der USA Pläne um 180° wenden. Der sowjetische Plan war ja, dass die USA mangels "Willen" die Stationierung hinnehmen. Und dieser Plan ist zu 100% gescheitert.

    1962 gab es weder verbunkerte ICBMs noch mit SLBMs ausgestattete UBoote auf sowjetischer Seite. Während Moskau auch nach Abzug der Jupiter Raketen weiterhin durch amerikanische Raketen und Bomber erreichbar war, war Washington es weiterhin nicht.
     
  16. jockey

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    Man will ja deutlich präsents zeigen,die Amis sollen ja wissen das man da ist ;)
    Aber hat schon mal jemand Kuba gefragt,wie die dazu stehen?
     
  17. #16 Rhönlerche, 24.07.2008
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  18. #17 Reinhard, 24.07.2008
    Reinhard

    Reinhard Guest

    Daß die sowjetische U-Boot-Flotte zahlenmäßig während des Kalten Krieges zwar zahlenmäßig der NATO immer überlegen war,aber in der Qualität weit unterlegen war,sollte mittlerweise jeder Interessierte wissen.Aber hier geht es garnicht um U-Boote.
     
  19. #18 Schorsch, 24.07.2008
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    Zugegeben, aber diese UBoote sind noch nicht mal die gleiche Liga wie die späteren atomaren Unterseeschiffe. 150km Reichweite bei den R-11 und 600km Reichweite bei den R-13 Raketen sind nicht gerade beeindruckende Werte, dazu mächtige Ungenauigkeiten, kompensiert durch große Sprengköpfe.

    Fakt ist, dass die USA 1962 einen nuklearen Konflikt mit der UdSSR sogar mit Blessuren hätten überstehen können (von Europa reden wir mal lieber nicht), während dies 10 Jahre später definitiv nicht mehr der Fall war. Hätten die Sowjets bereits 1962 Raketen auf Cuba stationiert, wäre die Gefahr für die USA merklich gestiegen.

    Aus dem Wiki-Artikel:
    17kts Geschwindigkeit über Wasser oder 9kts unter Wasser, dazu eine begrenzte Seeausdauer von 70 Tagen. Jedes trug 3 Raketen.
     
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  21. #19 Monitor, 24.07.2008
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    Das ist ja richtig. Zum Zeitpunkt der Krise war Chruschtschow in der Öffentlichkeit der eindeutige Verlierer. Das aber nur, weil die interne Absprache mit den Amerikanern nicht public gemacht wurde (er konnte ja froh sein, dass die Amerikaner soviel Zugeständnisse gemacht haben, sonst wäre er aus dem Schlamassel nicht wieder rausgekommen).
    Aber an den Ergebnissen ändert es nichts. Die Jupiter wurden abgezogen und Kuba ist ja militärisch mehr oder weniger in Ruhe gelassen worden.

    Das er nun gezwungen war, die aufwendigeren ICBM zu entwickeln und dafür nun Gelder aus anderen Volkswirtschaftbereichen abziehen musste, ist richtig. Insofern ist sein Plan nicht aufgegangen.
     
  22. #20 Rhönlerche, 24.07.2008
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    ICBMs waren einfach der Stand der Technik. Auch in England wurden Mittelstreckenraketen abgezogen, einfach weil man sie technisch nicht mehr brauchte.

    Die Briten haben später sogar ihre strategischen Atombomber komplett durch U-Boote ersetzt.
     
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Russiche Bomber wieder auf Kuba ... ?!?!

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