Russland - Auswirkungen der Sanktionen auf die Luftfahrt

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Die ICAO (Abkürzung für International Civil Aviation Organisation - Internationale Zivilluftfahrtorganisation) fordert Russland auf, die Doppel-Registrierung zu beenden.
Bermuda bleibt bei seinem Standpunkt, dass nur der Eigentümer eines Flugzeuges ein Delisting beantragen kann, nicht der Betreiber des Flugzeuges.

 
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macfly

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OECD fordert Russland auf, die Doppel-Registrierung zu beenden.
Die "ICAO" fordert Russland dazu auf (nicht "OECD"...).

Wirklich überraschend ist die Auslegung der Behörden in Bermuda natürlich nicht, dass nur die Eigentümer die Registrierung aufheben können. Lustig ist eher die russische Auslegung, dass nun ausgerechnet Bermuda einen ICAO Verstoß beginge, wenn sie die Maschinen nicht aus der Registrierung löschen - weil sie dann ja doppelregistriert wären... "Geniale" Logik. ;-)
 
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Fehlende Ersatzteile sorgen für immer länger werdende Verzögerungen bei Reparaturen, weil scheinbar Ersatzteile für Airbus- und Boeing-Maschinen aus anderen Quellen nicht so zeitnah zur Verfügung stehen.

Derweil möchten zwei weitere russische Fluggesellschaften, S7 Airlines und Air Bridge Cargo, ihre Flugzeuge lieber wieder an die Leasinggeber zurückgeben. Über ihren Mutterkonzern Volga-Dnepr plant Air Bridge Cargo ein ein Joint Venture mit Etihad welches erlauben sollte die Flugzeuge gemeinschaftlich auch außerhalb Russlands betreiben zu können.
 
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Auch die kleinere Business Aviation ist zunehmend betroffen von den Sanktionen, global, denn 80 % der betroffenen Flugzeuge waren nicht in Russland, als die Sanktionen verhängt wurden.
Gerade die Vielzahl von lokalen Vorschriften macht des den globalen Service-Provider recht schwer zu bestimmen, wie sie sich richtig verhalten müssen und was noch erlaubt ist und was nicht und vor allem, wie es weitergeht.

 
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heutiger (9 Stunden!) Flug Moskau - Basel. Den Grund für diesen Flug habe ich noch nicht erkannt.
Quelle der Abb. FR24
 
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Nach Auskunft vom schweizer Bundesamts f. Zivilluftfahrt dient der Flug dem Austausch von Botschaftspersonal. Das Flugzeug wird noch heute die Schweiz wieder verlassen.
 
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Selbst wenn man nur die Türkei, Frankreich und die Schweiz überfliegen darf, scheinen die Umwege sehr exzessiv. Warum fliegt man zuerst noch nach Osten? Warum fliegt man nicht direkt südlich an Kreta, Sizilien und Sardinien vorbei, sondern bis hinunter an die afrikanische Küste? Warum überfliegt man dann noch Tunesien und Algerien? Und Botschaftspersonal könnte man ja auch mit Linienflügen z.B. via die Türkei austauschen. Ich würde mal vermuten, dass der Flug noch eine andere Mission hatte als nur den Austausch von Botschaftspersonal.
 
macfly

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Warum fliegt man nicht direkt südlich an Kreta, Sizilien und Sardinien vorbei, sondern bis hinunter an die afrikanische Küste? Warum überfliegt man dann noch Tunesien und Algerien? Und Botschaftspersonal könnte man ja auch mit Linienflügen z.B. via die Türkei austauschen.
Der Umweg hängt mit den "FIRs" zusammen - den "Flight Information Regions". In diesen Gebieten sind jeweils Fluglotsen eines bestimmten Landes zuständig. Die Maschine hatte offensichtlich eine Ausnahmegenehmigung, um durch den französischen Luftraum zu fliegen. Die Fluglotsen der FIR von Italien, Malta, Griechenland hätten die russische Maschine aber nicht akzeptiert (EU Sanktionen). Sie hätten dann zwar trotzdem als "VFR" Flug, ohne Unterstützung der Fluglotsen durch den internationalen Luftraum über dem Mittelmeer fliegen können. Mit Kampfjets würde man das machen. Aber mit einem Airliner, der viele Menschen transportiert, will man das nicht. Da fliegt man lieber den Umweg durch die nordafrikanischen FIRs.

Klar, man hätte die Diplomaten auch mit Linienmaschinen transportieren können. Aber den Status als Diplomaten haben sie nur im jeweilgen Land, wo sie akkreditiert sind (hier: in der Schweiz). Wären die Diplomaten "mit Bus & Bahn" und Linienmaschinen gereist, hätte es zu Komplikationen kommen können. Was wäre dann bei einer Zwischenlandung der zivilen Maschine in Deutschland, Polen, ...? Dort hätten sie keinen Diplomatenstatus mehr. Da dürfte z.B. jeder Zöllner das Gepäck durchsuchen. Nur in der Schweiz genossen sie Diplomatstatus, da waren Personen & Gepäck "unantastbar". Also fliegt man Diplomaten und Gepäck lieber non-stop vom Gastland direkt zurück in die Heimat.

 
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Jeroen

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Ob das bei Sanktionen passt oder Neuigkeiten der Russische Luftfahrt?
Das Landungsverbot respektiv oder die zeitliche Beschraenkungen an 11 Flugplatzen in Tsentral und Sud Rusland wurde zum 23e mal nun bis 18 Juli verlaengert.
NEXTA op Twitter: "#Russian Federal Air Transport Agency extends flight ban for the 23rd time. Flights to 11 airports in central and southern #Russia are "temporarily restricted" until July 18. https://t.co/g3fY4wY6gr" / Twitter
 
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Vier weitere russische Fluggesellschaften bekommen ab Juli staatliche Beihilfen als Kompensation für die Geschäftseinschränkungen: Volga-Dnepr, Abakan Air, Aviastar-TU und Aviacon Zitotrans.
 
The Duke

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Aber den Status als Diplomaten haben sie nur im jeweilgen Land, wo sie akkreditiert sind (hier: in der Schweiz).
Wenn es generell um Botschaftspersonal geht, hat ja auch nicht jeder von denen Diplomatenstatus. Tatsächlich sind nur die wenigsten Personen entsprechend akkreditiert.
 
Bleiente

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In einem Bericht über die russische Abhängigkeit von Hochtechnologie im IT-Sektor gibt es auch eine kleine Passage zur Luftfahrt:

"....Genauso sieht es bei den russischen Airlines mit den Flugzeugen von Airbus und Boeing aus: Ersatzteile für Reparatur und Wartung sind bereits knapp. Durch die Sanktionen wird auch die Software für Autopiloten und andere Flughilfen nicht mehr aktualisiert, ist im Zweifelsfall also veraltet. Abstürze, die durch fehlende Wartung verursacht wurden, gelten deshalb in Russland seit Kurzem nicht mehr als Versicherungsfall Dr Maria Shagina 🇺🇦 auf Twitter: „Russian National Reinsurance Company will no longer consider accidents resulting from poor maintenance or repair of aircraft as an insured event. "Have a safe flight!" never sounded more worrisome. https://t.co/S7uLs7FW5H“ / Twitter . ..."

Abhängig von Apple, SAP und Co: Westliche Software ist Russlands größte Schwäche - n-tv.de
 

rufumbula

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Rossija verlässt Jekaterinburg.

Laut Quelle erhielten Anfang Juli 2022 etwa 80 Personen eine Benachrichtigung über die Änderung der Bedingungen ihres Arbeitsvertrags.



Ural Airlines erhält bis Jahresende 9,3 Mrd Rubel Finanzspritze.

Neben Ural Airlines werden 31 weitere Unternehmen, darunter Utair, Subventionen erhalten. Wie in der Federal Air Transport Agency klargestellt, werden die Mittel für den Transport innerhalb Russlands im April und Mai dieses Jahres ab Juli an die Fluggesellschaften überwiesen. Weitere Zahlungen erfolgen monatlich bis Ende des Jahres entsprechend den tatsächlich durchgeführten Flügen innerhalb des Landes.



 
Simon Maier

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Hallo,

Mittlerweile wurde bekannt wie der festgesetzte Russ. A 330 aus Sri Lanka freikam, Russland hat Sri Lanka mit Öllieferungen erpresst und so die Freigabe der Maschine erzwungen
 

alois

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Öllieferungen sind jetzt Erpressung. Aha. Ich würde es eher als Bestechung bezeichnen. Komisch, dass die Welt bestechlich ist...
 

Phalc

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Öllieferungen sind jetzt Erpressung. Aha. Ich würde es eher als Bestechung bezeichnen. Komisch, dass die Welt bestechlich ist...
In der westlichen Welt würde man das ein "Geschäft" nennen.
Danach stellte Aeroflot die für die Tourismusbranche von Sri Lanka wichtigen Flüge ein. Zudem behauptete sie laut der Zeitung, der Inselstaat habe Russland eine staatliche Garantie gegeben, dass russische Flugzeuge unbehelligt ein- und ausfliegen könnten.
Zudem drohte Russland damit, Sri Lanka, das gerade in die größte Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten rutschte, von Öl- und anderen Energielieferungen abzuschneiden, so die Washington Post.

First, Aeroflot halted all flights to the island, blocking the flow of leisure travelers. Then, in private talks, according to a European official familiar with what took place, Moscow threatened to cut off energy deliveries as well — something that would have worsened an economic crisis that was already causing food and fuel shortages and widespread unrest.


Hört sich weder nach Bestechung noch nach Geschäft an...
 
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