Russland vertreibt britisches Schiff mit Schüssen - London dementiert

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..."Russland hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums zur Warnung eines britischen Kriegsschiffs im Schwarzen Meer Schüsse abgegeben und Bomben abgeworfen. Ein Schiff der russischen Küstenwache und ein SU-24-Kampfflugzeug feuerten demnach Warnschüsse in Richtung eines Zerstörers der britischen Marine ab.
Die HMS Defender sei am Mittwochmittag unweit der Halbinsel Krim drei Kilometer weit in russische Hoheitsgewässer gefahren, meldete die Staatsagentur Tass unter Berufung auf das Ministerium in Moskau. Nach dem gemeinsamen Beschuss durch die russische Schwarzmeerflotte und den Grenzschutz des Inlandsgeheimdienstes FSB drehte das britische Schiff demnach ab. Es gab dem Vernehmen nach keine Verletzten.

London dementiert den Vorfall
Das Verteidigungsministerium in London hat diese Darstellung Moskaus dementiert. "Wir glauben, dass die Russen Schießübungen vorgenommen haben im Schwarzen Meer", hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums am Mittwoch auf Twitter. Diese seien vorab angekündigt worden. Es habe keine Schüsse gegeben, die auf den vor Ort eingesetzten Zerstörer "HMS Defender" gerichtet gewesen seien..."
 
WaS

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In theoretisch ukrainische, aber de facto russische Hoheitsgewässer einzufahren, ist m.E. eine selten dämliche Provokation. Wollen die Engländer vielleicht beim nächsten Mal ein Infanteriebataillon auf der Krim anlanden, mit der Begründung, die Ukraine hätte zugestimmt?
Zur Klarstellung: Ich finde die Annexion der Krim ganz und gar nicht ok, aber solche Manöver bringen doch nix, gießen nur Öl ins Feuer.
 
Stovebolt

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...Es habe keine Schüsse gegeben, die auf den vor Ort eingesetzten Zerstörer "HMS Defender" gerichtet gewesen seien..."
...nur dadrüber, davor und dahinter.:squint:
Gruß!
 
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Russischer Kampfjet wirft Bomben in Richtung von britischem Militärschiff - FOCUS Online
„Zeitweise waren 20 Flugzeuge über dem Kriegsschiff“
Ein BBC-Reporter an Deck der „HMS Defender“ berichtete jedoch von massiven Versuchen russischer Flugzeuge und Schiffe, den Zerstörer von seinem Kurs abzubringen. „Zeitweise waren 20 (russische) Flugzeuge über dem Kriegsschiff“, schrieb er auf der Website der BBC. Es habe Warnungen der Küstenwache gegeben und auch Schüsse, die seien jedoch wohl außerhalb der Reichweite abgefeuert worden.
 
chopper

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Merkwürdig ist nur, die HMS Defender schwimmt laut marinetraffic.com vor der Küste von Bahrain.

 
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Bei USNI gibt's bisschen mehr Hintergrund und ein Video. Sehr mysteriös, das Ganze. Danach hätte die Defender das Seegebiet auf jeden Fall friedlich durchfahren dürfen, egal ob russisch oder unkrainisch.
 

jackrabbit

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Hallo,

irgendwie ist der ganze Sachverhalt noch unklar und es gibt eigentlich auch keine seriöse Quelle.
Warum sollten die Briten einen Alleingang mit bewusster Grenzverletzung unternehmen,
andererseits sieht es auch nicht mit anderen Staaten abgesprochen aus.

Die Aussage des BBC-Reporters, dass 20 russische Flugzeuge (gleichzeitig) über dem Schiff waren,
ist ja auch kaum glaubhaft. So etwas erlebt man ja nicht einmal bei einer Airshow.
Wo möglich hätten die Briten dann noch einen Piloten aus der See retten müssen. :wink2:

Grüsse
 
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Alien
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Britisches Schiff durchfährt die 12-Meilen-Zone der annektierten Krim.

Man könnte ja auch mal den Selbsttest machen, indem man mal in die 12-Meilen-Zone des annektierten Hawaii einfährt und mal guckt, was passiert. :TD:
 
WaS

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Normalerweise sollte nichts passieren. Es sei denn, du dringst in ein ordnungsgemäß als gesperrt bekanntgegebenes Manövergebiet ein. Das Durchfahren fremder Hoheitsgewässer an sich ist erlaubt (auch für Kriegsschiffe!), solange du bestimmte Regeln (inkl. möglicher maritimer "Verkehrsregeln") einhältst.

Mir scheint offizielle Darstellung des Verteidigungsministeriums in London gar nicht mal so falsch zu sein. Nur dass sie eben verschweigt, dass man absichtlich ein Sperrgebiet angesteuert hat. Hätten die Russen, die Defender nämlich völlig grundlos mit Tieffliegern "gebuzzt", dann gäbe es m.E. keinen Anlass, sich einen förmlichen diplomatischen Protest zu verkneifen.
 
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WaS

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Space Cadet
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Nachtrag: Im Jahr 2015 durchfuhren chinesische Kriegsschiffe die US-amerikanische 12-Meilen Zone. Ein Sprecher des Pentagns äußerte sich damals dazu (Quelle) :

Chinese navy ships off Alaska in recent days […] came within 12 nautical miles of the coast, making a rare foray into U.S. territorial waters, according to the Pentagon.
Pentagon officials said late Thursday that the five Chinese navy ships had passed through U.S. territorial waters as they transited the Aleutian Islands, but said they had complied with international law and didn’t do anything threatening.
“This was a legal transit of U.S. territorial seas conducted in accordance with the Law of the Sea Convention,” said Pentagon spokesman Cmdr. Bill Urban.
U.S. officials said there was no known official communication to the U.S. from the ships.
 

koehlerbv

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Alles in allem eine Aktion, unnötig wie sonst was. Erreicht wurde nichts, den Russen nichts mitgeteilt, was sie nicht eh schon wüssten. Ein Missverständnis von einer Seite in dieser Situation hätte hingegen fatale Folgen haben können.
Auch britische Kommentatoren zeigen teilweise wenig Verständnis für diesen Stunt.

 

Sens

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Die Royal Navy hat mal ausgetestet, ab wann die Russen in welcher Form reagieren. Ein nicht unübliches Verfahren von allen Seiten. Die von russischer Seite geschilderte Reaktion dient der Befriedigung der eigenen Klientel und bekam auch die gewünschte mediale Verstärkung.
Bei #11 gab es ja Zustimmung und auch die Russen machen davon Gebrauch. Ansonsten könnten Einheiten der baltischen Flotte niemals die Ostsee verlassen. Legal könnten die Russen einen Besuch der HMS Defender in Mariupol nicht verweigern.
 

koehlerbv

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Ein nicht unübliches Verfahren von allen Seiten.
Leider ja. Aber sowas ist Zeugnis eines sehr primitiven, unintelligenten Niveaus. Von allen Seiten.

Legal könnten die Russen einen Besuch der HMS Defender in Mariupol nicht verweigern.
Das wär's doch gewesen: Die Briten sagen vorher Bescheid, laden noch ein paar Russen ein, ein Stück der Tour mitzumachen (bis Mariupol wollen sie bestimmt nicht an Bord bleiben). Dann hätten die Russen nur noch entweder gute Miene machen können oder eine Runde Doof zu spielen.
Aber so pflügt der eine durch den Sandkasten, in dem der andere schon spielt und nun Angst um seine Förmchen hat. Beide benehmen sich wie Strassenköter.
 
Doppelnik

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Man stelle sich einmal vor, Panama hätte den Panamakanal nach dem Auslaufen der amerikanischen Hoheitsrechte für die nächsten Jahrzehnte an die Chinesen verpachtet (so wie es die Ukraine mit Sevastopol an die Amerikaner machen wollte). Ob da die Amerikaner die Entscheidung eines souveränen Landes wohl einfach so hingenommen hätten?
 

Sens

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Das Ganze nennt man Real-Politik. Von Zeit zu Zeit testen die Großen oder einer seiner Proxy, inwieweit sich die jeweilige Seite an die bisherigen "Spielregeln" gebunden fühlt.
Die Russen hätten bei Deinem Beispiel keine Runde Doof spielen müssen. Innerhalb von Stunden machen "technische Arbeiten" das passieren der Brücke von Kertsch oder die Nutzung der Fahrrinne unmöglich. Deren Behebung, die ja der Sicherheit dient, die nimmt "leider" eine noch unbestimmte Zeit in Anspruch. Eine Situation, die auch die zivile Schifffahrt zu den ukrainischen Häfen im asowschen Meer betrifft. Nur die geheimen Androhungen über diplomatische Kanäle, weil für Russland Gesichtswahrend lösen dann diese Blockaden. Mit ein Grund, warum man die Türkei im Bündnis halten will und die Zeit mit Erdogan erträgt.
 

Sens

Alien
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Man stelle sich einmal vor, Panama hätte den Panamakanal nach dem Auslaufen der amerikanischen Hoheitsrechte für die nächsten Jahrzehnte an die Chinesen verpachtet (so wie es die Ukraine mit Sevastopol an die Amerikaner machen wollte). Ob da die Amerikaner die Entscheidung eines souveränen Landes wohl einfach so hingenommen hätten?
Das wäre keine Bedrohung für die USA und Du darfst ruhig spekulieren. Die Ukraine hatte ja Sevastopol an Russland verpachtet.
 

koehlerbv

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Die Russen hätten bei Deinem Beispiel keine Runde Doof spielen müssen. Innerhalb von Stunden machen "technische Arbeiten" das passieren der Brücke von Kertsch oder die Nutzung der Fahrrinne unmöglich.
Sens, das IST eine Runde Doof spielen. Und jeder hätte es gewusst.
Und es wäre ja nur eine Fortsetzung des doofen Spiels, was man viel mehr benennen muss und beiden Seiten deutlich machen muss, was nicht geht und nicht goutiert wird: Die Ukrainer drehen das Wasser für die Krim ab, die Russen machen das Anlaufen von Mariupol für alle Schiffe zu einem Glücksspiel (oder anders herum - die Reihenfolge spielt aber überhaupt keine Rolle).
Unsere Politik (EU, NATO) verhält sich in diesem Konflikt leider unangenehm scheinheilig.
 
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