Rutan "White Knight + Space Ship One" von Amodel in 1:72

Diskutiere Rutan "White Knight + Space Ship One" von Amodel in 1:72 im Jets bis 1/72 Forum im Bereich ROLLOUTS - Die Bilder Eurer Flieger !; Hallo, die richtige Kategorie für dieses Modell zu finden ist gar nicht so einfach. Das Trägerflugzeug "White Knight" ist allerdings ein Jet...

Moderatoren: AE
  1. #1 flankerfan, 08.02.2013
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    Hallo,

    die richtige Kategorie für dieses Modell zu finden ist gar nicht so einfach. Das Trägerflugzeug "White Knight" ist allerdings ein Jet und am größten vom gesamten Gespann und damit gehört es wohl hierher. Das kleine "Space Ship One" (SS1) wird etwas hochtrabend als ein Raumschiff bezeichnet, wobei die FAA das Ganze als nicht eigenstartfähiges Segelflugzeug mit Hilfsantrieb einstufte.
     

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  3. #2 flankerfan, 08.02.2013
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    Für den ersten privat finanzierten Weltraumflug in einem privat gebauten Raumschiff war von einem Konsortium ein Preis von 10 Millionen Dollar ausgelobt, der sogenannte X-Prize. Nachdem die iranische Milliardärin Anousheh Ansari und ihr Schwager den größten Teil der Preisgeldsumme gespendet hatten, wurde der Preis in Ansari-X-Prize umbenannt. Die Regeln besagten, dass innerhalb von 14 Tagen zwei mal mit drei Personen in demselben Raumschiff der Weltraum erreicht werden muss. Die Definition dafür besagt, dass der Weltraum ab eine Höhe von 100 km beginnt. Der Flug musste bis zum 1.1.2005 stattgefunden haben.
     

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  4. #3 flankerfan, 08.02.2013
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    Das Trägerflugzeug bringt das SS1 auf ca. 14-15 km Höhe. Dort wird es ausgeklinkt und zündet für ca. 85 s seinen Raketenantrieb, der eine Beschleunigung auf ca. Mach 3,5 ermöglicht. Nach dem Verlust des Antriebs in ca. 55 km Höhe steigt der kleine Flugkörper auf einer parabelförmigen Flugbahn weiter, wobei für ca. 3 Minuten ein schwereloser Zustand eintritt. Seinen Gipfelpunkt erreicht SS1 bei ca. 105-109 km um dann in eine Art Fall- oder Trudelflug überzugehen und später ab einer Höhe von 20 km mit einem Sinkflug zur Erde zurück zu kehren.
    Der erste Testflug, bei dem die 100 km Höhe überschritten wurde, fand am 21.6.204 statt und war gleichzeitig der 4. Flug mit eingeschaltetem Raketenmotor. Die zwei für die Erringung des Preises notwendigen Flüge folgten dann am 29.09.2004 und am 04.10.2004.
     

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  5. #4 flankerfan, 08.02.2013
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    Der Bausatz von Amodel besteht aus ca. 100 Plastikteilen, einer kleinen Ätzteilplatine, dem Abziehbilderbogen und einer Bauanleitung,.
    Eigentlich hat man zwei Modelle vor sich, einmal das Trägerflugzeug „White Knight“ und zum Zweiten das kleinere Raketenflugzeug „Space Ship One“ (SS1). Man kann beide in der Transportformation, also mit unter dem Trägerflugzeug hängendem Raketenflugzeug, oder auch einzeln bauen. Hängt das SS1 an seiner Trägerschine am „White Knight“, muss das Fahrwerk vom SS1 eingefahren gebaut werden. Will man es gelandet auf seiner Bug-Kufe und dem Fahrwerk zeigen, ist das ebenfalls baubar. Zuerst wurden die Cockpits montiert und in die Rümpfe eingesetzt. Das passte recht gut. Dabei wurde unter den Cockpitböden so viel wie möglich Angelblei eingefüllt, um das Modell später zum gerade Stehen zu bringen.
     

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  6. #5 flankerfan, 08.02.2013
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    Dann wurden die Rümpfe inklusive der durchsichtigen Bugkonusse montiert und verspachtelt und verschliffen. Bis der sehr sichtbare Übergang von den Klarsichtteilen zum restlichen Rumpf so halbwegs kaschiert war, waren noch mehrere Spachtel- und Schleifdurchgänge erforderlich. Das war natürlich auch bei allen folgenden Montageschritten immer wieder nötig. Die Teile passten wie bei Kleinserienmodellen üblich relativ gut, aber doch immer mit einigen Spalten. Die Lage der Triebwerke auf den Trägern ist leider der Anleitung nicht gut zu entnehmen, dazu muss man sie etwas drehen und schieben, bis sie sich so halbwegs passend in die Form der Träger legen.
     

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  7. #6 flankerfan, 08.02.2013
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    Die Ätzteile sind mehr oder weniger ziemlicher Unfug. Die Teile in den Cockpits sieht man nicht, die kleinen Antennen an den Seitenleitwerken sind so klein, dass ich sie nicht montiert bekommen habe und die Bleche um das Triebwerk sind zu klein und passen nicht richtig. Die Abstandshalter für die Fahrwerksabdeckung wären in der Art auch nicht wirklich nötig gewesen. Einzig die erste Verdichterschaufelreihe an den Triebwerkseinlässen wirkt sehr gut.
     

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  8. #7 flankerfan, 08.02.2013
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    Vor dem Lackieren wurden die Klarsichtteile noch einmal poliert und dann mit einer Lochzange aus Klebeband runde Abdeckungen für die Cockpitfenster ausgestanzt und dann damit abgeklebt. Lackiert wurde mit Tamiyafarbe weiß glänzend. Einige kleinere Problemstellen mussten danach noch etwas nachgebessert werden und die zweite Lackschicht deckte dann endgültig auch die heftigeren Spachtelstellen an den Anschlußstellen der Tragwerke zu.
    Am SS1 wurden die für den letzten Flug noch angebrachten Verstärkungsstreifen durch lackieren in Humbrol 178 Scarlet angebracht. Diese Farbe habe ich bestimmt seit 20 Jahren stehen und noch nie gebraucht – und sie war nach dem Umrühren noch 100% in Ordnung.
     

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  9. #8 flankerfan, 08.02.2013
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    Die Anbringung der sehr dünnen und empfindlichen Decals war dann wieder ein größeres Problem. Die kleinen Markierungen und Schriftzüge ließen sich sehr gut anbringen. Die roten Dekorstreifen hingegen zerrissen sehr leicht, auch nachdem ich sie vor der Aufbringung schon kleiner geschnitten hatte. Da man diese doch etwas hin und her schieben muss, um sie auszurichten, war das sehr ärgerlich. Daher sieht man bei genauerem Hinschauen leider diese Beschädigungen und um weitere Schäden zu vermeiden, konnten sie auch nicht ganz 100%ig dem Original entsprechend platziert werden.
    Nach der Montage der beiden Fahrzeuge zeigte sich, dass alles immer noch hecklastig war. Ich füllte auch noch die vorderen Teile der seitlichen Träger mit etwas Blei, aber auch das reichte nicht aus, um das Übergewicht nach vorne zu bekommen. Deshalb bohrte ich in das SS1 von unten ein Loch und klebte einen Stahldraht 0,5mm ein, der als Feder gegen den Boden drückt und damit alles nach vorne auf die Bugräder presst.
    So, das war es erstmal. Sieht doch ziemlich exotisch aus, oder?
     

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  10. Norboo

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    Na, das ist ja mal etwas Anderes! So einen Exoten sieht man wirklich nicht alle Tage. Klasse Modell!
     
  11. #10 Airwolf78, 09.02.2013
    Airwolf78

    Airwolf78 inaktiv

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    Ist Dir prima gelungen! Klasse! :TOP:
     
  12. popeye

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    Wirklich sehr gut gelungen und etwas ganz exotisches !

    Rolf
     
  13. Jadi

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    Schön so was mal zu sehen. :TOP:
     
  14. #13 Bad-Angel, 09.02.2013
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  16. #14 flogger, 10.02.2013
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  17. #15 Kolbenrückholer, 10.02.2013
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    Mir gefällt dein Gespann sehr gut, das sieht zum Anbeissen aus! Hier im FF scheinen ja gerade die Space-Days ausgebrochen zu sein :)

    Die Piste ist genial :FFEEK:
     
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