Schleppvorgang MiG 21

Diskutiere Schleppvorgang MiG 21 im Jets Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Hier mal eine Frage an die MiG 21-Spezialisten: Wie wird eine MiG 21 tatsächlich geschleppt? Ich meine, es gibt Fotos mit der Schleppstange am...

Moderatoren: gothic75
  1. #1 phantommike, 16.11.2007
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    Hier mal eine Frage an die MiG 21-Spezialisten:

    Wie wird eine MiG 21 tatsächlich geschleppt? Ich meine, es gibt Fotos mit der Schleppstange am Bugfahrwerk. Ein Fachmann sagt, dass das Bugfahrwerk nicht besonders stabil ist und der Vogel deshalb nur mit Stahlseilen am Hauptfahrwerk geschleppt werden soll.

    Bei der F-104 gab es beide Möglichkeiten.

    Grüße

    Michael
     
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  3. #2 MiG-Admirer, 16.11.2007
    MiG-Admirer

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    ... völlig korrekt, wie Du auf diesem Foto sehen kannst
     

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  4. #3 phantommike, 16.11.2007
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    Hallo Gerd,

    danke für die schnelle Antwort! Täusche ich mich oder gehen von der Schleppstange Stahlseile zum Hauptfahrwerk?
     
  5. #4 rechlin-lärz, 16.11.2007
    rechlin-lärz

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    Das täuscht Dich nicht - es sind tatsächlich die Stahlseile zum Hauptfahrwerk. Wir haben so eine Schleppstange im Museum, allerdings noch nicht benutzt.

    Meine Frage: wo genau werden die Seile am Hauptfahrwerk befestigt?

    Vielen Dank im voraus und viele Grüße

    rechlin-lärz
     
  6. #5 DDA, 16.11.2007
    Zuletzt bearbeitet: 16.11.2007
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    Also;
    es gab eine Schlepp- und eine Bugsierstange.
    (1) Schleppstange:
    Die Stange wird mittels eines langen Bolzens in der hohlen Achse des Bugfahrwerkes befestigt. An dieser Stange ist ein Stahlseil befestigt, welches zu je einer Öse in jedem Hauptfahrwerksbein geführt und dort eingehakt wird. (An diesen Ösen wird der Flieger auch zum Probelauf mit Nachbrenner verankert) Das Seil hatte an der Schleppstange seine Befestigung allerdings fast ganz vorn an der LKW- Schleppöse, sodaß die Seile im eingehängten Zustand nicht richtig straff gespannt waren. Sie sollten wohl eher unterstützend dienen. In diesem Zusammenhang ist noch zu beachten, daß wohl nicht das Bugfahrwerk selbst das Problem ist, sondern die Blockierung des ausgefahrenen Fahrwerkes (das BugFW fährt gegen die Flugrichtung gerade nach vorn in den Rumpf ein).

    (2) Bugsierstange
    Diese wurde genauso mit einem langen Bolzen in der hohlen Bugfahrwerksachse angebracht, hatte aber keine weiteren Verspannungen. Sie war wesentlich leichter, hatte keine Öse zum Anhängen an ein Fahrzeug und diente, wie der Name schon assoziiert, zum Rangieren/Bugsieren mit der Hand. Die Last lag hierbei natürlich eher am mechanischen Endanschlag des FW, denn die Maschinen werden eher rückwärts denn vorwärts geschoben.

    Selbstverständlich kann die MiG21 auch mit der Schlöeppstange bugsiert werden, in Anbetracht des Gewichtes der Stange ist dies aber eher eine schweißtreibende Arbeit und erfordert, weil diese Stange wesentlich länger ist, auch erheblich mehr Beinarbeit des Lenkenden beim Einschlagen des Fahrwerkes.

    Axel

    edit: da war wohl jemand schneller
    Die Seile werden an zwei am senkrechten Zylinder angegossenen Ösen des Hauptfahrwerkes mittes Schäkel (?, lange her) befestigt. Ich wüde sagen, die Ösen sind innen. Der rote Pfeil auf dem (zugegebenerweise nicht so schönen) Bild zeigt auf diese Öse. Ich schau zu Hause nochmal nach einem besseren Bild.
     

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  7. #6 MiG-Admirer, 16.11.2007
    MiG-Admirer

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    ... also genau hier wird das Seil befestigt
     

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  8. #7 phantommike, 16.11.2007
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    Also, kann man die Maschine bei vorsichtiger Fahrweise ohne Probleme 1-2 km mit der Schleppstange am Bugfahrwerk ziehen?

    Auch bei der 104 gab es die Möglichkeit, mit Stahlseilen am Hauptfahrwerk zu schleppen, war allerdings ab einer bestimmten Schneehöhe (die ich nicht mehr weiß) gedacht.

    Hat hier jemand Bilder von der Schleppstange?
     
  9. #8 DDA, 16.11.2007
    Zuletzt bearbeitet: 16.11.2007
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    Kann man, aber man sollte sehr vorsichtig sein. Insbesondere hektisches Anfahren oder "ruckeln" sollte man vermeiden.
    In der DV war es selbstverständlich verboten, ohne Seile zu fahren

    Axel
     
  10. #9 phantommike, 16.11.2007
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    Danke für die schnelle Aufklärung! Hier noch eine allerletzte Frage: Musste an der MiG bzgl. der Bugradlenkung vor dem Schleppen etwas getrennt/umgestellt werden wie bei der F-104 oder der Gina?
     
  11. #10 MiG-Admirer, 16.11.2007
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    ...also hier noch einmal drei praktische Fotos, vom Anbringen der Seile.
     

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  12. #11 MiG-Admirer, 16.11.2007
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    und hier
     

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  13. #12 MiG-Admirer, 16.11.2007
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    die Bilder sind seinerzeit (2005) im Flugplatzmuseum Cottbus gemacht worden
     
  14. #13 DDA, 16.11.2007
    Zuletzt bearbeitet: 16.11.2007
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    Die MiG-21 hat keine Bugradlenkung. Das Fahrwerk kann sich frei (innerhalb seiner Anschläge und gedämpft vom Schlingerdämpfer) in der Achse des Fahrwerkbeines drehen. Somit muß auch nichts umgestellt werden. Allerdings muß die Maschine im Schlepp grundsätzlich bemannt sein, denn gebremst darf der Schleppzug nur vom Flugzeug aus werden. Dazu ist (zumindest nach DDR-DV) die Bugradbremse einzuschalten.

    Die Steuerung beim Rollen mit Triebwerk erfolgt über wechselseitiges Bremsen der Hauptfahrwerksräder. Das Bugrad dreht sich (ähnlich dem eines Kaufhallenwagens ;) ) dann hinterher.

    Die Bugradmimik birgt auch noch eine Gefahr. Das Rad hat Anschläge, die eine Auslenkung des Rades über einen bestimmten Winkel (ca 50 Grad?) hinaus vermeiden sollen. Allerdings sind diese nicht für große Belastungen ausgelegt, so können sie tatsächlich abbrechen (ist bei uns im Geschwader mal in der Kontroll- und Reparaturstaffel beim Rangieren mit Schleppfahrzeug gelungen)

    Axel

    edit: noch ein paar Worte zu den Bildern
    Die Schleppstange rollt während des Schleppvorganges nicht auf den kleinen Rädern, diese dienen nur zum Bewegen der Stange allein. Im abgstellten Fall steht die Stange auf dem Radpaar und der Auflage weiter vorn.
    Hier ist auch die Umlenkrolle für das Stahlseil zu sehen. Diese hob sich beim Ankoppeln vomm Boden an und lockerte damit die im abgelegten Fall fast straff liegenden Seile.
     
  15. #14 phantomas2f4, 16.11.2007
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    Hallo !

    Ist eine typisch russische Entwurfsphilosophie:

    Zum Schleppen werden die Zugkräfte primär am Hfw über die Seile übertragen, um das BFw zu entlasten. Sieht man auch bei SU 22, MiG 23 etc. Man denke dabei auch an das Operieren von unbefestigten Plätzen..

    Klaus
     
  16. #15 phantommike, 16.11.2007
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    Hallo Jungs, ganz herzlichen Dank für die schnelle Aufklärung!
     
  17. #16 rechlin-lärz, 16.11.2007
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    Ebenfalls vielen Dank!

    rechlin-lärz
     
  18. #17 stardreamer, 21.11.2007
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    Ja, ja das liebe Schleppen unserer lieben Mig 21. Gezählt habe ich sie nicht, wieviele ich hinten am Haken hatte. Die Prozedur des Schleppens war für uns AG2-Fahrer mit etwas Gefühl in Verbindung zu bringen, weil die Schleppstange glaube ich etwas beweglich in ihrer Längsrichtung war. Während des Schleppens zog sich die Stange etwas auseinander und die Seile zum Hauptfahwerk spannten sich dann von selber. Den Bremsvorgang leitete der Flugzeugmechaniker im Flugzeug ein, wie von DDA schon richtig beschrieben. Das Problem war das empfindliche Staurohr, welches zu den Aufbauten auf unseren Schleppmitteln nur einen halben Meter Platz hatten. Als Lkw-Fahrer mussten wir dann den richtigen Zeitpunkt des absoluten Stillstandes des Flugzeuges erspüren und dann selber den Lkw in die Ruhestellung bringen. Ich selber habe weder ein Staurohr oder eine Schleppstange gehimmelt. Kann mich nur erinnern, das einer aus meiner Kompanie eine Schleppstange unwiederbringlich gehimmelt hat. Grund war zu hohe Geschwindigkeit. Ort: Garz Sommer 1986. Gott sei Dank war er bereits links am Abbiegen und hat vor Schreck am unteren Ende der Vorstartlinie auf die Bremse getreten. Der Mechaniker war natürlich über das abrupte Bremsmanöver überrascht und konnte die Maschine nicht früh genug abbremsen. Die Schleppstange sah aus wie ein Z. Das Staurohr ist rechts haaarscharf am Aufbau des Lkws vorbei geschruppt. Inwieweit das Bugfahrwerk der Mig beschädigt wurde, kann ich keine Aussage machen.

    Und hier das typische Schleppmittel, zumindestens im JG 7
     

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  19. #18 Flugi, 22.11.2007
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    ... man sollte auch dazu sagen, das das AG-2 ein hochgesetztes Bremslicht hatte. Wenn diese aufleuchtete, vor allen beim Schleppen im Dunklen, dann war es Zeit mal zügig und gefühlvoll die Radbremsen zu betätigen. Die Bremse wurde vom AG Fahrer nur angetippt, das war dann das Zeichen zum Bremsen.
    Also die hochgesetzte Bremsleuchte keine Erfindung der "Neuzeit". ;)
    Wie bereits richtig erklärt, war in Längsrichtung der Schleppstange eine Feder eingebaut, die Belastungsspitzen des Bugfahrwerk in Längsrichtung verhintern sollte. Das Schleppseil lief im vorderen Bereich der Stange über eine Rolle und ermöglichte es die Belastung auf die Hauptfahrwerksbeine abzugeben.
    Meine längste Schleppstrecke war etwas über 100 km von Cottbus bis Dresden. :D
     
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    Hallo

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  21. #19 Monitor, 22.11.2007
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    Wie im richtigen Leben gibt es auf die Frage nach dem Schleppen, der Schleppstange und den Anwendungen viele Wahrheiten. Hier mal meine Erlebnisse aus dem JG-2 so um 1980.

    Die von DDA beschriebene "Bugsierstange" für den Handbetrieb wurde bei uns nur an der VSL genutzt, um die Maschinen rückwärts in ihre Parkposition zu schieben. "Kraft" wirkte da auf das BFW eigentlich nicht, da eine Traube "Schwarzkittel" an den Tragflächen schob.

    Beim Schleppen hat ja der Verantwortliche im AG-2 oben zur Luke heraus geschaut und Blickkontakt zum T/M im Flugzeug gehalten. sollte gebremst werden hat er das per Handzeichen angekündigt und das Flugzeug bremste zuerst, das "hochgesetzte" Bremslicht war da eigentlich nicht betroffen. Beim rückwärts in die Box schieben musste dann das Schleppmittel zuerst bremsen!!!

    Der Kurvenradius des Schleppzuges war wesentlich bestimmt durch die Anschläge im Bugfahrwerk und hat es auch schon mal den einen oder andern Bruch durch Unkenntnis gegeben. Mir signalisierte das ein U-Techniker (Fä. W.) mit hefigen Handbewegungen aus der kabine, als ich mit ihm in eine recht enge Kurve gehen wollte.

    An der Schleppstange gab es ein "Parallelogramm", das beim Schleppen mit einem Bolzen arretiert war. Um die Maschinen rückwärts in die Box zu schieben wurde der Bolzen entfernt und das Parallelogrmam war beweglich. seitlich wurde eine "Lenkstange" in eine öffnung geschoben und mit dosierten!!! Bewegungen wurde der Flieger auf der weißen Linie gehalten und mit der Tragfläche an der Technikerkiste und ähnlichen Hindernissen (SG-1 der Spezis zum Beheizen der Akkus von B-1 Maschinen:FFTeufel: )vorbei an seinen Platz gestellt.

    Nun wird es etwas peinlich :red: :red: , 2 Episoden aus meinem Leben:

    1. ca. 1979 Flugdienst Ende, natürlich wieder Wettkampf mit der anderen Staffel, wer zuerst die "Platte geputzt hatte". Schleppmittel waren (warum auch immer - manchmal musste man sich die einzeln "einfangen") ausreichend da - also sagte mein Staffelingenieur zu mir (junger Leutnant) "Du schleppst mit!" Da konnte ich natürlich nicht sagen, dass ich das noch nie gemacht habe. Also los, rein ins AG-2 Flugzeug angehängt und ab. Gesehen hatte ich das schon, wie die Könner ganz lässig an der "Lenkstange" gedreht haben beim rückwärts bugsieren. Natürlich hatte ich noch keine Ahnung von dem Bolzen im Parallelogramm, es bewegte sich also erstmal gar nichts. Dann ging die Kabinenhaube auf und der Techniker (wohl Böses ahnend) fragte: "Hast Du das überhaupt schon mal gemacht?" Da ich verneinte gab er mir seufzend erstmal den Tip mit dem Bolzen. Meine Bewegungen waren dann eher hektisch und unkoordiniert. Zu allem Überfluss war die ODF in die ich musste genau gegenüber vom PDG, da hat denn unser Geschwader Ing. OSL B. live miterlebt, wir ich das Flugzeug nahezu quer auf der Anbindung geparkt habe. Er kam ganz aufgeregt und hektisch gestikulierend angerannt, seine erste Sorge galt dann auch den Anschlägen des Bugfahrwerkes - war aber noch mal gut gegangen. Was folgte waren einige harsche Worte an mich und an meinen Staffel Ing., der inzwischen auch aufgetaucht war, und auf der Stelle eine Lehrvorführung mit anschließendem Einzeltraining für mich. Feierabend war dadurch natürlich später...
    Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister, später hat mich auch die elend lange Anbindung an der ODF rechts neben dem IKP nicht mehr geschockt, ganz locker mit den genannten "dosierten Bewegungen"...;)


    2. Nur unbeteiligter Zuschauer war ich dann bei einer Episode in der KRS in Garz 1984
    Hauptmann H. von der 2. JS holte eine Maschine aus der KRS, war wohl Sonnabend Mittag, also Zeit an die Heimfahrt nach Nbg. Zu denken – musste also schnell gehen. Dabei hat er den Sicherungsstift an der Hängerkupplung des AG-2 vergessen. Geradeaus aus der Halle raus kein Problem – aber dann elegante Linkskurve vor der Halle zur SLB hin, leichtes Scheppern und schon kurvte das Zugmittel, aber die MiG rollte straff geradeaus Richtung Pausenplatz. Zum Glück hat der Techniker in der Maschine schnell reagiert und gebremst, so dass kein Schaden entstanden ist. Gestik und Mimik von Hptm. H., dem plötzlich sein Flugzeug abhanden gekommen war, hatten es aber in sich…
     
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