Scratchbuild 1:72!! Raketenset EMW A1, EMW A2, Rheinmetall F25, Rheinmetall Rheinkind

Diskutiere Scratchbuild 1:72!! Raketenset EMW A1, EMW A2, Rheinmetall F25, Rheinmetall Rheinkind im Jets bis 1/72 Forum im Bereich Bauberichte online; Dann möchte ich mal mein Debüt geben: Lange schon schaue ich immer mal wieder gerne hier herein. Sei es zur Recherche oder einfach nur, um mich...

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  1. Wasp7

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    Dann möchte ich mal mein Debüt geben:

    Lange schon schaue ich immer mal wieder gerne hier herein. Sei es zur Recherche oder einfach nur, um mich von den hiesigen grandiosen Bauberichten inspirieren zu lassen oder zu sehen, was auf mich zukommt, wenn ich denn auch mal dazu komme das selbe Modell zu bauen. Genügend Stoff in meinen primären Baugebieten "Deutsche Luftwaffe WK 1 und 2 strikt in 1:72" lässt sich hier reichlich finden. Gerade das hohe Niveau hier ist immer eine tolle Fundgrube für nötige Verbesserungen and Modellen und das Kennenlernen der Tricks und Kniffe der vielen Profis und Künstler hier.

    Schon seit einer Weile wollte ich ein klein wenig von all dieser wertvollen Hilfe in Form eines eigenen Bauberichts zurückgeben.
    Ich wollte erstmal mit etwas Kleinem anfangen und dachte an einen Exoten, wie den "Fliegenden Bierdeckel", die Sack AS-6/V1 von Special Hobby in 1:72.

    Tatsächlich habe ich auch mit der Sack angefangen, aber dann habe ich bei einem bekannten online-Auktionshaus ein seltenes Raketenset mit der EMW A3, A4b, A5 und der Rheinmetall Feuerlilie F55 aus Frankreich ergattert und das Raketenfieber packte mich (schon wieder).
    Darauf bedacht möglichst den Großteil aller deutschen Raketenflugkörper des zweiten Weltkrieges irgendwann zusammen zu haben, überlegte ich, welche Typen es nicht käuflich zu erwerben gibt. Und da drängte sich zunächst die kleine Schwester der F55 Feuerlilie, die Feuerlilie F25, auf. Die gab es angeblich mal irgendwann von einem nebulösen Resinkleinserienhersteller namens RT Models(?), aber dass ich dieses Set jemals zu Gesicht bekäme, bezweifel ich.

    Also wurde die AS-6 erstmal geparkt und der Bauberichte wurde im wahrsten Sinne des Wortes noch kleiner.
    Bei der Recherche zur F25 stolperte ich im Waffen-Arsenal Sonderband 49 "Deutsche Fla-Raketen und ihre sowjetischen Kinder" über ein weiteres mir unbekanntes Raketenprojekt, die Rheinmetall Rheinkind. Da waren es schon zwei.
    Mit der gerade erstandenen EMW A3 und A5 (respektive Kopie für Umbau zur A7) war mein Peenemünder Line-up auch schon fast komplett. Es fehlten nur noch die ersten zwei Typen A-1 und A-2 für die komplette Ahnenreihe bis zur A-11. Entsprechend länger wurde damit die Liste.

    Damit komme ich dann auch endlich zum Beginn meines Bauberichts ...oder auch nicht, da ich denke, dass eine kurze Typeninfo vielleicht bei diesen nicht allzu bekannten Flugkörpern ratsam sein könnte.
     

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  3. Wasp7

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    Zur Feuerlilie F25:

    Die Feuerlilie Serie entstand als reine Forschungsraketen, die Daten für spätere Fla-Raketen liefern sollten. Entsprechend konzipiert wurden zwei verschiedene Typen einmal mit einem Durchmesser von 25cm (F25) und 55cm (F55). Dazu kam im Vorfeld noch ein verkleinertes Modell mit 4,4cm Durchmesser, um bereits einige Flugeigenschaften eruieren zu können.
    Von der F25 wurden im Sommer 1943 mehrere Exemplare von Rheinmetall gebaut, aber vor Ende 1944 zugunsten der F55 nicht weiter verfolgt.

    Hier ein Bild eines überlebenden Exemplars. Wobei ich nicht sagen kann, ob diese Lackierung authentisch ist (bin da spätestens seit einer silber-blau-roten Museums-Enzian mit Hakenkreuz auf dem Leitwerk etwas vorsichtiger).

    Deshalb hier auch gleich die erste Frage, auch wenn es bis zur Lackierung noch etwas dauert, ob jemand genaueres weiss.
     

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  4. Wasp7

    Wasp7 Fluglehrer

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    Rheinmetall Rheinkind (Rheinkinder)

    Bei dieser Rakete handelt es sich um ein Projekt, bei dem unklar ist, wie weit es noch fortgeschritten ist, bis zum Ende des Krieges.
    Hier handelt es sich um eine quasi zweistufige Rakete, die statt eines Sprengkopfes einen Cluster von acht kleineren Raketen (als zweite Stufe) trug, die nach dem Schrotschussprinzip eine größere Schadensreichweite haben sollte. Die erste Stufe mit dem Triebwerk sollte nach Abfeuern des Clusters an einem Fallschirm landend wiederverwendbar sein.

    Es gab wohl auch ein Parallelprojekt, bei dem die Clusterraketen nicht in der Raketenspitze verpackt, sondern an Pylonen ringförmig um eine Trägerrakete angeordnet waren.
     

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  5. Wasp7

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    Hier noch eine 3D Ansicht der Rheinkind erstellt von Flugkörper3D.
     

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  6. Wasp7

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    Aggregat 1 & 2:

    Genau genommen zählen die A1 und 2 nicht zum Peenemünder Line-up, da erst ab der A3 in Peenemünde geflogen wurde. Da die beiden aber direkte Vorläufer sind und auch die Benennung der späteren Peenemünder Raketen auf der "Aggregate" Nummerierung basiert, zähle ich sie dazu.

    Das spätere Peenemünde Raketenteam um von Braun und Dornberger baute 1933 die Flüssigkeitsrakete 140cm lange A1. Das besondere an diesem Entwurf war die Stabilisierung durch einen Kreisel im Inneren der Rakete, statt der bisherigen drallstabilisierten Modelle. Der A1 war allerdings ein kurzes Dasein bestimmt, explodierte sie bereits beim ersten Startversuch.

    Das überarbeitete mit 161cm etwas größere Aggregat 2 hingegen war wesentlich erfolgreicher und beide gebauten Modelle namens Max und Moritz kamen 1934 erfolgreich zum Start und erreichten Höhen von 2,3 und 3,5km.

    Leider habe ich bislang noch keine Fotos finden können, deshalb hier eine Risszeichnung aus "The Secret Projects: Military Space Technology".

    Weiter geht's etwas später... bis dahin erstmal vielen Dank für's bis hierhin lesen. :)
     

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  7. Wasp7

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    Nu aber! Kommen wir endlich zum Baubericht. Dazu erstmal die passende "Bausatzvorstellung".

    *Der Anfang von Richard Strauss' "Also Sprach Zarathustra"*
    SCHAUT HER!
    DER GUßAST!
     

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  8. Wasp7

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    Neben 0,3mm und 0,5mm Plasticsheet und 0,12mm Messingresten von Ätzteileplatinen, DAS Hauptteil aus dem alle vier Raketen gemacht werden.

    Um deutlich zu machen, dass ich kein Bewohner der hiesigen Anstalt für Andersdenkende bin, muss man sich einmal verdeutlichen, in welchem Größenrahmen wir uns bei diesen Raketen im Maßstab 1:72 überhaupt bewegen.

    Deshalb hier als Übersicht (1:72 Angaben jeweils gerundet auf 2 Stellen hinterm Komma):

    F-25
    Länge 1895mm (Rumpf), Durchmesser 250mm
    in 1:72
    Länge 26,32mm, Durchmesser 3,47mm

    Rheinkind
    Länge 3000mm, Durchmesser 300/310mm
    in 1:72
    Länge 41,67mm, Durchmesser 4.17/4,31mm

    A-1
    Länge 1400mm, Durchmesser 300mm
    in 1:72
    Länge 19,44, Durchmesser 4,17mm

    A-2
    Länge 1610mm, Durchmesser 310mm
    in 1:72
    Länge 22,36mm, Durchmesser 4,31mm


    Also alles wahre Riesenmodelle!
     
  9. Wasp7

    Wasp7 Fluglehrer

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    Am Anfang war der Gußast...

    zum Start habe ich mir erst ein paar Gußäste in annähernd den benötigten Durchmessern gesucht. Da so ein Gußast aber erst ein Mal wenig nach einer Rakete aussieht und wir natürlich wollen, dass unsere Modelle den Originalen möglichst nahe kommen und eben gerade in dieser Winzigkeit nicht einfach nach einem Gußast aussehen, müssen wird das ganze in die passende Form bringen.

    Dazu erstelle man zunächst einen Ausdruck der Risszeichnungen im gewünschten Maßstab. In diesem Fall 1:72.
    Dann benötigt man, sofern man nicht über den Luxus einer Drehmaschine verfügt, einen Dremel o.ä., in meinem Fall meine treue kleine Minicraft Bohrmaschine, spanne dort den Gußast ein und stellt auf niedrigste Drehzahl, während die andere Hand sich einer Feile und Schleifpapier unterschiedlicher Stärken bedient.

    Zunächst habe ich so den Gußast, je nach Beschaffenheit, zuerst gerundet und geglättet und auf das korrekte Kaliber geschliffen.
    Im zweiten Arbeitsschritt wurden dann, nachdem die Stellen mit einem Edding markiert wurden, an denen sich die Raketenkörper beginnen zu verjüngen, allmählich die Form herausgeschliffen, stets mit regelmäßigen Kontrollen mit dem 1:72 Riss und der Schiebelehre.

    Aufpassen muss man hier trotz niedrigster Drehzahl, dass der Kunststoff nicht zu warm wird und schmilzt, was unschöne Verformungen und Aufwerfungen ergibt.

    Mit diesem Arbeitsschritt ist man eine ganze Weile beschäftigt, bis Riss und Meßschieber sagen, dass man sich der Vorgabe angenähert hat.
    Wie hier bei der Rheinkind.
     

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  10. Wasp7

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    Auf diese Weise wurde auch die F25 geformt, wobei die sich am schwierigsten darstellte, da die Feuerlilie sich über den Großteil ihres Rumpfes verjüngt.
    Aber am Ende des Tages habe ich auch diesen Gußast kleingekriegt.

    Der Revellkleber am Bildrand verdeutlicht auch noch mal die Größe.
     

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  11. Wasp7

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    ...und auch der Meßschieber ist meiner Meinung, dass es gut genug passt.
     

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  12. Wasp7

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    na gut, den 0,01mm mehr schenke ich mir jetzt mal...

    Hier kann man auch schon das ausgefräste Heck und die eingebaute Düse in Form einer Kanüle erkennen.

    ABER auch schon meinen ersten Fehler!:mad-new:
    Mir ist erst später aufgefallen, dass die F25 am Heck nicht rein konisch zuläuft, sondern sich an den Seiten stärker verjüngt, was man auf dem Riss eigentlich sehr gut sieht. Also ist da noch etwas Nacharbeit angesagt. Natürlich umso ärgerlicher, wenn man schon die Düse montiert hat..
     

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  13. Wasp7

    Wasp7 Fluglehrer

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    Hier im Ergebnis die Aggregate 1 & 2. Wieder mit 1:72 Riss und Revellkleber als Größenreferenz.
    Die Tabletten meiner Oma sind größer.:witless:
     

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  14. Wasp7

    Wasp7 Fluglehrer

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    und die Rheinkind.

    Hier bereits mit eingesteckter Düse, die ihr Leben als das Ende eines gezogenen Gußastes begonnen hatte, der nur wenig zurechtgeschliffen werden musste und natürlich noch hohl gefräst wurde.

    Alle Raketenkörper weisen Abweichungen von höchstens 0,03mm in Länge und Durchmesser auf. Die Bilder dazu spare ich mir mal. Wenn die aber jemand als Beweis möchte, kann ich ihm die gerne schicken bzw. posten.

    Überhaupt, sollte ich hier mit zu vielen Fotos von zu kleinen Fortschritten übertreiben, bitte ich darum, es mich wissen zu lassen.
     

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  15. Wasp7

    Wasp7 Fluglehrer

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    auch die Austrittsdüsen der beiden Aggregate wurden aufgefräst. Im Bild die A-2.

    Hier habe ich statt meines sonst bevorzugten 0,75mm Rundfräsaufsatz den Kegelfräser benutzt, da er beim Vertiefen richtungsstabiler ist und zudem gleich auch die passende sich verbreiternde Öffnung der Düse schafft. Die Öffnung ist bei der A-2 knappe 2mm breit.
     

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  16. Wasp7

    Wasp7 Fluglehrer

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    Für heute möchte ich das ganze mit einer Frage an die Forumsgemeinde beenden.

    Bei der A-1 befinden sich am Heck zwei Anbauten die in die Düse reichen.
    Bei der A-2 wurde dieser Aufbau offensichtlich geändert in diese vier punktförmig austretenden Gebilde.
    Weiß jemand worum es sich dabei handelt?
     

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  17. #16 juergen.klueser, 15.12.2011
    juergen.klueser

    juergen.klueser Astronaut

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    Mal etwas ganz anderes :TOP: Klasse, mit welcher Genauigkeit Du an diese Winzlinge rangehst. Schreib das bitte weiter in dieser Detailliertheit, ist duchaus spannend.
    Gruß Jürgen
     
  18. Bernd2

    Bernd2 Astronaut

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    Bei der A-1 handelt es sich vermutlich um Schubstrahlruder und deren Anlenkung. Bei der A-2 sind solche Ruder nicht vorhanden, dementsprechend vermute ich weiter, das die von dir erfragten Teile bei der A-2 ebenfalls etwas mit der Steuerung zu tun haben (Einspritzung von Kühlmittel, um dem Abgasstrahl schon in der Düse eine bestimmte Richtung zu geben?).

    Du hast da ein sehr interessantes Projekt am Start. Da bleibe ich gern dran.:TOP:

    Nur einen einzigen "Kritikpunkt" habe ich: Wie jetzt? Massive Teile? Du willst uns den Cluster NICHT offen zeigen?:FFTeufel::TD:
     
  19. Wasp7

    Wasp7 Fluglehrer

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    Vielen Dank für das Feedback!

    Naja, das mit der Genauigkeit ist gerade bei diesen Winzlingen von Nöten. Sonst sehen die nämlich wirklich aus wie ein Stück Gußast. :stung:


    Ach quatsch. Das ist ja jetzt nur am Anfang massiv, sobald die Form steht, wird die Rakete halbiert und die obere Kappe hohl gefräst, die Miniraketen eingebaut, das ganze abnehmbar gestaltet mit passendem Verschluss... AAAAAAAHHHHH!!!! BELZEBUB, WEICHE VON MIR UND FÜHRE MICH NICHT IN VERSUCHUNG! :FFTeufel:
    Nein, mit der "Kritik" muss ich wohl leben. Soll massive bleiben. Andererseits....

    Bzgl. Deiner Ideen; ja an Schubstrahlruder hatte ich bei der A-1 prinzipiell auch schon gedacht, aber zum einen, wäre es vielleicht nicht noch ein bisschen zu früh gewesen (ich bin mir nicht mal sicher ob die A3 schon welche hatte) und dann bräuchte es doch logischerweise auch vier Stück und nicht nur zwei davon?
    Könnte aber trotzdem sein, dann würde ich davon ausgehen, dass bei der A-2 vielleicht ein alternatives System getestet wurde, bei der die Steuerung über simple Steuerdüsen erfolgte, so dass die kleinen Punkte die Austritte der Düsen zeigen, die nach einem simplen "Auf-Zu" System direkt vom Hauptschubstrahl der Brennkammer abgeleitet wurden.
     
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  21. EDCG

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    Woher stammt diese Information?

    Herr Dornberger schreibt in seinem Buch 'Peenemünde":
    "Prüfung und Nachrechnung ergab jedoch, daß A1 zu vorderlastig war.
    Der Schwerpunkt lag zu weit vor dem Luftangriffspunkt. A1 konnte darum
    nicht einwandfrei fliegen. Wir konstruierten neu. Das Gerät A2 entstand."


    Von einem Startversuch oder einer Explosion ist da nirgends die Rede.
     
  22. #20 Wasp7, 17.12.2011
    Zuletzt bearbeitet: 17.12.2011
    Wasp7

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    so auf die schnelle:
    - ganz einfach bei Wikipedia
    - "Secret Projects: Military Space Technology" von Bill Rose
    - Osprey "New Vanguard #82: V-2 Ballistic Missile 1942-52" von Steven J. Zaloga.

    In letzterem wird hierzu sogar von Braun zitiert: (frei übersetzt aus dem englischen) "es hat uns ein halbes Jahr gekostet sie zu bauen und genau eine halbe Sekunde sie hoch zu jagen".

    In "Secret Projects" wird fast wörtlich obiges Dornberger Zitat formuliert, als Begründung warum NACH dem Verlust der A-1 nicht eine zweite A-1 gebaut, sondern direkt die A-2 entwickelt wurde.
    Dornberger sagt ja im Prinzip auch nicht, dass die A-1 tatsächlich nicht gestartet wurde (zumindest in dem Zitat. Ich habe das Buch nicht gelesen), sondern nur, dass sie nicht erfolgreich fliegen konnte, was auch eine Schlussfolgerung nach dem mislungenen Startversuch gewesen sein kann.

    Steht in dem Dornberger Buch vielleicht zufällig etwas über die Anbauten am Heck der beiden Aggregate, was das sein könnte?
     
Moderatoren: AE
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