Seaplanes over Seattle

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Hi folks, nach langer Abwesenheit melde ich mich zurück. Mache immer noch meinen PPL-A und habe endlich DSL :) Nun werde ich wieder ein paar Berichte reinstellen, u.a. vom Fliegen in den USA. Nur zur Vorwarnung: man könnte :FFCry:
 
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Ich war im Juni 10 Tage in Seattle und hatte nach meiner Dienstreise noch 4 Tage Urlaub. Und die habe ich genutzt! U.a. für meine ersten 6 Landungen mit einer Cessna:
 
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Ich habe erst einmal bei Seattle-Seaplanes einen Rundflug gebucht: pro Nase $67 für 20 min Seefliegerei. Wie Ihr sehen könnt, war das Wetter Spitze (absolut kein Seattle-Wetter!). Hier die Cockpit-Sicht:
 
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Die Space Needle darf nicht fehlen... soviel zum Thema Einschränkungen für General Aviation. Man kann fast in die City fliegen.
 
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Bill Gates Haus: Unten links mit dem Strand und dem roten Steg. Für alle, die es nicht wissen: in Seattle, genauer Redmond, ist das Microsoft-Hauptquartier (genau da war ich auch dienstlich):
 
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Rückflug - jetzt heißt es: landing strip suchen. Es ist ganz einfach: die Boote haben Vorfahrt, also "Hotas" angesagt, falls man durchstarten muß (o.k., macht man ja sowieso immer...).
 
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TT198

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Hättest du mit der Cessna doch mal beim Bill vorbeigeschaut... :p :D
 
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Gut, das war's für heute, das Bett ruft. Mehr von meinem eigenen "seaplane instruction flight" und meinem Katana-Flug auf dem Boeing-Field demnächst. Und als Leckerbissen für alle Heli-Fans: meine ersten erfolgreichen Versuche mit einem Helicopter!
Enjoy!
Yos.
 
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TT198 schrieb:
Hättest du mit der Cessna doch mal beim Bill vorbeigeschaut... :p :D
Bill ist ein alter Kumpel von mir. Der in der Mitte mit dem blauen Hemd bin ich (o.k., ich habe nicht mit ihm geredet, aber das Foto ist echt...).
 
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So, nun komme ich endlich zum zweiten Teil meines Berichtes, dem instruction flight:
Ich wollte zwar diesmal unbedingt einen Flug mit einem Seaplane erleben, über eine Einweisung hatte ich allerdings nicht ernsthaft nachgedacht. Warum eigentlich nicht???? Nach dem Rundflug war klar: selbst Wasserfliegen mußte sein! Das Wetter war fantastisch dafür und als Deutscher hat man diese Möglichkeit ja nicht wirklich. Wir haben zwar auch in Berlin eine 206 auf Floats, aber selbst fliegen ist nicht drin, glaube ich. Und die Preise...:mad:
Also buchte ich am Tag des Rundfluges für den nächsten Tag einen instruction flight. Ich glaube, ich mußte so $ 160 für eine Stunde hinlegen. Bei dem Dollarkurs echt ein Schnäppchen.
 
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Als ich dann am Lake Union ankam, nahmen wir erst mal ein bißchen die Theorie des Wasserfliegens unter die Lupe. Danach ging es zum pre flight check an die Maschine. Übrigens nicht die 206 auf dem ersten Foto, sondern eine 172er oder 182er, von der ich leider keine Fotos habe.
Was mir generell in den Staaten aufgefallen ist: trotz der scheinbar lockeren Regeln nehmen die Piloten und Firmen die Vorbereitung und Wartung sehr ernst. Wir haben bestimmt eine dreiviertel Stunde damit verbracht, die Maschine zu checken und die Floats auszupumpen. Gar nicht so einfach, denn die Maschine stand auf einer abgesenkten Rampe und hing hinten im Wasser. Die Rampe ist auf der Unterseite mit Kunststoffkanistern bestückt, die zum Anheben mit Druckluft gefüllt werden -> genial einfach.
Dann folgte die übliche Einweisung auf das Flugzeugmuster. Da ich vorher noch nie selbst Cessna und noch nie mit Steuerhorn geflogen bin (kaum zu glauben...), war das natürlich nicht unwichtig ;) Die Steuerung der Maschine beim Taxiing erfolgt über mit dem Seitenruder gekoppelte Ruder an den Enden der Floats. Diese Koppelung ist einer der speziellen Punkte auf der Checkliste, mehr dazu später. Bremsen gibt es auf dem Wasser natürlich nicht!
 
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Nun ging es los! Erst einmal die Maschine richtig ins Wasser bringen und umdrehen. Dazu sind an den Flächen kurze Halteseile befestigt. Ein bißchen Vorsicht ist angebracht, man will ja nicht dem führerlosen Flugzeug hinterherschwimmen... Dann rein in die Kiste, alles einstellen (ich sage nur: Cessna-Sitze vor dem Start richtig justieren :D ) die Checks ausführen und Triebwerk starten. Nun tuckerten wir los. Beim Taxiing wird das Horn immer voll durchgezogen und man macht alles ganz sachte, besonders in der Nähe von Hindernissen.
 
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Nicht vergessen sollte man nun die Wasserruder. Sie werden über ein Seil aktiviert, das in der Mitte zwischen den Sitzen waagerecht am Boden verläuft. Man hakt es aus und läßt es nach vorn gleiten, zum Hochnehmen der Ruder zieht es man nach hinten und hakt es ein (vielleicht war es auch umgekehrt...)
Wir "schwammen" erst mal über den ganzen See, um richtig in den kaum spürbaren Wind zu kommen. Die Leute auf den Booten sind die Flieger gewohnt und weichen normalerweise aus. Als Seeflieger ist man hier trotzdem immer noch der absolute Held und alles winkt und fotografiert. Da ich auf dem Pilotensitz saß, bekam ich alles ab. :TOP:
Am Ende des Sees drehten wir, machten den Startlauf und los ging es. Den ersten Takeoff führte der Pilot durch, ich hing mit an den Controls. Es ging fix nach oben, ich übernahm und wir flogen zu einer ruhigeren Ecke, um meine "Platzrunden" abzuspulen.
 
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Interessant noch meine Frage und die Antwort nach der Flughöhe: "Du kannst 100ft fliegen oder 1500ft, Hauptsache Du fliegst nirgendwo gegen" Wie? Was? :FFEEK: So etwas macht auch mal Spaß!

Jetzt wird es mau mit Bildern, denn ich flog ja jetzt.
Als wir den Seitenarm erreichten, machten wir erst einmal zwei Überflüge, um uns alles anzuschauen. Eine der wichtigeren Sachen ist das Einschätzen der Windrichtung, da es irgendwie keine Windsäcke gibt, da mal ja eigentlich überall landen darf, nur nicht auf Booten. :D Also schaut man am Ufer auf das Wasser und wie es sich kräuselt. Geht ganz gut. Weiterhin sucht man den geplanten Strip nach Baumstämmen, Bojen u.ä. ab. Wer braucht schon plötzlich drei Floats?
Nun ging es zur Sache, "Pattern" fliegen, noch einmal nach Booten Ausschau halten, Settings prüfen (war etwas ungewohnt wegen meiner Unerfahrenheit mit Cessnas - besonders die Flaps als Handbremse ;)) und in den Endanflug gehen. Einen Zielpunkt zum Prüfen des richtigen Anfluges zu finden, ist auf dem Wasser erwartungsgemäß etwas schwierig. Da wir relativ nahe am Ufer flogen, konnte man sich aber ein ganz gutes Bild vom Anflug machen. Die Settings halfen mir gar nichts dabei, das geht ja nur, wenn man das Flugzeugmuster kennt.
 
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Jetzt zum schwierigsten Teil der Landung, dem Abfangen. Die Höhe auf dem ziemlich ruhigen Wasser einzuschätzen, war sehr schwer und es war meine erste Cessna-Landung überhaupt. Der Instructor hatte seine Hände nicht am Horn, passte aber natürlich genau auf. In dem Moment, als ich abfing, zuckten seine Hände nach vorn. War wohl also der richtige Moment.
Horn ganz langsam durchgezogen und die Stall Warning fing an zu tröten. Sehr gut! Das Aufsetzen hatte ich irgendwie härter erwartet, war aber relativ sanft. Eben Wasser... Nun sofort die Wasserruder runter, das Seitenruder allein reicht nicht zum Steuern. Wahrscheinlich auch wegen der langen Floats (die man übrigens im Flug kaum spürt).
Nun schipper schipper zum Startpunkt zurück, dabei bleibt das Horn hinten. Ist voll lustig, so ein Flugboot!
 
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Jetzt mein erster Takeoff. Startkontrolle (Wasserruder hoch!), Check nach Booten und ab. Wie immer ist das Höhenruder oben. Das ist wichtig, um den richtigen Schwerpunkt einzuhalten. Ich musste etwas mehr Seitenruder geben, als bei meinen Schulflugzeugen Katana DA20 und Grob 115.
Es war nicht sehr holperig auf dem Wasser, eigentlich ganz normal. Man läßt nun das Höhenruder ein wenig nach. Nach einer Weile kommen die Floats vorn aus dem Wasser. Zieht man jetzt schon das Steuerhorn langsam durch, weil man denkt, man hebt ab, gehts schief! Geht man wirklich airborne, kommt die Nase richtig hoch (total unerwartet, oder?). In diesem Moment drückt man ein bißchen nach und nimmt weiter Fahrt auf, löst sich aber schon aus dem Wasser. Von da an geht alles wie gewohnt.

Ich habe dann noch 5 weitere Starts und Landungen geübt, die immer besser wurden und super viel Spaß gemacht haben. Eigentlich kann man sagen, dass es leichter war, als ich dachte. Voraussetzung: man setzt die Anweisungen des Instructors richtig um (so wie es sich eben gehört).
 
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