Sergei Pawlowitsch Koroljow ( 1907-1966 )

Diskutiere Sergei Pawlowitsch Koroljow ( 1907-1966 ) im Raumfahrt Forum im Bereich Luftfahrzeuge; "Die Genialität einer Konstruktion liegt in ihrer Einfachheit – Kompliziert bauen kann jeder." Sergej P. Koroljow Heute ist der 50. Todestag...

Moderatoren: mcnoch
  1. #1 Fly-by-Wire, 14.01.2016
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    "Die Genialität einer Konstruktion liegt in ihrer Einfachheit – Kompliziert bauen kann jeder." Sergej P. Koroljow

    Heute ist der 50. Todestag des sowjetischen Raumfahrt-Genies Sergej Koroljow. Als hervorragender Konstrukteur war er maßgeblich am schnellen Erfolg des sowjetischen Raumfahrtprogramms beteiligt, mit dem Flug von "Sputnik" hatte er den Westen geschockt. Mit seinem Tod im Jahr 1966 ging auch das Mondprogramm der Sowjets unter. Sein robustes Soyus-Raumschiff fliegt aber noch heute.
     
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  3. #2 Monitor, 14.01.2016
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  4. #3 MiGhty29, 14.01.2016
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    Danke...gemerkt!
    Noch nicht gesehen!

    Gruss Uwe
     
  5. #4 Monitor, 14.01.2016
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  6. #5 MiGhty29, 14.01.2016
    Zuletzt bearbeitet: 14.01.2016
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    Danke ! :TOP:
    Das wird mein nächstes "Weltraumabenteuer"!

    Gruss nach Potsdam!
    Uwe

    Nachtag:'Du musst erst andere Mitglieder bewerten,bevor Du Monitor einen grünen Punkt für einen äusserst wertvollen Beitrag geben kannst'... ;o> )
    ...oder so ähnlich... :TD:
     
  7. #6 Monitor, 15.01.2016
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    In dem Film wird auch gut dargestellt, wie Koroljow die Abkehr von dem normalen Konstruktionsschema einer Rakete (also 1. Stufe, 2. Stufe, ...) durchgesetzt hat. Mit dem neuen Schema der 4 Seitenstufen hatte er mehrere Probleme gleichzeitig in den Griff gekriegt:
    - es waren nur relativ kleine Triebwerke notwendig, was den Konstruktionsaufwand niedrig gehalten hat. Allerdings war nun eine höhere Anzahl dieser Triebwerke notwendig.
    - er umging mit diesem Schema auch die Probleme einer unzuverlässigen Zündung der zweiten Stufe. Erste Stufe (also die die 4 Seitenbooster) und zweite Stufe (der zentrale Raketenkörper) wurden gleichzeitig am Boden gezündet. Hier hatte man die Zündung wesentlich besser unter Kontrolle, als wenn dies in der Aufstiegsphase hätte durchgeführt werden müssen.

    Bei Sputnik-1 wurden also alle Triebwerke am Boden gezündet. Bei Wostok-1 (Gagarin) war dann eine Dritt-Stufe notwendig, die in der Aufstiegsphase gezündet werden musste.

    Also insgesamt ein Schema, dass sich über 50 Jahre bewährt hat.
     
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  8. #7 Franz-Klaus, 15.01.2016
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    Da habe ich letztens zufällig wieder mal reingeschaut.

    Gruß F.-K.
     

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  9. #8 Airtoair, 15.01.2016
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    S.P. Koroljow war mit Sicherheit eine der wichtigsten Personen in der Geschichte der Raumfahrt. Er hat nicht nur die sowjetische Raumfahrt entscheidend geprägt. Es waren auch die unter seiner Verantwortung erzielten frühen Erfolge, die die Amerikaner zum Mondlandeprogramm bewogen.
    Er ist viel zu früh gestorben und er hätte sicher noch den einen oder anderen Erfolg feiern können. Trotzdem denke ich, dass das sowjetische Mondprogramm auch unter seiner Leitung nicht vor den Amerikanern einen Menschen auf den Mond und wieder heil zurück hätte bringen können. Dafür wurde durch die Politik zu sehr gezögert und falsche Entscheide getroffen (z.B. verspäteter Einstieg ins Rennen zum Mond, Verzettelung der Mittel durch konkurrierende Programme, usw.).

    Vom erwähnten Film hatte ich zwar auch schon gehört, habe ihn aber noch nie gesehen. Ich habe ihn mir gleich bestellt und bin gespannt.
     
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    Hallo

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  11. #9 Monitor, 15.01.2016
    Monitor

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    Das ist richtig. Mitte der 60iger ist den Russen die Puste ausgegangen. Da hat auch nicht das Wirtschaftspotential und Wissenschaftspotential dahinter gesteckt. Um so erstaunlicher die Leistung der Amerikaner. Innerhalb von nur 8(!) Jahren haben sie Saturn und Apollo auf die Beine gestellt.
    Die Russen haben aber doch noch die Kurve gut gekriegt, als sie sich auf den erdnahen Orbit konzentriert haben. Sie wurden führend bei Langzeitflügen, diese Erfahrungen sind sicher auch heute noch von unschätzbarem Wert.
     
  12. #10 Airtoair, 15.01.2016
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    Es war vor allem der zweite Punkt, also die Probleme der Zündung der Zweitstufe bei Schwerelosigkeit, die zum bekannten Design der R-7 Reihe mit Zentralstufe und vier Seitenboostern führten. Für den Start der Luna-Sonden wurde dann erstmals eine Oberstufe benötigt. Bis dahin hatte man die Probleme lösen können.

    Der erste Punkt stimmt so nicht und hatte einen anderen Grund: Auch wenn Zentralstufe plus Booster insgesamt 20 Hauptbrennkammern und 12 Steuerdüsen enthielten, waren es technisch doch nur 5 Triebwerke. Damals hatte man noch Probleme, in einer einzelnen Brennkammer, mit der für die erforderliche Leistung notwendigen Grösse, eine stabile und gleichmässige Verbrennung zu erzielen. Also wurde ein Triebwerk mit einer einzelnen Turbopumpe und vier kleineren Hauptbrennkammern plus 2 (RD-107) bzw. 4 (RD-108) Steuerdüsen konstruiert.

    Mehrere kleine, schwächere Triebwerke anstelle von wenigen grossen, starken Triebwerken bringen übrigens gravierende Nachteile mit sich, vor allem bei der Steuerung und Kontrolle der Triebwerke im gesamten. Die später gebaute N-1 mit 30 Triebwerken in der Erststufe ist da ein anschauliches Beispiel.
     
Moderatoren: mcnoch
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Sergei Pawlowitsch Koroljow ( 1907-1966 )