Sind hier Militärpiloten anwesend?

Diskutiere Sind hier Militärpiloten anwesend? im Navigation, Flugfunk u. Verfahren Forum im Bereich Grundlagen, Navigation u. Technik; Ich würd mich freuen wenn hier jemand anwesend ist der sich bei mir via PN melden würde, ich hätte da einige Fragen zum Funkverkehr bzw. einigen...

Cupra

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Ich würd mich freuen wenn hier jemand anwesend ist der sich bei mir via PN melden würde, ich hätte da einige Fragen zum Funkverkehr bzw. einigen Ordnungen, Abläufen etc., die ich aber nedd hier so gross breit treten will...
 
Thone

Thone

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Ich sach ma so:

Stell Deine Fragen ruhig hier, was öffentlich nicht besprochen werden kann, wird Dir wohl auch niemand per PN erklären (hoffe ich).

Thomas
 

Cupra

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Auch gut :) Also, wie läuft das in der Realität. Man hat ja UHF und VH als Option. Sagen wir mal je 20 Kanäle. Wird nen Einsatz mit 20 Maschinen geflogen entsteh da ja schnell mal nen Chaos. Wie wird das also vom Triebwerksstart (wer koordiniert das) bis Einsatz Ende gemacht. UHF is ja meist der stärkere Sender, als nehm ich an, VHF is mehr die "interne Kommunikation".

Wenn man jetzt im 1. Flug 4 Maschinen hat, so hat man da ja eine Frequenz wo alle 4 miteinander reden können. Also der Lead mit all den Flügelmännern. Und eine für Tower etc. Welche (Status)infos werden dann aber wann von wem an wen weitergegeben. Was gibt die Nr 4 an die 3 weiter bzw an die 1? Wer regelt das losrollen (Lead, Tower, etc.). Wie wird das mit sagen wir mal 4 oder 5 Flügen zu je 4 Flugzeugen geregelt? Das bräuchte dann ja mal locker 20 Frequenzen wenn man noch jeweils immer die Leads und den Wingmen reden lassen will. Also wer gibt wann was durch und wer weiss vom anderen Flug was sie grad machen? Nur die Lead's? Alle?

Und der Chef der Operation, wird ja vermutlich nedd mitfliegen, sprich der wird am Boden bleiben, wie kommuniziert der, und mit wem?

Ich weiss, nen Haufen Fragen, vielleicht kann da mal wer bissle Licht rein bringen. Ideal wäre natürlich vom Einstieg isn COckpit bis zum Aussteigen, wer wem was wann in etwa durch gibt. :D
 

Talon4Henk

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Also auf ATC (Ground, Tower, Bremen/Munich/Langen Radar etc.) sind alle Luftfahrzeuge einer Formation.
Normalerweise ist die Formation zusätzlich auf einem Inhouse Kanal für interne Funksprüche.

Bei einer taktischen Mission spricht man nicht mit ATC also sind alle z.B. auf der AWACS Frequenz und zusätzlich mit dem anderen Radio auf der Inhouse Frequenz.

Freigaben werden immer von der taktischen Nummer 1 eingeholt und zurückgelesen, solangen die Formation als ein Element gesehen wird (innerhalb einer Meile und 100 Fuß vertikal). Ansonsten eben vom jeweiligen taktischen Führer des Elementes oder eben jedem einzelnen Luftfahrzeug. Diese sind dann aber trotzdem auf der dafür zugewiesenen ATC Frequenz.
 
Schorsch

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Sind die AWACS- und inhouse-Frequenzen eigentlich verschlüsselt?
Weil NATO-Sprech wäre ja etwas leicht durch jeden mitzuhören.
Handzeichen sind ja in Zeiten der weiten Gefechtsformation etwas außer Mode.
 
FastEagle107

FastEagle107

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Das Thema scheint dich ja nicht loszulassen.

Alle Flugzeuge einer Formation sind (fast) immer auf der gleichen Frequenz. D.h. wenn der Lead eine Anweisung von wem auch immer (Tower, GCI, AWACS, Radar etc.) bekommt, dann hören das alle anderen auch mit. Der Lead hat die Aufgabe für seine gesamte Formation alle Freigaben etc einzuholen, so dass nicht jeder quatschen muss. Dann hat jede Formation auch noch, wie Henk schon beschrieben hat, auch ein Funkgerät mit dem man untereinander reden kann. Auf dieser "inhouse" oder "inflight" Frequenz werden dann Sachen geklärt, die nicht für andere Flugzeuge (außerhalb der Formation) oder Bodenstellen interessant sind.

Zu deinem Beispiel: Bei 20 Flugzeugen, bestehend aus 5 Formationen zu je 4 Flugzeugen benötigt man 5 Frequenzen für die inflight Kommunikation (pro Schwarm eine Frequenz). Die jeweilige Flugphase bestimmt auf welcher anderen Frequenz (mit dem anderen Funkgerät) sich die gesamte Formation noch befindet, z.B. auf Tower Frequenz kurz vorm T/O. Da alle immer auf der gleichen Frequenz mithören muss auch nichts "weitergeben" werden. Es wird halt davon ausgegangen, dass alle gut zuhören. Wichtig ist nur zu wissen, dass tatsächlich alle Piloten auf der richtigen Frequenz sind. Um das zu prüfen wird in der Regel ein "check in" auf der jeweiligen Frequenz durchgeführt, denn alle beantworten müssen.

Bei größeren Übungen kann es schon mal sein, dass ca. 100 Flugzeuge auf der selben AWACS Frequenz sind und alle das gleiche mithören.
 
Intrepid

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Bei größeren Übungen kann es schon mal sein, dass ca. 100 Flugzeuge auf der selben AWACS Frequenz sind und alle das gleiche mithören.
Der sogenannte "Party-Effekt". Dann wissen auch alle, was los ist im Luftraum.

Lustig fand ich so Sachen wie in den 1990er-Jahren, als Kampfflugzeugpiloten (oder WSOs oder wie die heißen, die hinten sitzen) als Funker-Beistand in den Transportflugzeugen mitgeflogen sind, weil deren Besatzungen bis dahin keinen oder kaum Kontakt mit den AWACS gehabt hatten und das ganze Getue auf den taktischen Frequenzen nicht einordnen konnten. Mittlerweile dürfte sich das Handlungswissensgefälle in Punkto Funk ausgeglichen haben.
 
Flashbird

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Warum falsch? Ich habe doch geschrieben " es gibt..."! Nach Afghanistan wurde auch gar nicht gefragt.
Und Have Quick wird sehr wohl noch genutzt, brauchste nur mal hier ein wenig durchzuforsten.
 

Talon4Henk

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Du hast auf die Frage ob AWACS Frequenzen verschlüsselt sind mit Nein geantwortet und das ist falsch.
Je nachdem für welchen Zweck AWACS mit wem redet ist es entweder offen, mit HQ II oder eben verschlüsselt.

Und in den heutigen Einsätzen wird HQ II praktisch nicht mehr genutzt.
 

Cupra

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Das Thema scheint dich ja nicht loszulassen.
Demist so. Wir haben online einige kleinere Probleme seit wir auf das interne System umgestell thaben (Nur noch UHF und VHF Kanäle, davon je 20 Stück). Die Koordination von den verschiedenen Elementen bereitet da Probleme. Da niemand genau weiss welche Infos an wen auf Welcher Ebene durchgegeben werden sollen (müssen).

Beispeilsweise interessiert es meiner Meinung nach den Lead von nem Strike in keinster Weise ob die Nr3 des Geleitschutzes sein Fahrwerk drin hat oder wie viel Sprit er noch hat... Und gleichzeitig will man sich halt auch nedd blockieren. Weil es kann eben nur einer reden, nedd 5 gleichzeitig... Dahr wäre es halt fein zu wissen wie das real so gemanaged wird.
 

koehlerbv

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Hä? Sind wir hier im falschen Film? Wird das eine Parodie?
 
Intrepid

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Beispeilsweise interessiert es meiner Meinung nach den Lead von nem Strike in keinster Weise ob die Nr3 des Geleitschutzes sein Fahrwerk drin hat oder wie viel Sprit er noch hat...
Computerspiele oder worum geht es hier?
 
milhouse-bart

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Die Koordination von den verschiedenen Elementen bereitet da Probleme. Da niemand genau weiss welche Infos an wen auf Welcher Ebene durchgegeben werden sollen (müssen).

Beispeilsweise interessiert es meiner Meinung nach den Lead von nem Strike in keinster Weise ob die Nr3 des Geleitschutzes sein Fahrwerk drin hat oder wie viel Sprit er noch hat... Und gleichzeitig will man sich halt auch nedd blockieren. Weil es kann eben nur einer reden, nedd 5 gleichzeitig... Dahr wäre es halt fein zu wissen wie das real so gemanaged wird.
Das sind in etwa auch die Probleme, die bei einer echten Übung mit mehreren Flugzeugen auftreten.


Trotzdem kann man sich auch bei einem Spiel weitestgehend an der Realität orientieren.
Falls zwei mal 20 Kanäle zur Verfügung stehen:

Die ersten 20 Kanäle bekommen die Flights für Inhousegelaber. Da sollte allerdings nicht viel geschnattere drauf sein. Fahrwerk und dergleichen sollte klar sein und muss nicht über Funk erfolgen. Kann man alles vorher festlegen. Sprit könnte man z.B. auf der Frequenz machen.

Die zweiten 20 Kanäle dann aufteilen in Ground, Tower, ATC, Tanker und die eigentliche Arbeitsfrequenz (also quasi AWACS). Da sollsten dann noch locker 10 bis 15 Kanäle übrig sein.

Wann Triebwerke angeschmissen werden, wann man losrollt, wann man tanken, wann der ganze Zug die Front überfliegt etc wird alles vorher zeitlich festgelegt. Da ist eigentlich kein Funkverkehr erforderlich.
 
pok

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Demist so. Wir haben online einige kleinere Probleme seit wir auf das interne System umgestell thaben (Nur noch UHF und VHF Kanäle, davon je 20 Stück). Die Koordination von den verschiedenen Elementen bereitet da Probleme. Da niemand genau weiss welche Infos an wen auf Welcher Ebene durchgegeben werden sollen (müssen)....
Was fuer ein Spiel oder Simulation ist es denn ?
 

Cupra

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Falcon 4.0 mit dem neuen BMS 4.32 Mod. Aktuell schauts bei usn so aus. Wir sind bis zu 16 Leute. Sobald man im Cockpit sitzt hat man erst mal gar keinen Funk, danach nur UHF als Backup Funkgerät und erst wenn die Maschine rennt jweils 20 voreingestellte UHF und VHF Frequenzen. Soweit ja noch einfach. Derzeit is es so, dass wir pro Flight mit bis zu 4 Leuten drin mal mehr oder weniger 3 Kanäle belegt haben. Sagen wir wir haben 3 Flights mit je 4 Maschinen. Lobo, Sting, Falcon.

Falcon hat zum untereinander reden mal VHF 1. Da hört jeder jeden. Als Backup, fall sman sich rottenweise aufteilt noch VHF 2, damit die Nr 3 und 4. miteinander reden können ohne die anderen zu stören. Als UHF is mal 1 eingestellt wo auch Lobo, Sting drauf sind. Da quatschen aber im grunde nur die Leads. Also Flugintern wird auf VHF gebrabbelt, Flugübergreifend auf UHF 1. Soweit mal richtig?

Wenn jetzt aber der Chef vom Lobo was vom Sting will wie dann? Auf der UHF 1 würd er ja auch dem Falcon rein reden, also wechselt der Lobo in den VHF vom Sting.. oder gäbe es da dann nen eigenen UHF Kanal wieder? Bzw. wird dann halt manuell ne vorher abgemachte Frequenz eingestellt. Also brauchts dafür dann ja verschienene UHF Ebenen..

Gleichzeitig habenwir bei unseren Einsaätzen meist auch einen MC (Mission Commander) Der war bishe rmeist Lead in irgend nem Flug. Allerdings is das ja absolut suboptimal, denn wer welber um seine Haut fürchtet is wohl kaum noch in der Lage andere Flüge zu koordinieren. Also wird der in Zukunft wohl gemütlich in nem AWACS hocken und über UHF oder VHF Guard kommunizieren. Weil irgendwen der das alles steuert braucht es. Der Computer bekommt das so nicht auf die Reihe.

Ihr seht, allein mit dem Kapitel Kommunikation und FUnkdisziplin kann man wochen an Trainingszeit verblasen.. und wenn man nedd wirklich Ahnung hat wie das real so abläuft wirds noch komplizierter.
 
Intrepid

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.. und wenn man nedd wirklich Ahnung hat wie das real so abläuft wirds noch komplizierter.
Ich vermute, Ihr wärt enttäuscht, wenn Ihr erfahren würdet, wie es real abläuft.
 

Talon4Henk

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Europa/Amerika
Also:

Die Crews gehen zur festgelegten Zeit aus der Staffel zu den Luftfahrzeugen, lassen diese dann an. Bis dahin ist normalerweise kein Radiocall notwendig.

Zur festgelegten Zeit (normalerweise Taxizeit - 5 Minuten) gibt es den Check-In auf der Tower oder Ground Frequenz. Dieser wird wie alle Check-Ins vom Lead initiiert. Auf diesen antworten alle mit ihrer taktischen Nummer, falls es irgendwelche Verzögerungen gibt mit der Dauer.

Beispiel:
Lead: "LOBO check"
LOBO2: "2"
LOBO3: "3, needs five minutes"
LOBO4: "4"​

Zur Taxi Zeit macht der Lead den Taxi Call, also "Sheppard Tower, LOBO flight of 4 request Taxi (falls es an dem Platz ATIS gibt mit dem ATIS Identifier)
Die Rollfreigabe wird gegeben und vom Lead zurückgelesen.

Irgendwann zu dieser Zeit findet nebenbei der Check-In auf der Inhouse Frequenz statt.

Nach demselben Muster findet auch die Kommunikation zwecks der Startfreigabe und danach mit Radar für die Departure, falls diese nicht nach Sichtflugregeln geflogen wird.

Bei AWACS wird sich dann später auch angemeldet. Aber generel läuft alles gleich. Alle calls zwischen verschiedenen Flights laufen auf der gemeinsamen Frequenz, man wechselt nicht auf die Inhouse einer anderen Flight, meist ist diese nichteinmal bekannt.

Insgesamt wird recht wenig gesprochen.

Fuel Checks sind auch recht einfach: (auf Inhouse)

"LOBO fuel Check, Lead 4.8"
"2, same"
"3, 5.0"
"4, 4.6"​

Wenn aus irgendeinem Grunde ein Schwarm in die zwei Rotten aufgeteilt wird bleiben diese normalerweise trotzdem auf derselben Inhouse Frequenz, denn der Schwarmführer (nicht der Lead) trägt immer noch für alle Flugzeuge die Verantwortung.

Der Mission Commander sitzt nicht bei AWACS, sondern ist einer der Flight-Leads der teilnehmenden Flights.
 
Thema:

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