Somalia

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    Hallo,

    Stand heute in den Nürnberger Nachrichten

    US-Marine feuert Rakete auf Nord-Somalia


    Washington (dpa) - Ein US-Kriegsschiff hat nach einem Bericht des US-Fernsehsenders CNN den Norden Somalias mit einer Rakete beschossen. Ziel sei möglicherweise ein mutmaßliches Mitglieder der Terrororganisation El Kaida gewesen, das in einem Konvoi unterwegs gewesen sei, meldete der Sender am Freitagabend (Ortszeit).

    Der Angriff stehe im Zusammenhang mit den Bombenanschlägen auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania 1998, bei denen 240 Menschen getötet worden waren, hieß es unter Berufung auf US-Militärquellen weiter. Nähere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt.

    Bereits Ende Januar hatte die US-Luftwaffe mehrmals Angriffe gegen Verstecke mutmaßlicher Terroristen in Somalia geflogen. Dadurch kamen mindestens sechs Menschen ums Leben. Die Attacken hatten ebenfalls El Kaida gegolten, hieß es damals.

    02.06.2007 09:53 MEZ
     
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    Somalische Piraten geben Jacht-Geiseln frei


    Paris (dpa) - Erleichterung in Frankreich: Das von somalischen Piraten gekaperte französische Kreuzfahrtschiff «Le Ponant» und seine Besatzung sind gerettet. Eine Woche nach ihrem Angriff auf den Dreimaster gaben die Seeräuber am Freitag die 30 Geiseln und das Luxusboot frei.

    Kurz darauf nahm das französische Militär nach einer Verfolgung mit einem Hubschrauber sechs der insgesamt zwölf Piraten fest, die übrigen konnten entkommen. Die vermutete Zahlung von Lösegeld wurde nicht bestätigt. Die französischen Soldaten hätten jedoch bei der Festnahme mehrere «interessante Säcke» entdeckt, sagte Generalstabschef Jean-Louis Georgelin.

    Der 88 Meter lange Dreimaster war am 4. April ohne Passagiere an Bord vor dem Horn von Afrika überfallen und zu einem Piratenhafen in der autonomen somalischen Region Puntland entführt worden. An Bord befanden sich 22 Franzosen, sechs Philippiner, ein Kameruner und eine Ukrainerin.

    Die Besatzung sei inzwischen an Bord des Hubschrauberträgers «Jeanne d'Arc», sagte Georgelin. Bis zu diesem Sonntag soll die Crew auf die französische Militärbasis im nordostafrikanischen Dschibuti gebracht und von dort nach Paris geflogen werden. An diesem Dienstag soll die «Ponant» in Dschibuti eintreffen.

    Frankreich hatte seine Kriegsmarine und Eingreiftruppen in Marsch gesetzt, aber eine Verhandlungslösung angestrebt. Die Verhandlungen hätten per Funk zwischen der Reederei CMA-CGM und den Piraten stattgefunden, sagte der Vertreter der französischen Armee im Élysée, Edouard Guillaud. Für das Militär habe es mehrere «rote Linien» gegeben. «Wäre eine der Geiseln misshandelt worden und von Bord der "Ponant" gebracht worden, hätten wir sofort eingegriffen.»

    Bei den gefassten Piraten handelt es sich nach Angaben von Georgelin um ehemalige somalische Fischer. Sie sollten jetzt der französischen Justiz übergeben werden. Die Küste vor Somalia und der Golf von Aden zwischen der arabischen Halbinsel und dem Horn von Afrika sind berüchtigt für Piratenüberfälle. In Somalia herrscht seit fast zwei Jahrzehnten ein Bürgerkrieg, eine funktionierende Zentralregierung gibt es nicht. Seeräuber-Banden machen sich den rechtsfreien Raum zunutze.

    Präsident Nicolas Sarkozy wolle international gegen die Piraterie mobil machen, sagte sein diplomatischer Berater Jean-David Levitte. Frankreich werde dem UN-Sicherheitsrat in den nächsten Tagen ein Maßnahmenpaket vorlegen. Dazu zählten «freiwillige Patrouillen» in bedrohten Gebieten durch Schiffe von Staaten mit den entsprechenden Kapazitäten, wie etwa Frankreich.

    Im Jahr 2007 waren offiziell 263 Piratenangriffe registriert worden. Dazu kommt eine Dunkelziffer, da auch heimlich Lösegeld gezahlt wird. Nur selten machen die Überfälle Schlagzeilen wie im Falle der französischen Luxusjacht. So befindet sich seit dem 1. April ein jemenitischer Kutter samt Besatzung in der Gewalt der somalischen Piraten, ohne dass dies Aufsehen erregt.

    Die oft mit Panzerfäusten und automatischen Waffen ausgerüsteten Seeräuber greifen meist mit schnellen offenen Booten an. Seit die Seewege möglichst weit von der gefährlichen Küste weg gelegt wurden, werden auch Fischkutter als unverdächtige Mutterschiffe eingesetzt, von denen auf hoher See die kleinen Motorboote ausgesetzt werden.

    11.04.2008 19:35 MEZ


    Wie es scheint wurde auch zum ersten mal der Tiger eingesetzt.
     
  4. #3 Schorsch, 12.04.2008
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    Piraterie ist im Übrigen ein erhebliches Problem speziell auf den Transasia Routen. Dabei ist diese Art der Kriminalität auch von besonderer Brutalität geprägt, sprich der Abzug (des meist automatischen) des Gewehrs sitzt locker. Ganze Schiffe zu entführen ist dabei eigentlich selten das Ziel, im Falle eine Handelsschiffes wäre es auch schwierig den Praktiker-Markt wegen 10 Container Dreifachsteckdosen zu erpressen.

    Mich wundert an der Geschichte: War es ein Zufallstreffer oder haben die Piraten Vorabinformationen gehabt. In einem größeren Seegebiet ein mit 15 bis 20kts fahrendes Schiff "einfach so" zu finden halte ich für schwierig bis unmöglich.

    Schade, dass es kein amerikanisches Schiff war, sonst wäre die Story bestimmt demnächst verfilmt worden (und der Heimathafen des Kaperers vermutlich eingeäschert worden).
     
  5. GFF

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    Na wer weiß vielleicht verfilmen die Franzosen das ganze...., muß recht spektakulär gewesen sein.

    Im Radio hatten sie gebracht das viele Piraten Tipps von den Rederein bekommen, bzw. dort Leute drinsitzen haben.
     
  6. #5 Bleiente, 12.04.2008
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    Glaubst Du auch an den Osterhasen ? :D

    Nein, das Ding war vorbereitet gewesen. ;)
     
  7. GFF

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    Es spielt keine Rolle ob abgesprochen oder nicht, das ganze ist ein lukratives Geschäft und es wird zunehmem... und die Reederein zahlen. Das Wissen die Piraten. Mittlerweile sind noch nicht mal Kreuzfahrtschiffe vor ihnen sicher.
    Es ist ja auch die Rede davon das man Schiffs-Marschals mitschicken will.
    (Da eröffnet sich doch galtt ein neues Betätigungsfeld für SALS und Kampfschwimmer. :FFTeufel: )
     
  8. Bowser

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    Es kommt nicht oft vor aber immer öfters. Zwar sind es keine Supertanker oder moderne Containerschiffe die Verschwinden aber es sind schon einige große Frachter verchwunden oder werden unter anderen Namen rund um Afrika eingesetzt. Meist fehlt dann auch von der Besatzung jede Spur.
     
  9. Schiff

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    vor Somalia werden "Mutterschiffe" d.h. ehemalige Fischdampfer o.Ä. eingesetzt,von denen mehrere Speedboote starten.oft wird versucht als Notfall Hilfe zu erbetteln um Schiffe zum näherkommen und langsamfahren zu bewegen.(Maschinenausfall,Wassermangel etc.)
    Das passiert durchaus bis 200 Km von der Küste entfernt.
    Wenn die Crew aufpasst und die Piraten merken,dass sie entdeckt wurden,
    ist der Angriff in der Regel erfolglos.Standart ist der Einsatz von Feuerlöschschläuchen, erhöhte Geschwindigkeit und aprupte Kursänderungen.
     
  10. #9 Schorsch, 13.04.2008
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    Hmm, was kann man sonst machen? Moderne Schiffe fahren in der Regel über 20 Knoten, das sollte reichen, wobei die Beschleunigung vermutlich eher mager ist.

    Insgesamt kann man gegen kleine Gruppen, die aus unübersichtlichen Ufergebieten mit kleinen Booten operieren nur schwer vorgehen. Indonesien und Malaysia bemühen sich ja anscheinend.
    Aber die Sache vor Somalia nimmt ja krasse Ausmaße an. Da müsste man eventuell mal eine "konzentrische" Aktion starten und die Piratenbanden aufspüren und "neutralisieren".

    Dabei hab ich mich schon immer gefragt: Sind die Leute am Horn von Afrika wegen des bösen Terrorismus oder eher wegen der Abwesenheit jeglicher Regierungsgewalt? Immerhin ist das einer der wichtigsten Handelswege der Welt (Route Europa-Asien, Nahost-Europa&USA).
     
  11. GFF

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    Neutraliesieren würde nichts helfen, sollange das Grundübel nicht beseitigt ist,
    Armut und Bildung. Denn diese Hydra hat unwarscheinlich viele Köpfe.
    Makabererweise, die Auftraggeber, Strippenzieher oder wie man sie sonst noch nennen mag, die leben nicht in Armut und sind meist hoch gebildet.
    Und was nützt ein militärisches Eingreifen wenn diejenigen die dies könnten, ausgelacht werden wenn die Piraten wieder in den eigenen Hoheitsgewässern sind.
     
  12. #11 beistrich, 13.04.2008
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    ...und deswegen hat die Nato im Rahmen von OEF auch Marineeinheiten stationiert die die Seewege überwachen sollen*

    Für wirkiche "große" Schiffe sind die Piraten kaum ein Problem. Allein schon deswegen weil keiner ohne Hilfe deren Bordwand hinaufkommt...

    Wirklich ein Problem sind sie für Fischer, "hobby"-Seefahrer, kleine, langsame Schiffe und alle die irgendwelche Waren nach Somalia oder in die nähere Umgebung bringen wollen. Darunter auch die UNO bzw. WFP denen schon 2005 ein Schiff geklaut wurde.
    Die Piraten sind auch teilweise äußerst frech und bewegten sich schon öfters in der Nähe von Kriegsschiffen die sich mit Maschinengewehren und Phalanx wehren.

    Fast zur Gänze kann man diese Vorfälle unter Kriminalität abhaken, sowas ensteht einfach bei Armut in einem gesetzlosen Raum. Es keine große "Piratenorganisation" sondern sind meist kleine Truppen, meistens Fischer, die höchstens von Dorfeltersten koordiniert werden.


    Ob die Piraten einen Tip für diese Yacht bekommen würde ich jetzt stark bezweifeln. Es sind keine Spekulationen in Medien darüber zu lesen und ich kann mir schlecht vorstellen das die paar Typen in ihrem kleinen Booten mehrere Stunden, vieleicht auch in Dunkelheit, draußen am Meer warten das endlich das besondere Schiff von dem sie durch was-auch-immer (im Radio wird ja sowas wohl durchgegeben) gehört haben vorbeikommt immer mit der Gefahr entdeckt zu werden...
    Viel eher wars einfach Pech zusammen mit dem teuren Aussehen des Schiffes und einen zu nahem vorbeifahren an der Küste schuld.



    *Darunter auch seit November 2001 deutsche Schiffe und auch sogar Atlantics waren auch mal unten.

    http://www.einsatz.bundeswehr.de/C1256F1D0022A5C2/CurrentBaseLink/W265HJYE901INFODE
     
  13. GFF

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    Für wirkiche "große" Schiffe sind die Piraten kaum ein Problem. Allein schon deswegen weil keiner ohne Hilfe deren Bordwand hinaufkommt...


    In einem Punkt liegst Du falsch. Piraten greifen vermehrt auch Dick Schiffe an.
    Unter anderem auch Kreuzfahrtschiffe, die ja wirklich nicht gerade klein sind.
    Auserdem werden die Reederein Angriffe auf ihre Schiffe nicht an die große Glocke hängen, sie wollen ja weiterhin als zuverlässig gelten.
     
  14. Bowser

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  15. #15 beistrich, 13.04.2008
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    Der Angriff auf die Seaborn Spirit ist 3 Jahre her und wirklich riesig war die auch nicht ;)

    Bei andere Angriffe wie auf den nordkoreanischen Frachter, die Schiffe auf des WFP oder den russischen Tanker (danke Browser für den Link :TOP: ) angerten die Schiffe oder fuhren in den Hafen ein und die Piraten konnten durch Täuschung an Bord.
     
  16. #16 Schorsch, 13.04.2008
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    Natürlich wäre es super, wenn das FF 6 Milliarden satte Mitglieder hätte. Aber den Versuch, in Somalia irgendwas "zu retten" wurde ja vor 15 Jahren aufgegeben. Man kann glaub ich nicht behaupten, man hätte es damals nicht versucht (mussten ja auch ne Menge Leute für ins Gras beißen).

    Armut ist zwar ne Ursache, aber eigentlich ist Piraterie ne Mischung aus Push und Pull Faktoren. "Push" sind natürlich Armut, klar, Vollzeitangestellte würden so etwas nicht machen. Allerdings sind Menschen in vielen Ecken der Erde arm, und trotzdem tritt dort keine derartige Häufung auf.
    Vielmehr sind hier die "Pull" Faktoren interessant: das Fehlen jeglicher anerkannter staatlicher Autorität. Piraterie erfordert ein erhebliches Maß an Organisation und Vorschubfinanzierung, das war damals schon so. Die Nutzung von "Mutterschiffen", erfolgreiche Abwicklung von Lösegeldforderungen und das erstaunlich treffsichere Auftreten zeigt an, dass dahinter quasi-staatliche Strukturen stecken.
    Auch wenn diese gewisse "Ressourcen" haben, und gewiss auch Reserven, können die nicht dauernd neue "Parties" aufstellen. Wie gesagt: das erfolgreiche Kapern eines Schiffes ist nicht das gleiche wie mit 'ner AK-47 durch die Gegen zu laufen und grob in Feindrichtung zu schießen. Für letzteres findet sich immer jemand, notfalls die U16-Truppe (traurig aber wahr).

    Man muss also überlegen, wie man die Infrastruktur dieser "Organisation" zerbrechen kann. Das Machbarste wäre natürlich, konsequent diese Schiffe aufzuspüren und auseinander zu nehmen, am besten natürlich nachdem man die Besatzung ordentlich festgenommen hat. Nun, die Franzosen wissen, dass sie alles mögliche erzählen können. Selbst wenn sie bei der Aktion die Hälfte der Piratentruppe "neutralisiert" hätten, so etwas lässt sich einfach vertuschen.

    Vielleicht sollten sich die Marinen der NATO zusammen tun und wieder ein oder zwei "Hilfskreuzer" auf die Reise schicken, sprich als Handelsschiffe getarnte militärische Schiffe.

    Somalia ist derzeit leider nicht zu retten.

    @Bowser: good link!
     
  17. GFF

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    Hallo Schorsch

    Deine Argumentation lässt nichts zu wünschen übrig und ist so auch zu akzeptieren. Nur habe ich ein Problem damit, das zerschlagen von Strukturen nur was mittelfristiges ist. Auch wenn man es schaffen sollte die Strukturen zu zerschlagen, muß eine Nachhaltigkeit da sein.
    Und daran glaube ich nicht, Du hast es ja beschrieben das Somalia ein gesetzloses Land ist, somit ist keine Nachhaltigkeit gegeben. Du schlägst zwar den einen Kopf ab, aber der nächste ist schon da. Und wenn Du die Küste voller Kriegschiffe zubetonierst, so würde sich das nur Problem verlagern und auch die Strukturen.
    Natürlch könnte man auch sagen, warum veranstalten wir nicht ein Exempel.
    Wir reiben die Piraten samt Hintermänner auf...., schön Punkt für uns. Nur haben wir dann wieder ein Problem mit der Islamischen Welt und deren Sichtweise zu uns.
    Beste Möglichkeit dieses Land nocheinmal zu besetzen, diesmal aber mit einer anderen Taktik. Dann könnte man das Problem Piraterie von Somalia aus in den Griff bekommen. Nur habe ich auch hier die Befürchtung das sich die Hintermänner absetzen und von einem anderen Land das ganze neu aufziehen.

    Gruß

    GFF
     
  18. #18 Schorsch, 13.04.2008
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    Danke, Lob zurück.

    Verbrechensbekämpfung ist niemals nachhaltig. Selbst Deutschland leistet sich nicht den Luxus, bestimmte Formen der organisierten Kriminalität an "ihrer Wurzel" zu packen, just deswegen, weil sie jenseits unserer Landesgrenzen liegen (wir können nicht die Ukraine einnehmen wegen Menschenhandel).

    Organisierte Kriminalität hat immer auch eine erhebliche Spur Rationalität in sich. Was sich nicht lohnt wird in der Regel nicht gemacht (quasi Spieltheorie). Im Falle von Piraterie sind die Einstiegshürden erheblich, der "Hydra einen Kopf abzuschlagen" würde das Problem nicht abschließend lösen, aber es ist erstmal ne Zeit Ruhe.
    Im Endeffekt wird Kriminalität auf so einem Niveau dadurch besiegt, dass man die Erwägung Nutzen/Kosten/Risiko in einen Bereich verschiebt, der einfach keinen Finanzier/Organisator mehr findet.

    Was die Sache mit Somalia angeht: man muss Mittel im Verhältnis zum Ergebnis setzen. Die letzte "Somalia-Aktion" hat etwa 100 tote UN-Soldaten (sehr viele davon übrigens Moslems, nämlich Pakistani) und unzählige (>>1000) tote Somalis hinterlassen. Zwar erzeugt das keinen Peak in der somalischen Sterbestatistik, aber "der Westen" tut sich gut daran, wenn er sich nicht in ein solches Land involviert. Es läuft auf ein moralisches Dilemma heraus: Töten um zu retten mit im Endeffekt mageren Ergebnissen.
    Ein Aktion gegen die Piraten auf See würde deutlich weniger kosten, würde vermutlich im Endeffekt weniger als 100 Leichen hinterlassen und wäre politisch durchaus zu rechtfertigen.
     
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    Hallo

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  20. GFF

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    Hallo Schorsch,

    ich geb Dir bei Deiner Argumentation 100% Recht, es kann aber nicht sein das wir jedes Schiff das sich somalischen Gewassern nähert zu schützen, das bindet uns. Alternativ der Schiffsverkehr muß noch einen größeren Bogen um Somalia machen.
    Und wie du ja auch geschrieben hast das Problem ist nicht so schnell zu lösen.

    Gruß

    GFF
     
    Schorsch gefällt das.
  21. #20 Bleiente, 14.04.2008
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    @GFF und @Schorsch
    Schonmal was von "Q-Ship" gehört.
     
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