Sør Varanger Museum - Grenselantsmuseet, Kirkenes (Norwegen)

Diskutiere Sør Varanger Museum - Grenselantsmuseet, Kirkenes (Norwegen) im Luftfahrt im Museum Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Wer nach meinem Bericht über das Norsk Luftfartsmuseum (siehe: http://www.flugzeugforum.de/norsk-luftfartsmuseum-bodo-norwegen-71750.html) gemeint...

Moderatoren: mcnoch
  1. #1 TDL, 11.03.2013
    Zuletzt bearbeitet: 12.03.2013
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    Wer nach meinem Bericht über das Norsk Luftfartsmuseum (siehe: http://www.flugzeugforum.de/norsk-luftfartsmuseum-bodo-norwegen-71750.html) gemeint hatte, dieses sei das nördlichste "Luftfahrtmuseum" in Europa, sei hiermit eines Besseren belehrt: Dieses Verdienst gebührt dem Grenselantsmuseet in Kirkenes - ebenfalls in Norwegen.

    Eigentlich muss man vom "Sør Varanger Museum" sprechen, das nach der nördlichsten "Kommune" von Kontinental-Norwegen benannt ist. Das Grenselantsmuseet ist ein Teil davon. Es handelt sich um eine Art Heimatmuseum - der Grund dafür, warum ich es hier vorstelle, ist die Tatsache, dass dort auch ein (sehr seltenes) Flugzeug ausgestellt ist.

    Die Homepage des Museums findet sich hier: Sør-Varanger : Varanger museum

    Leider sind der deutsche und der englische Teil der Website noch "im Aufbau" - das Wichtigste (Öffnungszeiten und Eintritt - 50 Kronen für einen Erwachsenen) - kann man aber auch der norwegischen Site entnehmen.

    Ich habe das Museum in Juni vergangenen Jahres besucht - die nachfolgenden Fotos sind daher aus diesem Monat.
     
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    Nähert man sich dem in Kirkenes (ca. 3.500 Einwohner) gut ausgeschilderten Museum, so präsentiert sich das moderne Museumsgebäude wie folgt. Das Grenselantsmuseet besteht offenbar nur aus diesem einen Gebäude - der Außenteil enthält nur eine Skulptur (am rechten Bildrat in Kupfer-Grün zu erahnen) und den Parkplatz. Parkplätze (kostenfrei) sind ausreichend vorhanden. Der Andrang am nördlichen Ende von Europa hält sich selbst in der Hochsaison wohl in engen Grenzen...
     

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    Hat man das Museum durch den dunklen Teil der Front des Gebäudes betreten, steht man im Foyer, das die Kasse und auch einen gut bestückten Shop mit Produkten aus der Gegend (nicht nur der übliche Touristen-Kitsch) enthält.

    Die Dame an der Kasse sprach zwar kein Deutsch, aber ausgezeichnet Englisch. Ich hatte mich vorher per Mail nach dem für mich wichtigen Exponat erkundigt (da ich eine Information in einer Luftfahrtzeitschrift gefunden hatte, wonach ein Transfer dieses Exponats nach Bodö geplant war) - und hatte auch dabei sofort und freundlich Antwort bekommen. In puncto Freundlichkeit und Service ist Norwegen in der Regel tadellos. Auch praktische Dinge wie die Beschriftung der diversen Exponate, Sauberkeit und Zugänglichkeit und auch die Toiletten sind einwandfrei!
     

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    Neben dem nachfolgend beschriebenen luftfahrthistorisch relevanten Teil des Museums war für mich besonders der Teil, der sich mit dem Erzabbau im hohen Norden Norwegens befasst interessant. Dieser Erwerbszweig ist/war sicher einer der wichtigsten in der Gegend und wird daher auch in dem Museum entsprechend gewürdigt.

    Das nachfolgende Bild zeigt ein Modell einer Erzmine - unterstützt von diversen Bilder und Kleinexponaten:
     

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    Hier das Modell eines Bergmanns - offenbar bei der Vorbereitung einer Sprengung:
     

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    Der eigentliche Grund meines Besuchs in diesem Museum war aber nicht der "Heimataspekt" oder die ebenfalls reichlich Platz einnehmende Kunstausstellung (Bilder spare ich mir an dieser Stelle), sondern die

    Iljuschin Il-2 "Sturmovik",

    welche in diesem Museum ausgestellt ist. Die nachfolgenden Schautafeln zeigen einen Teil der Geschichte dieses Exponats. Zunächst der Teil 1:
     

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    Nachfolgend der 2. Teil der Schautafeln.

    Die Il-2-3m wurde am 22. Oktober 1944 bei der Befreiung Norwegens (von der deutschen Besatzungsmacht) abgeschossen und machte eine Bruchlandung in einem See ("Sennagras-See"). Das Wrack wurde 1984 geborgen, von der UdSSR restauriert und 1989 an Norwegen zurückgegeben.
     

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    Und hier das "Objekt der Begierde":
     

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    Die - nach meinem unmaßgeblichen Eindruck zumindest äußerlich ausgezeichnet restaurierte - Maschine trägt einen Elchkopf unterhalb des Cockpits und die taktische Nummer 2 auf dem Seitenleitwerk.
     

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    Hier nochmals von hinten:
     

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    Die Unterflügelbewaffnung der Il-2m3:
     

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    Und ein "Bombenschloss" (hoffe, das ist der richtige Ausdruck) unter der Tragfläche:
     

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  14. TDL

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    Ein weiteres Foto des Fahrwerkverkleidungs-Vorderteils mit aufgemalter Werknummer befindet sich im Bilderrätsel 2012-Thread.

    Umgeben ist die im Erdgeschoss des Museums ausgestellte Il-2 von WWII-bezogenen Exponaten, die hauptsächlich die deutsche Besatzungszeit bzw. die "Befreiung" durch die Sowjets thematisieren.

    Nachfolgend ein Foto eines nachgebauten Unterstands zur Beobachtung von Schiffbewegungen - vermutlich wurden diese dann an die Alliierten durchgegeben.
     

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    Hallo

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  16. #14 TDL, 12.03.2013
    Zuletzt bearbeitet: 12.03.2013
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    Ein weiterer Teil der Ausstellung, der die deutsche Besatzungszeit zum Thema hat:
     

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  17. TDL

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    Fazit:

    Das Museum ist sicher kein "Luftfahrtmuseum" und ziemlich weit "ab vom Schuss". Wen es jedoch nach Kirkenes verschlägt - es ist irgendwie ein tolles Gefühl Europa einmal zumindest nach Norden komplett "abgefahren" zu haben - der sollte das Museum unbedingt mitnehmen, da es nur noch ca. ein halbes Dutzend intakter Il-2 gibt und die Maschine wirklich sehenswert restauriert ist.

    Kommentare, Fragen, Kritik zum Museum bzw. diesem Thread sind - wie immer - erwünscht.

    Gruß aus Leverkusen,
    Thomas
     
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Sør Varanger Museum - Grenselantsmuseet, Kirkenes (Norwegen)