sowjetische MIG bei patzig/rügen

Diskutiere sowjetische MIG bei patzig/rügen im Russische / Sowjetische LSK Forum im Bereich Einsatz bei; guten tag zusammen, nochmal ordentlich, regelkonform. Hoffe auf positive Verstärkung, “Der Pole hat mich abgeschossen“ sagte ein katupultierter...
ostseh

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guten tag zusammen,
nochmal ordentlich, regelkonform. Hoffe auf positive Verstärkung,

“Der Pole hat mich abgeschossen“ sagte ein katupultierter russischer Pilot zu seinen Helfern an der Fallschirm-Landestelle. Dessen MIG war im juni 1973 bei Patzig auf Rügen runtergegangen. Diese aussage habe ich von Zeitzeuginnen, die dabei waren, als die MIGxy nahe der Schule einschlug und der Pilot von Anwohnern „eingesammelt“ wurde. Schnell wurde er allerdings isoliert von seiner eintreffenden Truppe. aa
Anwohnern fanden ihn auf der dortigen heide und brachten ihn zur Schule.

Die reste der Maschine sollen noch im Moor nahe der damaligen Schule liegen.

Zeitzeuginnen konnten noch vom einschlag berichten und dass der Pilot die rauchende Maschine über dem Ort hochgezogen habe.. Einschlag vom Schleudersitz in einem Garten. Zwei meter neben einem Anwohner, der dort jätete.

Vermutlich kam die Maschine aus einem manöver.. über der Ostsee.

Frage: hat jemand Kenntnis davon oder Zugang zu russischen Archiven, in denen die Herkuft der MIGxy?? oder gar Details zu erfahren wären.
Übersetzung könnte geleistet werden.

Neben dieser sind auf und vor rügen direkt noch drei andere MIGs des JG9 bei Sagard, vor Vilm (Schaufelbruch) und bei Zirkow abgestürzt. Die sind weitgehend recherchiert. Wobei doch öffentlich immer noch etwas mehr rauskommt, als in den beiden gängigen Publikationen. Details daher ebenfalls gerne.. Beim absturz in der Kunstflugzone blieben die beiden Piloten weil damals wegen der morastigen Tiefe nicht zu bergen, in der Maschine.

Ich führe Deteils hier nicht weiter aus, weil sicher alle MIGs über Peenemünde und die andere Recherche über Abstürze kennen.. Habe allerdings noch weitere Erkenntnisse.

Lege aber meine Recherchen gerne weiter offen. Den stand habe ich auf Facebook unter #wrackidentifikation dokumentiert.

Danke für kommende Gespräche vonne Insel.
andreas küstermann
 
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Cony

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Am 28. März 1973 wurde vor der Insel Usedom eine polnische MiG-19P abgeschossen. Siehe dazu den Beitrag "Das mysteriöse MiG-19-Wrack" in der Fliegerrevue 9/2020 S. 48/49.
 
ostseh

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Guten Tag hier auch nochmals,
Jeroen hatte - daher meine Weiterleitung - im falschen Forum geantwortet. Übertrage es daher jetzt einmal mit der Anmerkung
A) Könnte auch 1974 gewesen sein
B) Der Pilot war definitiv aus den sowjetischen Truppen. „Der Pole..“ war ein zitat von ihm... bevor er isoliert wurde.
C) Hier soll es nur um den einen, sowjetischen, Absturz bei Patzig auf Rügen gehen.
D) Natürlich arbeite ich auch mit „Migs über Peenemünde, ebenso „11-88 katapultieren Sie!“

Zu meinen Recherchen über Vilm, Sagard und Schmacht berichte ich gerne extra.
Nachzulesen auch auf Facebook
MikojanGurewitsch Mig17pf Mig21us Wrackidentifikation


Jeroen zitat:
Aus 1973 sind folgende Unfalle mit Polnische MiG-21 bekannt.
Am 3. Juli 1973 stürzte ein MiG-21 vom 26e Jagdfliegerregiment aus Seeger (Zegrze Pomorskie) ab. Der Pilot, Leutnant Henryk Zieliński, wurde getötet.
Es war tagsüber bei eine Luftkampfubungsflug. Die Ursachen der Katastrophe sind nicht bekannt.

Am 24. August 1973 stürzte die MiG-21F-13 des 2e Jagdfliegerregiment ab über der Wollin-Insel, ostlich Usedom. Leutnant Jan Turowski wurde getötet. Die Ursachen der Katastrophe sind nicht bekannt. Zu dieser Zeit herrschten schlechte Wetterbedingungen. zitat Ende.„

Ich hoffe, Jeroen, das ist ok. Machen wir hier weiter.
 
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Cony

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Im März 1973 der Abschuss einer polnischen MiG-19 angeblich durch eine MiG-19 aus dem Gebiet der DDR, und im Juni 1973 oder 1974 Abschuss einer sowjetischen MiG-21 durch einen Polen. Es ist schon sehr seltsam, dass sich die sozialistischen "Waffenbrüder" gegenseitig abgeschossen haben sollen.
 
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Es ist schon sehr seltsam, dass sich die sozialistischen "Waffenbrüder" gegenseitig abgeschossen haben sollen.
tach auch..
ich gehe davon aus, dass es sich um das Synonym für einen heftigen Übungskampf gehandelt hat. Da mehrere der AuffinderInnen und Einsammler russisch sprechen und sprachen, habe ich keinen Grund, das Zitat anzuzweifeln.
Da der Pilot schnell isoliert wurde und der Rest bis hin zu einem Rundflug für die Schüler in einer Mi mehrere Tage später vom Rest der Kompanie "abgehandelt" wurde, sammle ich das in dieser Phase erstmal zusammen. #FaktMig #FaktZeugen #FaktAbsturzplatz.. #FaktInterviews
 
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Am 21.Mai 1970 wurde eine tschechoslowakische Su-7BKL ("6512") von einer polnischen MiG-21PFM während einer Übung abgeschossen.
Die Polen lieferten als Ersatz ihre "23" und diese wurde als "6023" bei den Tschechen wieder eingegliedert.

Steht so in dem Gordon-Wälzer Su-7/Su-17 auf Seite 202.
 

Jubernd

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Vielleicht noch eine kleine Information zum Absturz: Unsere Vermieter in Göhren erzählten, dass die Maschine immer tiefer einsinkt. Man hätte aber ein langes Drahtseil daran befestigt, dessen Ende heute noch zu sehen wäre.
 
ostseh

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Teschvitz auf Rügen
Hm. danke erstmal für die Antwort.
meiner Logik nach sprichst du von einer anderen Maschine. Die bei Schmacht, in der die beiden Piloten (25. Juli 71; Maj. Wilhelm Mattauch; Hauptm. Klaus Kunath) belassen wurden. Zehn Meter tief senkrecht eingetaucht, nicht zu bergen im Moor. Dort würde das Drahtseil - spannendes Detail - Sinn machen.

Meine Frage zielte aber auf die russische Maschine in Patzig ab. Oder liege ich bei meiner Interpretation falsch?

Nicht verwechseln. Wir haben drei Abstürze auf der Insel. Drei an Land, Sagard total abgeborgen (Lt. Ritter, Maschine in Peenemünde rekonstruiert mit Details), Patzig, russisch, teilgeborgen (Meine Recherche) , dann vor der Insel Vilm im wasser gelandet, Schaufelbruch vor Sassnitz, Kehre, Pilot erfolgreich katapultiert...
 
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Vielleicht noch eine kleine Information zum Absturz: Unsere Vermieter in Göhren erzählten,
meinst du, Du würdest mir per PM den Namen eurer VermieterInnen nennen können? Wahrscheinlich kenne ich die auch..


Bist du mal dort gewesen? Am Drahtseil.. Ich möchte ja gerne nen Stein dort ablegen..

weil du aus Dessau kommst, ne nette kleine Geschichte.
Im original Junkers-Hangar steht ja ne MIG21. Den Kollegen, der sie bis auf blanke Metall runtergeschrubbt hatte und eben die Türen schloss, fragte ich, ob ich nochmals einen Blick drauf werfen dürfte, weil ich mich mit MIG-Abstürzen beschäftige. An seinen Augen sah ich doe Skepsis ob meiner leicht süddeutschen Klangfarbe mit Rügener Wissen...
Mit ein paar Fangfragen briefte er mich (was will mir der Wessi über MIGs erzählen??) und als ich Lt Ritter nebst Umständen seiner Katapultierung erwähnte, sah ich in den Augen, dass wir nun offen sprachen. „Lt. Ritter sagt mir was. Ich war damals Techniker beimJG9 und wir haben die Maschine abgeborgen und im Hangar rekonstruiert. Nur den Schleudersitz nicht. Das wäre uns zu pietätlos gewesen. Nach einem Drittel hörten wir auf. Da war klar, er hatte Blödsinn gemacht!“

Was auch immer das war. In der Kunstflugzone. Man suchte aus der Routine heraus natürlich Herausforderungen. Das steht natürlich nicht in den Absturzberichten von 11-88 oder MIGs über..

apropos Blödsinn:
auch Olt. Hubertus Daberkow hatte zu seiner Zeit als Lt. ein halbes Jahr vor dem Verschwinden eine leichte Berührung mit dem Seitenleitwerk am unteren Rumpf seines Staffelkollegen. Da wurde mit Sicherheit auch versucht, die Formation mal gaaaanz eng zu fliegen. Interessanterweise gibt es in MIGs über Peenemünde eine nicht aufgelöste Bemerkung. Dass sich nämlich um den Verlust des sehr beliebten Hubertus Daberkow etliche Gerüchte rankten..
Die längste Suche der ersten Flotille brachte jedenfalls nie ein Ergebnis..
 

Jubernd

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Das ist ein lobenswertes Anliegen, aber ich kann Dir da wohl kaum noch weiterhelfen. Dieser Urlaub liegt mehr als zehn Jahre zurück. Aller Schriftverkehr ist längst entsorgt. Ob das Seil heute noch zu sehen ist, weiß ich nicht. Ich war damals nicht vor Ort. Aber es dürfte dort viele Wissensträger geben. Bisher hatte ich immer mit einer eigenen Methode Erfolg: Ich interessierte mich für historische Vorgänge im gewünschten Gebiet, und fragte telefonisch in Gaststätten nach älteren Vermietern von Ferienwohnungen, die mir Auskunft geben könnten. Manchmal konnte mir schon der Gastwirt helfen. So erfuhr ich z.B, dass die im WK2 im Spreewald abgestürzte sowjetische Maschine längst wieder geborgen werden konnte. Sollte ich in meinen zahlreichen Fotoalben auf Bilder vom damaligen Urlaub stoßen, melde ich mich wieder.
 
ostseh

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Teschvitz auf Rügen
Hallo,
Zeitzeugen sind nicht mein Problem. Habe in Zirkow und Binz welche. Will mich bei den vielen Projekten auch nicht verzetteln, da ich das hier leider mittlerweile alles alleine mache, seit sich unsere Gruppe im Zuge des Blauzahn-Schatzfundes zerlegt hat...
Nur die Geschichte mit dem Seil war mir neu und somit hoffte ich auf ZeitzeugInnen mit noch detaillierteren Infos. Sonst nur zu....
 
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