Steuerstangen - Gewindestücke einrollen

Diskutiere Steuerstangen - Gewindestücke einrollen im Luftfahrzeuge allgemein Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Hallo Freunde der Luftfahrt ich bin neu in diesem Forum und möchte alle als erstes auf diesem Wege herzlich grüßen. :) Ich habe auch...

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  1. #1 madmike, 13.08.2004
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    Hallo Freunde der Luftfahrt

    ich bin neu in diesem Forum und möchte alle als erstes auf diesem Wege herzlich grüßen. :)

    Ich habe auch gleich eine dringende Frage:

    Ich suche Infos über ein Verfahren mit dem Gewindestücke in Steuerstangen "eingrollt" werden. Die Polen wenden es bei leichten Flugzeugen an. Ich habe die halbe Woche im Internet gesucht und nichts darüber gefunden.
    Für alle Infos bin ich sehr dankbar, am liebsten Internetaddressen oder Bücher in denen mehr über das Verfahren, Festigkeiten und benötigtes Werkzeug steht...

    Madmike
     
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  3. #2 Friedarrr, 13.08.2004
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    <<Ich suche Infos über ein Verfahren mit dem Gewindestücke in Steuerstangen "eingrollt" werden.>>

    Kannst du das genauer oder anderst beschreiben, für was, wird was damit bewegt, oder ist es zur befestigung, ca. größe...., so kann man damit nur wenig anfangen.
    Was willst du wissen, wie es hergestellt wird, seit wann es dies gibt...????

    Im ersten Moment dachte ich du meinst eine Kugelumlaufspindel... aber bei Leichtflugzeugen????
     
  4. #3 Glideslope, 13.08.2004
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    Wenn madmike Gewinderollen meint:
    Der Bolzen, auf dem später das Gewinde gerollt werden soll, wird auf einen Durchmesser unterhalb des Nennmaßes gefertigt. Für die einzelnen Gewindedurchmesser gibts jeweils verschiedene Durchmessermaße, welche aus Tabellen ersichtlich sind. Dabei wird natürlich auch zwischen Normal- und Feingewinde unterschieden. Die Toleranz des Bolzendurchmessers lag glaub ich bei 0,04mm.

    Die Gewinderollmaschine besteht im wesentlichen aus zwei exakt aufeinander abgestimmten Gewinderollwalzen (Durchmesser etwa 30-35cm), welche mit maximal 13t (abhängig vom Nenndurchmesser,bei M3 2t, bei M8 würde ich 8t nehmen, bei M24 13t) den Bolzen rollenderweise zu einem Gewinde pressen. Da die Walzen schon die Form des Gewindes auf der Mantelfläche haben fließt das Material in die Gewindeform. Ein Gewinde M8 dauert etwa 1-1,5s, M14 vielleicht 2s.

    Alles in allem eine effektive Art und Weise, haltbare Gewinde herzustellen.
     
  5. AM72

    AM72 Alien

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    Gewinderollen durfte ich in der Lehre. Das Werkzeug bestand dabei aus 3 solcher Rollen, das Rundmaterial wurde je nach Gewinde auf den entsprechenden Durchmesser gedreht.
    Der Vorteil des Gewinderollen liegt in der höheren Festigkeit gegenüber gedrehten Gewinden. Bei Gerollten Gewinde wird die Materialstruktur nicht zersört da kein Material entfernt wird, es wird regelrecht verformt, gequetscht. Handhabung und Fertigung waren nach meiner Erfahrung einfacher, scheller und genauer.

    Das Gewinderollen ist ein altes Verfahren, es dürfte mindestens 30 Jahre alt sein und stellt nix Besonderes bzw. Luftfahrtspezifisches dar.
     
  6. #5 Friedarrr, 13.08.2004
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    <<Von der Festigkeit schaetze ich das Rollen hoeher ein als das Schneiden, da beim Rollen kein Material abgetragen wird.
    Aber ein Maschinenbau Ingenieur weiss das bestimmt genauer. <<

    Ja, ein gewalztes Gewinde hat eine höhere Festigkeit, beruhend auf der (Kalt)Verfestigung und dem nicht unterbrochenen Faserverlauf.
    Es werden meist aber nur Materialien verwendet die eine größere Dehnung als 8% haben.
    Das Verfahren müsste man aber in allen Fachkunde Metallbüchern nachlesen können!! Und nicht nur die Polen machen das, die haben das eher mal wieder.....! :p
     
  7. #6 Friedarrr, 13.08.2004
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    Oh, Arne war da viel schneller!
    So stimme ich ihm voll zu, vor allem mit dem letzten Satz! :)
     
  8. #7 madmike, 16.08.2004
    madmike

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    genauere Erklärung

    Danke für die vielen Antworten, das richtige war leider noch nicht dabei. Ich versuch es nochmal zu erklären:

    Ich habe eine stange stahl mit durchm 16x1 und
    ich habe ein gewindestück mit vollmaterial alu und außendurchm 14 (paßt in die stange) und es hat umlaufende nuten
    Da drin ist ein Innengewinde für einen Gelenk- bzw. Gabelkopf

    Ich stecke das Stück in die Stange und presse das Material der Stange rundrum in die Nuten.
    Dann hält es hoffentlich ,-)

    Man hat halt keine Nieten mehr, sondern "rollt es ein".
    Hatte evtl. an eine Profileinrollmaschine dazu gedacht.

    Vielleicht wird es jetzt klarer, was ich meine, weil ich nicht weiß, wie dieses Verfahren heißt.

    mfg Madmike
     

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    Hallo

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  10. #8 Friedarrr, 16.08.2004
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    Erstmal, mit der Stange 16x1 meinst du bestimmt ein Rohr?! (Stange = vollmat., rohr = hohl..)

    Dann hört es sich, so wie ich es verstehe, nach einer Press- oder Quetschverbindung an.

    Für solche Sachen (auch bei Hydraulik) gibt es Vorrichtungen/Zangen mit denen genügend Kraft, durch Hebelwirkung oder einfacher hydraulischer Übersetzung, aufgebracht werden kann um die Hülse zu verformen.
    Ähnliches wird auch bei Seilschlaufen, Hydraulikverbindungen.... verwendet!

    Aber ich frag mich jetzt immer noch was du mit "Einrollen" meinst???
     
  11. #9 madmike, 16.08.2004
    madmike

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    genau, so ungefähr meine ich das. Das ROHR wird mit Rollen in die Nuten gepresst

    Jetzt fehlt nur noch ein Hinweis, wo ich darüber etwas aufgeschriebenes finden kann. Sei es Buch oder Internet

    thx
     
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