Stoffdarstellung per Farbe

Diskutiere Stoffdarstellung per Farbe im Farben, Verdünner, Pinsel & Pinselarbeiten Forum im Bereich Tips u. Tricks; Beim Roll-Out meiner Fokker E III letztes Jahr habe ich diese Maschine nur Leinenbeige lackiert und dann streifig verschmutzt. Daraufhin kamen...

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  1. #1 Rampf63, 02.02.2010
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    Beim Roll-Out meiner Fokker E III letztes Jahr habe ich diese Maschine nur Leinenbeige lackiert und dann streifig verschmutzt.
    Daraufhin kamen einige Mails mit der Meinung est sei zwar seht schön aber nicht ganz original.
    Hans Trauner schickte mir einen Link zu einer Firma, die einen "Farbchip" von halbgebleichten Leinen (so wie Fokker es zur Verspannung verwendet hat) auf ihrer Homepage hat.

    Hier zunächst der "Iststand"
     

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  3. #2 Rampf63, 02.02.2010
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    Und so soll "Flugzeugleinen" damals ausgesehen haben.
     

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  4. #3 Rampf63, 02.02.2010
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    Also lange rumüberlegt:confused: Versuche mit Tempotaschentüchern auf Tragflächen gemacht und schnell wieder aufgegeben. Und dann kam die Erleuchtung. :!:
    Man müßte nur mit Tamiya Smoke durch feine Maschen lackieren und dann sieht das so aus.
    Damenstrumpf versucht -> liegt auf und verwischt dann
    Versuche mit einem Pinsel waren zum Scheitern verurteilt.
    Und dann fand ich bei einme Freund diese Teile mit Stahlgewebe und einer Maschenweite von ca. 0,5mm
     

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  5. #4 Rampf63, 02.02.2010
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    Also die Airbrush mit Tamiya Smoke geladen und los gings. Abstand Netz zur Oberfläche 3-4mm. Farbe nicht zu dünn.
    Also mich überzeugt das für den ersten Versuch
     

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  6. #5 Rampf63, 02.02.2010
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    Nächstes Mal evtl. noch gleichmäßiger lackieren dann müsste es passen.
    Auf jeden Fall kommt jetzt ne Schicht Future drüber und dann der Rest vom Lack.
    Sobald diese Fokker E.I fertig ist werdet ihr sie ohnehin im Rollout sehen.

    Da muß die Siemens jetzt ein bißchen warten:FFEEK:
     

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  7. #6 Auita, 02.02.2010
    Zuletzt bearbeitet: 02.02.2010
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    Hallo Rampf63,

    ich finde den Effekt durchaus gelungen, allerdings glaube ich, daß der Maßstab nicht so ganz stimmig ist.
    Wenn ich die Anzahl der Schuss- bzw. Kettfäden zwischen den einzelnen Tragflächenverstärkungen grob abzähle, dann komme ich so ungefär auf 8-10.
    Ich denke, daß die Webdichte, der für Leinen typischen und oft verwendeten Webarten, wie "Atlas-, Köper, oder Leinwand", wesentlich höher liegt. Schätzungsweise 1 Schuss/mm oder sogar dichter.

    Vielleicht bekommst Du das mit einer noch engmaschigeren Schablone oder vielleicht mehrfach leicht versetzt noch "feiner" hin... :rolleyes:

    Ich wäre sehr gespannt auf noch weitere Ergebnisse! :)
     
  8. #7 Rampf63, 02.02.2010
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    Engmaschiger habe ich auch schon versucht, gibt aber das Problem, das sich nach einmal drübersprühen sofort die Löcher zusetzten und keine Farbe aufs Modell kommt. Allenfalls ein feiner Schleier, aber keine Struktur.
    Ich mußte bei meinem Gitter schon nach nur einer Flügelhälfte das Netz mit Spiritus abwaschen, mit der Zahnbürste schruppen und dann mit Pressluft durchblasen.
     
  9. #8 albatros32, 04.02.2010
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    @ Auita :
    Aha, da kommt jemand aus dem "Textilbereich".....:TOP:

    Allgemein zum Thema :
    Die Idee das Gewebe so darzustellen find ich recht interessant, aber wenn ich die "Größe" des Modells bedenke, wäre bei gleicher Entfernung vom Original wohl nichts mehr davon zu sehen .....
    Um einen "Durchscheinenden-Effekt" bei bespannten Flugzeugteilen darzustellen, versuche ich die Stellen welche z.B. durch die Spanten oder "Rohre" hinterlegt sind heller zu lackieren als den "Rest", um "gespannten" Stoff zu simulieren, oder je nach Farbe ( insbesondere auf Flügelunterseiten) den Spantenzwischenraum heller, um dort "Licht" von oben zu erzeugen.
    Bin auf deine weiteren Versuche gespannt ! Weiter so;
    Gruß, Albatros
     
  10. #9 Silverneck 48, 04.02.2010
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    Hallo Rampf63,

    ich finde deine Idee sehr interessant und die Lackierergebnisse können sich durchaus sehen lassen. Auch wenn die "Maßstäblichkeit" unter Umständen nicht ganz gegeben ist, so finde ich, dass beim Betrachter ein Prozess in Gang gesetzt wird, wenn er die so lackierte Oberfläche in Augenschein nimmt... Und ihm wird "Leinenstruktur" quasi signalisiert... Der gewünschte Effekt ist somit erreicht. Damit kann man auch leben.

    MfG Silverneck
     
  11. Auita

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    ...nee nee, ich komme mehr aus der Kunststoffecke! :)
    Aber Verstärkungsgewebe für Glas-, Kohle- oder beispielsweise Kevlar verstärkte Kunststoffe müssen ja auch irgendwie hergestellt werden... ;)
     
  12. #11 Rampf63, 15.12.2010
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    Neuer Versuch für Leinenstruktur

    NAchdem ich oben ja versucht habe mit der Airbrush "Leinen zu erzeugen" habe ich jetzt umgeschwenkt. Bei irgeneinem Onlinehändler habe ich Decals gesehen, die man über die Tarnstoffdecals legen sollte um die teilweise kräftigen Farben etwas abzustumpfen.
    :!:Das könnte es sein:engel:
    Leinen per Decal. Mal kräftig im Net rumgegoogelt und nach allem möglichen mit Leinen gesucht. In einem Forum wurde dargestellt, wie man eine Leinenstruktur mit "Gimp" erzeugen kann. Also probiert und die ganze Sache per Laser auf Decalpapier vom Druckeronkel übertragen.
    Die fertige Struktur sieht so aus.
     

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  13. #12 Rampf63, 15.12.2010
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    Das ganze bei meiner Brisfit auf den fertig in "leinenbeige" lackierten und für die Verspannung gelochten Flügel aufgebracht.
    Sieht dann doch zimelich nach halbgebleichtem Leinen aus oder????
     

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  14. #13 Rampf63, 15.12.2010
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    Hier noch eine andere Ansicht.
    Und jetzt warte ich noch auf euer Feedback, denn wenn gut dann ganzen Flieger damit:red:
     

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  15. #14 Hans Trauner, 15.12.2010
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    Ich bin da etwas unschlüssig. Deutsche Maschinen waren ausweislich der überlebenden Muster tatsächlich mit einem verblüffend grobem Material bespannt - die Engländer haben, so scheint es, etwas feiner gewebtes Material verwendet. Ich hab leider nur ein Originalmuster von Tarnstoff zur Hand, kein blankes Leinen. Das Modell da drauf ist 1/72 und schon vor ca 15-20 Jahren entstanden, es dient hier nur als Grössenvergleich. Die Frage wäre zudem, wie das Material wirkt, nachdem der Spannlack drauf ist - von einem Schlußlack ganz zu schweigen. Schwierige Entscheidung. Ich sags mal so, für eine britische Maschine kommts mir relativ grob vor.

    H.
     

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    Hallo

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  17. #15 fliegers, 15.12.2010
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    Hallo Rampf, auf dem Foto in #13 sieht das doch schon mal gut aus. Ich würde es aber noch viel weniger deutlich machen, vielleicht mit der Hälfte des Kontrasts?? Außerdem sieht es so aus, als wären kleine Stoffbahnen aneinander in Flugrichtung über die Fläche gespannt, m. E. ein Fehler, denn beim Bespannen von Flugzeugen macht man die Kette quer über die Fläche und den Schuß in Flugrichtung.

    In 1/48 würde ich gar nicht versuchen, "Gewebe" darzustellen, eigentlich geht es mehr darum, die "flächige Eintönigkeit" abzumildern.
     
  18. Sören

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    Also die Idee selbst find ich gar nicht schlecht. Es sieht schon aus wie Stoff. Aber welcher, der aus Seilen gewebt worden ist. Selbst in 1/32 dürfte das viel zu grob sein.
    Ich für meine Person versuche lieber bei naturleinen belassenen Flächen diese nicht eintönig erscheinen zu lassen und den Eindruck zu erwecken, daß sich Flügelrippen, Rohrrahmen vom Rumpf etc durch den Stoff abzeichnen.
    Eine Idee, die ich noch klasse finde und die ich bei meinem nächsten Projekt mal testen werde, ist die Idee von User Umlaufmotor, der die Farbe ganz vorsichtig kreuzweise mit feiner Stahlwolle angeschliffen hat. Das sieht meiner Meinung nach sehr realistisch aus.
     
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