Suche nach den Vermissten GJs vieler Kriege

Diskutiere Suche nach den Vermissten GJs vieler Kriege im Andere Konflikte Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Ist zwar schon länger her aber trotzdem... Drei Soldaten (MIA) der US Army Air Force aus dem zweiten Weltkrieg wurden gefunden und...
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Ist zwar schon länger her aber trotzdem...

Drei Soldaten (MIA) der US Army Air Force aus dem zweiten Weltkrieg wurden gefunden und identifiziert. Links zur Webversion des Pentagon gibts HIER

News Release des DOD vom 18.10.2005:

Die drei Soldaten waren am 08.06.1941 in einer O-47A der 39th Observation Squadron von France Field in Panama auf dem Weg nach Rio Hato, auch in Panama.
Nachdem das Flugzeug nicht in Rio Hato ankam, wurde eine Suche durch aus der Luft und Bodentruppen gestartet, die aber ergebnislos blieb.

Im April 1999 berichtete ein Panamaischer? Einwohner der Panamanian Civil Aeronautics (PCA) daß er beim Jagen in den Bergen ein Flugzeugwrack entdeckt hat. Nachdem ein Such- und Rettungsteam der PCA die Absturzstelle aufgesucht hatte, wurde der Fundort und die Sachlage dem Joint Prisoner of War Accounting Command (JPAC) mitgeteilt.
Spezialisten des JPAC untersuchten im August 1999 das Gebiet und legten im Februar 2002 die Stelle frei. Die menschlichen Überreste sowie typische Artefakte einer Crew wurden anschliessend geborgen.
Die Absturzstelle lag entlang des vermuteten Flugweges und das Wrack entsprach einer O-47A der 39th Observation Squadron. Zusätzlich barg das Team auch Gegenstände, die halfen, die Identität der drei Opfer zu bestätigen.

Wissenschaftler des JPAC und Armed Forces DNA Identification Lab haben dann wieder mal mit Hilfe der mitochondrialen DNA die Identität bestätigt und die Opfer dem vermißten Flugzeug und deren Besatzung zugeordnet.

Die Überreste werden den Familien zur Beerdigung mit vollen militärischen Ehren übergeben.
 
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Mal eine kleine Frage... interessiert das jemanden hier? Mir macht es zwar nicht viel Arbeit, den Text kurz zu übersetzen und den Link zum Originaltext im WWW reinzusetzen, aber wenn das keiner liest? :)
 
Bleiente

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hops schrieb:
Mal eine kleine Frage... interessiert das jemanden hier? Mir macht es zwar nicht viel Arbeit, den Text kurz zu übersetzen und den Link zum Originaltext im WWW reinzusetzen, aber wenn das keiner liest? :)
Also ich lese es schon.
 
mcnoch

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hops schrieb:
Mal eine kleine Frage... interessiert das jemanden hier? Mir macht es zwar nicht viel Arbeit, den Text kurz zu übersetzen und den Link zum Originaltext im WWW reinzusetzen, aber wenn das keiner liest? :)

Ich lese die Beiträge auch immer, da ich nur ab und an mal selber auf die entsprechende Site zum Suchen gehe.
 
Windy

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Remains of U.S. military personnel still unaccounted for: Cold War: 124
Eine Frage, sind in diesen Zahlen auch die abgeschossenen/abgestürzten US Navy/Air Force Besatzungen zu finden, die "nie" den sowjetischen/chinesischen/etc. Luftraum überflogen bzw. an ihm entlang geflogen sind?

Viele dieser Flüge werden von beiden Seiten immer noch als geheim eingstuft und damit verheimlicht. Sie haben nie stattgefunden!
Auch interessant ist die Frage nach Überlebenden, die wahrscheinlich auch, wie Cpt. Powers, ihre Giftkapsel nicht genommen haben. Die liegen doch jetzt auch in einem chinesischen oder ehem. sowjetischen GULAG-Friedhof begraben! Wird nach diesen auch geforscht? Oder erst wenn entsprechende Dokumente freigegeben werden - nie?!
 
mcnoch

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Windy schrieb:
Remains of U.S. military personnel still unaccounted for: Cold War: 124
Eine Frage, sind in diesen Zahlen auch die abgeschossenen/abgestürzten US Navy/Air Force Besatzungen zu finden, die "nie" den sowjetischen/chinesischen/etc. Luftraum überflogen bzw. an ihm entlang geflogen sind?

Viele dieser Flüge werden von beiden Seiten immer noch als geheim eingstuft und damit verheimlicht. Sie haben nie stattgefunden!
Auch interessant ist die Frage nach Überlebenden, die wahrscheinlich auch, wie Cpt. Powers, ihre Giftkapsel nicht genommen haben. Die liegen doch jetzt auch in einem chinesischen oder ehem. sowjetischen GULAG-Friedhof begraben! Wird nach diesen auch geforscht? Oder erst wenn entsprechende Dokumente freigegeben werden - nie?!
Die Zusammenarbeit mit den Russen funktioniert sehr gut, mit einigen der GUS-Staaten etwas zögerlicher, die nutzen diese Akten - mangels anderer Tauschobjekte - in einer sehr hinhaltenden Weise, nicht weil sie sie nicht raus rücken wollten, über den Punkt sind alle längst weg, sondern weil sie einen möglichst hohen Gegenwert erreichen wollen.

Die Angelegenheiten mit den Chinesen sind immer ganz unterschiedlich, aml geht es ziemlich flott und problemlos und dann wieder unglaublich zäh, kommt rein auf die Person gegenüber an.

Interessanterweise sind die Programme bzgl. der echten Geheimeinsätze und Geheimagenten weitestgehend abgeschlossen, da beide Seiten hier kein Interesse an Öffentlichkeit haben und daher diese Angelegenheiten nicht für ein öffentlich wahrnehmbares Tauschgeschäft geeignet ist. Allerdings, so hörte man letztens aus London, scheinen die Russen viel weniger darum bemüht die ANgelegenheiten zu klären, als die USA. Die haben den Drang zum "Heimbringen" wohl nicht so ausgeprägt, dort sind es mehr die Hinterbliebenen die drängen.
 
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Ah ja!

Damit geben die betroffenen "Mächte" preis, daß sie wissentlich das Völkerrecht verletzt haben! Die britischen Unterlagen zu den Flügen in die (ehem.) Sowjetunion stehen noch auf dem Index und, wie man mir mitteilte, daß ihre baldige Freigabe unwahrscheinlich sei!

Aber ich denke, der Krieg gegen "das Böse" erlaubt alles ... Geschichte wiederholt sich (z.B. geheime Gefangenenlager).

... und wie sieht die Zusammenarbeit mit Kambodscha aus. US-Truppen waren auch dort im Vietnam-Konflikt "zu Gange" (haben es aber ziemlich lange geleugnet!).

... und da wäre noch der kalte Krieg mit seinen ungenannten Opfern, z.B. gefallene NVA-Soldaten in Angola etc. oder gefallene sowj. Flieger in Korea.
 
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Windy schrieb:
Ah ja!

Damit geben die betroffenen "Mächte" preis, daß sie wissentlich das Völkerrecht verletzt haben!
Ich würde mal bezweifeln, dass es denen, die die Maschinen abgeschossen haben unbekannt war, dass sie dies getan haben. Für den Bruch des Völkerrechtes gab es damals eh nur ein Schulterzucken, wenn es der eigenen Sache diente. Rechte hatte man immer nur selber.
 
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mcnoch schrieb:
Ich würde mal bezweifeln, dass es denen, die die Maschinen abgeschossen haben unbekannt war, dass sie dies getan haben
Du meinst wohl - "die abgeschossen wurden"!

Die es befohlen hatten wußten es genau, für die Flieger (und die ahnten es auch) gilt: "Befehl = Befehl"; wie immer"!
 
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Frage:

alle abgestürzten Maschinen zwischen '45-heute fallen unter "Kalter Krieg", wenn sie nicht in einem "Konfliktgebiet" abgestürzt sind? Gelten sie als Opfer des "Kalten Krieges"?

Es gibt eine B-47 mit A-Waffen (im Mittelmeer), die nie aufgefunden wurde, mehrere B-38, die im Meer versunken sind, etc.
 
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Mal wieder ein Schicksal geklärt.
Originaltext siehe HIER.

Identifiziert wurde Air Force Tech. Sgt. Patrick L. Shannon aus Owasso, Oklahoma. MIA im Vietnamkrieg.

Shannon und weitere 18 Soldaten führten eine Radaranlage auf dem Berg Pha Thi in der Houaphan Provinz in Laos, ca. 13km südlich der Grenze zu Nordvietnam. Die Anlage, genannt Lima Site 85, dirigierte Angriffe gegen Schlüsselstellungen in Nordvietnam.

Am frühen Morgen des 11. März 1968 wurde die Anlage von nordvietnamesischen Einheiten angegriffen. Einige Amerikaner konnten entkommen und die Überlebenden berichteten, daß mehrere getötet wurden.
Amerikanische Kampfflugzeuge griffen mehrere Stunden später feindliche Stellungen an, was Hubschraubern die Evakuierung von Acht Soldaten ermöglichte. Einer von ihnen starb aber auf dem Weg zu einer Basis in Thailand.
Später am Tag und vier weitere Tage lang griffen Kampflugzeuge die Anlage an, um die Einrichtung und ihre Technik zu zerstören.

Im Jahr 1994 begann das gemeinsame POW/MIA Accounting Command Augenzeugen sowohl in Laos als auch Vietnam zu befragen um das Schicksal der verbliebenen Amerikaner zu klären.
Einige der Befragten waren Dorfbewohner aus der Nähe, andere waren die ehemaligen nordvietnamesischen Soldaten, die die Anlage damals angriffen.

2002 gab einer der Soldaten an, geholfen zu haben die Körper der Toten in den Abgrund zu werfen, da durch den felsigen Untergrund die Leichen nicht vergraben werden konnten.

Zwischen 1994 und 2004 wurden 11 Untersuchungen sowohl vom JPAC als auch einseitig von Laotischen und Vietnamesischen Ermittlungsbeamten geführt.
Während einer dieser Untersuchungen kletterten mehrere Bergsteigererfahrene Beamte des JPAC die Felsen hinunter, wo sie an Felsvorsprüngen menschliche Überreste und persönliche Ausrüstung fanden.

Wissenschaftler des JPAC und Armed Forces DNA Identificiation Laboratory identifizierten mittels der mitochondrialen DNA und anderen forensischen Methoden einen Teil der Überreste als die von Shannon.

Die verbliebenen sterblichen Überreste werden seiner Familie übergeben und mit vollen militärischen Ehren beigesetzt.
 
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U.S. Navy Seaman 2nd Class Dee Hall aus Syra Oklahoma aus dem 2. Weltkrieg identifiziert.

Quelle HIER

Hall war einer von sieben Besatzungsmitgliedern an Bord einer U.S. Navy PBY-5 Catalina die am 14. Juni 1942 von Kodiak Island in Alaska startete, um japanische Ziele in Kiska Harbor in Alaska anzugreifen.

Die Crew traf auf ziemlich schlechtes Wetter und starkes Flugabwehrfeuer der Japaner in der Nähe des Ziels. Das Flugzeuge stürzte mit allen Crewmitgliedern auf die von Japanern gehaltenen Insel Kiska ab.

Im August 1943 eroberten die USA die Insel zurück und fanden das Wrack der Catalina am am Hang des Kiskavulkans. Die sterblichen Überreste der Crew wurden in einem Gemeinschaftsgrab beerdigt, das mit "Seven U.S.N. Airmen" beschriftet war.
Nach dem Krieg waren die Versuche das Grab zu lokalisieren ergebnislos und die Crew, bzw. deren Leichen wurden als "nicht zu bergen" (non-recoverable) deklariert.

Im Jahr 2002 informierte ein Biologe das DPMO (Defense POW/Missing Personnel Office) über den Fundort des Wracks am Hang des Kiskavulkans.
Mit dieser Information legte das Joint POW/MIA Accounting Command (JPAC) im August 2003 die Absturzstelle frei und fand Wrackteile des Flugzeuges sowie Crewspezifische Gegenstände. Das JPAC-Team fand auch die Markierung zum Grab und die dort in der Nähe vergrabenen Leichen.
Die folgenden labortechnischen Untersuchungen führten zur einwandfreien Identifizierung aller sieben Crewmitglieder.

Die sterblichen Überreste werden der Familie übergeben und mit allen militärischen Ehren beigesetzt.
 
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U.S. Navy Seaman 2nd Class Warren P. Hickok aus Kalamazoo, Michigan,
vermisst seit dem Japanischen Angriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1942, ist identifiziert worden.

Quelle ist HIER

Die Story ist etwas verzwickt, ich hoffe ich konnte mit meinen wenigen noch vorhanden Englischkenntnissen das einigermaßen verständlich übersetzen.


Hickok war auf der USS Sicard, einem leichten Minenleger, stationiert, als die japanischen Flugzeuge Pearl Harbor angriffen.
Viele Besatzungsmitglieder, incl. Hickok, wurden abkommandiert um die Crew der in der Nähe angedockten USS Cummings zu unterstützen.
Die USS Cummings konnte erfolgreich ablegen und ohne gemeldete Verluste Pearl Harbor verlassen.


EDIT: In dem Text steht nichts dazu wann, von wem und wie Hickok als vermisst gemeldet wurde.


Eine Untersuchung über die zahlreichen Vermissten nach dem Angriff ergab überraschenderweise, daß Hickok möglicherweise an Bord des Schlachtschiffes USS Pennsylvania gefallen ist, da während des Angriffes auch einige Crewmitglieder seines eigentlichen Schiffes, der USS Sicard, dorthin abkommandiert wurden.
Allerdings wiesen anschliessend Dokumente darauf hin, daß er wohl doch nicht an Bord der USS Pennsylvania gefallen ist.

Bei folgendem Satz bin ich gescheitert:
In the days following the attack, burial details interred many of the unknown dead in Nuuanu Cemetery on Oahu.

In den Tagen die dem Angriff folgten, wurden viele Bestattungsinformationen mit den Unbekannten Toten im Nuuanu Cemetery auf Oahu vergraben?

Unter Ihnen war ein unbekannter Matrose der nur als X-2 benannt wurde. Im Anschluss an den Krieg beaufsichtigte das Army Graves Registration Service die exhumierung von unbekannten Leichen, einschliesslich die von X-2.
Die, die nicht Identifiziert werden konnten wurden wieder in Section E, Grave 73 im National Memorial Cemetery of the Pacific, auch bekannt als Punchbowl, am 9. Juni 1949 begraben.

Ein nebenberuflich arbeitender Historiker kontaktierte 2004 das JPAC in Hawaii und deutete darauf hin, daß die Überreste in Grab 731 die von Hickok sein könnten. Basierend auf noch erhältlichen Aufzeichnungen exhumierte das JPAC im Juni 2005 die Überreste. Mit den Überresten von Zahhmaterial konnte anhand der detailierten Medizinischen und Zahnärztlichen Akte Hickok einwandfrei identifiziert werden.

Die sterblichen Überreste werden demnächst der Familie zum Begräbnis mit allen militärischen Ehren übergeben.
 
Windy

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Danke "Hops" für die Infos,

mein Onkel war 1969-70 in Vietnam und die Familie hatte eine "Höllenangst" (Frau = meine Tante + 3 Kinder = meine Cousins + me) wg. zurückkommen.

Aber hier geht es um "verlorene Seelen" des Kalten Krieges!
z.B. Infos über Geheimflüge (Kambodscha)???: "Not-accounted-for"

w
 
Bleiente

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Vermisster Vietnam-Pilot identifiziert

Das Department of Defense POW/Missing Personnel Office (DPMO) meldet, das ein weiterer vermisster Soldat aus dem Vietnam-Kieg identifiziert wurde.
Es handelt sich um Col. Eugene D. Hamilton.
Am 31. Januar 1966 war Hamilton als Pilot einer F-105D auf einem bewaffneten Aufklärungsflug über Nordvietnam, als er über der Provinz Ha Tinh unter Bodenbeschuss geriet.
Such- und Rettungsaktionen verliefen erfolglos. Radiomeldungen aus Hanoi meldeten damals nur den Abschuss der F-105 aber keine Details.

http://www.dod.mil/releases/2006/nr20060203-12415.html


Möge er nun in Frieden ruhen.
 
GerhardJ65

GerhardJ65

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Hallo
Sind nicht von Civil War und Ersten Weltkrieg auch einige Vermisst, habe ich irgendwo gehört oder gelesen oder wurden die mitterweile als Tod erklärt?
Falls die für Tod erklärt wurden wird bald auch Weltkrieg 2 drankommen ist ja schon über 60 Jahre her.

Gerhard
 
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Bleiente schrieb:
http://abclocal.go.com/wpvi/story?section=nation_world&id=3552176

Auf dieser Seite gibt es neben weiteren Informationen einen kleinen Vidieoclip und einige Bilder zur Bergung zu sehen.

Hiernach handelt es sich um eine AT-7 die am 18. November 1942 abgestürzt ist.

http://abclocal.go.com/wpvi/story?section=local&id=3561940#

Die Besatzung der AT-7 bestand aus:
".. pilot, 2nd Lt. William A. Gamber, 23, of Fayette, Ohio, and three aviation cadets: Munn, 23, of St. Clairsville, Ohio; Mortenson, 25, of Moscow, Idaho; and Leo M. Mustonen, 22, of Brainerd, Minn. "
Die gefundenen sterblichen Überreste wurden als der 22 Jahre alte Army Air Corps cadet Leo Mustonen identifiziert.

http://edition.cnn.com/2006/US/02/03/airman.identified/
 
mcnoch

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Barnie65 schrieb:
Hallo
Sind nicht von Civil War und Ersten Weltkrieg auch einige Vermisst, habe ich irgendwo gehört oder gelesen oder wurden die mitterweile als Tod erklärt?
Falls die für Tod erklärt wurden wird bald auch Weltkrieg 2 drankommen ist ja schon über 60 Jahre her.

Gerhard
Dies hat nichts mit "für tot erklärt" zu tun. Dass sind alle Vermissten des Vietnamkrieges auch, aber man will die Schicksale dieser Toten soweit klären, soweit es eben geht. Dass man nicht mehr aktiv nach den Vermissten des ACW oder 1. Weltkrieges sucht, hängt vorallem damit zusammen, dass heutzutage nur unter sehr günstigen Umständen mehr als nur ein paar Knochenreste gefunden werden könnten. Dies ist in Vietnam zwar auch so, aber hier kann man den sog. Grabungskontext besser bzw. eindeutiger bestimmen.

Während des ACW und 1. Weltkrieges war es nach Schlachten meist möglich entwaige Tote zu bergen und - wenn auch nicht immer jeden zu identifizieren - in Massengräbern zu bestatten. In solchen Massengräbern liegen schnell Überreste von dutzenden Menschen durcheinander. Jeder Versuch hier gegen die Unzahl an Vermissten eine Identifzierung durchzuführen ist illusorisch, mal abgesehen davon, dass es schon sehr schwer wäre heute überhaupt noch geeignetes DNA-Material für individual-Identifizerungen zusammen zu bekommen. Selbst wenn man auf eine Bestimmung durch Abgleich mit engen Verwandten zurückgreifen würde. Mit jeder Generation von Nachfahren wird es schwieriger ein sicheres Ergebnis zu bekommen.

Der Vietnam-Krieg ist da allein schon von der Zahl deutlich kleiner. Die Orte sind meist klar separierbar, die ungefähren Bestattungsorte bekannt und die gefundenen Knochen meist schnell von denen einheimischer Toten zu unterscheiden. Finden sich dann im Grabungskontext noch weitere Indizien, geht es meist schnell, bis man weiß, wessen Überreste man gefunden hat. Bei der Identifizierung kann man sich dann auch einen oder zwei Personen und den dazugehörigen Angehörigen konzentrieren. Man hat also sehr gute Ausgangslagen. Selbst wenn es mehrere Dutzend bis einige Hundert Tote wären, kann man sehr gute Ergebnisse erzielen. Aber für die Gefallenen des ACW oder auch 1. Weltkrieges ist dies leider nicht möglich.
 
Bleiente

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Ein Kommentar - Das «heiligste Versprechen» der US-Armee

Sterbliche Überreste von gefallenen Soldaten, die in Kartons lagern, weil niemand für ihre Bestattung aufkommen will - undenkbar für die USA. Dort erfüllt eine eigene Einheit «heiligste Versprechen».

Letztes Wochenende verbrachte ich im mittleren Westen der USA, in Minnesota, nahe der kanadischen Grenze. In der Ortschaft Brainerd wurde ein Soldat zu Grabe getragen. Das Sternenbanner schmückte seinen Sarg.
Das Außergewöhnliche: Er war vor 63(!) Jahren bei einem Übungsflug über den Gletschern von Kalifornien abgestürzt, als vermisst gemeldet und erst letzten Oktober zufällig von zwei Bergsteigern gefunden worden - auch nur, weil die Gletscher zum Teil abgeschmolzen waren. Er lag - immer noch umgeben von einer Eisschicht - auf dem Bauch mit ausgebreiteten Armen, das Gesicht zerschmettert, der Fallschirm auf seinem Rücken ungeöffnet.
Ein Militärteam brach den zur Mumie erstarrten Körper aus dem Eis, flog ihn zur Identifizierung nach Hawaii, wo die amerikanischen Streitkräfte eine Basis zum Aufspüren und zur Identifizierung vermisster Soldaten unterhalten und dabei weder Mühe noch Kosten scheuen.
Steht der Name des gefundenen Soldaten fest, werden Angehörige benachrichtigt und der Leichnam in seine Heimat geflogen, wo er mit militärischen Ehren beerdigt wird.

Warum die Geschichte erzählenswert ist?
Sie zeigt, mit wie viel mehr Würde und Dankbarkeit die Amerikaner ihrer toten Soldaten gedenken, als das bei uns der Fall ist, wo erst kürzlich herauskam, dass in einer heruntergekommenen, stillgelegten, tschechischen Fabrikhalle die sterblichen Überreste von 4000 gefallenen Wehrmachtssoldaten in Kisten und Pappkartons lagern, weil niemand für ihre Bestattung aufkommen will! Die Tschechen nicht, und die deutschen Behörden sowieso nicht.
Die amerikanischen Streitkräfte unterhalten eine Sondereinheit, die sich nur um das Schicksal von vermissten Soldaten beschäftigen - mit 425 Bediensteten - darunter Pathologen, DNS-Spezialisten, Historiker, Kripoexperten, Dolmetscher - und einem Jahresetat von 45 bis 50 Millionen Dollar.
Noch etwa 88.000 Militärangehörige werden vermisst, die meisten aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, aber auch aus den Kriegen in Korea, Vietnam und Nahost. Sie setzen 18 Suchtrupps ein. Vor fünf Jahren stürzte ein solche Suchtrupp mit einem Hubschrauber über Vietnam ab, sämtliche Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Dennoch: Jährlich werden bis zu 75 Vermisste gefunden, identifiziert und ihre sterblichen Überreste nach Hause geflogen.
Der stellvertretende Kommandeur dieser Einheit, Oberst Claude H.Davis: «Wir erfüllen damit das heiligste Versprechen, das wir ihnen machten, als sie Soldaten wurden - sie nach Hause zu bringen.»
28. Mär
Von Mainhardt Graf von Nayhauß

http://www.netzeitung.de/deutschland/kolumne/389345.html

Mich macht dieser Kommentar nachdenklich, wütend und zugleich befriedigt mich die Tatsache das Moral und Ehre als erhaltenswerte Güter auch erhalten werden können.
 
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