Super Puma in den Kosovo

Diskutiere Super Puma in den Kosovo im Schweizer Luftwaffe Forum im Bereich Einsatz bei; Ab Anfangs Oktober soll wieder ein Super Puma der Schweizer Luftwaffe in den Kosovo fliegen für humanitäre Einsätze. Dabei soll er der deutschen...

Moderatoren: Grimmi
  1. #1 LimaIndia, 16.09.2002
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    Ab Anfangs Oktober soll wieder ein Super Puma der Schweizer Luftwaffe in den Kosovo fliegen für humanitäre Einsätze. Dabei soll er der deutschen Heeresfliegerei unterstellt sein.

    Stand letzte Woche in der NLZ. Allerdings kann ich auf der Seite der Armee oder Luftwaffe nichts finden. Wisst ihr vielleicht mehr?
     
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  3. Cougar

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    Auf der VBS-Seite sind folgende Informationen vorhanden

    Vereinbarung Schweiz Deutschland - Schweizer Super-Puma-Helikopter für die KFOR

    11.09.2002 12:00 VBS Information, Rubrik: Aus dem Departement

    Vereinbarung Schweiz Deutschland - Schweizer Super-Puma-Helikopter für die KFOR

    Die SWISSCOY im Kosovo wird ab Anfang Oktober durch einen Super-Puma-Transporthelikopter der Luftwaffe verstärkt. Die Einsatzbedingungen werden in einer Vereinbarung mit Deutschland festgelegt; der Bundesrat hat dieser Vereinbarung am Mittwoch zugestimmt. Deutschland führt das Kommando in der Multinationalen Brigade Süd der KFOR (Kosovo Force). Der Helikopter ist der Heeresfliegerabteilung der Brigade zur Zusammenarbeit zugewiesen.

    Das Parlament hatte im vergangenen Dezember den Einsatz der Schweizer Logistikkompanie (SWISSCOY) bis zum 31. Dezember 2003 verlängert und gleichzeitig einer Optimierung zugestimmt. Das 7. SWISSCOY-Kontingent, das anfangs Oktober in den Einsatz geht, wird auf Grund des Volksentscheids vom 10. Juni 2001 zum Selbstschutz bewaffnet. Darüber hinaus erhält es einen Sicherungszug mit rund 50 Personen und als zusätzliches Lufttransportelement einen Super Puma der Schweizer Luftwaffe. Diese entsendet drei Piloten und fünf Angehörige der Bodenmannschaft.

    Zusätzliche Lufttransportkapazität

    Bisher konnte die SWISSCOY, die seit Oktober 1999 im Einsatz steht, im Zusammenhang mit ihren Lufttransportbedürfnissen auf die entsprechenden Kapazitäten der anderen KFOR-Nationen zurückgreifen. In der Zwischenzeit hat sich jedoch die Lage geändert, da im Raum der multinationalen Brigade Süd einzig noch die Bundeswehr über gemischte Heeresfliegerkräfte verfügt. Hinsichtlich mittlerer Lufttransportkapazitäten bei schwierigen Sichtbedingungen und im Nachteinsatz ist eine ausreichende Auslegung der vorhandenen Lufttransportmittel heute nicht mehr gegeben. Diese Lücke wird mit dem Super Puma geschlossen. Gleichzeitig wird die Einsatzflexibilität der gemischten Heeresfliegerabteilung erhöht.

    Der Einsatzraum soll sich auf das Verantwortungsgebiet der KFOR erstrecken und umfasst Personen- und Lastentransport sowie Brandbekämpfung. Der Einsatz erfolgt unter in der Schweiz gültigen Flugverfahren. Bei erhöhter Bedrohungslage finden keine Flüge statt. Eine Bewaffnung der eingesetzten Maschine ist nicht vorgesehen.

    Der Super Puma wird dem schweizerischen nationalen Befehlshaber unterstellt und der gemischten Heeresfliegerabteilung der multinationalen Brigade Süd zur Zusammenarbeit zugewiesen. Stationiert wird der Helikopter auf dem Flugfeld Toplicane in der Nähe von Suva Reka, wo die SWISSCOY stationiert ist.

    Anpassung des „Participation Agreement“

    Die Einzelheiten der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen KFOR-Staaten sind in einem standardisierten Abkommen, einem sogenannten „Participation Agreement“, geregelt. Der Schweizer Botschafter bei der Nato wird Nato-Generalsekretär Lord Robertson davon unterrichten, dass der bisherige Vorbehalt, wonach die SWISSCOY grundsätzlich unbewaffnet eingesetzt wird, nun wegfällt. Bei dieser Gelegenheit wird nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Teilnahme der SWISSCOY an Kampfhandlungen zur Friedenserzwingung, dem sogenannten Peace Enforcement, ausgeschlossen bleibt.

    EIDG. DEPARTEMENT FÜR
    VERTEIDIGUNG, BEVÖLKERUNGSSCHUTZ UND SPORT
    Information







    Quelle: VBS Information letzte Änderung am: 11.09.02
     
  4. beat

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    Wieso schicken die eigentlich eine Super Puma? Sie die neuen Cougar mit Selbstschutzsystem (welches u.a. ja genau für solche Missionen angeschafft wurde) noch nicht einsatzbereit? Wäre für die Sicherheit der Besatzung doch nicht unwesentlich.
     
  5. Cougar

    Cougar Flieger-Ass

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    Vier Selbstschutzsysteme sind oder werden 2002 in die Cougar eingebaut. Der Rest wird mit dem Rüstungsprogramm 2002 beschafft (Auslieferung 2006 bis 2008).

    Warum ein Super Puma nach Kosovo fliegt, kann ich mir nur so erklären:

    Es sind zuwenig Piloten auf das Selbstschutzsystem eingeführt (vielleicht sind auch zu wenig Piloten auf den Cougar umgeschuhlt?)
     
  6. #5 hubidubi, 05.10.2002
    hubidubi

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    Das nur sehr wenig Piloten auf das Selbstschutzsystem (ISSYS) eingeführt sind stimmt, dies ist aber nicht der Hauptgrund. Das ISSYS ist erst als Prototyp auf zwei Maschinen eingebaut und kann noch nicht voll eingesetzt werden. Zwei weitere Helikopter sind im Umbau.
    Der eigentliche Hauptgrund, dass man den Super Puma und nicht den Cougar in den Kosovo schickt, liegt an der Erfahrung mit den Helikoptern. Der Super Puma wird seit Jahren in der Schweiz betrieben und man weiss genau wo die Schwachstellen liegen und man kann so das entsprechende Ersatzmaterial gleich mitnehmen. Weiter ist der Cougar immer noch in der Einführung und dadurch ist die Verfügbarkeit der Helikopter und Piloten noch nicht auf dem angestrebten Stand (Retrofit, Umbau ISSYS usw).
     
  7. Cougar

    Cougar Flieger-Ass

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  8. ramier

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    Super-Puma

    @all
    Bin da nicht so bewand, aber einen einzigen Super-Puma in den Kosovo zu schicken finde ich ein bisschen wenig.

    Gibt es Gründe dafür nicht zwei zu schicken ?

    Ich meine es kann ja mal sein, dass eine Maschiene ausfällt und es sollte dann doch wenigstens eine Maschiene als Ersatz erhalten.

    Ist das in der Schweiz eigentlich aus so kompliziert wie in Deutschland, wenn es um Auslandseinsätze der Armee geht ?

    Gibt es bei dieser Frage auch einen Volksentscheid ???
     
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  10. beat

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    In der Schweiz ist es mindestens so kompliziert. Der Volksentscheid ist bereits erfolgt, d.h. es gab eine Abstimmung über die bewaffneten Auslandeinsätze, wurde knapp angenommen. Vorher mussten sich die Schweizer Soldaten durch die Oesterreicher schützen lassen, jetzt haben sie eigene Waffen inkl. Radschützenpanzer.

    Wieso nur 1 Super Puma? Einerseits eine Kostenfrage, anderseits nicht unbedingt zwingend. Der Schweizer Super Puma steht ja nicht auf Pikett für Alarmeinsätze sondern fliegt vorangekündigte Aufträge. Diese werden der Verfügbarkeit angepasst.
     
  11. #9 LimaIndia, 29.10.2002
    LimaIndia

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    In der aktuellen Ausgabe der VISTA steht ein Artikel darüber drin. Ich kam allerdings noch nicht dazu, den zu lesen. Vielleicht steht dort etwas genaueres drin.
     
Moderatoren: Grimmi
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