Ta 152 H in NASM - Grünspan oder Korrosionsschutz?

Diskutiere Ta 152 H in NASM - Grünspan oder Korrosionsschutz? im Vom Original zum Modell Forum im Bereich Modellbau; Hi, da ich grad munter dabei bin, die Zoukei-Mura Ta 152 zu bauen, bin ich bei der Farbgebung diverser Innereien stutzig geworden. Die Bilder im...

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  1. #1 yan.kun0567, 30.12.2010
    yan.kun0567

    yan.kun0567 Fluglehrer

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    Hi, da ich grad munter dabei bin, die Zoukei-Mura Ta 152 zu bauen, bin ich bei der Farbgebung diverser Innereien stutzig geworden. Die Bilder im folgenden Link, zeigen teils eine gründliche Farbe für nackte Metallteile.

    http://www.cybermodeler.com/aircraft/fw190/ta152h.shtml

    Besonders interessant sind da z.B. die Landeklappen. Der Bereich der Tragflächen ist silbern, die Klappen grünlich.

    Handelt es sich hierbei nun um Grünspan, verblichenes RLM02 oder um Korrosionsschutzlack (evtl. nachträglich aufgetragen?)

    Weiterhin interessant sind die schwarzen Gabeln des Fahrwerks. Schmutz? Durchgerostet? Fragen über fragen!

    Evtl. weiß ja jemand mehr :)
     
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  3. FREDO

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    Eines schon einmal nicht mit Sicherheit: Grünspan. Das ist eine Kupferverbindung, die von Aluminium nicht gebildet wird...
     
  4. #3 Ta-152H, 30.12.2010
    Ta-152H

    Ta-152H Testpilot

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  5. #4 ArthurDent, 30.12.2010
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    Hallo,

    ich würde sagen, die grünlich erscheinenden Teile sind eloxiert, das ergibt diegrünlich-gelbe, transparente Färbung. Ich meine, das die verwendeten Bleche vor der Verarbeitung eloxiert wurden, also nicht das fertige Bauteil.

    Gruß
    Norbert
     
  6. #5 Friedarrr, 30.12.2010
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    Eloxieren kann man nahezu in allen Farben, da ist grünlichgelb keinerlei Anhaltspunkt. Weiter kann man Eloxieren durchaus auch mit einem deckenden Farbton, damals wie heute.
    Ich meine die Alubauteile wurden nicht eloxiert sondern chromatisiert, wie z.T. heute auch noch, da entgegen zum Eloxieren weniger Aufwand und der Farbton "Gelblichgrün nicht deckend" nahezu charakteristisch für Chromatisieren ist.
     
  7. #6 Ta-152H, 30.12.2010
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    Ta-152H Testpilot

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    Hallo
    Diese spezielle Ta 152 ist jedoch hinsichtlich der sichtbaren Fargebung mit Vorsicht zu geniessen. Es handelt sich mit aller Wahrscheinlichkeit um die Vorserienmaschine Ta 152H-0 W.Nr.150010, die evtl. im Januar 1945 sogar noch das Stammkennzeichen CW + CJ erhalten hatte. Zusätzlich ist diese Ta 152 von den Alliierten mehrfach auseinandergenommen und neu montiert und lackiert worden. So ist z.B das Blankaluminium an den Flächenunterseiten mit Sicherheit überlackiert worden. Auch hat diese Ta 152 eine Überseereise auf dem Flugdeck der HMS Reaper nach den USA durchgeführt und wurde zum Schutz gegen die Salzeinwirkungen mit einer Eronelbeschichtung versehen. Beim Entfernen dieses Überzugs hat der zu diesem Zeitpunkt bereits mehrschichtige Lacküberzug der "USA 11" bereits schwer gelitten; ein erneuter Anstrich wurde bald erforderlich. Ich war mir auch nicht sicher ob der sichtbare gelbgrüne Anstrich überhaupt etwas mit der LW zu tun hat. Herr Kiroff hat mir auf anfrage am telefon auch gesagt das bei den gelb/grünlichen Anstrich es eher sich von den Amerikaner aufgebrachten US zinkchromat(?) Anstrich es sich handelt. Wenn man sich die Bilder genauer an sieht, müsste es eigentlich auch erkennbar sein. mir ist es auch nicht dirket auf gefallen

    Gruß Frank
     
  8. #7 Wolfgang Henrich, 30.12.2010
    Zuletzt bearbeitet: 30.12.2010
    Wolfgang Henrich

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    Das sieht mir auch wie eher nachträglich lackiert aus. So als ob jemand einfach von hinten auf die ausgefahrene Klappe lackiert hat. Man beachte auch entsprechend den Sprühnebel auf den angrenzenden Bauteilen
     
  9. Bernd2

    Bernd2 Astronaut

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    Allgemein sollte man gerade bei der Lackierung und den Farbtönen nicht viel auf Museums-Flugzeuge geben, schon gar nicht bei deutschen Maschinen des WW II. Gerade die RLM-Töne sind noch immer ein (beliebtes) Streit-Thema und konnten schon während des Krieges von Hersteller zu Hersteller variieren. Was die Amis oder Briten dann noch drauf oder drüber lackiert haben bietet Stoff für einen eigenen großen Thread.
     
  10. #9 Hans Trauner, 01.01.2011
    Hans Trauner

    Hans Trauner Space Cadet

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    Solche Mythen bleiben Mythen, auch wenn man sie oft wiederholt. Sooo viele Hersteller gabs zudem auch nicht.
     
  11. n/a

    n/a Guest

    So als gelernter Metallbauer sag ich, das hier ein Haftgrund verwendet wurde. Das Grüne ist weder Grünspann oder sonst noch eine Korrosion, sondern eine grundierung. Warum werden bei Aluminuim soclche Grundierungen verwendet. Ganz einfach. Aluminuim hat eine sehr homogene Oberfläche Das heißt Lacke und Farben haben ein Problem mit der Haftung auf Aluoberflächen. Ich hatte in meiner Zeit als Schlosser auch mal solch eine Grundieruung zuverarbeiten. Ich wurde dabei gewarnt vor der Grundierung da sie Säure enthielt. Dioese Säure ist nötig um bei Alu das Oxid der Oberfläche anzulösen und eine Verbindung aufzubauen. Diese Grundierung muß auch nicht deckend aufgebracht werden sonder es reicht lasierend. Diese Grundierung hat auch nichts mit Chromatisieren zu tun, sonder hat nur auch den selben Farbton wie man es vom Chromatisieren Heut zu Tage kennt. So ich hoffe ich habe ein wenig zur Aufkärung beigetragen.

    Gruß Maeks
     
  12. #11 Friedarrr, 01.01.2011
    Friedarrr

    Friedarrr Alien

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    Maerks, ich habe mit meinem Beitrag nicht festgelegt, dass hier an der Ta vom Museum chromatisiert wurde, denke das sieht man am Farbnebel, sondern das wenn, nicht Eloxiert wurde, sondern Chromatisiert!
    Wegen der Grundierung/Haftgrund/Korrosionschutz an der Museums Ta bin ich wie meine Vorredner der Meinung, dass sie von den Amis aufgebracht wurde.

    Weiter zu deiner "Aufklärung":

    Wie erklärst du das man einen Haftgrund (also kein korrosionschschutz!) aufbring, aber dann anschließend eh nicht lackiert? Ne, da passt was nicht so ganz?
     
  13. n/a

    n/a Guest

    Gute Frage das aber mußt die Leute fragen die den Flieger damals gebaut haben. Ich weiß nicht was die für Vorgaben damals gehabt haben. Nur weiß ich über die Problematik von Oberflächenbehandlung bei Aluminuim sehr gut Bescheid. Ein Haftvermittler ist eigentlich auch nix anders als eine Grundierung. Nur wir Metaller machen da schon noch ein kleinen Unteschied. Nur warum die da mit diesem Haftgrundharz so großflächig rumgepanscht haben is mir eigentlich sowas von Schnurzegal und ich muß auch nicht immer alles so bis ins Detail genau festlegen. Es war halt so damals und damit aus Basta. Die werden schon ihren Grund gehabt haben.

    Gruß Maeks
     
  14. #13 Hans Trauner, 01.01.2011
    Hans Trauner

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    [​IMG]

    Das ist keine deutsche Wertarbeit. Ich halte das für amerikanische Grundierung, irgendwas in Richtung Zink-Chromat. An den Deckelrändern ist das deutlich zu erkennen. Die deutsche Lackierung war ohne Grundierung, dort, wo man höheren Korrosionsschutz erzielen wollte, hat man entweder die Kanten der Blechstöße händisch grundiert (siehe zB die Aufnahmen unlackierter Me 262) oder gleich ohne Grundierung einen Zink-chromat-haltigen Lack verwendet (die ominöse Sky-ähnliche Farbe, die nur auf Metallteilen zu finden ist, nix anderes wie die letzte Version von RLM 76). Mehrschichtlackierungen gabs da schon lange nicht mehr. Ich vermute, dass die Tank ähnlich wie die Arado 234 oder die Bf 109G des NASM in den USA komplett entlackt wurden und dann neu lackiert. Wobei das Entlacken bei der Tank auf den Unterseiten nicht mal hätte sein müssen, da diese vermutlich eh nicht lackiert war.

    H
     
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    Hallo

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  16. #14 Ta-152H, 25.08.2011
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    Hallo yan.kun0567

    was macht den Deine Ta 152 H, gibt es bauliche Fortschritte:confused:

    Gruß Frank
     
  17. #15 yan.kun0567, 25.08.2011
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    Liegt derzeit auf Eis, der Bausatz hat so seine Tücken. Müsste langsam mal anfangen, die verspachtelten Stellen (gibt eine MENGE) zu verschleifen, aber dazu fehlen mir momentan die Nerven :(
     
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