TACAN-Anlagen

Diskutiere TACAN-Anlagen im Navigation, Flugfunk u. Verfahren Forum im Bereich Grundlagen, Navigation u. Technik; Hallo ihr dadraußen, Kann mir wohl jemand helfen? Ich würde gerne wisen was es mit den TACAN-Navigationsverfahren auf sich hat! Ist das was...

Moderatoren: Learjet
  1. #1 wollcke, 10.12.2002
    wollcke

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    Hallo ihr dadraußen,

    Kann mir wohl jemand helfen? Ich würde gerne wisen was es mit den TACAN-Navigationsverfahren auf sich hat! Ist das was ähnliches wie ein VOR, nur für's Militär, oder ist das was völlig anderes. Wer mir helfen kann der soll sich nur melden.

    Danke im voraus.

    MfG Wollcke
     
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  3. #2 LowLevel, 11.12.2002
    LowLevel

    LowLevel Kunstflieger

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    jo, TACAn is das selbe wie VOR,
    nur fürs Militär.

    TACAN liefert auch Radial und Distance,
    nur wird die Frequenz nicht als zB 117.45 eingestellt,
    sondern als Channel zB 58y oder 24x

    zivile DME (Distance)-Frequencen lassen sich aber einfach
    in TACAN-Channels umrechnen.
     
  4. Shadow

    Shadow Space Cadet

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    TACAN ist ein vollständiges Verfahren für Winkel- und Entfernungsmessung. Es wurde ursprünglich für das Militär entwickelt und wurde 59 von der ICAO für den zivilen Verkehr standardisiert, welche die Entfernungsmeßkomponente DME (Distance Measurement Equipment) verwendet.

    Häufig sind TACAN- und VOR-Stationen zu VORTAC-Stationen zusammengelegt.

    TACAN-DME arbeitet im L-Band, von 962 bis 1214 MHz, das entspricht 252 Kanälen a 1 MHz!

    DME arbeitet mit Laufzeitmessung.
     
  5. #4 flieger S., 02.01.2003
    flieger S.

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    Gibt auch eine Formel um TACAN-Channels in eine "Ghostfrequenz" des VHF Bandes umzurechnen um die DME der jeweiligen TACAN nutzen zu können, hab ich leider gerade nicht da... ist sowieso etwas praxisfern war aber vor 12 Jahren noch ATPL Stoff.
     
  6. #5 Talon4Henk, 13.11.2004
    Talon4Henk

    Talon4Henk Astronaut

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    @Low Level, TACAN (Tactical Air Navigation) und VOR/DME (VHF omni directional beacon/ distance measuring equipment) sind nicht dasselbe, sie arbeiten nach unterschiedlichen Funktionsprinzipen.
    Sie haben gemein, daß beide Radial und Distance anzeigen. Aber beim VOR ist zum Beispiel Station-passage wenn die TO/FROM indication auf FROM springt, beim TACAN, wenn die Entfernung nicht mehr abnimmt.
    Auch ist das VOR genauer (die Fehler sind kleiner) und es gibt nicht den sogenannten Forty-Degree Azimuth Error Lock-on, bei dem die TACAN Anzeige bei Vielfachen von 40° einfach hängenbleiben kann ohne einen Fehler anzuzeigen.
    Auch können sich TACAN Kanäle gegenseitig stören, was bei VOR nicht vorkommt.
    Dafür hat ein TACAN den Vorteil, daß es mobil sein kann und man auch über Air-to-Air TACAN die Entfernung zwischen zwei Flugzeugen messen kann.
    Ein VOR hat dafür den weiteren Vorteil, daß man Voice communication auf der Frequenz senden kann, um zum Beispiel das Wetter eines Flugplatzes darauf durchzugeben.
     
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  8. #6 El Ringo, 15.11.2004
    El Ringo

    El Ringo Guest

    TACAN

    Moin,

    ich hab das Zeug beim Bund für die F104 repariert:

    Die TACAN-Bodenstation steht am Ende der Landebahn und sendet eine Kennung auf einer bestimmeten Frequenz mittels einer sich drehenden Antenne aus. Die Antenne ist als Nierencharakteristik ausgebildet, d.h. jedes Flugzeug im Umkreis wird von ihr wie von einem Leuchtturm einmal pro um Umdrehung mit maximaler Feldstärke "angeleuchtet". Um nun einen Koordinatenbezug herzustellen, sendet die TACAN-Station beim Durchgang der Antenne durch den geografischen Nordpol eine Kennung aus. Die Drehzahl ist festgelegt.
    Damit kann jedes Flugzeug aus der maximalen Feldstärke und dem Empfang des North-Burst die Himmelsrichtung zum Sender ermitteln.

    Für die Errechnung der Entfernung sendet das Flugzeug einen sog. Ringer burst an die TACAN-Station, den diese sofort nach Empfang mit aufmoduliert. Die Laufzeit ergibt die Entfernung.

    Gruß

    Thomas
     
  9. #7 Hirsch, 16.11.2004
    Zuletzt bearbeitet: 17.11.2004
    Hirsch

    Hirsch Flieger-Ass

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    Eigentlich sollte die TACAN-Entwicklung leistungsfähiger (sprich: genauer) sein als eine VOR-Anlage, man geht i.a. vom Faktor 9 aus. Dafür wurden 2 unterschiedliche Signale eingeführt, die zur Messung herangezogen werden, nämlich ein grobes und ein Fein-Signal, das noch eine höhere Auflösung ermöglicht. Beide werden aus dem abgestrahlten DME-Signal gebildet, durch die Antennen wird das Signal zum einen mit 15Hz und zum anderen mit 135Hz moduliert. Das Antennen-/Strahlungsdiagramm ist sehr aufwendig und wurde zumindest am Anfang durch zwei ineinander verschachtelte, rotierende Antennen erzeugt, heute wohl eher alles elektronisch. Generell wird der Azimut durch das Messen der Phasenverschiebung zwischen einem rotierenden (und nur im entsprechenden Azimut empfangbaren) Signal und einem stets empfangbaren Bezugssignal bestimmt.
    DME ist "wie immer" ein Sekundärradar-Prinzip, also Messen der Laufzeit auf ein Signal, welches das Flugzeug sendet von einem anderen Empfänger/Sender (Boden) beantwortet wird.
    Technisch ist TACAN erheblich aufwendiger als VOR. Grundsatz ist das Bestreben durch aufwendigere Signalerzeugung, ebenso wie beim RSBN auf der anderen Seite der Welt, eine bessere Azimutauflösung zu erreichen.
    TACAN ist für das (US)-Militär geschaffen worden und hat sich im NATO-Bereich etabliert. Man findet entsprechend auch auf deutschen Militärflugplätzen z.T. TACAN, wie bereits von den Vorrednern genannt z.T. auch als VORTAC (zusätzliches VOR). DME ist gemeinsam nutzbar.
    Heute ist die Frage des Empfängers sicherlich kein vorwiegend materielles Problem mehr wie seinerzeit.
    VOR ist ein generell auch zivil nutzbares Verfahren.

    Auf die Schnelle: TACAN
     
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