TAI KAAN Stealth Kampfjet

Diskutiere TAI KAAN Stealth Kampfjet im Jets Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Niemand bestreitet die Unterschiede zwischen westlichen Beschaffungsmodellen und dem türkischen Ansatz. Der entscheidende Punkt liegt im...
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Niemand bestreitet die Unterschiede zwischen westlichen Beschaffungsmodellen und dem türkischen Ansatz. Der entscheidende Punkt liegt im Entwicklungsprinzip und die Vermarktung.

Westliche Kampfflugzeuge werden in der Regel erst nach 10–15 Jahren Entwicklungszeit als weitgehend ausgereifte Systeme eingeführt. Neue Block-Versionen folgen meist in Abständen von 5–8 Jahren, ergänzt durch kontinuierliche Software-Updates und begrenzte Hardwareanpassungen. Das Flugzeug ist auch ein politisches Werkzeug für Kontrolle nicht nur in der Plattform-Ebene sondern auch in der Operation-Ebene.

Beim TAI KAAN wird hingegen ein beschleunigtes, inkrementelles Entwicklungsmodell verfolgt:

Block 10 (2029/30): Einführung mit F110-Triebwerk

Block 20 (IOC ab 2032/33+): Weiterentwicklung weiterhin mit F110

Block 30 (FOC ab 2035/36): Umstellung auf das nationale TF-35000-Triebwerk

Zwischen Einführung und voller Einsatzreife liegen damit nur etwa 5–6 Jahre. Hard- und Software werden in kurzen Zyklen parallel weiterentwickelt und integriert.
Es handelt sich weniger um klassische Blockwechsel als um eine kontinuierliche, beschleunigte Evolution der Plattform – ein Ansatz, der stärker an die Techbranche (Smartphones) als an traditionelle Rüstungsprogramme erinnert.
KAAN ist dabei von Beginn an modular aufgebaut.

Die Kernsysteme – Zelle, Fly-by-Wire, zentrale Rechnerarchitektur und Triebwerk – verbleiben vollständig unter türkischer Kontrolle. Dies schafft eine Plattformhoheit: Die Türkei bestimmt über das Flugzeug selbst, wobei die Zelle, der Hauptcomputer, das Triebwerk als strategischer „Schlüssel“ des Systems fungiert.
Alle übrigen Komponenten sind über definierte Schnittstellen austauschbar: Radar, Missionscomputer, elektronische Kampfführung, Bedrohungsbibliotheken, Waffenintegration und Pods können je nach Kundenwunsch integriert werden.
Daraus entsteht eine Operationshoheit für den Nutzer: Der Kunde entscheidet eigenständig politisch und strategisch über Konfiguration und Einsatz, ohne externe Genehmigungsvorbehalte.

Nach aktuellen Einschätzungen verfolgt die Türkei dabei mehrere Exportpfade:

Option A: KAAN mit vollständig türkischen Subsystemen und Software (für Nicht-NATO-Staaten)

Option B: KAAN mit europäischen bzw. NATO-kompatiblen Subsystemen (für NATO-Partner)

Option C: KAAN als Lizenzbau mit kundeneigenen Systemen

Damit positioniert sich KAAN weniger als klassisches Kampfflugzeugprodukt, sondern als offene Kampfjet-Plattform wie ein Android Smartphone und die fremden Subsysteme sind die Apps.
Dieses Konzept unterscheidet sich grundlegend vom europäischen Konsortialmodell und erklärt, warum der Ansatz als irritierend wahrgenommen wird.
Das dieser Ansatz funktioniert, und gewollt ist vom Markt beweist folgende Vermarktung:

Flugzeuge für den europäischen Markt:
TAI Hürjet-> TAI mit Airbus Spain
TAI KAAN -> TAI möglicherweise mit Airbus Spain (ist spekulativ aber plausibel).

Drohnen für den europäischen Markt:
Kizilelma -> Baykar mit Leonardo
Akinci -> Baykar mit Leonardo
TB2/TB3 -> Baykar mit Leonardo
Anka 3 -> TAI mit BAE Systems
Aksungur -> TAI mit BAE Systems
Anka S -> TAI mit BAE Systems
 
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In ein paar Jahren sind wir dann vielleicht schlauer. 3 Jahre vom Erstflug eines repräsentativen Prototypen bis zur Indienststellung ist schon sportlich, im Grunde genommen muss man also schon jetzt mit der Serienproduktion beginnen und das für ein Waffensystem, das noch nicht einmal geflogen ist. Die zwei Hüpferl des Bodenversuchstestbeds mal außen vor gelassen. Da besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass man sich einen Haufen disfunktionaler Prototypen auf den Hof stellt, mit denen man dann spazieren fliegen kann.
 
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Gibt es bislang ein türkisches Rüstungssystem, das beim Endkunden als operativer Fehlschlag oder als grundsätzlich unbrauchbar galt?

Nach heutigem Kenntnisstand: nein.

Alle eingeführten Systeme – von Drohnen über gepanzerte Fahrzeuge, Schiffe, EW, Radar, Subsysteme bis hin zu intelligenter Munition und Dienstleistungen – wurden erfolgreich weiterexportiert und funktionieren.

Unzuverlässige Systeme sind im Rüstungsgeschäft absolutes Gift.

Wenn ein System innerhalb seiner vorgesehenen Parameter total versagt, spricht sich das international sehr schnell herum und zerstört den Markt. Dass Drohnen abgeschossen oder Panzer zerstört werden, ist normaler Kriegsalltag und kein Qualitätsurteil.
Entscheidend ist die Funktionsfähigkeit im vorgesehenen Einsatzprofil – und hier gibt es bislang keine gravierenden Gegenbeispiele.

Ein entscheidender Grund, warum es keine Fehlschläge beim Endkunden gibt, ist die Rolle der türkischen Streitkräfte (TSK). Die TSK fungieren als gnadenlose Testinstanz.
  • Kein Prototypen-Export: Die Türkei exportiert Systeme meist erst, wenn sie sich in den oft schwierigen Einsatzgebieten der TSK (Grenzschutz, Gebirgskampf, asymmetrische Kriegsführung) bewährt haben.

  • Fehlerkorrektur im Inland: Kinderkrankheiten werden im eigenen Budget und im eigenen Einsatz behoben. Was den Weltmarkt erreicht, ist bereits die „Version 2.0“ oder höher.
Die Exportzahlen belegen diesen Erfolg:

2020: ~1,5 Mrd. USD
2025: ~10,5 Mrd. USD
2026 (Prognose): 12–13 Mrd. USD

Das ist kein normales Wachstum, sondern ein exponentieller Sprung vom Nischenanbieter zum ernstzunehmenden Akteur.
Der Unterschied liegt im Ansatz: erst eigener Einsatz, dann inkrementelle Verbesserung, dann Export. Die Türkei verfügt dadurch über einen sehr großen Pool an Gefechtsfelddaten verteilt auf mehrere Länder z.b im bereich Radar, EW, intelligenten Bomben, Raketen und Drohnendaten, KI Algorithmen usw. -> Metadaten und entwickelt ihre Systeme „combat proven“ anhand dieser Daten. Dieser Ansatz ähnelt sehr stark an dem israelischen Entwicklungsprinzip und wird mit chinesischer Skalierungslogik kombiniert.

Ich sage nicht das TAI KAAN das beste Flugzeug der Welt sein wird, und alles dagewesene in den Schatten stellt sondern wenn die breite der Waffensysteme der Türkei funktionieren und vom Markt angenommen werden.
Warum sollte es ausgerechnet beim TAI KAAN anders sein?

Die Branche hat sehr lange unterschätzt, dass „gut genug und sofort verfügbar nach Nato Standards“ oft die „perfekte Lösung in 15 Jahren“ schlägt.

Die Türkei hat sich bewusst für ein „good enough first, then evolve“ Modell entschieden.
Das ist riskant – aber marktkompatibel.
 
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In ein paar Jahren sind wir dann vielleicht schlauer. 3 Jahre vom Erstflug eines repräsentativen Prototypen bis zur Indienststellung ist schon sportlich, im Grunde genommen muss man also schon jetzt mit der Serienproduktion beginnen und das für ein Waffensystem, das noch nicht einmal geflogen ist. Die zwei Hüpferl des Bodenversuchstestbeds mal außen vor gelassen. Da besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass man sich einen Haufen disfunktionaler Prototypen auf den Hof stellt, mit denen man dann spazieren fliegen kann.
Bis 2034/35+ ist keine echte Serienproduktion geplant oder möglich, sondern nur eine kleine Vorserie von etwa 30–40 Flugzeugen. Diese dienen als fliegende Test- und Lernplattformen, nicht als fertiges Endprodukt.
Das F110-Triebwerk ist nur eine Übergangslösung da sie politisch blockierbar ist durch Israel/Griechenland über die USA, falls die Türkei überhaupt in dieser Menge F-110 bekommt gerade wegen des Drucks auf die USA im Senat.

Ansonsten müssen die F-110 MRO Kanäle usw. durch Ersatzteillager kleinere Mengen Triebwerke herhalten für insgesamt 12-20 Maschinen (Grau Zone).
Die eigentliche Serienfertigung beginnt somit erst mit dem nationalen TEI TF-35000 Triebwerk.
Die frühen Block-10 & 20 Maschinen werden später retrofittet und kampfwertgesteigert. Die ausgebauten F110-Triebwerke können in der F-16-Flotte weiterverwendet werden.
Damit entstehen keine „disfunktionalen Prototypen“, sondern eine bewusst kleine Evolutionsflotte:

Block 10 = Lernen
Block 20 = Reife
Block 30 = Serie

Ziel ist frühe Betriebserfahrung – nicht frühe Massenproduktion.
 
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TEI-Generaldirektor Akşit: „Mit dem TF6000 haben wir eine Leistung von 5900 PS erreicht.“

TEI-Generaldirektor Prof. Dr. Mahmut F. Akşit beantwortete die Fragen von Defence Turk und gdh defence.

Defence Turk und gdh defence:
TEI hat kürzlich eine große Exportankündigung gemacht. Es handelt sich um einen Export im Wert von fast 3 Milliarden Dollar. TEI produziert bereits seit Jahren Teile für General Electric und andere Motorenhersteller. Können Sie uns etwas über diesen Vertrag erzählen?

Prof. Dr. Mahmut F. Akşit:
3,4 Milliarden, das ist unsere Zahl aus dem letzten Jahr. Ein Rekord in der Geschichte von TEI. Ein Jahr, in dem die Verteidigungsindustrie einen ernsthaften Aufschwung erlebt hat. Wenn ich mir die in diesem Jahr abgeschlossenen Aufträge anschaue, scheint es, als hätten wir allein ein Fünftel aller Aufträge der türkischen Verteidigungsindustrie erhalten. Das ist wirklich eine beeindruckende Zahl. Wenn man bedenkt, dass der Vertrag mit Spanien für HÜRJET etwa 1,6 Milliarden Dollar wert ist, haben wir mit 3,4 Milliarden Dollar einen Umsatz von fast 3,5 Milliarden Dollar erzielt. Natürlich handelt es sich dabei nicht um ein einziges Unternehmen und auch nicht um ein einziges Land. Dazu gehört auch General Electric. Das weltweit größte Unternehmen für Flugzeugtriebwerke. Das ist unser größter Kunde. Es gibt Bestellungen von ihm. Safran ist ein weiterer großer Kunde, es gibt Bestellungen von ihm. Auf dem internationalen Markt stellen wir Teile für andere Unternehmen in Europa her, für Motorenhersteller. Die gibt es. Es gibt einige Unternehmen im Fernen Osten. Wir haben Kunden aus aller Welt. Denn als TEI liefern wir qualitativ hochwertige Produkte pünktlich. Wie ich bereits sagte, sind wir natürlich nicht das billigste Unternehmen der Welt. Es gibt Unternehmen in China und Vietnam, die günstigere Dienstleistungen anbieten, aber aufgrund unserer Qualität und pünktlichen Lieferungen wissen sie, dass sie uns in der Regel die kritischsten Teile anvertrauen. Es gibt keine Qualitätsprobleme und die Ware ist zum vereinbarten Termin verfügbar. Deshalb sind 3,4 Milliarden Dollar in unserer Branche wirklich eine große Summe. So viele Aufträge innerhalb eines Jahres zu erhalten, ist ein großer Erfolg für unser gesamtes Vertriebsteam und die gesamte TEI-Familie. Dazu gehören auch Dienstleistungsumsätze.

Frage:
Gibt es auch einen Bereich für Wartung und Reparatur?

Prof. Dr. Mahmut F. Akşit:
Wartungs- und Reparaturverkäufe. Hier gibt es zum Beispiel die LM2500-Motoren aus den USA. Sie kennen ja auch die Motoren der MİLGEM.

Defence Turk:
Die werden doch in den meisten Kriegsschiffen weltweit verwendet, oder?

Prof. Dr. Mahmut F. Akşit:
Ja, auch die Motoren der MİLGEM. Es gibt Verhandlungen zwischen TEI und GE, weil sie den Motor von GE bezogen haben. Für die MİLGEM wurden in gewisser Weise Offset-Vereinbarungen getroffen, und wir haben für TEI eine internationale Lizenz für MİLGEM erworben. Eine Wartungs- und Reparaturlizenz. Wir haben bereits die entsprechenden Fähigkeiten. Das heißt, wir sind in der Lage, diese Art von Motoren auszubauen, zu warten und zu reparieren. Da wir über die entsprechenden Fähigkeiten verfügen, fehlte uns nur noch die Lizenz. Auch die US-Marine verwendet viele dieser Motoren. Und auch sie müssen gewartet werden. Die erste Ausschreibung, an der wir nach Erhalt der Lizenz teilgenommen haben, haben wir sofort gewonnen. Auch die nächste Ausschreibung haben wir gewonnen. Und auch die übernächste. Im vergangenen Jahr haben wir weitere Motorwartungsaufträge im Wert von 67,5 Millionen Dollar erhalten, das heißt, die Motoren kommen zu uns. Darüber hinaus haben wir auf dem internationalen Markt, ohne dass Sie danach gefragt haben, über unseren Exporterfolg gesprochen. Insbesondere in Südamerika haben wir neue Länder erschlossen. Im Fernen Osten bringen wir die Motoren der Luftwaffe von Singapur zu uns und warten sie.

F110-GE-129-Motor
Motorwartungsservice für internationale Kampfflugzeuge

Frage:

Für die F-15?

Prof. Dr. Mahmut F. Akşit:
Ja, das spielt keine Rolle, wir holen die Motoren, warten sie und geben sie zurück. Derzeit haben wir auch Chile in unser Portfolio aufgenommen, die chilenische Luftwaffe. Wir haben auch ihre F-16-Motoren in unser Portfolio aufgenommen.

Frage:
Sie haben das auch für die F-16 Jordaniens gemacht, oder?

Prof. Dr. Mahmut F. Akşit:
Für Jordanien haben wir das noch nicht gemacht. Wir machen das für Oman und Bahrain. Ägypten zum Beispiel möchte wir arbeiten, wir haben eine ganze Reihe von F-16. Aber gemäß den Verträgen, die sie beim Kauf unterzeichnet haben, können sie uns die Motoren nicht geben, sie müssen sie an GE geben. Wenn diese Länder beim Kauf der Motoren mit dem Verkäufer Vereinbarungen getroffen haben, dass sie nach Ablauf der Garantie die Motoren an jeden mit einer Lizenz weitergeben können, dann kommen wir ins Spiel, in den Bereichen, in denen wir eine Lizenz haben. Früher haben wir die Motoren in Saudi-Arabien, Bahrain und Oman gewartet.

Die Lizenz für LM2500-Motoren

Frage:

Der LM2500 ist mittlerweile sehr verbreitet und wird weltweit eingesetzt. Der LM2500 ist das Rückgrat unserer Flotte, sogar China hat den LM2500 unter Lizenz produziert. Können wir den LM2500 produzieren? Gibt es diesbezüglich Pläne mit einer Lizenz?

Prof. Dr. Mahmut F. Akşit:
Wir haben eigentlich die Fähigkeit, ihn zu produzieren, aber tun wir das auch? Nein.

Frage:
Haben Sie über die Lizenz gesprochen? Gab es Gespräche mit den USA?

Prof. Dr. Mahmut F. Akşit:
Derzeit verfügt unsere Armee nicht über eine ausreichende Anzahl, um eine solche Infrastruktur zu unterstützen. Wer weiß, wie viele davon die chinesische Marine hat. Die US-Marine hat sie auch. Als die Beziehungen zu China gut waren, haben sie sie geliefert, als China zum Feind wurde, haben sie sie eingeschränkt. Bei uns sind es derzeit etwa 10 LM2500. Wenn diese Zahl in Zukunft auf über 100 steigt und unser Staat diesbezüglich einen Bedarf hat, könnte dies möglich sein. Denn letztendlich gilt: Wie viel investiert man und wie viel bekommt man dafür? Wenn sich die Investition in die Motoren in 50 Jahren nicht amortisiert, braucht man eine solche Investition nicht zu tätigen, aber wichtiger als die Herstellung ist die Wartung. Das ist ein strategischer Bedarf unserer Armee. Das heißt, wir müssen in der Lage sein, die Motoren der Maschinen, die wir häufig einsetzen, zu warten. Diese Fähigkeit haben wir erworben.

Der aktuelle Stand des TF35000-Motors von KAAN

Frage:

Die bekannte Frage zum TF35000. Wie ist der Stand? Und wie Sie wissen, gibt es auch das Ziel für 2032. Der Generaldirektor von TUSAŞ, Demiroğlu, hat in einem Interview mit SAHA İstanbul dasselbe wiederholt. Wir vertrauen TEI, ich bin mir bewusst, dass wir das schaffen können. Sind Sie immer noch derselben Meinung? Gibt es eine Änderung?

Prof. Dr. Mahmut F. Akşit:
Natürlich. Wir liegen mit den uns vorgegebenen Zielen im Zeitplan, inshallah werden unsere Motoren zum Zieltermin fertig sein. Das heißt natürlich nicht, dass sie morgen oder in sechs Monaten funktionieren werden, das zu sagen wäre nicht richtig. Die Verteidigungsindustriebehörde gibt die Termine bereits bekannt, aber wir kommen mit den uns vorgegebenen Projektphasen und Geschwindigkeiten voran.

Frage:
Können wir sagen, dass wir derzeit im Zeitplan liegen?

Prof. Dr. Mahmut F. Akşit:
Ja, wir liegen im Zeitplan.
TF35000-Turbofan-Motor, der das nationale Kampfflugzeug KAAN antreiben wird.

Aktueller Stand beim TS1400

Frage:

Gibt es beim TS1400 eine gewisse Verzögerung im Zeitplan?

Prof. Dr. Mahmut F. Akşit:
Die Zertifizierungsarbeiten für den TS1400 dauern derzeit etwas länger. Tatsächlich ist der Motor derzeit mechanisch flugbereit. Wir haben alle Tests durchgeführt. Wir haben sogar 1700-1800 PS erreicht, wie Sie vielleicht gehört haben. Eigentlich wurde von uns eine maximale Dauerleistung von 1298 PS verlangt. Aber wir haben vorsichtshalber 1400 PS vorgesehen, sind dann aber noch viel weiter gegangen, und der Motor ist immer noch in Betrieb, d. h. unser Motor ist wirklich leistungsstark, wir haben ihn einer ganzen Reihe von Tests unterzogen. Der Verbrauch war etwas höher, den haben wir auch gesenkt.

Frage:
Kann der Motor derzeit in jeder Hinsicht mit der Konkurrenz mithalten?

Prof. Dr. Mahmut F. Akşit:
Natürlich, dafür haben wir ihn entwickelt. Unser Motor hat sogar eine höhere Leistung und Kapazität als importierte Motoren, weil das von uns so gewünscht wurde.

TS1400 Turbowellenmotor und GÖKBEY

Frage:
Die Serienproduktion hat begonnen, nicht wahr?

Prof. Dr. Mahmut F. Akşit:
Die Serienproduktion hat begonnen, die Auslieferung der Serienproduktion wird dieses Jahr beginnen, aber ich möchte sagen, dass sie nicht auf den GÖKBEY montiert und ausgeliefert werden kann, bevor die Zertifizierung abgeschlossen ist. Denn der GÖKBEY ist ein zivil zertifizierter Hubschrauber. Auch der Motor kann nicht auf dem GÖKBEY verkauft werden, bevor der zivile Zertifizierungsprozess abgeschlossen ist. Er muss zertifiziert sein, auch wenn er fertig ist. Das ist natürlich eine Entscheidung, die TUSAŞ treffen muss. Aber wir beginnen dieses Jahr mit den ersten Serienfertigungsaktivitäten.

PD170 und PD200

Frage:

Wir wissen, dass fortschrittliche UAV-Motoren entwickelt wurden. In welcher Phase befinden Sie sich derzeit mit diesen Motoren und wofür genau werden diese Motoren eingesetzt? Können Sie kurz etwas zum PD170 sagen, Herr Professor?

Prof. Dr. Mahmut F. Akşit:
Ich habe gerade über den PD200 gesprochen. Wir haben sowohl seine Leistung erhöht als auch eine Anpassung für den Einsatz auf See vorgenommen. Wir haben einige Änderungen an Materialien und Teilen vorgenommen, die mit Korrosion zu tun haben. Einerseits ist unser 225-PS-Motor, den wir 222 nennen, im Grunde genommen fertig, und derzeit läuft der Qualifizierungsprozess. Warum sprechen wir nicht von Zertifizierung, sondern von Qualifizierung? Weil es sich um UAVs handelt. Wie Sie wissen, wird die Zertifizierung in der Regel für bemannte zivile Fahrzeuge durchgeführt. Es handelt sich natürlich um denselben Prozess, aber er wird in Anwesenheit der Verteidigungsindustriebehörde oder der Vertreter des Kunden durchgeführt. Wir werden diese Serien weiterentwickeln. Warum? Das ist ein allgemeines Problem in der Luftfahrt. Man verkauft ein Fahrzeug, aber der Kunde möchte immer mehr hinzufügen, dies und das entfernen, jenes transportieren können usw.


PD-170 UAV-Motor

Frage:

Ist das nicht wegen der Reichweitensteigerung und der längeren Flugdauer?

Prof. Dr. Mahmut F. Akşit:
Mehr Elektronik bedeutet mehr Strombedarf usw. Solche Anforderungen kommen immer wieder. Wir können einem Kunden, dem wir den PD170 verkauft haben, direkt den PD200 verkaufen. Zum Beispiel haben wir zunächst den PD170 für den Baykar TB3 verkauft, aber als dann die Frage des Starts vom Schiff aufkam, haben wir ihn sowohl marinisiert als auch die Leistung etwas erhöht und die Version 200 entwickelt. Warum? Weil der Kunde, der Endverbraucher, unsere Marine, mit mehr Ladung von einem kürzeren Ort starten möchte. Das ist ein natürliches Bedürfnis. Unsere Strategie für die Produktpalette hier besteht darin, dass wir nicht nur an der Leistung des neu entwickelten Produkts arbeiten, sondern natürlich auch an seinen Fähigkeiten. Da es jedoch in den Platz passt, den der vorherige Motor eingenommen hat, kann das Fahrzeug ohne große Änderungen verstärkt werden. In den USA gibt es beispielsweise ähnliche Entwicklungen bei Hubschraubern. Wie Sie wissen, werden die T700 seit vielen Jahren in Hubschraubern eingesetzt, aber jetzt wurden die T900 entwickelt. Es gibt viele Versionen der T700, darunter auch leistungsstärkere Versionen, die in anderen Bereichen eingesetzt werden. Die Versionen für Spezialeinheiten sind anders. Im Vergleich zu den ersten Modellen wurde die Leistung deutlich gesteigert, auf 2000, aber das reicht noch nicht aus, jetzt gibt es die T900 mit 3000, nicht wahr? Aber innerhalb derselben Hubschraubergruppe, derselben Klasse, werden Motoren mit höherer Leistung hergestellt. Bei uns ist es dasselbe: Bei den UAV-Motoren müssen immer größere Motoren auf den Markt kommen, damit man marktführend bleiben kann.


Bayraktar TB3 SİHA für TCG ANADOLU

Frage:

PD170 ist derzeit in Bayraktar TB3 integriert. Derzeit besucht die Anadolu-Aufgabengruppe möglicherweise NATO-Länder, um den TB3 zu testen, und ist derzeit auf dem Weg zur Ostsee. Wie zufrieden sind Baykar und genauer gesagt das gesamte Team mit dem Motor? Sind Sie von Ihrem Motor überzeugt? Wie sind die Rückmeldungen?

Prof. Dr. Mahmut F. Akşit:
Wenn ein Motor zum ersten Mal auf den Markt kommt, testet man ihn zehntausende von Stunden lang. Unsere PD170-Serie wurde mehr als 10.000 Stunden lang getestet. Normalerweise wird so viel nicht getestet, aber wir haben es getan, um sicherzugehen. Aber egal, wie viel man testet, nichts kann den Praxistest ersetzen. Nichts kann den Praxistest ersetzen. Dort können Dinge passieren, an die man bei den Tests vorher nicht einmal gedacht hat. Deshalb haben wir bei solchen ersten Einsätzen Support-Mitarbeiter vor Ort. Das haben wir auch bei den zuvor verkauften Motoren so gemacht: Wir haben monatelang technisches Personal dort eingesetzt, wo die Einheit unserer Armee diesen Motor einsetzte. In den ersten Monaten wurden uns sofort Dinge wie „Dieses Kabel ist locker“, „Hier ist eine Undichtigkeit“ oder „Öl tritt aus“ gemeldet. Wir nehmen dann kleine Änderungen am Design vor. Denn aufgrund der Vibrationen in der Luft, der Verformungen und Verwindungen des Fahrzeugs usw. können viele verschiedene Situationen auftreten, die außerhalb Ihrer Kontrolle liegen. Sobald Probleme festgestellt werden, behebt unser Ingenieurteam diese, leitet sie an das Team vor Ort weiter, das sie umsetzt und zurücksendet. Nach etwa einem Jahr gibt es keine Anrufe und keine Fragen mehr, das heißt, der Motor ist ausgereift. Jetzt haben wir auch auf der TB3 technisches Personal an Bord. In dieser Reifephase beobachten wir die Kindheit des Motors, die technischen Probleme während der Reifephase vor Ort und greifen sofort ein. Außerdem leiten wir die Informationen über das Problem an unser Team weiter, damit es sofort Verbesserungsmaßnahmen umsetzen kann, wenn es beispielsweise heißt: „Wenn man dies und das verbessert, wäre es besser.“


Bayraktar TB3 SİHA, gestartet von der TCG ANADOLU
Aktueller Stand beim Mehrzweckhubschrauber T-70

Frage:

Sie haben eine große Anzahl von Motoren für den T70 produziert. Aber das T70-Programm für Hubschrauber hinkt hinterher und die Lizenz wird möglicherweise nicht verlängert. Was passiert mit den überschüssigen Motoren?

Prof. Dr. Mahmut F. Akşit:
Wir haben derzeit unseren 100. Motor produziert. Das entspricht 50 Hubschraubermotoren. Ich möchte an dieser Stelle sagen, dass die von uns produzierten Motoren nur für den einheimischen Kara Şahin bestimmt sind. Das Thema, das Sie angesprochen haben, betrifft die Produktion des einheimischen Kara Şahin und die Verhandlungen, Meinungsverschiedenheiten usw. zwischen TUSAŞ und Sikorsky. Aus diesem Grund kann es zu Verzögerungen oder Unterbrechungen, Produktionsausfällen usw. kommen. Aber was die Motorproduktion angeht, gibt es keine Anzeichen dafür, dass sie weniger wollen, sie wollen alle. Logischerweise können wir das so erklären: In unserem Bestand gibt es eine recht große Anzahl von Sikorsky-Hubschraubern, und unser Motor fliegt nicht nur den einheimischen Kara Şahin, sondern kann auch als Ersatzmotor für andere Motoren verwendet werden. Aber das ist keine Entscheidung, die wir treffen können. Die Entscheidung liegt bei der Präsidentschaft für Verteidigungsindustrie. Wir haben unseren 100. Motor produziert und ausgeliefert.


T-70-Hubschrauber der türkischen Luftwaffe

Frage:

Wir haben auch unseren Schwerlast-Transporthubschrauber T925. Können diese Motoren dort eingesetzt werden? Oder ist für diesen Hubschrauber ein weiterentwickelter Motor als der TS1400 geplant?

Prof. Dr. Mahmut F. Akşit:
Dies ist ein von TUSAŞ entwickelter Schwerlast-Hubschrauber. Für sie wird ein neuer Motor in Betracht gezogen. Es wird ein neuer nationaler Motor in Betracht gezogen. Letztendlich sind die einheimischen T700, selbst die importierten T700, für diese Motoren und diese Flugzeuge nicht ausreichend. Denn die derzeit verwendeten ukrainischen Motoren haben eine Leistung von über 2500 PS. Die T700 erreichen maximal 2000 PS.

Kritische Schwelle beim TF6000

Frage:

Wie ist der aktuelle Stand beim TF6000 und TF10000?

Prof. Dr. Mahmut F. Akşit:
Der TF6000 wurde über das Testprofil hinaus auf höhere Werte getestet, sogar auf sehr hohe Leistungen. Der Motor ist für eine maximale Leistung von 6000 PS ausgelegt. Derzeit haben wir 5900 PS erreicht. Das haben wir gesehen. Das ist also unsere neueste Nachricht, dass wir uns 6000 PS deutlich angenähert haben.

TEI TF-35000 für TAI KAAN läuft immer noch innerhalb des Zeitplans von 2032+.

TEI TF-6000/10000 für MUM-T Drohnen werden für die ersten Tests sehr wahrscheinlich in 2027/28 als Prototyp integriert.
 
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KAAN soll als F-18 Nachfolger in Spanien der Favorit sein. Damit wäre das Modell imho auch eine Alternative zu FCAS für Deutschland.
 
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Ich fände es schön, wenn Du Deine Beiträge in diesem Thread auf das themenspezifische einkürzen könntest. Bilder von türkischen Hubschraubern mit ihren Wellengasturbinen haben mit KAAN nichts zu tun. In dem von Dir in seiner ganzen epischen Breite zitierten Interview heisst es zum KAAN-Triebwerk:

Frage: Die bekannte Frage zum TF35000. Wie ist der Stand? Und wie Sie wissen, gibt es auch das Ziel für 2032. Der Generaldirektor von TUSAŞ, Demiroğlu, hat in einem Interview mit SAHA İstanbul dasselbe wiederholt. Wir vertrauen TEI, ich bin mir bewusst, dass wir das schaffen können. Sind Sie immer noch derselben Meinung? Gibt es eine Änderung?

Prof. Dr. Mahmut F. Akşit: Natürlich. Wir liegen mit den uns vorgegebenen Zielen im Zeitplan, inshallah werden unsere Motoren zum Zieltermin fertig sein. Das heißt natürlich nicht, dass sie morgen oder in sechs Monaten funktionieren werden, das zu sagen wäre nicht richtig. Die Verteidigungsindustriebehörde gibt die Termine bereits bekannt, aber wir kommen mit den uns vorgegebenen Projektphasen und Geschwindigkeiten voran.

Frage: Können wir sagen, dass wir derzeit im Zeitplan liegen?

Prof. Dr. Mahmut F. Akşit: Ja, wir liegen im Zeitplan
.

Was für ein Geschwurbel. Ich finde es zunehmend bedenklich, dass man anscheinend immer noch nicht weiss, wie denn die Triebwerk-Auslegung aussieht. Also zum Beispiel 2-stufiger NDV, 6-stufiger HDV, NDT und HDT 1-stufig, … Man sieht immer nur Bilder vom Triebwerk von aussen. Bei all den tollen Bildern, die wir sonst in diesem und anderen Threads zu sehen bekommen, ist die Kommunikation über KAAN und sein Triebwerk sehr schmallippig. Das muss nichts heissen, fällt (mir) aber auf.

inshallah werden unsere Motoren zum Zieltermin fertig sein. - so Gott will, na dann…
 
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Man muss kein Hellseher sein, um davon aus zugehen, dass das Triebwerk eine "Variante" des F110 sein wird, bei dem eine größere Anzahl von Modulen aus türkischer Fertigung stammen. Diesen Weg geht auch Südkorea mit seinem KF-21 und dem F414, das darauf verzichtet, es zu einer eigenen Variante zu modifizieren.
 
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Man muss kein Hellseher sein, um davon aus zugehen, dass das Triebwerk eine "Variante" des F110 sein wird, bei dem eine größere Anzahl von Modulen aus türkischer Fertigung stammen. Diesen Weg geht auch Südkorea mit seinem KF-21 und dem F414, das darauf verzichtet, es zu einer eigenen Variante zu modifizieren.
Das neue Triebwerk ist keine Kopie eines bestehenden GE- F-110 Triebwerks, da dies unmittelbar zu Patentverletzungen führen würde und dem strategischen Ziel widerspricht. Das Kampfflugzeug soll vollständig ITAR-frei sein!

Wie bei den übrigen türkischen Rüstungssystemen verfolgt die Türkei bewusst den Ansatz, dass kein anderes Land mehr über den Export eines türkischen Produkts entscheiden kann. Der Antrieb ist dabei das Teil dieses Konzepts.

Laut Aussagen türkischer Piloten und Ingenieure in türkischen Forum – in denen auch TAI- und TEI-Mitarbeiter aktiv sind und deren Informationen sich in der Vergangenheit mehrfach als valide erwiesen haben – unterscheidet sich das neue Triebwerk konzeptionell deutlich vom General Electric F110.

Demnach soll die Architektur etwa wie folgt aussehen (Achtung nicht bestätigt).

Verdichter: ca. 3 LPC + 6–8 HPC

Turbine: ca. 2 Hochdruck- + 2 Niederdruckstufen

Bypass-Verhältnis: zwischen 0,30 - 0,35

Diese Konfiguration unterscheidet sich vom F110-Design.
Zusätzlich ist vorgesehen, perspektivisch eine Schubvektorsteuerung (TVC) zu integrieren. Innerhalb von TAI und TEI gibt es jedoch offenbar unterschiedliche Einschätzungen darüber, ob TVC operativ wirklich notwendig ist oder ob der Nutzen den zusätzlichen Aufwand an Gewicht, Komplexität und Wartung rechtfertigt.
 
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Was für ein Geschwurbel. Ich finde es zunehmend bedenklich, dass man anscheinend immer noch nicht weiss, wie denn die Triebwerk-Auslegung aussieht. Also zum Beispiel 2-stufiger NDV, 6-stufiger HDV, NDT und HDT 1-stufig, … Man sieht immer nur Bilder vom Triebwerk von aussen. Bei all den tollen Bildern, die wir sonst in diesem und anderen Threads zu sehen bekommen, ist die Kommunikation über KAAN und sein Triebwerk sehr schmallippig. Das muss nichts heissen, fällt (mir) aber auf.
Es handelt sich hierbei um ein Projekt der höchsten Geheimhaltungsstufe. Triebwerke gehören zu den sensibelsten Schlüsseltechnologien moderner Kampfflugzeuge.
Hat man jemals erlebt, dass die USA, China, Russland oder Europa während der Entwicklungsphase offen über die genaue Konfiguration ihrer neuen Triebwerke sprechen?
Bis heute ist offiziell praktisch nichts über die konkrete Auslegung der Triebwerke von NGAD, GCAP oder FCAS bekannt.
Warum sollte ausgerechnet die Türkei diese technischen Details öffentlich machen?
Auch die von mir genannten Angaben zur Triebwerkskonfiguration beruhen letztlich nur auf Spekulationen aus den türkischen Fachforum. Zwar stammen diese Informationen aus Kreisen, in denen sich auch Piloten und Ingenieure äußern, deren Aussagen sich in der Vergangenheit mehrfach als plausibel erwiesen haben – offiziell bestätigt sind sie jedoch nicht.
 
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Verteidigungsziele für 2026 bekannt gegeben: KIZILELMA und KAAN machen einen großen Schritt!

Auf einer Pressekonferenz in Antalya unter dem Vorsitz des Präsidenten der Verteidigungsindustrie, Prof. Dr. Haluk Görgün, wurden die Ziele für 2026 in den Bereichen Verteidigung und Luftfahrt vorgestellt.

Die 5. Konferenz zu globalen Strategien in der Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie fand in Antalya statt. Im Rahmen der Konferenz wurden bei einer Pressekonferenz unter der Leitung von Prof. Dr. Haluk Görgün, Präsident der Verteidigungsindustrie, und unter Beteiligung seiner Stellvertreter und Unternehmensvertreter die Ziele der Branche für das Jahr 2026 bekannt gegeben.

Auf der Pressekonferenz in Antalya wurde die Roadmap für die nächste Phase der türkischen Verteidigungsindustrie vorgestellt, die mit einem Exportvolumen von 10 Milliarden Dollar einen neuen Exportrekord aufgestellt hat. In der Präsentation unter der Leitung von Prof. Dr. Haluk Görgün, dem Vorsitzenden der Verteidigungsindustrie, wurde betont, dass das Jahr 2026 insbesondere hinsichtlich der Einführung einheimischer Plattformen und der Serienproduktion einen Wendepunkt darstellen werde.

Kritischer Meilenstein für KAAN und KIZILELMA
An erster Stelle der Ziele für 2026 stehen die nationalen Luftstreitkräfte. Das erste unbemannte Kampfflugzeug der Türkei, BAYRAKTAR KIZILELMA, das von Baykar mit eigenen Mitteln entwickelt wurde, wird im Jahr 2026 offiziell in den Bestand aufgenommen.

Auf der anderen Seite wird auch für das Projekt KAAN, das Kampfflugzeug der 5. Generation der Türkei, ein historischer Schritt unternommen und die Entscheidung zur Serienproduktion des Flugzeugs getroffen. Darüber hinaus werden im Rahmen des für die vollständige Unabhängigkeit von KAAN entscheidenden eigenen Motorprojekts die kritischen Designaktivitäten (CDR) aufgenommen, um die technischen Prozesse zu beschleunigen.

HÜRKUŞ-2-Verstärkung für die Luftwaffe, zivile Zertifizierung für GÖKBEY
Die Auslieferungen des HÜRKUŞ-Flugzeugs, das für Ausbildungs- und Luftnahunterstützungsaufgaben eingesetzt werden soll, werden beschleunigt. Bis Ende 2026 sollen insgesamt 22 HÜRKUŞ-2-Flugzeuge ausgeliefert werden. Auf der Hubschrauber-Seite wird der erste inländische Mehrzweckhubschrauber der Türkei, GÖKBEY, die Zertifizierungsprozesse für die Zivilluftfahrt abschließen, um auch in diesem Bereich eingesetzt werden zu können.

Neue Lieferungen für ALTAY-Panzer und Marinesysteme
Lieferungen, die die Stärke der Land- und Seestreitkräfte erhöhen werden, stehen ebenfalls auf dem Kalender für 2026. Bei dem ALTAY-Kampfpanzer, der sich in Serienproduktion befindet, werden zweistellige Lieferzahlen erreicht werden. Auf See wird die TCG İZMİR, die zweite Fregatte der İSTİF-Klasse, unter dem Kommando der türkischen Seestreitkräfte ihren Dienst aufnehmen.

Elektronische Kriegsführung und Radarsysteme
Das von ASELSAN entwickelte KORAL-2-System, das die Fähigkeiten der Türkei im Bereich der elektronischen Kriegsführung auf ein neues Niveau hebt, wird 2026 in den Bestand aufgenommen. Darüber hinaus ist die Lieferung von jeweils zwei ALP-100- und ALP-300-Radargeräten an die türkischen Streitkräfte geplant, die die Luftverteidigungs- und Überwachungsfähigkeiten verbessern werden.

Weitere wichtige Ziele für das Jahr 2026:
Lieferung einer hohen Stückzahl von Serienprodukten für Raketensysteme (HİSAR, SİPER, TAYFUN, ATMACA usw.).
Ausstattung einer Hubschrauberplattform mit dem von ASELSAN hergestellten YILDIRIM-100 DIRCM-System und Aufnahme in den Bestand.
Abschluss der Lieferung von 40 T-155 PANTER 8×8 Haubitzen.
Die türkische Verteidigungsindustrie wird 2026 ihre Stärke sowohl im Inland als auch auf den Exportmärkten mit einheimischen und nationalen Systemen weiter ausbauen.
Bitteschön laut Prof. Dr. Haluk Görgün, Präsident der Verteidigungsindustrie
ist das Triebwerk mometan im
CDR (Critical Design Review) – Mit der CDR wird das Triebwerksdesign technisch eingefroren und für die Fertigung freigegeben. Ab diesem Zeitpunkt kann mit der Herstellung erster Testtriebwerke für Bodentests gerechnet werden, realistisch ab 2027/28.
 
TomTom1969

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Auch hier wieder. Zitiere doch einfach nur, was für KAAN relevant ist. Ich zeige es Dir:

Kritischer Meilenstein für KAAN und KIZILELMA
Auf der anderen Seite wird auch für das Projekt KAAN, das Kampfflugzeug der 5. Generation der Türkei, ein historischer Schritt unternommen und die Entscheidung zur Serienproduktion des Flugzeugs getroffen. Darüber hinaus werden im Rahmen des für die vollständige Unabhängigkeit von KAAN entscheidenden eigenen Motorprojekts die kritischen Designaktivitäten (CDR) aufgenommen, um die technischen Prozesse zu beschleunigen.


Mein Fazit:
KAAN soll also in Serie produziert werden - ist das eine neue Info? Indonesien hat doch schon bestellt, war in diesem Thread zu lesen.
Der Satz zum Triebwerk ist Quark, vielleicht der Übersetzung geschuldet.
 
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TRMotor beginnt 2026 mit der Integration von APU-60 und APU-40

APU-60 und APU-40
TRMotor wird 2026 das Hilfstriebwerk APU-60 in den Kampfflugzeug KAAN sowie das kleinere APU-40 für den doppelten Einsatz auf einer anderen Plattform integrieren.

Die neue Ausgabe des TUSAŞ-Magazins enthält aktuelle Informationen zu den Hilfsstromaggregat-Projekten von TRMotor, das für die Konstruktion und Entwicklung des TF35000-Turbofan-Triebwerks für den KAAN-Kampfflugzeug bekannt ist.

Die Integration von APU-60 und APU-40 wird laut dem Artikel von TRMotor in dem Magazin im Jahr 2026 beginnen. APU-60 wurde für den KAAN-Kampfflugzeug von TUSAŞ entwickelt, der mit P1 und anderen weiterentwickelten Prototypen in die nächste Testphase eintreten soll.

Die APU-40 als kleinere Hilfsturbine, die bekanntermaßen für das fortschrittliche Trainings-/Leichtkampfflugzeug HÜRJET entwickelt wird, soll ebenfalls 2026 integriert werden. Neben dem HÜRJET kann die APU-40 auch für Hubschrauber oder andere Flugzeuge eingesetzt werden.

Hilfstriebwerke können als Gasturbinentriebwerke beschrieben werden, die Flugzeugsysteme mit Energie versorgen und in Verbindung mit dem Luftturbinensystem (ATS) den ersten Schub für die eigentlichen Triebwerke liefern.

Während TRMotor seine APU- und ATS-Projekte für KAAN und HÜRJET startete, haben diese Produkte aufgrund der Knappheit an Herstellern für Flugzeuge beträchtlicher Größe auch einen erheblichen Exportwert.
 
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Erdoğans Erklärung und WDS signalisieren einen neuen Partner für KAAN

TUSAŞ stellte den KAAN-Kampfflugzeug mit saudischer Lackierung auf der WDS aus, kurz nach der Erklärung des türkischen Präsidenten Erdoğan zur Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien.

Die jüngste Erklärung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan zu diesem Thema vor der World Defence Show (WDS) 2026 und die Präsentation des KAAN mit saudischer Lackierung durch TUSAŞ signalisieren eine neue Partnerschaft für das Projekt. Tony Osborne, Redakteur bei Aviation Week, fotografierte das neue KAAN-Modell im Maßstab vor der Eröffnung der WDS2026 am 8. Februar.

Erdoğan erklärte nach seinem Besuch in Saudi-Arabien auf eine Frage der Presse zur Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien, dass eine gemeinsame Investition in KAAN mit dem Golfstaat „jederzeit“ erfolgen könne.

Obwohl Saudi-Arabien auf die F-35 setzt, hat es sich nach Alternativen umgesehen, um seine zukünftige Flotte mit Stealth-Kampfflugzeugen zu sichern.

Bislang hat Saudi-Arabien kurz nach dem Erstflug von KAAN mehrere Besuche in den TUSAŞ-Einrichtungen durchgeführt, wobei bei den meisten dieser Besuche auch der Prototyp des Kampfflugzeugs inspiziert wurde.

Abgesehen davon, dass KAAN eine zukünftige Alternative darstellt, hat es eine Annäherung zwischen der Türkei und Saudi-Arabien gegeben, die auf gemeinsamen Interessen basiert und nach und nach zu größeren Exportgeschäften geführt hat, wobei ein bemerkenswertes Beispiel der Export von AKINCI UCAV ist.

Zusätzlich zu seinem Interesse an KAAN bemüht sich das Golfstaat auch um die Teilnahme am trilateralen GCAP-Programm. Diese Bemühungen stagnieren jedoch, da Großbritannien Saudi-Arabien als zusätzliche finanzielle Säule betrachtet und Japan aufgrund von Zweifeln an den technischen Beiträgen Widerstand leistet.
 
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Naja, ich sag mal so: Die Präsentation des KAAN Modells in saudischer Lackierung durch TUSAŞ macht die aerodynamische Auslegung des Flugzeuges auch nicht besser. :wink2:
 
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Im ersten Bild scheint der Flieger noch auf einem "provisorischem" (Bug-) Fahrwerk zu stehen.
 
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Der türkische Verteidigungsminister erklärte, der KAAN-Kampfjet der fünften Generation habe einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht. Mehrere Prototypen würden nun parallel weiterentwickelt, da Entwicklung, Tests und Produktion beschleunigt würden.

Prof. Dr. Haluk Görgün bezeichnete die Präsentation des statischen Testflugzeugs und des zweiten fliegenden Prototyps im Hangar als „sehr wertvollen Schritt“ im nationalen Kampfflugzeugprogramm.

Der erste Prototyp absolvierte seinen Erstflug 2024; Entwicklung und Produktion laufen nun parallel.

Der KAAN wird über geringe Radarsignatur, interne Waffenschächte, fortschrittliche Avionik, Sensorfusion, elektronische Kampfführung und Mehrrollenfähigkeit verfügen und gehört damit zu den wenigen Kampfflugzeugen weltweit, die man an einer Hand abzählen kann.

Ein einheimisches Triebwerk und schrittweise Fähigkeitsverbesserungen sind in Arbeit.

Die Integration von Mensch und unbemanntem Kampf wird ebenfalls parallel entwickelt.

Die Vorbereitungen für die Serienproduktion laufen auf Hochtouren.
 
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