Trägerstart B-25 Mitchell

Diskutiere Trägerstart B-25 Mitchell im Props Forum im Bereich Luftfahrzeuge; Wollte mal Fragen wie groß das Risiko (ist es wirklich so ein Husarenritt?) bei einem Start einer B-25 von einem Träger ist. Ich meine...

Moderatoren: Skysurfer
  1. #1 MX87, 05.12.2007
    Zuletzt bearbeitet: 05.12.2007
    MX87

    MX87 Space Cadet

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    Wollte mal Fragen wie groß das Risiko (ist es wirklich so ein Husarenritt?) bei einem Start einer B-25 von einem Träger ist. Ich meine insbesondere die B-25 Träger-Starts nach dem Zweiten Weltkrieg (konkret: Dolittle-Mission, war einziger Trägerstart der B-25 in WKII).

    Bevor sich jemand fragt: "B-25 Trägerstarts nach WKII ???" folgende Info:

    Meines Wissens starteten B-25 mehrmals in relativ jüngster Vergangenheit, mir sind zwei solcher Begebenheiten bekannt:

    1. Zum 50. Jubiläum des Dolittle Raid starteten zwei B-25 von der USS Ranger

    2. Für die Dreharbeiten zu Pearl Harbor startete man ebenfalls zwei B-25 von einem Träger (USS Constellation bzw. USS Kitt Hawk)



    Ich stelle mir das eigentlich ziemlich haarig für einen Piloten vor:

    Knappe 300 Meter zum Start mit einem Bomber der zwar für seine Kurzstarteigenschaften bekannt ist aber nicht zum Trägerflugzeug geboren wurde...
     
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  3. #2 Diamond Cutter, 05.12.2007
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    In der Jet&Prop 2/02 gab es einen ausführlichen Artikel über den Doolittle Raid, der übrigens am 18.April 1942 stattfand, also während des zweiten Weltkrieges.

    Als die Entscheidung für diese bestenfalls für die amerikanische Moral nützlichen Aktion gefallen war, übten die Piloten der 17th Bombardment Group im März 1942 auf Eglin Field in Florida den Start von einem auf die Runway gemalten, ca.260m langen "Trägerdeck".
    Lagen die Startstrecken zunächst bei 270m, schaffte einer der Piloten später sogar sagenhafte 96 (sechsundneunzig!!!) Meter! :eek: :eek:

    Da sind die 316 bzw.319 Meter Flugdecklänge der Forrestal- bzw.Kitty Hawk-Klasse schon fast eine halbe Ewigkeit!

    Zwar hatte man die Maschinen für den Doolittle-Raid extra präpariert, um eine geringere Leermasse zu erreichen, aber zum Einsatz starteten die 'Mitchells' mit jeweils über 4300 Litern Kraftstoff und 4 x 227kg Bomben, hatten also durchaus einiges zuschleppen.

    Die B-25, die vor ein paar Jahren vom Deck moderner Supertäger starteten, waren bestimmt leichter!

    Du siehst also - so wild kann es dann doch nicht gewesen sein.

    Hier gibts nochmal etwas über den Doolittle-Raid zu lesen.

    Gruß
    André
     
  4. #3 Kenneth, 05.12.2007
    Kenneth

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    Das Risiko wird wohl schon größer sein als beim Start von einer heutigen, kilometerlangen Bahn, vor allem bei einem Motorausfall.

    Aber erstens sind die heute flugfähige B-25 wohl wesentlich leichter, als die im Krieg eingesetzte Exemplare (keine Bomben und Ammunition, keine Panzerung für die Besatzung, kleinere Besatzung und leichtere Funkgeräte).

    Zweitens dürfte ein moderner Flugzeugträger bei voller Kraft voraus wohl ziemlich schnell unterwegs sein, vielleicht 20-30 Knoten? Herrscht dann auch noch dazu eine stramme Brise, dann kommt insgesamt eine beachtliche Gegenwindkomponente zusammen.

    Diese zwei Faktoren zusammen dürften den Startlauf erheblich verringern.
     
  5. Jemiba

    Jemiba Testpilot

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    "Zweitens dürfte ein moderner Flugzeugträger bei voller Kraft voraus wohl ziemlich schnell unterwegs sein, vielleicht 20-30 Knoten?"

    Auch die Yorcktown-Kl. konnte mit ca.32kn durchs Wasser pflügen ! Der
    Unterschied zwischen neuen und alten Trägern liegt auch nicht so sehr in
    der erreichbaren Maximalgeschwindigkeit, sondern in den Seegangsver-
    hältnissen, unter denen diese Geschwindigkeit noch gefahren werden kann.
    Zumindest bei grober bis sehr grober See kann (könnte !) ein moderner
    Träger wohl seine Eskorte locker überholen.
     
  6. 78587?

    78587? Space Cadet

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    ..eigentlich alles nur eine Frage der Geschwindigkeit des Trägers, des Gegenwindes und der Abflugmasse
    Sollte ohne "Fracht" mit wenig Treibstoff und nur 2 Mann Besatzung wesentlich sicherer sein, als es Dolittle vorgemacht hat.


    Gruss
     
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  8. #6 Intrepid, 05.12.2007
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    Das besondere beim Doolittle Raid waren nicht die Flugzeuge an sich sondern der Start der ersten Flugzeuge, denen nur ein entsprechend kurzer Teil des Deck zum Startlauf zur Verfügung stand.

    Stall Speed ca. 90 kts, -30 kts Eigengeschwindigkeit des Schiffes, -30 kts Wind macht noch 30 kts, die die Flugzeuge beschleunigen mussten. Die, die weiter hinten standen, machten das dann problemlos. Die ersten Flugzeuge sind fast wieder ins Wasser gestürzt.

    Das Schiff stampfte auch stark, so dass das Deck teilweise nach unten zeigte.

    Die späteren Revivals dieser Aktion auf Superträgern waren nicht mehr spektakulär. Ohne Bombenlast, entsprechend wenig Kraftstoff in den Tanks und das ganze Deck zur Verfügung, was soll das, unspannend :D.
     
  9. #7 Luftpirat, 06.12.2007
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