Tu-154 und Tu-134 in Rußland abgestürtzt

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Tu-154 und Tu-134 in Rußland abgestürtzt
Beide Maschinen verschwanden nahezu zeitgleich von den Radarschirmen.

Es schaut nicht so aus, als hätte es Überlebende gegeben.

Beide Maschinen waren in Moskau gestartet, eine flog in Richtung Schwarzes Meer, die andere für die Fluggesellschaft Wolga-Aviaexpress.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,314840,00.html

Weckt irgendwie ungute Erinnerungen...
 
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Terroranschlag in Russland

(c) by N-TV.de
In Russland ist möglicherweise ein schwerer Terroranschlag verübt worden. Bei zwei zeitgleichen Abstürzen von Passagierflugzeugen kamen in der Nacht zu Mittwoch mehr als 90 Menschen ums Leben. Einer der Piloten konnte noch vor dem Absturz eine Entführungsmeldung absetzen.

Fünf Tage vor der Präsidentenwahl in der Krisenregion Tschetschenien schlossen auch die die Behörden offiziell einen Terrorakt nicht aus. Präsident Putin habe Ermittlungen des Inlandsgeheimdiensts FSB angeordnet, meldeten russische Nachrichtenagenturen. Die Sicherheitsmaßnahmen an allen russischen Flughäfen wurden verschärft.

Eine Maschine vom Typ Tupolew-134 mit 34 Passagieren und acht Mann Besatzung an Bord stürzte im Gebiet Tula etwa 200 Kilometer südlich von Moskau ab. Bei dem Ort Butschalki hätten Rettungskräfte Heck und Leitwerk des Wracks weit voneinander entfernt entdeckt. Es seien keine Überlebenden gefunden worden. "Augenzeugen berichten, dass dem Absturz eine Explosion an Bord vorausging", sagte ein Sprecher des Zivilschutzes. Die Maschine der Gesellschaft Wolga-Awia war mit der Flugnummer 1303 auf dem Weg von Moskau nach Wolgograd.

600 Kilometer weiter südlich suchten Rettungsmannschaften bei Nebel und Regen zunächst vergeblich nach der zweiten Unglücksmaschine, einer Tupolew-154 mit 44 Passagieren und acht Besatzungsmitgliedern. Das Wrack wurde etwa 200 Kilometer nördlich der Stadt Rostow am Don vermutet, wo auch ein Brand beobachtet worden war. Das Flugzeug der Gesellschaft Sibir sollte von Moskau nach Sotschi an der Schwarzmeerküste fliegen.

Beide Maschinen starteten am Dienstagabend im Moskauer Flughafen Domodedowo und verschwanden um 22.59 Uhr Ortszeit (20.59 Uhr MESZ) von den Radarschirmen. Die Sicherheitsmaßnahmen auf den Flughäfen waren bereits am Abend verstärkt worden, nachdem in Moskau an der Straße Richtung Domodedowo ein Sprengsatz explodiert war. In Russland herrscht wegen der Wahl in Tschetschenien am kommenden Sonntag (29. August) Angst vor Terroranschlägen.
 
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Terroranschlag in Russland

(c) by RUFO.RU
Moskau. Beim Absturz zweier Passagierflugzeuge südlich von Moskau sind in der Nacht etwa 100 Menschen getötet worden. Beide Flugzeuge waren gegen 22:00 Uhr aus Moskau-Domodedowo gestartet. Eine Tu-134 stürzte auf dem Flug nach Wolgograd um 22:56 ab. Eine TU-154, die nach Sotschi unterwegs war, verschwand fast zeitgleich nur drei Minuten später von den Bildschirmen.

Der Verdacht liegt nahe, dass beide Flugzeuge Opfer von Terroranschlägen wurden.

Kurz bevor die Tu-134 in der Nähe der Stadt Tula um 22:56 abstürzte, soll es eine Explosion an Bord gegeben haben, berichtet Interfax unter Berufung auf das Katastrophenschutzministerium.

Allerdings erklärte ein Behördensprecher im Gebiet Tula, es sei noch zu früh, über mögliche Unglückursachen zu reden. Bisher seien an der Absturzstelle weit von einander entfernt Teile des Hecks und des Rumpfes gefunden worden. Erst bei Tagesanbruch könne es Informationen zu möglichen Unglückursachen geben.

Um 22:59 stürzte die TU-154 etwa 180 km von Rostow-am-Don entfernt ab. Suchtrupps konnten die Maschine aber längere Zeit nicht finden.

Beide Maschinen waren in Moskau-Domodjedowo gestartet.
An Bord der Tu-134 (Flugnummer 1303) waren nach ersten Angaben 35 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder. Das Flugzeug wurde von der Wolga-Aviaexpress betrieben.

An Bord der Tu-154 (Flugnummer 1047), die der Fluggesellschaft Sibir gehörte, waren 44 Passagiere und 8 Besatzungsmitglieder.

Wladimir Putin wies sofort nach Bekanntwerden der Abstürze den Inlandsgeheimdienst FSB an, beide Katastrophen sorgfältigst zu untersuchen.

An allen russischen Flughäfen wurden die Sicherheitsmassnahmen verstärkt.


Der Flughafen Moskau-Domodedowo ist der modernste der drei grossen Moskauer Passagierflughäfen. Er ist mit modernem Gerät für den Sicherheitscheck ausgerüstet und entspricht internationalen Standards.

(mig/.rufo)
 
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"Russische Unglücksmaschine sandte allgemeines Notsignal aus

Das von einem der beiden am Dienstagabend in Russland abgestürzten Flugzeuge ausgesandte Alarmsignal ist offenbar doch keine Warnung wegen einer möglichen Entführung gewesen. Die bei Rostow am Don abgestürzte Maschine vom Typ Tupolew 154 habe ein "SOS"-Signal abgesetzt, meldeten die russischen Nachrichtenagenturen Ria Nowosti und Interfax am Mittwoch unter Berufung auf "kompetente" Quellen.

Weitere Alarmsignale wurden laut Ria Nowosti nicht ausgesandt. Interfax hatte in einer früheren Meldung einen russischen Behördenmitarbeiter zitiert, wonach die Fluglotsen kurz vor dem Verschwinden der Maschine ein Signal empfangen hätten, das bei Entführungsfällen ausgelöst werde.

Die beiden Maschinen waren nach Angaben des Kreml in der Nacht innerhalb von einer Minute von den Radarschirmen verschwunden. In der Tu-154 auf dem Weg nach Sotschi befanden sich demnach 46 Menschen, in einer in der Region Tula rund 180 Kilometer südlich von Moskau abgestürzten Maschine nach neuen Angaben 44 Menschen. Augenzeugen hatten bei dieser Maschine von einer Explosion vor ihrem Absturz berichtet. Die russischen Behörden schlossen mögliche Terroranschläge nicht aus.

Keine Überlebenden bei Flugzeugabsturz südlich von Moskau

Keiner der Insassen der 180 Kilometer südlich von Moskau abgestürzten Passagiermaschine hat den Aufprall überlebt. Die 44 Insassen, unter ihnen 35 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder, seien bei dem Absturz getötet worden, teilte das russische Katastrophenschutzministerium am frühen Mittwochmorgen laut Nachrichtenagentur Interfax mit. Rettungskräfte hätten den Rumpf der Maschine rund zwei Kilometer von dem Ort Butschalki in der Region Tula entdeckt.

Wrack von abgestürztem Flugzeug in Südrussland gefunden

Nach stundenlanger Suche haben Bergungsmannschaften auch das Wrack des zweiten in Russland abgestürzten Passagierflugzeugs gefunden. Auch Überreste der 46 Insassen an Bord der Maschine vom Typ Tupolew 154 seien nahe der südrussischen Stadt Rostow-am-Don entdeckt worden, teilten Mitarbeiter des Katastrophenschutzministeriums am Mittwoch laut Nachrichtenagentur Interfax mit.

Flugschreiber eines der beiden Flugzeuge entdeckt

Nach Angaben des Katastrophenschutzministeriums ist in der Nähe der Absturzstelle in Südrussland ein Flugschreiber der Tu-154 gefunden. Rettungskräfte hätten das Gerät am Morgen in der Region bei Rostow am Don gefunden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax unterrichtete Katastrophenschutzminister Sergej Schoigu Präsident Wladimir Putin über den Fund sowie über den Fortgang der Sucharbeiten. "

Quelle: russlandonline.ru
 
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mal etwas zur Chronologie der Meldungen:

Mittwoch, 25. August 2004 Moskauer Zeit (GMT+2h)
02:54 – Zwei Passagierflugzeuge abgestürzt - über 100 Tote

03:17 – Flugzeugabsturz: Verdacht auf Terroranschlag

03:30 – Flugzeugabsturz: vermutet Putin Terroranschlag ?

03:50 – Flugzeugabsturz: Putin fordert Aufklärung vom FSB
Wladimir Putin wies sofort nach Bekanntwerden der Abstürze den Inlandsgeheimdienst FSB an, beide Katastrophen sorgfältigst zu untersuchen. (mig)

03:52 – Flugzeugabsturz: Sicherheitsmaßnahmen verstärkt
Nach dem Absturz der zwei Passagierflugzeuge sind landesweit an allen russischen Flughäfen die Sicherheitsmaßnahmen verschärft worden. (mig)

04:19 – Flugzeugabsturz: Krisensitzung in Domodedowo
Der Flugbetrieb in Moskau-Domodedowo, von wo aus beide Unglücksmaschinen gestartet waren, geht bisher unverändert weiter. Die Flughafenleitung ist aber zu einer nächtlichen Krisensitzung zusammengekommen, berichtet gazeta.ru. Die Tu-134 war um 21:20 aus Wolgograd kommend gelandet und um 22:20 erneut gestartet. Die Tu-154 war mit 15 minütiger Verspätung um 21:45 in Richtung Sotschi gestartet.

04:22 – Flugzeugabsturz: Absturzstelle der Tu-154 gefunden
Vermutlich ist gegen 3:05 Uhr Ortszeit die Absturzstelle der Tu-154 in der Nähe von Rostow-am-Don gefunden worden. Rettungstrupps berichten, sie hätten in der Nähe des Einsiedlerhofes Selenowka im Rayon Tarassowka einen Brandherd gesichtet. (mig)

07:47 – Flugzeugabsturz: Keine Ausländer an Bord
An Bord der beiden in der Nacht abgestürzten russischen Passagiermaschinen waren keine ausländischen Fluggäste, teilt der Flughafenbetreiber East Line mit. (mig)

07:54 – Flugzeugabsturz: verschärfte Sicherheit galt bereits
Auf dem Flughafen Moskau-Domodedowo galten bereits verschärfte Sicherheitsmaßnahmen bei der Abfertigung der beiden Unglücksflüge, teilt ein Sprecher der Flughafengesellschaft East Line mit. Sie waren nach einer Explosion an der Zufahrtsstrasse zum Flughafen, bei der am Dienstagabend 4 Menschen verletzt wurden, vorsorglich verschärft worden. An Bord der Tu-134 war ausser dem Gepäck der Passagiere keine Fracht. (mig)

07:58 – Flugzeugabsturz: Zeugenverhöre haben begonnen
Auf dem Flughafen Moskau-Domodedowo haben schon am frühen Morgen die Verhöre möglicher Zeugen begonnen, meldet gazeta.ru. Mitglieder der Untersuchungskomission hätten begonnen, Flughafenmitarbeiter zu vernehmen, die an der Abfertigung der beiden Flugzeuge beteiligt waren. (mig)

08:20 – Flugzeugabsturz: Kidnapping-Alarm vor Absturz ?
An Bord der Tu-154 sei die Entführungs-Alarmanlage ausgelöst worden, berichtet Interfax unter Berufung auf ungenannte Behördenkreise. Nach dem Bericht sei um 23:04 die Alarmanlage betätigt worden. Anschliessend sei die Maschine von den Monitoren der Flugüberwachung verschwunden. Bisher war die Rede davon, dass die Tu-154 um 22:59 verschwand bzw. abstürzte. Die Maschine wurde bisher allerdings nicht gefunden. (mig)

08:40 – Flugzeugabsturz: Tu-154-Trümmer gefunden
Den Suchtrupps ist es gelungen, im Gebiet Rostow-am-Don die Absturzstelle der Tu-154 zu finden, berichtet Reuters unter Berufung auf das Katastrophenschutzministerium. Sie befindet sich im Rayon Kaminsk-Schachtinsk. (mig)

09:03 – Flugzeugabsturz: Blackbox der Tu-154 gefunden
Bergungstrupps haben am Montagmorgen einen der Flugschreiber der bei Rostow am Don abgestürzten Tupolew gefunden. Dies gab Katastrophenschutz-Minister Sergej Schoigu bekannt, meldete die Nachrichtenagentur Ria Nowosti. (kp)

09:09 – Flugzeugabsturz: Pilotenfehler ausgeschlossen
Der Direktor des Wolgograder Flughafens Sergej Dmitrijew hat einen Pilotenfehler als Unglücksursache ausgeschlossen. Am Steuer der Tu-134 hatte sich der Direktor der Fluggesellschaft Wolga-Avia-Express befunden, meldete der Staats-TV-Sender “1. Kanal”. (kp)

09:33 – Flugzeugabsturz: Ermittler suchen Verspätetete
Eine Gruppe von sechs Fluggästen hat den abgestürtzten Flug nach Sotschi verpasst, meldete das russische Staatsfernsehen. Ermittler haben inzwischen die Fahndung nach ihnen aufgenommen. (kp)

09:49 – Flugzeugabsturz: Aeroflot verschärft Kontrollen
Die größte russische Fluggesellschaft Aeroflot hat nach dem Absturz zweier Passagierflugzeuge ihre Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Der Spürhund-Dienst sei “in vollem Umfang aktivisiert” worden, zitierte Gazeta.ru einen Aeroflot-Sprecher. (kp)

09:51 – Flugzeugabsturz: Alle Passagiere tot
Das russische Katastrophenschutz-Ministerium hat am Mittwochvormittag offiziell bekanntgegebenm, dass es bei den beiden Flugzeugkatastrophen keine Überlebenden gegeben hat. (kp)

10:17 – Passagierliste der Tu-134 veröffentlicht
Die Fluggesellschaft Wolga-Aviaexpress hat am Vormittag die Passagierliste der verunglückten Tu-134 veröffentlicht. An Bord der Maschine befanden sich den neuesten Angaben zufolge 35 Fluggäste. (kp)

10:41 – Flugzeugabsturz: Staatstrauer in Wolgograd
Im Verwaltungsgebiet wird für die Opfer der gestrigen Flugzeugkatastrophe Staatstrauer ausgerufen. Das konkrete Datum für den Trauertag stehe jedoch noch nicht fest, meldete der Radiosender “Echo Moskaus”. (kp)

10:45 – Flugzeugabsturz: 9 Leichen geborgen
Im Gebiet Rostow konnten Bergungstrupps am Vormittag sechs Leichen von Fluggästen bergen, die sich an Bord der Tu-154 nach Sotschi befanden. Am Absturzort der Tu-134 bei Tula wurden bislang drei Leichen geborgen, meldete die Internetzeitung newsru.com. (kp)

11:15 – Flugzeugabsturz: Miliz in Alarmbereitschaft
Die Moskauer Miliz ist nach den Flugzeugabstürzen der vergangenen Nacht in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden. Die Spitzenbeamten der Moskauer Polizei müssen vorerst rund um die Uhr im Dienst bleiben, teilte ein Milizsprecher der Agentur Ria Nowosti mit. (kp)

Quelle:


http://www.russland-news.de/ vom 25.08.2004
 
Tschaika

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die abgestürzte Tu-134 trug die Kennung RA-65080 (wie man unschwer auf den ersten Fotos erkennen kann ...)
 
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"Moskau - "Die Untersuchung der Flugzeugtrümmer wies keine Merkmale eines Terroraktes oder einer Explosion auf", sagte FSB-Sprecher Sergej Ignattschenko heute. Wahrscheinlich seien die Unfälle auf Pilotenfehler, technische Probleme oder mangelhaftes Flugbenzin zurückzuführen. Anderen Berichten zufolge halten Behörden einen Terrorakt für wahrscheinlich...."

Quelle: spiegel.de
 
Tschaika

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Meldungen 25.08.04 Teil II, Quelle wie oben

"...
11:16 – Flugzeugabsturz: Trümmer im Radius von 50 km
Die Trümmer der bei Rostow am Don abgestürzten Tu-154 liegen im Umkreis von 40 bis 50 Kilometer verstreut. Dies gab der Chef des Zivil- und Katstrophenschutzes des Rostower Gebietes, Viktor Schkareda, gegenüber der Nachrichtenagentur AP bekannt. Schkadera erklärte, dass sich an Bord der Maschine 52 Passagiere befanden. Anders lautende Meldungen sprachen hingegen bislang von 46 Menschen. (jm)

11:32 – Flugzeugabsturz: Tu-154 in der Luft zerstört
Die bei Rostow am Don abgestürzte Tupolew der Gesellschaft Siberia wurde wahrscheinlich bereits in der Luft zerstört. Darauf deute der große Radius hin, über den sich die Trümmer verteilen, meldete Gazeta.ru unter Berufung auf Ermittlungskreise. (kp)

12:03 – Terrorismus-Experte: Anschlag wahrscheinlich
Moskau. Der ehemalige Chef der russischen Anti-Terror-Einheit Alpha, Sergej Gontscharow geht davon aus, dass die beiden Flugzeugkatastrophen vom Dienstagabend die Folge gezielter Anschläge sind. Für diese Version spreche, dass beide Maschinen vom selben Flughafen starteten, die selbe Sicherheitsdienstleitung für die Abfertigung beider Flüge zuständig war und beide Flugzeuge fast zeitgleich von den Radaren verschwanden.

12:05 – Flugzeugabsturz: Prominente Opfer
Unter den Opfern des auf dem Weg nach Wolgograd abgestürzten Passagierflugzeuges Tu-134 befanden sich unter anderem der Direktor des Unternehmens „Wolgogradtransgas“, ein Abteilungsleiter der Wolga-Eisenbahn sowie zwei hochrangige regionale Vertreter der Föderalen Depositenbank, meldet Interfax unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft des Wolgograder Gebietes. (jm)

12:50 – Flugzeugabsturz: Sicherheitschecks ordnungsgemäß
Die beiden verunglückten Maschinen haben vor dem Start auf dem Moskauer Flughafen Domodedowo ordnungsgemäß alle vorgeschriebenen Sicherheitsprüfungen durchlaufen, teilte die Flughafen-Betreiberfirma Eastline mit. Das Personal habe sich alle bestehenden Regeln befolgt, heißt es in einer Pressemitteilung. (kp)

12:51 – Flugzeugabsturz: Hilfe angekündigt
Der Gouverneur des Wolgograder Gebietes hat Hilfe für die Hinterbliebenen der Opfer des Flugzeugabsturzes der Tu-134 angekündigt. Die betroffenen Familien sollen finanzielle Hilfe in Höhe von 50.000 Rubel, rund 1400 Euro, erhalten, meldete Ria Nowosti unter Berufung auf die Wolgograder Gebietsverwaltun. (jm)

13:44 – Flugzeugabsturz: Tschetschenen unschuldig
Der Emissär des tschetschenischen Rebellenpräsidenten Maschadow, Achmed Sakajew, hat am Mittwoch eine Verwicklung tschetschenischer Terroristen in die Flugzeugabstürze ausgeschlossen. “Der tschetschenische Widerstand und Maschadow im Besonderen haben nichts damit zu tun”, sagte Sakajew dem Radiosender “Echo Moskaus”. (kp)

13:47 – Flugzeugabsturz: Siberia bestätigt Notruf-Signal
Die russische Fluggesellschaft Siberia hat bestätigt, dass unmittelbar vor dem Absturz der Tu-154 im Gebiet Rostow von Bord ein Entführungs-Notrufsignal abgesendet wurde. Ein Sprecher des Geheimdienstes erklärte dagegen, bislang gebe es keine Anhaltspunkte dafür, dass die verunglückten Maschinen entführt wurden. (kp)

13:58 – Flugzeugabsturz: Alle Flugschreiber gefunden
Nach Angaben des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB sind an den beiden Unglückstellen alle vier Flugschreiber der abgestürzten Passagiermaschinen gefunden worden. Zur Auswertung werden sie derzeit nach Moskau gebracht, meldete Gazeta.ru. (kp)

14:12 – FSB: Flugzeugabsturz kein Terrorakt
Nach Angaben des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB haben die Ermittler an der Absturzstelle der beiden Passagierflugzeuge keine Hinweise auf einen Terroranschlag finden können. “Nach vorläufigen Angaben gibt es keinen Anlass, davon zu sprechen, dass die Flugzeuge entführt wurden”, sagte FSB-Sprecher Sergej Ignatschenko. Die Ermittler würden zurzeit prüfen, ob technische Fehler an den Flugzeugen, minderwertiger Treibstoff oder Versagen der Piloten als Ursachen der Unglücke in Frage kämen. (kp)
..."
 
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24 AUG 2004 Tupolev 134A-3 RA-65080 Volga-Aviaexpress, near Buchalki, Russia 41(41)
24 AUG 2004 Tupolev 154B-2 RA-85556 Sibir, near Millerovo, Russia 46(46)

Please note this information is preliminary; new information will be added on the Aviation Safety Network at http://aviation-safety.net/index.shtml. The 2004 year list of accidents always contains the most recent information on each accident.

--------------------------------------------------------------------------
ASN ACCIDENT DIGEST 2004-18
--------------------------------------------------------------------------
Date: 24 AUG 2004
Time: 22:56
Type: Tupolev 134A-3
Operator: Volga-Aviaexpress
Registration: RA-65080
Msn / C/n: 60065
Year built: 1977
Crew: 7 fatalities / 7 on board
Passengers: 34 fatalities / 34 on board
Total: 41 fatalities / 41 on board
Airplane damage: Written off
Location: near Buchalki (Russia)
Phase: En route
Nature: Domestic Scheduled Passenger
Departure airport: Moskva-Domodedovo Airport (DME)
Destination airport: Volgograd Airport (VOG)
Flight number: 1303
Flight 1303 departed Moscow about 22:30 for a flight to Volgograd. It crashed in a field, almost simultaneously with a Sibir Tupolev 154 which had also departed Domodedovo earlier that night.
The exact number of passengers and crew has not been confirmed yet. 7+34 are the latest figures reported by the ITAR-TASS press agency.

Source: aviatsiya.ru, gazeta.ru, ITAR-TASS
--------------------------------------------
AIRCRAFT PROFILE TUPOLEV 134
* Last hull-loss accident: 24 JUN 2003 RA-65929 Voronezh Avia, at Nyagan Airport, Russia- 0 fatalities
* Last fatal hull-loss accident: 03 SEP 1997 VN-A120 Vietnam Airlines, near Phnom Penh, Cambodia - 65 fatalities
* Total number of hull-losses: 58 losses (47 accidents, 10 other occurrences [ground fire and terrorism] and 1 unknown occurrence). - [please note that it has not been established if this occurrence was an accident or an act of terrorism]
* 17th worst Tu-134 accident
* Survival rate for all fatal Tu-134 accidents: on average 25,5% of all occupants survived fatal accidents

--------------------------------------------------------------------------
ASN ACCIDENT DIGEST 2004-19
--------------------------------------------------------------------------
Date: 24 AUG 2004
Time: 22:59
Type: Tupolev 154B-2
Operator: Sibir Airlines
Registration: RA-85556
Msn / C/n: 82A-556
Year built: 1982
Total flying hours: 30751
Crew: 8 fatalities / 8 on board
Passengers: 38 fatalities / 38 on board
Total: 46 fatalities / 46 on board
Airplane damage: Written off
Location: near Millerovo (Russia)
Phase: En route
Nature: Domestic Scheduled Passenger
Departure airport: Moskva-Domodedovo Airport (DME)
Destination airport: Adler/Sochi Airport (AER)
Flight number: 1047
Flight 1047 departed Moscow about 22:40 for a flight to Sochi. It crashed almost simultaneously with a Sibir Tupolev 154 which had also departed Domodedovo earlier that night. Unconfirmed reports say a hijack warning signal was issued by the the crew shortly before the plane disappeared off radar screens.

Source: aviatsiya.ru, gazeta.ru
--------------------------------------------
AIRCRAFT PROFILE TUPOLEV 154
* Last hull-loss accident: 01 JUL 2002 RA-85816 Bashkirskie Avialinii, near Überlingen, Germany - 69 fatalities (collision with DHL B757)
* Total number of hull-losses: 58 losses (51 accidents and 7 other occurrences [ground fire and terrorism]) - [please note that it has not been established if this occurrence was an accident or an act of terrorism]
* 22nd worst Tu-154 accident
* Survival rate for all fatal Tu-154 accidents: on average 26,3% of all occupants survived fatal accidents

2004 SO FAR
* Number of fatal hull-loss airliner accidents : 19 (safety rank since 1950: 3rd safest)
* Number of fatalities: 399 (safety rank since 1950: 6th worst)
(Coverage: fatal, multi engine civil airliner accidents)
 
Togge

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Wenn man die Berichterstattung aus Russland verfolgt, dann hat man den Eindruck, als soll die wahre Ursache, wie in Russland üblich, hinter einem Schleier aus Desinformation verborgen werden. Wenn der Inlandsgeheimdienst FSB schon wenige Stunden nach dem Unglück Anschläge ausschließt und von "Verstößen gegen Betriebsregeln" spricht, ist das schon merkwürdig. Möglicherweise ist es politisch gewollt, dass Anschläge ausgeschlossen werden.
 
Christoph West

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Ich bin da selber mal mit solch einer Linie von Rostov nach Moskau geflogen, und seid dem wundert es mich, daß da nicht alle Nase lang Flugzeuge abstürzen !
Möglicherweise ist es politisch gewollt, dass Anschläge ausgeschlossen werden.
Der Putin würde doch nichts lieber tun, als das den Tschetschenen in die Schuhe zu schieben.
 

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Bin mal gespannt, was für Märchen zu der Tragödie in den nächsten Tagen noch über den Sender kommen...
Glücklicherweise kann ich schon selbst denken und benötige keinen russischen Geheimdienst, um 1&1 zusammenzuzählen... Wenn es nicht so schlimm wäre, könnte man sich über die Berichterstattung totlachen. :mad:

Gruss
Jens
 
Jan

Jan

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Christoph West schrieb:
Der Putin würde doch nichts lieber tun, als das den Tschetschenen in die Schuhe zu schieben.
Das siehts Du leider völlig falsch.

Die Situation in Russland ist jetzt eine andere, als zum Amtsantritt von Putin.
Er musste anfangs sich die Unterstützung des Volkes erarbeiten, er war unbekannt. Hätte man manch andere Emporkömmlinge wir Reformer Jakowlew, Lebed oder Tschubais an die Spitze gesetzt (alle hätten kein Jahr überstanden), wüsste man, was kommt. Aber so? Wer war Putin?

Putin hat das gemacht, was Russland braucht. Das Land in die eiserne Hand genommen und durchgegriffen.
Tschetschenien war der Anfang, man verdiene sich Sporen.
Weiter die Entmachtung der Jelzin Familie und nun sind bekanntlich Oligarchen dran, die den Pakt des "Stillhaltens" brechen.

Die Situation in Tschetschenien hat sich aber gewandelt, er (Putin) HAT die Unterstützung des Volkes bei seinen Handlungen dort.
Nun muss er beweisen, dass ER alles im Griff hat!
Ergo, wenn er alles im Griff hat, wie können dann Terroristen Flugzeuge entführen? Das passt nicht, das könnte Zweifel aufkommen lassen, gerade jetzt vor der Wahl dort unten.
Je mehr Leute dort unten verunsichert sind, nicht zur Wahl gehen, desto schlechter für Putin.

Ein wirksamer tschetschnisch orientierter Schlag momentan kann Ihm Probleme bereiten, seinen Rückhalt und des Rückhalt "seines" Mannes dort unten gefährden.

Davon ab glaube ich nicht an einen politisch motivierten Anschlag, mag es menschliches Versagen, technisches Versagen, eine "normale" Flugzeugentführung sein, eine Tat mit Gründen die bei uns unter "Mafia" gebucht werden oder Versuche, bestimmte Leute, Fluggesellschaften, Airpoirts verschwinden zu lassen.
Wir wissen es nicht, werden es womöglich auch nie wissen, aber wir wissen vieles nicht....
 

Gelöschtes Mitglied 3770

Guest
genausogut könnte Interfax berichten, der Jet wäre mit einem fliegenden Fisch kollodiert und sei deshalb abgestürzt....wir werden die Wahrheit zu diesem (und sehr vielen anderen Fällen) wahrscheinlich nie erfahren. Tendenz zunehmend....

Gruss
Jens
 
EDGE-Henning

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Flugzeugabsturz: Augenzeugenbericht Tu-134


Von Olga Tschurkina, Butschalki bei Tula. Es war spät abends am 24. August 2004, als es über dem Dorf Butschalki aufblitzte. Der Himmel war bedeckt. Aber beim Laut, der zunehmend an Kraft gewann, konnte es sich unmöglich um einen Donner handeln. „So etwas habe ich noch nie im Leben gehört,“ wird später die Neuntklässlerin Jekatarina Kornejewa aus Butschalki sagen.

Es war ein ungewöhnlicher Laut, wie eine langanhaltende Explosion, der mit einem Schlag endete, der die Erde beben ließ. Ihre Freundin sei vor Schreck aufgesprungen, erzählt Jekatarina, und habe gedacht ‚jetzt gibt es Krieg!’.

Der erste Notruf kam von einer Frau, die am Rande von Butschalki wohnt. Sie musste auf eine Kiefer hinaufklettern, damit ihr Mobiltelefon eine Verbindung herstellen konnte. In ihrem Garten hatte sie die Leiche eines Mädchens gefunden. 40 Minuten nach dem Notruf trafen die ersten Helfer am Unglücksort ein.

Wie durch ein Wunder blieb das Dorf unversehrt

Die Bewohner des alten Dorfes scheinen unter einem guten Stern geboren zu sein. Die Tu-134 der Gesellschaft Wolga-Aviaexpress auf dem Weg von Moskau nach Wolgograd fiel unweit der Ortschaft vom Himmel. Nur ein Stück weiter, und die Stahlmassen wären aus zehn Kilometer Höhe direkt auf die Wohnhäuser gestürzt. Die Trümmer des Flugzeuges liegen lediglich 700 Meter vom Dorfrand entfernt.
Die abgestürzte Tupolew riss weder eine Hochspannungsleitung mit, noch ist sie in den nahgelgenen Teich gefallen. Kein Haus ist beschädigt, keine Menschen oder Tiere wurden erdrückt. Nichts ist verkohlt und kein Ast ist gekrümmt - obschon die Trümmer direkt neben einem Gebüsch liegen. Fast, als ob der Flugzeugrumpf sanft auf das Feld gelegt worden ist.

Den Helfern bot sich ein schreckliches Bild

Nur der Flugzeugrumpf ist ganz geblieben. 500 Meter davon entfernt liegt losgelöst das Heck. Der Rumpf sei gefüllt gewesen mit einer schrecklich blutigen Masse aus zertrümmerten Knochen und Schädeln, berichten Augenzeugen. Im Heck liegt ein Körper angeschnallt auf einem der ganz gebliebenen Sessel. Anzeichen eines Feuers am Boden gibt es nicht.

Die Tu-134 stürzte weniger als eine Stunde nach ihrem Start in Moskau ab. Mindestens zehn Tonnen Kerosin habe die Maschine getankt, schätzen Spezialisten. Trotzdem fand sich kein Tropfen rund um die Absturzstelle. Wahrscheinlich ist der Treibstoff vor dem Aufschlag der Überreste verbrannt.

(Tulskoje Obosrenie/ Tulaer Rundschau für russland-aktuell)
 
EDGE-Henning

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Komisch ist auch, das zur fraglichen Zeit einige Flugzeuge sehr große Verspätungen hatte! Ein mir bekannter Deutscher erfuhr NACH seinem Flug von seinem Verwandtem, das seit 10 Uhr (russ.Zeit Tscheljabinsk) die inoffizielle Info da war, "Das etwas nicht stimmt im russischen Luftraum". Es wurden den Leuten aber nahegelegt, nix verlauten zu lassen.....
 
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Nach neuesten Erkenntnissen sind in beiden Maschinen Bomben explodiert, die jeweils von einer tschetschenischen Passagierin gezündet wurden. Beide Wracks weisen explosionstypische Verformungen auf, an den Trümmern der einen Maschine fanden sich Spuren von Sprengstoff. Die beiden Frauen stehen im Verdacht, da sie jeweils die einzigen Passagiere sind, nach denen sich keiner erkundigt hat. Es scheint, der Inlandsgeheimdienst FSB hat einfach zu viele Lecks, darum wird der Kenntnisstand nun auch offiziell häppchenweise an die verschiedenen russischen Medien gefüttert.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,315313,00.html
 
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N 24 bringt die gleicher Version. Bombenexplosionen bei beiden Maschinen.
Tragisch.

Also nichts mit, den vorschnell geäußerten Vermutungen, Rußland wird oder will nicht aufklären. Man so mit solchen eigenen Äußerungen sich in Zurückhaltung üben. Das Thema ist für Spekulationen ungeeignet.
 
EDGE-Henning

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Tu-Terror: Das Echo erreicht doch Tschetschenien


Von Lothar Deeg, St. Petersburg. Der doppelte Tupolew-Absturz erinnert nun nicht nur an den 11. September 2001, sondern auch an den 11. März 2004: Nach den Bomben in den Madrider Vorortzügen versuchte die spanische Regierung, Hinweise auf die wahren – islamistischen - Urheber unter der Decke zu halten, um ihre Wiederwahl zu retten. Auch in Russland wird am Sonntag in Tschetschenien ein neuer Präsident gewählt.

Diese einzig vom Kreml als ein Akt junger Demokratie gesehene Wahl sollte nicht durch eine Machtdemonstration seiner Gegner überschattet werden.

Der Inlandsgeheimdienst FSB beschwichtigte zunächst, es gäbe keine Hinweise auf einen Terrorakt. Und Verkehrsminister Igor Lewitin erklärte noch zwei Tage später, zwischen beiden Unglücken bestünde kein Zusammenhang: unbeholfene Versuche, Offensichtliches durch offizielle Sprachregelungen zu verschleiern. In einem Land, in dem ein guter Teil der Medien staatshörig ist, trägt so etwas ein paar Tage Früchte.

Doch dann bekannten sich Islamisten zum Angriff auf die Tupolews. Und es fanden sich Spuren von Sprengstoff. Der FSB schwenkte prompt um auf das Präsentieren von Ermittlungserfolgen und spricht schon von einem eingegrenzten Täterkreis: In jeder Maschine saß je eine Tschetschenin.

Es waren also wieder die „Schwarze Witwen“ – vom Krieg entwurzelte Tschetscheninnen, von Hintermännern zu lebenen Bomben umprogrammiert. In Russland sprengten sie sich bisher in Zügen, in Menschenmengen auf offener Straße – und einmal wohl auch in der Moskauer Metro.

Doch mit einer Bombe in einen Zug zu steigen, ist einfach. In ein Flugzeug jedoch nicht – auch wenn die Sicherheits-Checks auf russischen Inlandsflügen nicht so ausgefeilt sind wie im Westen. Die Terroristen bewiesen so dem russischen Staat: Unterschätzt uns nicht als wilde Kämpfer aus den Bergen. Wir machen technische Fortschritte. Wir können auch zuschlagen, wo ihr euch vor Terror besonders schützt – sogar doppelt.
Die Botschaft der Terroristen galt aber auch den Tschetschenen – zur Einschüchterung: Seht her, unser Arm ist lang, Russland kann nicht mal seine Flugzeuge vor uns schützen. Mancher brave Wähler bleibt nun vielleicht zu Hause.
Den Wahlausgang kann der Tupolew-Terror aber nicht ändern: Anders als in Spanien stehen in Grosny keine politischen Alternativen zur Wahl – nur Personen mit identisch Russland-treuem Kurs. Und der von Putin zum Kadyrow-Nachfolger designierte Alu Alchanow wird so oder so gewinnen: Denn dass im geplagten Tschetschenien Wahlergebnisse nur nach Kreml-Wunsch produziert werden, ist leider so sicher wie der nächste Anschlag kaukasischer Kamikaze-Killer.
(ld/rufo)
 
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