Türkische Rüstungsindustrie Luftfahrt

Diskutiere Türkische Rüstungsindustrie Luftfahrt im Sonstige Streitkräfte Forum im Bereich Einsatz bei; Es freut mich sehr, dass du dich amüsierst. Während viele ihre Überheblichkeit nicht ablegen können, wird in der Türkei fleißig weiterentwickelt –...
pilot1985

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Du meinst, das ist ein echtes Triebwerk, das die auf die Messe stellen 🤔? Du meinst, die haben still und heimlich ein Triebwerk entwickelt 🙃?

Ich sehe da eine Messe-Atrappe, lese Messe-Rethorik und amüsiere mich über die Interpretation derselben 🥳.

Es freut mich sehr, dass du dich amüsierst. Während viele ihre Überheblichkeit nicht ablegen können, wird in der Türkei fleißig weiterentwickelt – und ja, stell dir vor, auch im Geheimen. Ich werde nicht auf die einzelnen Projekte eingehen, aber die Türkei hat viel zu verlieren. Diese Projekte werden in der Türkei als Überlebensgarant der Nation gesehen und MÜSSEN erfolgreich werden.
 
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Multi-Purpose Missile Roketsan EREN

AKINCI trifft Luftziel im Sudan mit EREN-Rakete!

Mit dem Fokus auf die Sicherung der Lufthoheit im anhaltenden Konflikt im Sudan hat die sudanesische Armee einen bemerkenswerten Luft-Luft-Sieg errungen – unter Einsatz zweier herausragender Produkte der türkischen Rüstungsindustrie: der Bayraktar AKINCI Drohne (HALE) und der ROKETSAN EREN-Rakete.

Berichten zufolge hat eine Bayraktar AKINCI Drohne, die unter dem Kommando der sudanesischen Armee operierte, erfolgreich eine Luftplattform der von den VAE unterstützten „Rapid Support Forces“ (RSF) mit einer von ROKETSAN gefertigten EREN-Rakete getroffen und zerstört. Die EREN-Rakete, die erst wenige Monate zuvor eingeführt worden war, hat sich somit im Gefecht bewährt und dadurch den Status der „Kampferprobtheit“ erlangt.

Der erfolgreiche Treffer auf das RSF-Flugzeug durch die EREN-Rakete – abgefeuert von der AKINCI-Plattform – gilt als eines der eindrucksvollsten Beispiele für das Konzept der integrierten Kriegsführung der türkischen Rüstungsindustrie, das unbemannte Luftfahrzeuge nahtlos mit einheimischen Raketensystemen kombiniert.

AKINCIs Luft-Luft-Fähigkeit im Feldeinsatz demonstriert

Die von Baykar entwickelte Bayraktar AKINCI Drohne zeichnet sich nicht nur bei Offensivmissionen gegen Bodenziele aus, sondern auch bei Einsätzen gegen Luftziele – dank ihrer hohen Nutzlastkapazität, ihrer fortschrittlichen Sensorinfrastruktur und ihrer Fähigkeiten zur Radarintegration.

Im Rahmen einer Testkampagne, die vor Kurzem gemeinsam von Baykar und ROKETSAN durchgeführt wurde, war genau jenes Konzept, das nun im Sudan seine Bewährungsprobe bestanden hat, bereits auf die Probe gestellt worden. Während dieses Tests traf eine von einer AKINCI Drohne abgefeuerte EREN-Rakete erfolgreich ein Luftziel. Dieses Konzept hat sich nun im Feldeinsatz unter realen operativen Bedingungen im Sudan bestätigt und sich damit mit goldenen Lettern in die Annalen der Kriegsgeschichte eingeschrieben.

EREN: Kampferprobt in nur 10 Monaten! Die EREN – eine Hochgeschwindigkeits-Mehrzweck-Loitering-Munition (Langzeit-Flugmunition), entwickelt von ROKETSAN – wurde erst vor 10 Monaten im Rahmen der Fachmesse IDEF’25 der Öffentlichkeit vorgestellt. Weniger als ein Jahr nach ihrer Einführung hat sich die EREN-Rakete – oder alternativ die Loitering Munition – bereits im Feldeinsatz bewährt.

Ausgestattet mit einem Turbojet-Triebwerk und einer Reichweite von über 100 Kilometern (bzw. einer Flugdauer von 15 Minuten) verfügt die EREN-Munition dank ihres KI-gestützten elektrooptischen Suchkopfs über hochmoderne Lenkfähigkeiten.

Die EREN-Rakete wurde für den Start von UCAVs, Hubschraubern, Landfahrzeugen, bodengestützten Systemen sowie maritimen Plattformen aus entwickelt. Die Rakete ist darauf ausgelegt, effektiv gegen langsam fliegende Luftziele, gepanzerte oder ungepanzerte Bodenziele sowie gegen Personal vorzugehen.





Sehr wahrscheinlich war es eine chinesische CASC/CAAA CH-6 Drohne von den VAE die abgeschossen wurde.
 
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SpezifikationBozdoğan (TR)AIM-9X Sidewinder Blk II (US)Gökdoğan (TR)AIM-120C-7 AMRAAM (US)AIM-120C-8 AMRAAM (US)
KlasseWVR (Kurzstrecke / Sichtweite) sowohl intern und Nato Export VersionWVR (Kurzstrecke / Sichtweite) Nato Export VersionBVR (Mittelstrecke) sowohl intern und Nato Export VersionBVR (Mittelstrecke) Nato Export VersionBVR (Mittel- bis Langstrecke) Nato Export Version
SuchkopfIIR (Imaging Infrared / abbildendes Infrarot),
Laser-Annäherungszünder
IIR (Imaging Infrared / abbildendes Infrarot),
Laser-Annäherungszünder
Aktiver Radar (Solid-State Active Radar Seeker), Laser-Annäherungszünder (No RF-Jamming)Aktiver Radar (Mechanischer Scan Slotted Array Antenna),
aktives Radar-Zündsystem
Aktiver Radar
(modernisierte F3R-Elektronik, Mechanischer Scan Slotted Array Antenna),
aktives Radar-Zündsystem
LenksystemOff-Boresight IIR, INS,
LOAL (Lock-on After Launch)
Off-Boresight IIR, INS, LOAL (Lock-on After Launch)Fire-and-Forget, optimierter Zwei-Wege-Datenlink (T-Link) & Nato Datenlink kompatibel, Netzwerkfähig
Führung der Rakete durch Dritte ("Engage on Remote"), ECCM, GNSS-gestütztes INS
Fire-and-Forget, Radar-Terminal,
Ein-Wege-Datenlink (Uplink) kein Zwei-Wege-Datenlink nur bei der AIM 120D vorbehalten
Fire-and-Forget,
ECCM, GPS-gestütztes INS, optimierter Ein-Wege-Datenlink (Uplink) kein Zwei-Wege-Datenlink nur bei der AIM 120D vorbehalten
ManövrierfähigkeitSchubvektorsteuerung (TVC)Schubvektorsteuerung (TVC)Aerodynamische KontrollflächenAerodynamische Kontrollflächen (Clipped Wings)Aerodynamische Kontrollflächen (Clipped Wings)
Max. Reichweite25+ km30+ km65 - 100+ km (real bis 80 - 90 km)ca. 105 - 120 km
(real bis zu 90+ km)
ca. 140-160 km (real bis 120+ km ca. 30-40% Steigerung zur C-7)
Max. GeschwindigkeitMach 4+Mach 2,5+Mach 4,5+Mach 4Mach 4
Gewicht / Länge / Stückpreis ca.ca. 120-140 kg / 3,0 m / 450000 - 500000 USDca. 85 kg / 3,02 m / 450000 - 500000 USDca. 155 kg / 3,7 m / 1 - 1,2+ Million USDca. 157 kg / 3,7 m / 1,8 - 2 Millionen USDca. 161 kg / 3,7 m / 2,4 - 2,8 Millionen USD
GÖKDOĞAN- und BOZDOĞAN-Luft-Luft-Raketen schließen Verifizierungsphase ab

Der türkische Minister für Industrie und Technologie, Mehmet Fatih Kacır, gab den Abschluss der Verifizierungsphase der Luft-Luft-Raketen GÖKDOĞAN BVRAAM und BOZDOĞAN WVRAAM bekannt.

Wie der türkische Minister für Industrie und Technologie, Mehmet Fatih Kacır, mitteilte, haben die von TÜBİTAK SAGE entwickelten Raketen GÖKDOĞAN BVRAAM und BOZDOĞAN WVRAAM die Verifizierungsphase mit Schießtests unter Verwendung scharfer Gefechtsköpfe erfolgreich hinter sich gebracht.

Die Raketen werden die AIM-120 AMRAAM und AIM-9 Sidewinder im Dienst der türkischen Luftwaffe ablösen und deren Aufgaben bei Einsätzen mit F-16-Kampfflugzeugen schrittweise übernehmen. Gleichzeitig werden sie als primäre Luft-Luft-Bewaffnung für das Kampfflugzeug KAAN, das unbemannte Kampfflugzeug KIZILELMA sowie das Mehrzweck-Stealth-UCAV ANKA-III dienen.

Die GÖKDOĞAN BVRAAM, die die AIM-120 AMRAAM ablösen soll, zeichnet sich durch eine Reichweite von über 65 km aus (Minister Kacır hatte zuvor sogar eine Reichweite von bis zu 100 km genannt) und nutzt ein kombiniertes Leitsystem aus Datenlink und HF-Suchkopf.

Die BOZDOĞAN WVRAAM hebt sich durch eine größere Bauweise von vergleichbaren Systemen ab; sie verfügt über ein leistungsstärkeres Raketentriebwerk, das eine Geschwindigkeit von Mach 4 ermöglicht (andere WVRAAM-Systeme erreichen zumeist Geschwindigkeiten zwischen Mach 2,5 und 3). Die Rakete nutzt einen IIR-Suchkopf (bildgebender Infrarotsuchkopf) und erreicht eine Reichweite von 25 km. Neben dem Einsatz von Flugzeugen aus wurde die BOZDOĞAN auch für die Luftverteidigung adaptiert und unter der Bezeichnung GÖKSUR eingeführt. Diese Variante verfügt über klappbare Heckflossen und einen bidirektionalen Datenlink – Optimierungen, die speziell für den bodengestützten Einsatz über das Luftverteidigungssystem GÜRZ 200 sowie das Nahbereichsverteidigungssystem (PDMS) GÖKSUR 100-N vorgenommen wurden.
 
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Türkeis geheimnisvoller Jet für elektronische Kampfführung taucht auf neuen Bildern auf

Der seit langem verzögerte HAVA SOJ soll die gegnerische Luftverteidigung von außerhalb stark umkämpfter Lufträume aus blenden.

Türkeis neuer Jet für elektronische Kampfführung scheint dem Status der Einsatzbereitschaft näher zu kommen, da die weitaus klarsten Aufnahmen des Flugzeugs bisher in einem Jubiläumsvideo für die türkischen Luftstreitkräfte aufgetaucht sind. Die Plattform ähnelt im Großen und Ganzen westlichen Standoff-Plattformen für elektronische Angriffe wie der EA-37B Compass Call der U.S. Air Force und unterstreicht einmal mehr das breiter werdende Spektrum an Produkten der Verteidigungsluftfahrt – bemannt wie unbemannt – sowie an Waffen und Sensoren, die die Türkei mittlerweile herstellt.
Ein sehr kurzer Clip der HAVA SOJ (Airborne Standoff Jammer) ist in einem Video zu sehen, das heute auf dem offiziellen X-Konto des türkischen Verteidigungsministeriums veröffentlicht wurde. Das Video wurde anlässlich des 115. Jahrestags der Gründung der türkischen Luftstreitkräfte erstellt und zeigt verschiedene andere Typen, die entweder von der Teilstreitkraft betrieben werden oder sich in der Entwicklung befinden. Das Bildmaterial ist unten eingebettet, wobei die HAVA SOJ etwa bei der Marke von 1:39 erscheint.
Das neue Bild zeigt die HAVA SOJ mit ihren externen Verkleidungen und Antennen, aber noch unlackiert. Das Flugzeug zieht ein Kabel von der Spitze seines Seitenleitwerks hinter sich her, bei dem es sich wahrscheinlich um einen Schleppkegel (Trailing Cone) handelt, der häufig bei frühen Flugtests neuer Flugzeugkonfigurationen verwendet wird. Eine Luftdatenmesssonde, eine temporäre Vorrichtung im Zusammenhang mit Testarbeiten, ist an der Nase angebracht.
Ein erstes Bild der HAVA SOJ von sehr schlechter Qualität vom 1. März dieses Jahres, als das Flugzeug einen Testflug vom Gelände von Turkish Aerospace Industries (TAI) in Ankara absolvierte.
Zuvor waren am 20. Februar zwei Exemplare des Flugzeugs im Flug gesichtet worden, wobei ihre Testflüge auf öffentlich zugänglichen Flugverfolgungs-Websites auftauchten.
Gegen Ende der 2000er Jahre begannen die Türkei und Aselsan mit der Planung eines einheimischen Ersatzes für die bestehende Standoff-Störfähigkeit der türkischen Luftstreitkräfte, die auf dem Turboprop-Transportflugzeug Transall C-160 basierte, wie auf dem unten eingebetteten Foto zu sehen ist.
Da das Programm länger dauerte als erwartet, wurde über den Einsatz eines temporären luftgestützten Standoff-Störsenders im Rahmen eines Programms namens Gölge (Schatten) nachgedacht. Dies hätte eine dringende operative Fähigkeit mit zwei auf der Global Express basierenden Systemen bereitgestellt und Ausrüstung von lokalen und internationalen Unternehmen integriert. Die Verhandlungen machten keine Fortschritte und das Gölge-Programm wurde 2017 beendet.
Die ersten in Kanada hergestellten Bombardier Global 6000-Zellen für das HAVA SOJ-Programm wurden bereits 2019 an die TAI-Einrichtungen geliefert. Letztlich sind vier Umbauten geplant. Interessanterweise hatten einige frühe Grafiken im Zusammenhang mit dem Programm das System auf einer Gulfstream-Plattform dargestellt.
Die Global 6000-Zellen erhalten Missionsnutzlasten von Aselsan, die von TAI integriert werden. Mehrere offizielle Bilder des Flugzeugs waren erschienen, bevor der Einbau der Systeme stattfand, aber seitdem zeigt sich das Flugzeug bemerkenswert kamerascheu.
Eine der Global 6000-Zellen vor dem Erhalt ihrer Missionsausrüstung. SSB
Die türkische Agentur für Verteidigungsindustrie (SSB), eine Regierungsbehörde, die die Verteidigungsindustrie in der Türkei verwaltet und dieses Programm leitet, beschreibt die Rolle der HAVA SOJ wie folgt:
„Standoff-Jamming-Plattformen (SOJ) sind hochwertige Vermögenswerte, die gegnerische Luftverteidigungsradare unterdrücken, Führungszyklen stören und die Kommunikation beeinträchtigen, indem sie Täuschungs- und Rauschstörungen aus großen Entfernungen durchführen, ohne in den feindlichen Luftraum einzudringen. Auf diese Weise schaffen sie Korridore, durch die befreundete Luftstreitkräfte in den gegnerischen Luftraum eindringen können. Der effektive Einsatz dieser Plattformen ist zu einer unbestreitbaren Realität der modernen Kriegsführung geworden, da sie als Multiplikator wirken und starke asymmetrische Effekte erzeugen.“
Neben Störsystemen wird die HAVA SOJ auch über eine Aufklärungsfähigkeit mit Ausrüstung für elektronische Unterstützungsmaßnahmen (ESM) verfügen, und es gibt auch Berichte über ein Bordradar.
Der Großteil dieser Ausrüstung ist in großen Sensorverkleidungen rund um den Rumpf untergebracht.
Eine frühe Aselsan-Grafik zeigt die umfangreiche Anordnung von Empfängersensoren, Störsendern und Kommunikationsausrüstung rund um das Flugzeug. Aselsan
Was die Details der Ausrüstung betrifft, wurden nur wenige Einzelheiten veröffentlicht, aber es ist bekannt, dass sie auf Aselsans landgestützter Suite für elektronische Unterstützung/Angriffe Koral/Kara SOJ basiert, die auf zwei Schwerlastfahrzeugen montiert ist. Alle Systeme für die Jets werden im eigenen Land entwickelt.
### Koral Elektronik Harp Sistemi
Wir wissen, dass der primäre erklärte Auftrag der HAVA SOJ der elektronische Angriff in Form von Täuschung und Störung ist. Zu diesem Zweck ist das Flugzeug wahrscheinlich mit leistungsstarken AESA-Antennen (Active Electronically Scanned Array) ausgestattet, ähnlich denen, die in der landgestützten Koral/Kara SOJ verwendet werden. Diese könnten verwendet werden, um hochfokussierte Strahlen elektromagnetischer Energie auszusenden, um die Radare und andere Hochfrequenzsensoren und -sender in der Luft, an Land und auf See zu stören. Dies ist eine Fähigkeit, über die wir bereits im Zusammenhang mit dem elektronischen Kampfflugzeug EA-37B der U.S. Air Force gesprochen haben. Darüber hinaus könnten dieselben AESA-Antennen verwendet werden, um Cyberangriffe auszulösen.

Eine weitere Parallele findet sich im australischen Aufklärungs- und elektronischen Kampfflugzeug MC-55A Peregrine (Airborne Intelligence, Surveillance, Reconnaissance, and Electronic Warfare – AISREW), das auf der Zelle des Businessjets Gulfstream G550 basiert. Wie wir in der Vergangenheit bereits besprochen haben, ist die Peregrine wahrscheinlich eine Mehrzweckplattform, die sowohl Funktionen zur Informationsgewinnung als auch zur elektronischen Kampfführung bietet.
Australiens erste MC-55A Peregrine auf der RAAF Base Edinburgh, Südaustralien, Anfang dieses Jahres. @airman941
In der Praxis würde die HAVA SOJ ihre ESM-Ausrüstung nutzen, um feindliche Hochfrequenzemissionen zu erkennen und zu verfolgen. Nach der Erkennung und Geolokalisierung des feindlichen Senders würde dessen Frequenzwert bestimmt. Dann würde das elektronische Angriffselement aktiviert, das eigene Emissionen aussendet, um diesen Sender elektronisch anzugreifen, sei es durch Jamming (Störung) oder Spoofing (Täuschung). Mithilfe seiner AESA-Radare mit ihrer schnellen Abtastfähigkeit wäre der Jet in der Lage, punktgenaue Angriffe und nicht nur flächendeckende Störungen (Barrage Jamming) durchzuführen und diese Angriffe zudem gleichzeitig gegen mehrere Sender unterschiedlicher Typen und in verschiedenen Entfernungen auszuführen.
Diese Art von Fähigkeit lässt sich eindeutig gegen Luftverteidigungssysteme und Befehls- und Kontrollknoten einsetzen, wie die SSB betont. Sie ist jedoch auch in der Lage, bestimmte Arten der gegnerischen Kommunikation zu beeinträchtigen, zu blockieren und zu stören, was in der Datenaustauscharchitektur und dem Führungs- und Kontrollsystem des Feindes Chaos anrichtet und die Fähigkeit gegnerischer Kommandeure einschränkt, effektive Entscheidungen zu treffen und diese zu teilen. Und in Friedenszeiten wäre das Flugzeug in der Lage, Aufklärungsarbeit zu leisten und dabei zu helfen, eine elektronische Schlachtordnung (Electronic Order of Battle – EOB) über die gegnerischen Streitkräfte zu erstellen, was für die NATO von hohem Wert wäre.

Interessanterweise sehen die Flügelspitzenbehälter der HAVA SOJ denen der EA-18G Growler sehr ähnlich, die Teil ihres AN/ALQ-218 Tactical Jamming System Receiver-Systems sind, welches Radarwarnempfänger- (RWR), elektronische Unterstützungsmaßnahmen- (ESM) und elektronische Aufklärungsfunktionen (ELINT) umfasst.
Eine EA-18G mit den AN/ALQ-218 Tactical Jamming System Receiver-Behältern an den Flügelspitzen. U.S. Navy
Obwohl sie für den Einsatz von außerhalb des feindlichen Luftraums konzipiert sind, mehren sich die Fragen zur Überlebensfähigkeit solcher Spezialflugzeuge gegenüber leistungsfähigeren Luftverteidigungen, da die Bedrohung durch weitreichende Flugabwehrraketensysteme weiter zunehmen wird.
Was die lange „Kanu“-Verkleidung unter dem Rumpf betrifft, so ähnelt diese jener der ME-11B HADES der U.S. Army und den mittlerweile ausgemusterten Sentinel R1 der Royal Air Force, die ebenfalls beide auf der Bombardier Global Express basieren. In diesen Anwendungen beherbergt das „Kanu“ ein Radar mit synthetischer Apertur und Bodenbewegungszielanzeige (Synthetic Aperture Radar/Ground Moving Target Indicator – SAR/GMTI). SAR-Bilder bestehen aus hochdetaillierten Bodenkarten, während die GMTI-Funktionalität sich bewegende Fahrzeuge auf dem Boden erkennen und verfolgen kann, unabhängig von Wolkendecke, Rauch, Staub oder anderen Sichtbehinderungen. Wenn ein ähnliches Radar in der HAVA SOJ installiert wäre, würde dies eine leistungsstarke Fähigkeit zur Informationsgewinnung verleihen, aber wir können dies nicht mit Sicherheit sagen. Es ist auch möglich, dass AESA-Arrays auf dem Jet, die primär zur Unterstützung des elektronischen Angriffs eingesetzt werden, auch einige SAR/GMTI- und andere Radarfunktionen ausführen können. Es ist auch erwähnenswert, dass dieses Flugzeug tatsächlich zwei bauchseitige Verkleidungen hat, die separate Arrays enthalten könnten.
Eine Sentinel R1 der Royal Air Force vor ihrer Ausmusterung. Crown Copyright
Schließlich verfügt das Flugzeug über zwei große rückengetriebene SATCOM-Gehäuse auf seinem Rumpfrücken. Dies würde es ermöglichen, die von diesem Flugzeug gesammelten Daten nahezu in Echtzeit überallhin zu verteilen. Zudem wird das Flugzeug zweifellos über eine beeindruckende Kommunikationssuite zur Unterstützung von Sichtlinienkommunikation und Datenaustausch verfügen, was für die Funktion als Multiplikator für die türkischen Luftstreitkräfte von entscheidender Bedeutung sein wird.
Als Aselsan 2018 den Zuschlag für seinen Teil des HAVA-SOJ-Programms erhielt, war geplant, das erste Flugzeug im Jahr 2023 an die türkischen Luftstreitkräfte auszuliefern. Diese Frist wurde eindeutig verpasst, was bei einem Programm dieser technologischen Komplexität kaum ungewöhnlich ist.
Eine Frontansicht einer Global 6000 vor dem Erhalt ihrer HAVA SOJ-Missionsausrüstung. SSB
In Anbetracht des Erfolgs der Türkei bei der Kundensuche für ihre Verteidigungsprodukte könnte die HAVA SOJ auch auf erhebliches ausländisches Interesse stoßen, wobei Pakistan in der Vergangenheit als potenzielle Option genannt wurde.
Aselsan ist zudem ein Joint Venture mit Taqnia in Saudi-Arabien eingegangen, mit dem Ziel, eine als Kasih bekannte Version der HAVA SOJ zu vermarkten.
Für Exportkunden unterliegt die in der HAVA SOJ installierte Missionssuite, wie andere türkische Militärausrüstung auch, nicht den Beschränkungen der US-amerikanischen ITAR-Richtlinien (International Traffic in Arms Regulations), die den Transfer von Verteidigungs- und Militärtechnologien sowie -dienstleistungen – insbesondere der sensibleren – in bestimmte Länder einschränken können. Selbst unter den NATO-Betreibern in Europa wird die HAVA SOJ wahrscheinlich über ein unerreichtes Spektrum an Fähigkeiten verfügen. Da die Luftverteidigung selbst bei weniger hochentwickelten Gegnern immer leistungsfähiger wird, wächst der Bedarf an High-End-Fähigkeiten für elektronische Angriffe immer weiter.
Während viele Fragen zu den genauen Fähigkeiten der HAVA SOJ offen bleiben, deuten die immer häufigeren Auftritte des Flugzeugs darauf hin, dass das seit langem verzögerte Programm in eine reifere Phase eintritt. Da die Türkei weiterhin massiv in einheimische Technologien investiert, schickt sich die HAVA SOJ an, einer der bedeutendsten Kraftmultiplikatoren im Inventar der türkischen Luftstreitkräfte zu werden und eine wertvolle Standoff-Fähigkeit zu bieten, auch gegen moderne integrierte Luftverteidigungsnetzwerke.
 
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Auslieferung der luftgestützten ballistischen Rakete İHA-230 an die türkischen Streitkräfte!

Konteradmiral Zeki Aktürk, Berater für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Sprecher des Verteidigungsministeriums, äußerte sich im Rahmen des wöchentlichen Pressebriefings zur Einführung des neuen Systems in den Bestand der türkischen Streitkräfte.

Dabei wurde bekannt gegeben, dass die von ROKETSAN entwickelte Überschall-Ballistikrakete İHA-230 erstmals in den Bestand des türkischen Heeres aufgenommen wurde.

In der Erklärung hieß es: „Die Prüf- und Abnahmeverfahren für die İHA-230-Munition – die in verschiedenen Stückzahlen für unser Heer beschafft wurde – sind abgeschlossen, und das System wurde in den Bestand übernommen.“

Luftgestützte ballistische Rakete
Die von ROKETSAN entwickelte İHA-230 ist eine luftgestützte ballistische Überschallrakete (Luft-Boden-Waffe), die für den Einsatz von bewaffneten unbemannten Luftfahrzeugen (UAVs) konzipiert wurde.

Das System, das je nach Abwurfhöhe und -geschwindigkeit eine Reichweite von mehr als 150 Kilometern erzielen kann, lässt sich gegen Ziele wie Luftverteidigungsradare, Kommunikationseinrichtungen, Kommandozentralen, leicht gepanzerte Fahrzeuge und kritische Infrastrukturen einsetzen.

Dank ihres GNSS-gestützten Trägheitsnavigationssystems operiert die İHA-230 mit hoher Präzision, selbst in Umgebungen mit elektronischen Störmaßnahmen, und arbeitet nach dem „Fire-and-Forget“-Prinzip. Nach der Trennung vom UAV durchläuft die Rakete eine Phase des freien Falls, bevor ihr Feststofftriebwerk zündet und sie auf das Ziel zusteuert. Die 225 Kilogramm schwere İHA-230 kann sowohl mit einem Splittergefechtskopf (mit vorformierten Splittern) als auch mit verschiedenen anderen, auf unterschiedliche Zieltypen zugeschnittenen Gefechtsköpfen ausgestattet werden. Das System lässt sich in einheimische Plattformen wie AKINCI, AKSUNGUR und KIZILELMA integrieren.

Es wird erwartet, dass die İHA-230 die Fähigkeiten der türkischen Streitkräfte zu präzisen Angriffen auf große Distanz – insbesondere bei Operationen gegen kritische Infrastrukturen hinter den feindlichen Linien – erheblich steigern wird. AKINCI-UCAV und İHA-230 ALBM
Zieltreffer aus über 100 Kilometern Entfernung beim ersten Schusstest

ROKETSAN, ein Unternehmen mit umfassender Expertise bei Mehrfachraketenwerfersystemen sowie den darin verwendeten Raketen und Flugkörpern, entwickelte die İHA-230 auf der Basis der ballistischen Boden-Boden-Rakete TRG-230.

Im Rahmen des ersten Schusstests der İHA-230 startete im Dezember 2022 eine AKINCI-UCAV in Çorlu und flog rund 700 Kilometer bis zum Testgelände in Sinop. Die aus einer Flughöhe von 25.000 Fuß auf das festgelegte Ziel in Sinop abgefeuerte TRG230-İHA-Rakete traf ihr Ziel erfolgreich aus einer Entfernung von mehr als 100 Kilometern. Bei nachfolgenden Tests wurde eine Reichweite von 200 Kilometern erzielt.

Parallel dazu setzt ROKETSAN die Entwicklungsarbeiten an der luftgestützten ballistischen Rakete 300 ER fort, die über eine Reichweite von 500 Kilometern verfügt.
SpezifikationİHA-122 (UAV-122)İHA-230 (UAV-230)İHA-300 ER (UAV-300 ER)
TypÜberschall-Luft-Boden-RaketeÜberschall-Luft-Boden-RaketeLangstrecken-Luft-Boden-Rakete
Technologische BasisTRG-122 ArtillerieraketeTRG-230 ArtillerieraketeTRG-300 Raketensystem
Durchmesser122 mm230 mm300 mm
Gewichtca. 76 kg225 kg900 kg
Längeca. 2,5 m3,4 m5 m
Einsatzreichweite50 - 60+ km150 - 200+ km500+ km
Gefechtskopf-Gewicht13,5 - 20 kg40 - 50 kg150 - 200 kg
Gefechtskopf-TypenSplittergefechtskopf (HE) + StahlkugelnSplitterwirkung, Panzerbrechend, ThermobarischSplitterwirkung / Bunkerbrechend
Lenksystem / SuchköpfeGNSS + INS / Laser / TV-Suchkopf mit robustem Anti-JammingGNSS + INS / Laser / optional TV-Suchkopf mit robustem Anti-JammingGNSS + INS / optional TV- Suchkopf mit robustem Anti-Jamming
FluggeschwindigkeitMach 1.5 - 2 Überschall (Supersonic)Mach 4+ Überschall (Supersonic)Mach 5+
Sehr nahe an Hyperschall
(Supersonic/Hypersonic))
TrägerplattformenTB2/TB3, AKINCI, AKSUNGURAKINCI, AKSUNGUR, KIZILELMA, Anka 3, F-16 Özgür II, TAI Hürjet, TAI KAANAKINCI, KIZILELMA, Anka 3, F-16 Özgür II, TAI Hürjet, TAI KAAN

İHA-122: Eine luftgestützte ballistische Überschall- Rakete (abgeleitet von der TRG/TRLG - 122). Abhängig von der Flughöhe und Geschwindigkeit der Drohne beim Abwurf liegt ihre Reichweite bei 50-60+ km mit Mach 1.5 - 2. Sie ist für den präzisen Angriff auf feindliche Radaranlagen, Kommunikationszentren und Personalansammlungen ausgelegt.


İHA-230: Eine luftgestützte ballistische Überschall-Rakete (abgeleitet von der TRG/TRLG - 230), die Geschwindigkeiten von über Mach 4+ erreicht. Abhängig von der Flughöhe und Geschwindigkeit der Drohne/Flugzeug beim Abwurf liegt ihre Reichweite bei 150-200+ km.


İHA-300 ER: Eine luftgestützte ballistische Überschall/Hyperschall Rakete (abgeleitet von der TRG - 300). Das neueste und stärkste Modell der Serie. Mit dieser Rakete können strategische, stark geschützte Ziele aus Reichweiten von über 500+ km bombardiert werden als Stand Off Missile.
Abhängig von der Flughöhe und Geschwindigkeit der Drohne/Flugzeug beim Abwurf liegt die Geschwindigkeiten von über Mach 5+ sehr nahe am Hyperschall.
 
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TRMOTOR hat sein Subsystem-Testzentrum an der Technischen Universität Gebze (GTU) eröffnet – zeitgleich mit dem Quanten-Technologie-Labor für ASELSAN und TÜBİTAK.

Zwei wichtige Einrichtungen, die zur Forschung und Entwicklung in der türkischen Verteidigungsindustrie beitragen sollen, wurden an der Technischen Universität Gebze in Betrieb genommen: das TRMOTOR-Subsystem-Testzentrum und das ASELSAN-TÜBİTAK-Labor für Quantenwissenschaften und -technologien. Der türkische Staatssekretär für Verteidigungsindustrie, Haluk Görgün, nahm an der Einweihungsfeier für die Einrichtungen teil.

Die neue Testanlage von TRMOTOR deutet darauf hin, dass das gemeinsam mit TEI entwickelte TF35000-Turbofan-Triebwerk für den KAAN-Kampfflugzeug die Testphase näher rückt, ebenso wie die APU40 (HÜRJET) und die APU60 (KAAN), deren Integration für dieses Jahr vorgesehen ist.

Andererseits soll das Quantenlabor einen Beitrag zu den Rechen- und Sensortechnologien leisten, an denen ASELSAN [BIST:ASELS] und TÜBİTAK arbeiten. Es ist zudem bekannt, dass die SSB Programme für Quantenradar- und LIDAR-Technologien auf den Weg gebracht hat.
 
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Zum ersten Mal innerhalb der NATO wurde eine ballistische Rakete vom Typ Tayfun Block 3 (800 - 1000+ km Reichweite) an einem statischen Seeziel (7 Meter) getestet. Dazu muss die Rakete zwingend eine CEP von unter 5 Metern aufweisen, um das Ziel zu treffen.
Laut Roketsan soll Tayfun Block 3 in der Lage sein bewegliche Seeziele in der Größenordnung von Flugzeugträger und großen Fregatten/Zerstörer zu neutralisieren während des Wellengangs.
  • Das Defizit der Schiffsabwehr: Das Hauptproblem für Flugzeugträger-Kampfgruppen ist die Flugbahn. Die TAYFUN Blok 3 stürzt im finalen Sturzflug mit Hyperschallgeschwindigkeit (Mach 5-6+) in einem extrem steilen Winkel aus der Stratosphäre herab. Die allermeisten defensiven Flugabwehrraketen und Nahbereichsverteidigungssysteme auf Schiffen (wie CIWS oder RAM) sind historisch auf Luftatmende Ziele und meistens flach anfliegende Seezielflugkörper (Sea-Skimmer) ausgelegt. Einem massiven, senkrechten HyperschaIltreffer von oben haben sie im Moment kaum etwas entgegenzusetzen.
 
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Laut Roketsan soll Tayfun Block 3 in der Lage sein bewegliche Seeziele in der Größenordnung von Flugzeugträger und großen Fregatten/Zerstörer zu neutralisieren während des Wellengangs.
nice to have - wobei mir aber nicht gar klar ist, für welchen Nutzer, Konflikt, Gegner, Interessenten die Tayfun Block 3 entwickelt und produziert wird.
 
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Gegen Russland???

Finnland, Schweden, Norwegen, Dänemark, Deutschland, das Baltikum, Polen – damit lässt sich die gesamte Nord- und Ostsee für den feindlichen Schiffsverkehr abriegeln, z. B.
Kaliningrad und St. Petersburg.

Auch wenn Russland kaum Zugang über den Schiffsverkehr dort hat, um diesen massiv zu nutzen, kann es im Sommer von Norden her kommen.

Ich denke, dass 800–1000+ km ausreichen, um Russlands Zugänge nicht nur dort, sondern auch im Schwarzen Meer im Falle eines echten NATO-Konflikts weiter einzuschränken.

Hinzu kommt, dass die ballistischen Raketen letztendlich Surface-to-Surface-Raketen sind – Seeziele sind in diesem Fall nur ein „Nice-to-Have“ im Gesamtpaket.

Der NATO-Gipfel findet nächste Woche in Ankara statt; zusätzlich noch
NATO Summit Defence Industry Forum.
Dort werden sicherlich potenzielle Interessenten geprüft, man kann absolut sicher sein das die Türkei einen Showroom für ihre Waffensysteme, Munitionstypen mit Livetests an die Staatsoberhäupter der Nato und ihre Delegationen präsentieren wird.
Für Staaten an der NATO-Nord/Ostflanke, die unter akutem Zeitdruck stehen (wie Nordics, Polen oder die baltischen Staaten), ist das ein extrem verlockendes Angebot.

Ballistische Raketen mit einer Reichweite von bis zu 1000+ km stellen derzeit eine Fähigkeitslücke in Europa dar; man verfügt schlichtweg über keine Mittel, die gleichzeitig Mobil verlegbar und eine beachtliche Reichweite bei sehr guter Präzision aufweisen. Natürlich ist man jetzt aufgewacht und entwickelt mit Großbritannien zusammem an einer Lösung zwischen einer SRBM/MRBM Rakete aber bis diese in Serie geht kann man 6-8 Jahren rechnen und das in einem Idealfall.

Europa verfügt weitgehend über fast alle benötigten Systeme, es mangelt jedoch sehr massiv an Munition, Drohnen/Loitering Munition und strategischen Offensivwaffen, die bezahlbar sind. Man will zwar entwickeln und produzieren man hat auch die Fähigkeiten dazu, verfügt aber schlichtweg nicht über die Kapazitäten für eine Skalierung – zumindest derzeit nicht – und bis alles wieder so läuft wie zur Zeit des Kalten Krieges, werden mindestens 7–8, wenn nicht sogar 10 Jahre vergehen.
Zudem scheinen die EU Politiker momentan Hemmungen zu haben, sehr sehr hohe Milliarden Summen für die Verteidigung auszugeben, als befände man sich im absoluten Kriegszustand, denn sobald der Konflikt in der Ukraine eingefroren ist (man spekuliert darauf in 1-2 Jahren) , braucht man zwar weiterhin eine funktionierende Verteidigungsindustrie mit Waffen und Munition als Vorbereitung für ein neuen Kalten Krieg 2.0, jedoch nicht in diesem Ausmaß wie jetzt (Stress) sondern entspannter als jetzt, da jetzt nahezu fast alles was verschießt werden kann von der EU an Ukraine geliefert wird.
 
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BaburKhan

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nice to have - wobei mir aber nicht gar klar ist, für welchen Nutzer, Konflikt, Gegner, Interessenten die Tayfun Block 3 entwickelt und produziert wird.

Seit 2021 gibt es ein gegenseitiges Verteidigungsabkommen zwischen Griechenland und Frankreich. Das Abkommen beinhaltet die Verteidigungsklausel Artikel 2, sie verpflichtet beide Partner zum Gegenseitigen Beistand falls das Terretorium des anderen angegriffen wird.

Frankreich unterhält auch eine Militärpräsenz auf Zypern die weiter ausgebaut wird. Frankreich verfügt über Flugzeugträger, LHD die lohnende Ziele für ASBM darstellen. Es gab bereits Ideen der französischen Linken eine Flugverbotszone zum Schutz der YPG in Nordsyrien zu errichten.

Mit der Tayfun Block-3 werden diese feuchten Träume der Vergangenheit angehören.


Seit Mai arbeitet die EU Kommision an der Ausarbeitung von Blueprints, die den Beistandsartikel 42.7 betreffen. Die Blueprints sollen dem Gummiparagraphen 42.7 einen glaubwürdigen Charakter verleihen. Mit dem Besitz von ASBM will die Türkei eine A2/AD Blase schaffen, die eine große Bedrohung für einen gegnerischen Trägerverband im Fall einer möglichen Intervention darstellt.
 
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Nato Gipfel 2026 Ankara Händchenhaltend wie liebende 😂

Das ist alles nur Show die militärische Beistandshilfe an Griechenland usw. es geht um maximalen Gewinn für Frankreich, die Türkei tickt genauso.

Staaten haben keine permanenten Freunde oder Feinde, sondern nur permanente Interessen.

Frankreich und Türkei sind letztendlich opportunistische.... Staaten.
Frankreich verkauft Belhara-Fregatten und Rafale-Kampfflugzeuge an Griechenland und verhandelt gleichzeitig mit der Türkei über das SAMP-T-Luftabwehrsystem. Dass die Türkei SRBM/MRBM und letztendlich IRBM entwickelt, liegt nicht an Frankreich als Bedrohung, sondern daran, dass sie strategisches Gewicht in die Waagschale werfen will, was generell die politischen/strategischen Kosten bei Verhandlungen in der Ägäis, im Mittelmeer und in der Levante in die Höhe treibt.

Es sind Karten in einem Pokerblatt, die man unter Druck ausspielen kann, um der Gegenseite zu signalisieren: „Gebt mir mehr, dann einigen wir uns.“ nicht anders so funktionieren Verhandelungen es ist alles transaktionaler geworden. Wenn man nichts hat als Pokerblatt wirst du abgespeist oder ignoriert, du wirst zum Objekt der internationalen Politik statt ein Akteur mit eigener Gravitation. Es erhöht die "Kosten" für jeden Akteur (sei es die USA, Frankreich oder Griechenland), der versucht, die Türkei in der Ägäis oder der Levante zu übergehen.

Frankreich, Großbritannien und die Türkei haben das – aus jeweils unterschiedlichen historischen und geopolitischen Gründen – nie vergessen. Der Rest Kontinentaleuropas, allen voran Deutschland, hat sich jahrzehntelang dem Glauben hingegeben, dass wirtschaftliche Verflechtung („Wandel durch Handel“) und moralische Appelle ausreichen würden (Softpower), um dauerhaft Frieden zu sichern. Der Ukrainekrieg hat das Gegenteil bewiesen, Erst die Hardpower untermauert deine Softpower, sonst hätte deine Softpower keinerlei Grundlage.
 
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Es sind Karten in einem Pokerblatt, die man unter Druck ausspielen kann,
…
Frankreich, Großbritannien und die Türkei haben das – aus jeweils unterschiedlichen historischen und geopolitischen Gründen – nie vergessen. Der Rest Kontinentaleuropas, allen voran Deutschland, hat sich jahrzehntelang dem Glauben hingegeben, dass wirtschaftliche Verflechtung („Wandel durch Handel“) und moralische Appelle ausreichen würden (Softpower), um dauerhaft Frieden zu sichern. Der Ukrainekrieg hat das Gegenteil bewiesen,
naja, Deutschland ist seit 1989 kein Frontstaat mehr, von der geographischen Lage nicht in der Lage zu expandieren und hat auch keine direkten Nachbarn, die man bedrohen oder unter Druck setzen muss, isat aber trotzdem global Waffenexporteur Nr. 4.
Was fehlt ist wohl eher die Konfliktbereitschaft und ein martialischer Auftritt nach außen.
 
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Niemand spricht von Bedrohung oder Expansion durch die vollständige Annexion fremden Gebiets… Was jedoch realistisch ist und auch eintreten wird, ist, dass Deutschlands „Hard Power“ in acht Jahren – wahrscheinlich eher in zehn Jahren – einen gravierenden Wandel erleben wird, vorausgesetzt, der Krieg in der Ukraine hört in den nächsten vier bis fünf Jahren nicht auf.

Deutschland wird mit Frankreich viel, viel härter um den europäischen Einfluss konkurrieren. Polen, Italien und Spanien werden innerhalb Europas weiterhin Swing States bleiben. Das wird möglicherweise alte Geister heraufbeschwören – nicht wegen eines möglichen neuen Nationalismus, ob dieser nun moderat ausfällt oder nicht, sondern wegen des neuen Konkurrenzkampfs: Wenn man über Material und Infrastruktur verfügt und diese auch verkaufen will, schafft das geopolitische Möglichkeiten, Abhängigkeiten und Konkurrenzkampf auch innerhalb der EU. Deutschland war und ist wirtschaftlich und technologisch schon immer sehr stark, und man hatte dies mit seiner Außenpolitik verknüpft; nur stößt man nun auf Hindernisse, an denen eine Transformation unumgänglich ist – nämlich der Aufbau einer eigenständigen militärischen Stärke mit eigenem Handlungsspielraum, der in der Vergangenheit politisch von den USA genehmigt werden musste (Aufrüstung im Kalten Krieg), heute jedoch aufgrund der neuen russischen Bedrohung und des „Pivot to Asia“ der USA nicht mehr nötig ist. Ich bin gespannt, ob dies alte Konflikte und Urängste in Europa entfachen wird.

Man sagt zwar, dass die Zwänge und Regeln in der EU als System, und ihren komplexen Geflecht von abhängigkeiten dies nicht zulassen, aber alles ist zuletzt möglich.

Denn Frankreich war und ist wirtschaftlich nicht so stark wie Deutschland, verfügt dafür aber über ein sehr starkes Militär, um in Europa Einfluss auszuüben. Man ergänzte sich, und es gab keine Reibungspunkte bei Interessen und Konflikten – jeder hatte seine Stärken, die sich ergänzten, wenn man die industriellen Schlagabtäusche einmal außer Acht lässt.

Die Türkei ist ein anderes Beispiel: Sie wird unter keinen Umständen EU-Mitglied werden, ganz gleich, wie demokratisch und menschenrechtskonform sie auch sein mag oder welche Reformen sie durchführt.
Das Problem liegt in der Bevölkerungsstruktur und den daraus resultierenden türkischen Sitzen im EU-Rat, die das Kräfteverhältnis massiv verschieben würden. Dies würde eine grundlegende Machtverschiebung innerhalb der EU bedeuten, die Deutschland, Frankreich und andere EU-Staaten nicht akzeptieren werden und würden.
Die Türkei würde auf Anhieb eine der größten Stimmenkonzentrationen im Rat und die größte Abordnetengruppe im EU-Parlament stellen.
Kein System gibt freiwillig seine Machtzentren auf. Deshalb ist die Blockade der EU-Mitgliedschaft kein temporäres politisches Phänomen (Menschrechte und Pressefreiheit flosskeln), sondern eine strukturelle Konstante. Ziel war es nie die Türkei in Europa zu führen sondern es in einem dauer schwebe Zustand als Beitrittskanidat zu halten mit paar benefits, damit es nicht nach Süden/Osten abdriftet.
Dieser Schwebezustand hat zu einer Unzufriedenheit und generellen restriktiven innen Politik geführt aus sicht der Türkei kam es zur folgenden Schlussfolgerung: Die Reformen bringen nichts, die neuen EU Kapitel werden nicht geöffnet für den nächsten Prozess trotz vieler Reformen, und neuen Gesetzen.
Weil Europa aber unter Druck stehen würde zu argumentieren warum die Türkei trotz der vorgegeben Reformen die sie erfüllte immer blockiert wird, setze man es in den Sand man war wahrscheinlich eher überrascht das die Türkei die Reformen so schnell vorantrieb.

Aus Sicht Ankaras war der Deal klar: Wir liefern Reformen, ihr liefert den Beitritt.
Doch genau hier setzte das beschriebene strukturelle Problem ein. Je näher die Türkei den Kriterien kam, desto lauter wurden in Paris (unter Sarkozy) und Berlin (unter Merkel) die Stimmen, die eine „privilegierte Partnerschaft“ statt einer Vollmitgliedschaft forderten.

Man darf nicht vergessen die Türkei hat mehrere Betrittskapitel geöffnet von 2002 bis 2009 als es dann kritisch war hat die EU gezögert, und die Türkei keinerlei Energie mehr darin verschwendet.

Die Türkei weiß das dass man jahrelang hingehalten wurde, und deshalb schlägt sie seid 2011/12 diesen multipolaren Weg ein – das zeigt sich in seiner aktuellen Doktrin der „strategischen Autonomie“. Die Türkei versucht gar nicht mehr, sich in ein bestehendes System einzufügen, sondern nutzt ihre Geografie als Hebel sie muss ihn gehen, ob freiwillig oder nicht, mangels Alternativen, z. B. sowohl als EU-Beitrittskandidat und als Dialogpartner für BRICS+ und die SZO, mit einem Bein bei allen drin. Die einzige Lösung für die Türkei besteht nicht darin, eine Supermacht zu werden – was aufgrund der geografischen und demografischen Gegebenheiten ohnehin nicht möglich ist –, sondern eine Netzwerkmacht mit globaler Reichweite zu sein, ein Scharnierstaat zwischen West und Ost, der diese politisch, wirtschaftlich, und militärisch miteinander verbindet, um als Vermittler und eigenständiger Pol seine eigene Gravitation geltend zu machen.
Als „Scharnier“ ist die Türkei für alle Seiten zu wichtig um sie fallenzulassen, zu bedeutend es zu ignorieren, aber gleichzeitig zu eigenwillig, um sie ganz einbinden zu können.

Diese Entwicklung zeigt: Das Zeitalter der klaren Blockbildungen generell vorbei ist im europäischen, südamerikanischen afrikanischen, im Nahen Osten und im asiatischen Raum.
Es wird nach und nach durch ein sehr liquides System ersetzt, wo die USA, Russland und China die Spitzenpredatoren sind, wo transaktionale Allianzen und harte Machtprojektion die Währung der Zukunft sind.
 
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Business Mission: Deutsche Zulieferer im Fokus des türkischen Verteidigungsmarkts

CPM Defence Network
Mitte Oktober wird eine deutsche Unternehmensdelegation nach Ankara reisen, um direkten Zugang zum türkischen Verteidigungs- und Sicherheitssektor zu erhalten. Organisiert wird die Reise von MISI e.V. und der Adlera Group. Teil der Reise ist auch ein Besuch der IDA Türkiye – Industrial Cooperation Days in Defense and Aerospace.

Die Türkei und Deutschland rücken im Bereich der Rüstung näher zusammen – möglich machen soll das auch eine deutsch-türkische Business Mission.
KI-generiert: CPM
Die Deutsch-Türkische Business Mission will ausdrücklich nicht nur etablierte Rüstungsunternehmen erreichen, sondern auch mittelständische Zulieferer aus Automotive, Maschinenbau, Elektronik, Sensorik, Software sowie Werkstoff- und Energietechnologien. Hintergrund ist laut Angaben der Veranstalter, dass der türkische Verteidigungsmarkt zunehmend auf industrielle Kompetenzen zurückgreift, die in anderen Hochtechnologiebranchen bereits etabliert sind.

Organisiert wird die Reise vom Mitteldeutschen Institut für Sicherheitsindustrie (MISI) gemeinsam mit der in Istanbul und Ankara ansässigen Adlera Group, die den Teilnehmern strukturierten Zugang zu Industrienetzwerken wie SAHA Istanbul und OSSA/OSTİM verschafft – zusammengenommen mehr als 7.800 Mitgliedsunternehmen der türkischen Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie.

Business Mission in Ankara
In Ankara erwartet die Delegation ein zweigeteiltes Programm: Am 12. und 13. Oktober nimmt die Gruppe an der Turkish-German Business Conference „Strategic Partnership in a New Defense and Security Architecture“ teil, bei der Themen wie Exportkontrolle, Dual-Use-Regelungen, industrielle Zusammenarbeit und resiliente Lieferketten im Mittelpunkt stehen.

Vom 14. bis 16. Oktober folgt die IDA Türkiye – Industrial Cooperation Days in Defense and Aerospace, eine internationale B2B-Plattform für Industriekooperationen und Technologiepartnerschaften. Möglich sind laut Veranstaltern zudem individuell vorbereitete B2B-Termine sowie eine kostenfreie Präsenzmöglichkeit auf der gemeinsamen Ausstellungsfläche der IDA Türkiye.

Interessierte Unternehmen sollten sich zügig entscheiden: Zwar wurde die Anmeldefrist bis Freitag verlängert, die Zahl der verfügbaren Plätze ist jedoch begrenzt. Die Reise in die Türkei ist demnach für zwei Gruppen interessant: Für Unternehmen, die bislang noch keinen Zugang zum Verteidigungs- und Sicherheitssektor hatten, bietet die Reise einen konkreten Einstiegspunkt in einen wachsenden Markt. Doch auch etablierten Rüstungsunternehmen bietet die Deutsch.Türkische Business Mission eine Gelegenheit neue Kontakte in der Türkei auszubauen.
 
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Jeroen

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Nach Uberholung sollen 12 ehemalige RAF C-130 an der Turkei geliefert werden, zwei Stuck schon in Dezember. Die erste Piloten und Techniker werden schon ausgebildet.
 
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