Turbo-Props diverse

Diskutiere Turbo-Props diverse im Zivile Fliegerei Forum im Bereich Bilderforum; Wem die King Air 90 zu klein war, der konnte zur King Air 100 greifen. Während sonst alle King Air Varianten von Pratt & Whitney PT6-Triebwerken...
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Wem die King Air 90 zu klein war, der konnte zur King Air 100 greifen. Während sonst alle King Air Varianten von Pratt & Whitney PT6-Triebwerken angetrieben werden, gab es neben der A100 (mit PT6) auch die B100 mit Garrett TPE 331 Triebwerken.
Für Interessierte: Beim PT6 verläuft der Luftstrom entgegen der Flugrichtung; der Kompressor ist hinten, die Turbine vorne; deswegen sind die Abgasauslassrohre so weit vorne. Das TPE331 dagegen ist in dieser Hinsicht „normal“ aufgebaut.
Diese King Air A100 (D-IMSH, Seriennummer B-72) habe ich am 29.04.1981 aufgenommen, wiederum bei der IGM in Baden-Baden (EDTB).

Zu einem Flugbild einer A100 bin ich bis heute nicht gekommen.
 
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Diese King Air B100 habe ich bei der Aero in Friedrichshafen am 21.04.2007 aufgenommen. Das Kennzeichen ist auf dem Bild verdeckt, daher habe ich im Netz nach Bildern der auffälligen Maschine gesucht. „Heureka!“ dachte ich bei (https://onespotter.com/photo/D-IERI/xQYxDK9s.html), wo man neben dem Kennzeichen D-IERI außerdem noch die Aufschrift „Warsteiner“ sieht. Aber laut Planelogger.com war diese King Air B100 (Seriennummer BE-29) nur bis 12/2000 als D-IERI registriert, danach als D-IZAC (und ab 21.9.2007 als D-IDPL). Bei der Suche nach D-IZAC wurde ich bei https://www.jetphotos.com/photo/5982688 fündig, das Bild dort ist eine Woche später in Friedrichshafen (EDNY) aufgenommen. Passt! Zwar ist die auffällige Lackierung geblieben, aber beim genaueren Hinsehen habe ich festgestellt, dass das Warsteiner-Logo (mit der Krone) am Leitwerk durch eine Sonne ersetzt wurde und die Schrift „Warsteiner“ verschwunden ist!
Übrigens erscheint die D-IDPL in einer neuen, total langweiligen Lackierung!
 
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Ein Flugbild einer B100 habe ich in meinem Dia-Archiv nur einmal gefunden und zwar von der N2830S (Seriennummer BE-48), die ich in Florida beim Landeanflug auf den Fort Lauderdale Executive Airport am 5.7.1999 erwischt habe, wenn ich mich nicht irre (Zitat Sam Hawkens).


So war ich ganz überrascht, als ich auf der Festplatte ein Digitalbild einer modernisierten B100 fand, das ich am 27.7.2024 in Oshkosh gemacht habe. Diese Maschine mit der Registrierung N100TW (Seriennummer BE-51, Baujahr 1978) hat Flügelspitzen wie bei modernen Airlinern sowie 5-Blatt-Propeller bekommen!
 
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Während meines Erachtens zumindest in Europa die King Air 100 nicht sehr verbreitet war (es wurden weniger als 400 Stück gebaut; gegenüber mehr als 2000 der King Air 90 Varianten), wurde die nochmals größere Super King Air 200, nun wieder mit T-Leitwerk, ein großer Erfolg. Extra für downthreegreen habe ich ein Bild einer Super King Air 200 in den Farben der Contactair bzw. des Stuttgarter Flugdiensts herausgesucht. Das vollständige Kennzeichen müsste „D-IBAD“ (Seriennummer BB-1229) lauten, wie man bei Beech B200 Super King Air, D-IBAD / BB-1229, Corporate : sehen kann. Mein Bild müsste wieder bei einer IGM in Baden-Baden entstanden sein, aber das Datum kann ich nicht sagen (Zulassung 1986-1999).
 
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Als Flugbild einer B200 habe ich die D-IBHK (Seriennummer BB-366) ausgesucht wegen der ungewöhnlichen grünen Lackierung. Leider kann ich bei diesem Bild weder Zeit (zwischen 1995 und 2005) noch Ort nennen (ich tippe auf FDH bei der Aero 2001).
 
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Schließlich nochmals verlängert (nun 7 „Bullaugen“ in Reihe) und mit Mini-Winglets, und die Fertigung läuft bis heute: Die King Air 350, hier die D-CADN (Seriennummer FL-101) als ADAC Ambulanzflugzeug, ist beim Vorbeirollen am Zaun des General Aviation Parkplatzes in STR aufgenommen, wohl am 4.9.2009.
 
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Und zum Schluß ein digitales Flugbild einer King Air 350. Als ich das Bild der D-CSKY (Seriennummer FL-130) am 17.4.2018 machte (wieder mal ein Anflug auf FDH/EDNY zur Aero), wusste ich nicht, dass diese Maschine früher das gleiche Outfit trug wie die D-CADN.
 
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Gilmore

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Gute Fotos und gut Deine Erläuterungen zu der Beech King Air-Familie! Danke dafür!
 
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Mein Bild müsste wieder bei einer IGM in Baden-Baden entstanden sein, aber das Datum kann ich nicht sagen (Zulassung 1986-1999).
Vielen Dank für die schöne Erinnerung. Stimmt, es ist die D-IBAD.
Das Bild ist mit großer Wahrscheinlichkeit vor der alten Kleinflugzeughalle neben dem alten GAT in Stuttgart entstanden. Ich kann mich sehr gut an die Hallentore erinnern.
 
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Es freut mich, wenn meine Bilder und die zusammengetragenen Informationen Anklang finden.
Der Hinweis von downthreegreen zur D-IBAD und den Hallentoren bringt mich ins Grübeln. Ich gehöre bis heute nicht zu den Spottern, die sich Kennzeichen, Datum und Ort notieren, vielmehr sammle ich Flugzeugtypen. Bei Digitalbildern ist immerhin das Datum festgehalten, bei den alten Dias muss ich meine analogen Aufzeichnungen mit meinen Erinnerungen korrelieren.
In Stuttgart war ich nicht so oft am GAT (und niemals auf dem Gelände); das Bild kann ich dann nur von außen durch den Zaun gemacht haben.
Auf der Internationalen Gebrauchtflugzeugmesse (IGM), die zu ihren besten Zeiten zweimal jährlich auf dem Flugplatz Baden-Baden stattfand, war ich dagegen regelmäßiger Besucher. Anfangs waren da noch die französischen Heeresflieger (Aviation legère de l'Armée de Terre; ALAT) stationiert. Trotzdem konnte man überall völlig frei herumlaufen, auch zwischen den rollenden Flugzeugen. Das waren noch Zeiten in den späten 70er und frühen 80er Jahren!
Viele Bilder habe ich dort auch vor den Hangars gemacht, die in der Tat andere Tore hatten.

PS. Bei meinen Recherchen bin ich noch auf eine weitere Super King Air 200 mit dem Kennzeichen D-IMLL von Contactair / Stuttgarter Flugdienst gestoßen: https://www.airhistory.net/photo/516090/D-IMLL
 
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Das Bild von der D-IBAD kann nicht vom Zaun aus gemacht worden sein, weil das viel zu weit weg ist, so'n Teleobjektiv hat kein Mensch, um ein Bild von der Qualität zu machen.
Hier habe ich ein altes Bild von der Halle gefunden, so sah sie damals auch.
GAT STR

Die D-IMLL kenne ich tatsächlich nicht mehr. Die Aufnahme ist von 1986, als ich im September 1987 bei der Contactair anfing, war sie nicht da. Interessant ist die alte Lackierung, habe ich an einer King Air vorher noch nie gesehen.
 
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Auf diesem Bild steht die D-CONA auf der ungefähr gleichen Position vor der alten GAT Kleinflugzeughalle in STR wie die D-IBAD auf Deinem Bild..
 
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Das ist ja interessant. Auf dem Gelände beim GAT in STR war ich nie...außer als Passagier eines Linienflugzeugs. Und diese Gelegenheiten sind an einer Hand abzuzählen. Davon kommt eigentlich nur ein Urlaubsflug im September 1989 in Frage, wo wir per Bus zu einer Condor DC10 auf einer Außenposition gekarrt wurden. Meine Notizen besagen, dass ich dabei eine Convair 580 fotografiert habe. Immerhin...vielleicht nicht nur die.

[EDIT] Das Bild der Convair 580 habe ich schnell gefunden, es ist die OO-HUB von DHL. Die steht aber voll in der Sonne, passt also nicht zu dem Bild der D-IBAD. Aber auch beim Rückflug am 1.10.1989 nach der Landung um die Mittagszeit habe ich Fotos gemacht, aber dazu geben meine Aufzeichnungen keine Details her.
 
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Eigentlich wollte ich an dieser Stelle mit den Konkurrenten der Beechcraft King Air Familie weitermachen, aber gerade kam mir eine Neuheit dazwischen: Meine Erstsichtung einer Cessna 408 Skycourier! Wie gestern angekündigt, landete die N408TA, wenn auch mit einer guten Stunde Verspätung, bei bestem Wetter in Friedrichshafen (FDH/EDNY).


Dann wurde sie auch noch vom Zaun aus gut sichtbar auf der Ramp geparkt, das ist nicht selbstverständlich!
 
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Nach diesem aktuellen Intermezzo nun zu den Konkurrenten der Beechcraft King Air Familie. Die hatten es schwer; laut Wikipedia wurden von den King Airs mehr Exemplare gebaut (über 7800 bis 2024 laut Aerotelegraph) als von vergleichbaren Mustern aller Konkurrenten zusammengenommen!

Da wäre zuerst die Cessna 425 Corsair (später Conquest I genannt) zu nennen, die große Ähnlichkeit zur King Air 90 hat, aber etwas kleiner und leichter ist. Die Corsair kam 1981 heraus, wurde aber nur 5 Jahre produziert, mit insgesamt 236 Exemplaren (sagt Wikipedia).

Dieses Bild der D-INGA müsste ich, vom Hintergrund her zu urteilen, in Friedrichshafen gemacht haben, aber zum Datum habe ich keine Aufzeichnungen gefunden. Das Kennzeichen war laut Planelogger von 10/92 bis 21.12.06 zugeteilt. Die Maschine trägt die Seriennummer 425-0003, müsste danach die dritte produzierte Maschine dieses Typs sein.

Wie ich finde, ähnelt der Rumpfbug der Corsair im Vergleich zur King Air eher einer Pinocchio-Nase! Das mag daran liegen, dass die Corsair von der Cessna 421 Golden Eagle abgeleitet ist, jedoch von Pratt & Whitney PT6 Triebwerken statt Kolbenmotoren angetrieben wird, und sich somit der Schwerpunkt geändert hat.
 
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Dagegen habe ich notiert, dass bei der Airshow in Altenrhein am 13.08.1988 eine Cessna 425 (HB-LPU; Seriennummer 425-0074) vorgeflogen wurde. Seltsam, da war die Produktion bereits eingestellt. Normalerweise werden dem Publikum ja eher Neuigkeiten präsentiert. Allerdings bestand die Zulassung HB-LPU nur vom 21.05.87 bis zum 06.09.89; vielleicht wollte der Besitzer seinen Neuerwerb zeigen.

Bei dieser Demo habe ich von der Maschine mehrere Bilder gemacht. Steht tatsächlich „Conquest I“ drauf, im Gegensatz zu früheren Exemplaren, wo nur die Aufschrift „Propjet“ am Triebwerk zu finden ist.

Beim Abbremsen


Schneller Überflug...


...und Landung
 
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Noch vor der Corsair brachte Cessna die 441 Conquest II raus (deshalb hieß sie zuerst nur Conquest). Sie ist von der Cessna 404 Titan abgeleitet, hat aber eine Druckkabine (daher abgerundete Ecken der Fenster) und Garrett TPE331 Triebwerke statt Kolbenmotoren.

Von 1977 bis zur Einstellung der Produktion im Jahr 1986 wurden 362 Maschinen gefertigt, sagt Wikipedia.

Zu diesem Bild der D-IFAA (Seriennummer 441-0197) passt ein Vermerk, dass ich am 29.04.1981 bei der IGM in Baden-Baden eine Conquest aufgenommen habe. Die D-IFAA war erst im März 1981 auf Atlas Air Service, die deutsche Cessna-Vertretung in Ganderkesee, zugelassen worden. Es steht „Cessna Conquest“ drauf (und nicht „Conquest II“), und dazu wiederum die Aufschrift „Propjet“ am (TPE331) Triebwerk.
 
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Dieses Flugbild (ganz kurz nach dem Abheben) der N6855P (Seriennummer 441-0233) ist am Santa Monica Airport (SMO/KSMO) entstanden, höchstwahrscheinlich ebenso wie das Bild der Starship in Post #732 am 14.02.1999.
 
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Schließlich wäre da noch die Reims-Cessna 406 Caravan II. Reims Aviation in Frankreich hat viele Cessna-Modelle für den europäischen Markt gebaut und die 406 als PT6-Turboprop-Variante der 404 Titan zusammen mit Cessna entwickelt. Richtig vergleichbar mit den King Airs ist die 406 aber nicht, da sie keine Druckkabine hat (deshalb sind auch die eckigen Fenster der 404 geblieben).

Dieses Bild der D-IAAD (Seriennummer F406-0047) habe ich am 03.07.2003 bei einem kurzen Stopp am Siegerland-Flughafen (SGE/EDGS) aufgenommen.
 
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Danke für Deine ausführlichen Infos, das weckt Erinnerungen an meine 10- jährige GA-Zeit währen meiner 40 Jahren in der Luftfahrt.
 
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