UL nach Auslösen Gesamtrettungssystem gelandet

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innwolf

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Space Cadet
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Hallo,
ih zweifele daran daß das Ziehen des Rettungsschirm eine gute Entscheidiung war, Begründung;

1. Dem Pilot bekannte Umgebung mit vielen gut landebaren Flächen, in der Platzrunde dort immer möglich.

2. Mit viel Glück nur ca. 20m neben einer auch dort bekannten 30kV Hochspannungsleitung zu Boden gekommen. Feuer dann?

3. In der Endteilkurve den Schirm gezogen, viel Glück daß die Höhe reichte, eine bewußte Entscheidung jetzt geht es noch?

10m niedriger dürfte das Verletzungsrisko oder deren Schwere wohl deutlich größer sein als bei einer Weichwiesenlandung...

( In Mühldorf, EDMY, kann in der Platzrunde und den dort sinnvollen jeweiligen Flughöhen immer ein für UL geeignetes Not-LANDE-feld angeflogen werden UND auch Leitungen noch ausgewichen werden )

PS.:

Ein UL als "Kurzlandeflugzeug" und 1150m Konkret, ein guter Grund in der Platzrunde hohe Anflüge zu machen so daß der Motor ab "Postion" garnicht gebraucht wird, weil etwas hoch 450m weiter auschweben wäre immer noch safe.
 
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Chopper80

Chopper80

Alien
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Interessantes Video. Er landet mit dem Rettungsystem kurz hinter der Leitung, da hätte ihn doch ein Gleitflug doch locker weiter getragen , oder?

C80
 

jackrabbit

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Hallo,

dann wäre er aber zu niedrig für das Rettungssystem gewesen.

Bevor seine Entscheidung bekrittelt wird: sie hat funktioniert, es ist glimpflich ausgegangen.
Wie viele verunglücken bei versuchten Notlandungen, wie viele bei Benutzung des Rettungssystems?
Lieber einmal kein Held sein.:wink2:

Grüße
 
Captain Murdock

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Naja also die Frage ist erst mal wie viel Erfahrung hat der Pilot gehabt? Wenn er halbwegs geübt war dann war die Entscheidung eher unnötig als berechtigt denn ein Motorausfall bedeutet nicht automatisch das man ihn in der Luft nicht wieder eingeschaltet bekommt. Desweiteren sehe ich auch hier allerlei (nur das Video gesehen) Notlandefelder und einen Weg der in Frage kommen könnte.

Wenn er allerdings frisch von der Schule kommt und nur wenig Erfahrung hat dann muss ich sagen war es doch die richtige Entscheidung. Nur dann sollte er sich auch selber fragen warum man in der Ausbildung so sehr auf Triebwerksausfall und technische Probleme im Flug, Wert legt. Das hat ja alles einen Grund und Zweck warum man mit Leerlauf eine Landung auf dem Platz macht (Spottlanding) oder nach dem Start der Lehrer das Gas auf Leerlauf zieht und sagt "jetzt mach mal was".

Aber wenn das Flugzeug kein Experimental ist oder extra Genehmigung hat dann bekommt der Pilot oder Inhaber des Flugzeuges den Hintern aufgerissen. Denn einfach mal eine (Aktion-)Kamera am Höhenleitwerk anmontieren ist nicht erlaubt! In diesem Fall könnte es soweit gehen, dass die Versicherung keinen Cent zahlt denn wer eine Kamera anbringt der nimmt eine Bauliche veränderung am Luftfahrzeug vor und damit erlischt der Versicherungsschutz, falls diese Veränderung nicht eingetragen ist. Die Versicherungen suchen jeden Grund nicht zu zahlen und dann werden die sich bei der Kamera aufhengen, obwohl das absolut nichts mit dem Geschehnis zu tun hat.
 
Chopper80

Chopper80

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Hallo,

dann wäre er aber zu niedrig für das Rettungssystem gewesen.
... was er dann ja auch nicht gebraucht hätte.

Mir fiel halt nur auf, dass er die Stromleitung nur äusserst knapp verfehlt hat.

Seine Entscheidung zu kritisieren lag mir fern, man hat in einer solchen Situation sowieso kaum Zeit und letztendlich ist ja alles gut gegangen.

C80
 

jackrabbit

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@C80

Hallo,

ich hatte Deinen Beitrag auch nicht als Kritik an seiner Entscheidung verstanden, allerdings wurde vorher ja schon ausführlich erklärt, dass es ohne Rettungssystem besser/ sicherer gewesen wäre.

Da fragt man sich dann immer, wo die ganzen verunglückten UL-Piloten herkommen.


Grüsse
 
Phantom

Phantom

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"
..... allerdings wurde vorher ja schon ausführlich erklärt, dass es ohne Rettungssystem besser/ sicherer gewesen wäre....
"
Ist das wirklich so? Warum wäre denn eine Außenladung besser gewesen?

Ein UL ist sicher nicht das beste Flugzeug für eine Landung auf einer unbekannter Fläche. Selbst bei Segelflugzeugen, bei denen Außenlandungen zum "täglich Brot" gehören, kommt es jedes Jahr zu mehreren tödlichen Unfällen.
Bei Motorflugzeugen (egal ob UL oder E-Klasse) gibt es regelmäßig Überschläge bei Außenlandungen. Schwere Verletzungen oder schlimmeres sind die Folge.
Und bei Versuchen,"irgend wie" ein optimales Landefeld vor sich zu bekommen, reißt auch gerne mal die Strömung ab.

Ein UL hat halt den Vorteil, ein Rettungsgerät zu besitzen. Dieser Unfall zeigt doch auch, dass diese Geräte funktionieren.
Für mich hat der Pilot genau die richtige Entscheidung getroffen!
 
innwolf

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... was er dann ja auch nicht gebraucht hätte.

Mir fiel halt nur auf, dass er die Stromleitung nur äusserst knapp verfehlt hat.
C80
Hallo,
er hing so um 7s am völl geöffneten Schirm, bei Sinkgeschwindigktei wie Junkers nennt von max. 6.3m/s also volle Schirmöffnung so in 35m - 45m.

In Bodennähe bei Ziehen abschätzen ob deutlich? über 80m Höhe? 40m mehr ioder weniger abschätzen, ist das nach Gefühl in 1/2 s sinnvoll entscheidbar?
 
Schramm

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Was willst du??? - Rettungsgeräte sind sinnlos??? man kann immer noch landen???

Dann frage ich mich warum diese zur Zulassung gehören? - Nur als Trimmgewicht kann ich mir nicht vorstellen?

Ok - genug OT - Tschau (den "Roten" erspar ich mir, und dir)
 
innwolf

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@C80
Hallo,
ich hatte Deinen Beitrag auch nicht als Kritik an seiner Entscheidung verstanden, allerdings wurde vorher ja schon ausführlich erklärt, dass es ohne Rettungssystem besser/ sicherer gewesen wäre.
Grüsse
Zumindestens bei Betrachtung des Geländes, der sehr geringen Höhe und der Hochspannungsleitung. Und wie im Film zu in Flugrichtung ebene hindernißfreie Äcker und Wiesen.

Wie "jackrabbit" schreibt, bei Notlandungen gab es schwere Unfälle, aber fast nur wegen "weiterwollen" als die Gleitzahl erlaubt und stall oder in äusserst mies geegneten Gelände. Schwerverletzte weil mit einem UL auf einer weichen Wiese oder abgernteten Acker notgelandet wurde?

Übigens, im Film zu Sekunde 10 lässt sich voraus die 26 von EDMY erkennen, bis dahin völlig hinderrnißfrei.

Achso wegen des Cameranabaues, das UL war gechartert....
 
innwolf

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Ist das wirklich so? Warum wäre denn eine Außenladung besser gewesen?
Unter den Umständen Hochspannungsleitung, viel frei Fläche in Flugrichtung und nur um 35m oberhalb der Mindesthöhe den Schirm gezogen vermutlich ja.

Die andere Frage ist noch die Einteilung des Anfluges.

Die empfohlende Platzrundenhöhe in Mühldorf liegt 1050feet über Grund, bei 2400feet MSL. Dan kann ein UL ab Eindrehen in den Gegenanflug so geflogen werden daß bei Motorausfall immer die Bahn erreichbar ist.

Ausserdem "ärgert" man die Anlieger weniger bei Leerlaufanflügen...


Ergänzung von heute dem 25.02.2017:

Vom Piloten gibt es die aussage daß 15Liter Kraftstoffvorratsanzeige ausreichen für eine Platzrunde, bei einem fluggerät mit 2 Flächentanks, deshalb Tanken nicht nötig wäre ( aber war! ).....
 
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