Ultra-effizientes Passagierflugzeug "eRay" - eine Studie

Diskutiere Ultra-effizientes Passagierflugzeug "eRay" - eine Studie im Luftfahrzeuge allgemein Forum im Bereich Luftfahrzeuge; SZ: "Vier Studierende der Technischen Universität München (TUM) haben die deutsch-amerikanische Design-Challenge von Nasa und dem Deutschen...

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  1. #1 klaus06, 08.10.2018
    klaus06

    klaus06 Space Cadet

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    SZ:
    "Vier Studierende der Technischen Universität München (TUM) haben die deutsch-amerikanische Design-Challenge von Nasa und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gewonnen. "

    "Fenster haben wir nur in den Türen eingeplant"
     
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  3. cool

    cool Space Cadet

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    Sportlich :) "rein elektrisch bis 2000m". Welche Leistung muss den vorgehalten werden und welche Energie?
    Wozu die Akkus aufladen, wenn man doch im Descent das schön rekuperieren könnte?
    8% Strukurgewicht gespart, weil keine Fenster drin sind?
     
  4. Schorsch

    Schorsch Alien

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    Ohne Fenster spare ich bummelig 3-5% der Rumpfstruktur, und somit etwa 1-2% auf das OEW. Wobei ich eher die unteren Zahlen sehe.
    Ein A320 braucht bei 70t Startgewicht bis 5000ft etwa 330kg Sprit.
    Das sind bei 42MJ/kg etwa 14TJ (Terra-Joule), oder die Kraft von 4200 Tiefkühlpizzen.
    Batterien werden von Optimisten auf bis zu 1.6 MJ/kg geschätzt, und somit wären für den Akku 8.7t fällig.
    Mit besseres Aerodynamik und so weiter vielleicht die Hälfte.

    Im Sinkflug rekuperiere ich bereits heute, weil ich die gespeicherte Energie ja in Vortrieb umwandle.
     
  5. _Michael

    _Michael Space Cadet

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    Mit schöner Regelmässigkeit werden optisch neuartige Flugzeugkonzepte präsentiert, die viel effizienter sein sollen. In der Realität hingegen sieht man eine Konvergenz hin zur Auslegung mit 2 Triebwerken unter dem Flügel und einem klassischen Leitwerk. Die Effizienz wird durch bessere Triebwerke, optimierte (nicht revolutionierte) Aerodynamik und leichtere Bauweise erzielt. Ernsthafte Projekte mit komplett neuen Auslegungen hingegen scheint es nicht zu geben. Von daher: Sicher ein hübsches Studienprojekt, aber die Medienpräsenz steht in keinem Verhältnis zur Relevanz.

    Da fehlt eine null, oder?
     
  6. Intrepid

    Intrepid Astronaut

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    Aber die Idee, gespeicherte Energie nur in den emmissionskritischen Phasen zu verwenden und nicht vollständig auf Elektroantrieb zu wechseln ist prinzipiell vernünftig. An der Umsetzung kann man ja noch feilen. Antriebe werden immer kleiner, so dass man zwei verschiedene Arten leichter verbauen kann. Gilt auch für alle anderen Transportmittel, nicht nur für Luftfahrzeuge.
     
  7. Schorsch

    Schorsch Alien

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    Das ist Forschung durch Studenten, und das haben die auch selbst gesagt.
    Wenn man wirklich Sprit sparen will, etwa weil die Pampe statt 100 USD auf einmal 400 USD das Fässchen kostet, ja dann wird einiges davon auf einmal relevant.
    Ein rein elektrischer Antrieb wird deswegen nicht physikalisch sinnvoller.
    Aber Dinge wie das nicht vorhandene Seitenleitwerk oder "Distributed Propolsion" könnten sinnvoll sein.

    Heute will niemand wirklich Sprit sparen, folglich ist alles inkrementell.

    Nö, das Flugzeug ist da auch erst 3 Minuten geflogen und keine 20km von der Startposition entfernt.
     
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    Hallo

    Schau dir doch mal die Flugzeug-Kategorie an

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  9. #7 F-16, 11.10.2018 um 16:25 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 11.10.2018 um 16:37 Uhr
    F-16

    F-16 Testpilot

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    Das Ganze ist doch sowieso nur eine Alibiveranstaltung um dem Luftverkehr und sich, also der NASA und der DLR, einen grünen Anstrich zu geben nach dem Motto "seht her, wir tun was". Und die Unis greifen es dankbar auf, neben einer weiteren Kooperation im Portofolio und einem Forschungsthema nach dem man nicht selber suchen muß gibt es sicher auch ein paar Fördermittel. Heraus kommt ein Siegerentwurf, welcher neben einer eher aus der Luft gegriffenen Gewichtseinsparung durch Weglassen der Fenster mein ganz persönliches Highlight beinhaltet:
    "Das fensterlose Design trägt dazu bei, unseren Planeten zu bewahren. Dafür verbauen wir virtuelle Fenster, zudem haben wir ein Innenraumkonzept mit großen Bildschirmen und angenehmen Lichtquellen."
    Selbstverständlich, so ein paar Bildschirme wiegen ja quasi nichts und ich nehme an, die "virtuellen Fenster" aka wiederum Bildschirme haben keine Zoomfunktion, mit der man beim Flug über Asien, Afrika und Südamerika runterlinsen kann wie die dafür notwendigen seltenen Erden etc. unter den entsprechenden und von niemanden geahndeten Umweltschäden und mittels Kinderarbeit aus der Erde geholt werden. Da bewahrt die fliegende europäische Herrenrasse den Planeten quasi schon durch reines Betreten des tollen Ökofliegers und kann höchst verdient völlig entspannt am Ferienziel aussteigen.
     
    wilco und atlantic gefällt das.
  10. Schorsch

    Schorsch Alien

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    Solche Projekte dienen unter anderem dazu Nachwuchs auszubilden.
    Der ist wichtig, denn ohne Spitzenpersonal keine Spitzenergebnisse, und in der Luftfahrt gilt das "Winner takes it all" Prinzip.

    Seltene Erden können auch von Tarifbeschäftigten gefördert werden, das ist aber eine andere Baustelle.

    Nebenbei: niemand kann dasselbe denken wie ein anderer, bestenfalls das gleiche.
     
Moderatoren: Skysurfer
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