Unterlagen zu Bodentechnik DDR-Agrarflug (An-2, L-60, Z-37, Kruk, Dromadar, Ka-26)

Diskutiere Unterlagen zu Bodentechnik DDR-Agrarflug (An-2, L-60, Z-37, Kruk, Dromadar, Ka-26) im Vom Original zum Modell Forum im Bereich Modellbau; Im FF sind ja im Verlaufe der Zeit schon sehr gute Beiträge zu Maschinen abgeliefert worden: L-60 Brigadyr...
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Im FF sind ja im Verlaufe der Zeit schon sehr gute Beiträge zu Maschinen abgeliefert worden:
L-60 Brigadyr:

Z-37 Cmelak:

Interessant wären nun Unterlagen zur entsprechenden Bodentechnik.
Wer kann noch Fotos bereitstellen ?
Wo kann man belastbare Zeichnungen bekommen, z.B. Kräne T-157 und T-174, LKW W-50, Anhänger HW-80, … ?

Wer die Fliegerrevue Extra, Ausgabe 7 hat, findet dort schon umfangreiches Material.
Auch nicht zu verachten die 4 Bände Billig/Meyer: Flugzeuge der DDR.

Wie gesagt: Schwerpunkt wären historische Fotos und Zeichnungen.
 
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Alien
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In Kyritz gibt es so eine Art Museum als Außenanlage.
Hier ein Tank-Anhänger, nach meiner Meinung Basis ist ein THK-5 5-Tonner.
Damit sind sicher die Agrarflugzeuge betankt worden, also nicht Kran usw. . Fok 91 ist sicher die Bezeichnung für 91 Oktan. Kommt das hin bei Z-37 ?



 
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Alien
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Hier mal eine interessante Aufnahme eines Trabant, anscheinend ein Einsatzfahrzeug für den Leiter des Einsatzes vor Ort.
Preisfrage: gibt es einen Trabant in 1/72 ? Mir ist nur ein 1/72er Resin als NVA-Fahrzeug mit Stoffverdeck bekannt.

Translation for Not-Insider:
ZBE ACZ = Zwischenbetriebliche Einrichtung Agrochemisches Zentrum
Damals wurden aus den DDR-Landwirtschaftsbetrieben diverse Arbeitszweige ausgelagert und in Zwischenbetrieblichen Einrichtungen zentralisiert. Das betraf vor allem die Düngung und Pflanzenschutz, auch wurden die Arbeiten der Melioration zentral durchgeführt. Durchaus eine sinnvolle Maßnahme.
Das gleiche hatte man mit den Werkstätten versucht (KfL = Kreisbetriebe für Landtechnik), was sich (auch aus eigener Erfahrung) nicht bewährt hat.



 
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Jeroen

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Alien
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Hier ein Tank-Anhänger, nach meiner Meinung Basis ist ein THK-5 5-Tonner.
Damit sind sicher die Agrarflugzeuge betankt worden, ....
Ich kann da nur dieses Bild beitragen, ein Ausschnitt aus eine Ubersichtsbild von Magdeburg-Sud, Maerz 1991
Mir scheint das es da viele unterschiedliche (Tank)Anhangwagen gab, leider sind die Details nicht gut erkennbar.

(c) JeroenMB



Im Hintergrund rechts die Hochbauhauser vom Reform-Viertel etwa Neptunstrasse/Juri Gagarin Strasse und Wostok Strasse?
 
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Flugi

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In Kyritz gibt es so eine Art Museum als Außenanlage.
Hier ein Tank-Anhänger, nach meiner Meinung Basis ist ein THK-5 5-Tonner.
Damit sind sicher die Agrarflugzeuge betankt worden, also nicht Kran usw. . Fok 91 ist sicher die Bezeichnung für 91 Oktan. Kommt das hin bei Z-37 ?
Im Grunde ja. Nur sollte man wissen, das bis in die 80er Jahre FOK 78 geflogen wurde. Der 78er war unverbleit und preiswerter. Die russischen Motoren haben den "Billigsprit" gut vertragen.
Dann kamen aber die PZL-106 und die Dromader und schon hatte die sozialistische Planwirtschaft ein Problem. Beide Flugzeuge brauchten FOK 91, sehr Bleihaltig, fast giftig, und mit einem höheren KS-Verbrauch.
Es gab nicht die Tanklager und Kapazitäten für zwei unterschiedliche Kraftstoffsorten. Also wurden, schon wegen der Logistik, alle Flieger, auch der Ka-26 auf FOK 91 umgestellt. Das war auch kein Problem, wurde doch nur der Zündzeitpunkt verstellt. Auch der Trabi hat den Sprit gut vertragen. :biggrin:
Übrigens, um Undichtigkeiten im KS-System zu erkennen, war FOK 78 mit einem Lila Farbstoff eingefärbt und FOK 91 hatte eine grüne Farbe.
Die Z-37 hatte 2700 Liter und beim Kamow hatten wir 4500 Liter Tankwagen.
Wie das bei der PZL und beim Dromader war, kann ich nicht sagen.

Hier ein 4500 Liter Tankwagen. Die Papa Viktor war eine Maschine vom Bildflug und hatte nach unten keine Fenster.

 
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Im Grunde ja. Nur sollte man wissen, das bis in die 80er Jahre FOK 78 geflogen wurde. Der 78er war unverbleit und preiswerter. Die russischen Motoren haben den "Billigsprit" gut vertragen.
Dann kamen aber die PZL-106 und die Dromader und schon hatte die sozialistische Planwirtschaft ein Problem. Beide Flugzeuge brauchten FOK 91, sehr Bleihaltig, fast giftig.
Es gab nicht die Tanklager und Kapazitäten für zwei unterschiedliche Kraftstoffsorten. Also wurden alle Flieger, auch der Ka-26 auf FOK 91 umgestellt. Das war auch kein Problem, wurde doch nur der Zündzeitpunkt verstellt. Auch der Trabi hat den Sprit gut vertragen. :biggrin:
Übrigens, um Undichtigkeiten im KS-System zu erkennen, war FOK 78 mit einem Lila Farbstoff eingefärbt und FOK 91 hatte eine grüne Farbe.
Die Z-37 hatte 2700 Liter Tankwagen und beim Kamow hatten wir 4500 Liter Tankwagen.
Wie das bei der PZL und beim Dromader war, kann ich nicht sagen.

Hier ein 4500 Liter Tankwagen.

Lieber Bernhard, weißt DU noch wo das aufgenommen worden ist?
 
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Muss man denn alles erklären?
FOK 91 heißt so, weil es 91 Oktan hatte.
Normal Benzin hatte auch 91, Super 95, Extra oder Super Plus 100-102 aber mind. 98 Oktan.
 
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Muss man denn alles erklären?
FOK 91 heißt so, weil es 91 Oktan hatte.
Normal Benzin hatte auch 91, Super 95, Extra oder Super Plus 100-102 aber mind. 98 Oktan.
Flugi, Du darfst hier leider auch wieder einmal nicht den zeitlichen Aspekt vergessen.
Das war nämlich nicht immer so. Außerdem, welche Oktanzahl wurde zur Bewertung herangezogen? MOZ (Motor-Oktanzahl)? oder ROZ (Research Oktanzahl)?

Die TGL 6428 Stand: 09.1965 gibt folgende Sorten an:

  • VK 79: ROZ 79, MOZ 78 (gab es bis Anfang der 1980er Jahre)
  • VK 88: ROZ 88, MOZ 84
  • VK 94: ROZ 94, MOZ 87

In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre (TGL 6428 Stand: 12.1981) gab es dann folgende Vergaserkraftstoffe (VK):

  • VK Normal Gemisch: min. ROZ 88, min. MOZ 84
  • VK Normal ohne Öl: min. ROZ 88, min. MOZ 84
  • VK Extra: min. ROZ 92, min. MOZ 84 (wie man sieht, wurde die Oktanzahl im Vergleich zur vorher gültigen Norm nicht unerheblich abgesenkt, d.h. weniger klopffest, also schlechter, hätte dann eigentlich VK 92 heißen müssen)

An den 'Intertank' Tankstellen insbesondere an den Transitautobahnen gab es dann noch:

  • VK Spezial 91: ROZ 91, MOZ 82,5 (entsprach "Benzin" im Westen)
  • VK Super 98: ROZ 98 (entsprach "Super" im Westen
Ab 1986 gab es zusätzlich:
  • VK Spezial Bleifrei: ROZ 91, MOZ 82,5 bleifrei
  • VK Super Bleifrei: ROZ 95 bleifrei
(Alle vier für DM erhältlich.)

Ich hoffe, damit schweifen wir nicht zu weit vom Thema ab. :wink2:
 
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Zurück zum Thema.
Ich habe hier noch ein Foto gefunden. Müsste irgendwo in Südthüringen aufgenommen wurden sein.
Mehr brauchte man nicht.
Flugzeug, Tankwagen, Beladekran und W50 mit Hänger zum Düngertransport. Das ACZ stellte dann immer noch einen Wohn- oder Aufenhaltswagen.
Ein bisschen Kultur musste auf dem Acker auch sein. Aber wir waren jung und brauchten das Geld. :TD:

 
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Schönes und lehrreiches Foto. :TOP:
Rechts der Tankwagen ist mit Hochdruckreifen, der W-50 + HW-80 haben die Pittiplatsch-Niederdruckreifen.
Wie es aussieht, war der Tankwagen ohne Antrieb. D.h. der Sprit für Z-37 musste per Hand gepumpt werden ?
Oder ist vor dem Tankhänger rechts im Bild noch ein Traktor o.ä. davor (die Deichsel zeigt nach oben), so dass eine Hydraulikpumpe betrieben werden konnte ?
 
Flugi

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Die Tankwagen waren alles Tankanhänger. Die Hängergabel hatte eine gefederte Aufhängung. Die stand immer oben. Mit einer Spindel konnte man die Anhängeöse auf eine bestimmte Höhe einstellen. Gute Kraftfahrer brauchten da nicht mal jemand zum ankuppeln. Die sind da rückwärts mit einem Anhänger rangefahren und haben den Tankhänger sich selbst angehangen.
Sag mal K-H. Du bist wohl zu Zeiten des real existierenden Sozialismus gar nicht aus dem Büro gekommen? :biggrin:
Der KS wurde mit einer Handpumpe in dem hinteren Kasten in den Flieger gepumpt. das haben oft die Leute von der LPG gemacht. Das war oft eine Auszeichnung für die Kollegen und die haben das gern gemacht. :biggrin:
Am Kamow gab es in den 80ern eine elektrische Pumpe, die vom Bordnetz gespeist wurde.
 
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… Gute Kraftfahrer brauchten da nicht mal jemand zum ankuppeln. Die sind da rückwärts mit einem Anhänger rangefahren und haben den Tankhänger sich selbst angehangen.
...
Sag mal K-H. Du bist wohl zu Zeiten des real existierenden Sozialismus gar nicht aus dem Büro gekommen? :biggrin:
...
Draußen war ich schon: Pflügen, Strohernte, Mähdrescher, … .
Leider nicht beim Agrarflug. Da hätte ich mich sonst auch freiwillig gemeldet. Von früh bis abends Flugtechnik. Der Beruf wäre zum Hobby mutiert. :TD:

Ansonsten bei uns auf der LPG war es so, dass jeder Traktorist ein privat-persönliches Holzstück hatte, dass auf seine Traktorkupplung abgemessen war. Das hat er dann unter die Deichsel geklemmt und somit war die Höhe exakt eingestellt.
 
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Ja, das kenne ich auch.
Zur elektrischen KS-Pumpe hab ich auch ein Bild. Die Pumpe war in einem stabilen Holzkasten eingebaut. Man sieht hier auch die Leitung ins Cockpit. Die Bauern haben sich dann über die Pumpe gewundert und gleichzeitig geärgert, das sie nicht mehr an den Pumpenschwengel durften. :biggrin:

 
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Aber das hier dürfte Dich mehr interessieren. Frag mich nicht, auf welcher Basis dieses Beladegerät aufgebaut ist. Da hatte jedes ACZ seine eigenen Geräte. Die meisten waren auf der Basis des RS 09, da hab ich auch noch Bilder. Bei uns hießen die Dinger und da gab es nur einen Begriff, "Futzel" :biggrin: Die waren nicht schnell, die waren schwer und die waren anfällig für Reparaturen.

 
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Unterlagen zu Bodentechnik DDR-Agrarflug (An-2, L-60, Z-37, Kruk, Dromadar, Ka-26)

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