US Sonderwaffen in Museen

Diskutiere US Sonderwaffen in Museen im Bordwaffen Forum im Bereich Grundlagen, Navigation u. Technik; Das wäre im Verteidigungsfall sowieso egal gewesen, weil viel wäre vom Land nicht mehr übrig geblieben. Was das nun für Atomwaffen im speziellen...

alois

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Das wäre im Verteidigungsfall sowieso egal gewesen, weil viel wäre vom Land nicht mehr übrig geblieben. Was das nun für Atomwaffen im speziellen gewesen wären, wäre so was von egal gewesen...
 
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Das wäre im Verteidigungsfall sowieso egal gewesen, weil viel wäre vom Land nicht mehr übrig geblieben. Was das nun für Atomwaffen im speziellen gewesen wären, wäre so was von egal gewesen...
Da hast nun auch wieder recht...da gibt es so ein "nettes" Tool, mit dem man sich die Auswirkungen verschiedener Bomben auf seine Region anzeigen lassen kann, das ist schon heftig. Wir auf dem Land sind zum Glück relativ weit von jedem "rentablen" Ziel weg, so dass wir keine direkten Auswirkungen eines Angriffs befürchten müssten, aber die Folgen... :sad::23:
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Na das freut uns aber, dass man da nur die Hülle ohne "Innereien" anschauen kann. Nicht so wie die Briten, die seinerzeit mal am Einfang eines Flughafens 12 Jahre ne "aktive" Grand Slam haben stehen lassen und nur durch Zufall rausgefunden hatten, dass die ja noch befüllt war... 😲:wacko::blink:
 
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Da passt ja die Mk-5 ganz gut zu, die ich letzte Woche in Dayton besucht habe.


Mark 5 Nuklearwaffe

Die USA hatten die Mk-5 Implosionswaffe um den Bedarf an kleineren, leichteren strategischen Waffen zu erfüllen. Die letzte Version wog etwa 3000 Pfund (1,36 t) und war damit fast 65% leichter als ihr unmittelbarer Vorgänger, die Mk-4. Die Serienproduktion der Mk-5 begann 1952. Die Sprengkraft lag im Megatonnen Bereich. Die Mk-5 war zuverlässiger und einfacher zu warten als die Vorgänger Generation von Nuklearwaffen und sie wurde von einer Vielzahl von Waffensystemen getragen, inklusive der B-29, B-36, B-45, B-47, B-50 und der B-52. Die letzten Mk-5 wurden 1963 außer Dienst gestellt.





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Wow, echt faszinierend, was alles machbar ist. :blink:
Sehe ich das dann richtig, wenn ich annehme, dass eine kleinere Sprengkraft als möglich wäre, mehr Fallout produziert ?? Weil ja nicht sämtliches spaltbare material "verbrannt" wird ??
Fallout entsteht in Abhängigkeit von der Detonationshöhe. Hast du eine sehr hohe Luftdetonation, hast du die maximale EMP-Wirkung, aber null Fallout.
Bei einer niedrigen Detonationshöhe hast du schon ein wenig Fallout, weil sich das hochgeschleuderte/gezogene Material mit den Nukliden vermischt, abkühlt und als kleine Körnchen/Staubteilchen niederrieselt.
Maximalen Fallout hast du natürlich bei einer Bodendetonation, weil du einfach nur viel Dreck bewegst.
 
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Mark 7
Nuklearbombe
Die Mk-7, die von 1952 an gebaut wurde, war die erste Nuklearwaffe, die von USAF und USN Kampfflugzeugen eingesetzt werden konnte. Sie wurde extern von F-84, F-100 und F-101 transportiert, oder intern von Bombern wie der B-57. Wegen der zu geringen Bodenfreiheit unter den externen Flügelstationen, wurde die untere Leitflosse eingeklappt und dann nach dem Start ausgefahren. Die Waffe konnte in der Luft oder bei Bodenberührung gezündet werden. Die Mk-7 hatte eine Sprengkraft im Kilotonnenbereich. Sie wurde 1968 außer Dienst gestellt.


Gewicht der Waffe war etwa 1600 Pfund (ca. 726 kg) und je nach Waffenkern, konnten Stärken von 8,19,22,30,31 und 61 Kilotonnen erreicht werden.






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BA53 Thermonukleare Bombe
basierend auf der Mk-53 Wasserstoff Bombe wurde diese Waffe in einem zweiteiligen Außenträger unter der B-58A Hustler transportiert. Die Sprengkraft lag im Megatonnen Bereich und die Waffe passte in den oberen Teil des Waffenträgers. Das Unterteil war mit Treibstoff für den Bomber gefüllt und wurde vor dem Abwurf der Waffe abgeworfen. Das im United States Air Force Museum in Dayton gezeigte Exemplar ist eine Leihgabe des National Museum of Nuclear Science & History.





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Und hier noch Bilder von der original B53, die genauso im USAF Museum liegt wie die W53, welche von Titan II Raketen abgeliefert worden wäre.

Der übersetzte Text aus dem Museum lautet:
Mark 53 Thermonukleare Bombe
Die Mk-53 „Wasserstoff“ Bombe ging 1962 in Produktion wurde konstruiert um internal in B47, B52, B58 und in der nie eingeführten B-70 transportiert zu werden.
Sie war ausgestattet mit 5 Brems- und Fallschirmen, einem 5 Fuß (1,52 m) Schirm, einem 16 Fuß (ca. 5 m) Schirm und 3 48 Fuß (ca. 15 m) Schirmen.
Wenn aus bestimmten Gründen eine Freifallablieferung nötig geworden wäre, dann wäre der Schirmcontainer abgeworfen worden und damit alle Schirme gleichfalls.
Die Sprengkraft lag im Megatonnen Bereich. Mk53s hatten einen Luftdetonations-, einen Aufschlag- und einen verzögerten Ablagemodus.
Die Mk-6 Wiedereintrittskapsel, welche auf der Titan II Interkontinentalrakete montiert wurde, enthielt einen W53 Sprengsatz, der im wesentlichen auch eine B-53 Bombe war.







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Eine W53 liegt unter der Titan II, im Raketensilo zwischen dem 3. und dem 4. Hangar im USAF Museum in Dayton.

Der übersetzte Text aus dem Museum lautet:
W 53 Thermonukleare Bombe
Basierend auf der Mk-53 „Wasserstoff“ Bombe, wurde die W53 modifiziert, um von der Titan II Interkontinentalrakete getragen zu werden. Mit seiner Stärke im Megatonnen Bereich passte sie in die Mk-6 Wiedereintrittskapsel die wiederum auf die Titan II montiert wurde. Dieses Ausstellungsstück wurde dem USAF Museum freundlicherweise vom Nationalen Museum für Nukleare Wissenschaft und Geschichte überlassen.







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Mark 28
Thermonukleare Bombe
Die Mk-28 Wasserstoff Bombe ging 1958 in Produktion und blieb im Dienst bis in die frühen 90er-Jahre. Flugzeuge trugen eine Stromlinienförmige Variante extern und eine verkleidete Version intern. Eine Vielzahl von verschiedene Einsatzmuster (F-100, F104, F105, B-47, B-52, B-66 und andere), diese Waffen wurden auch in den Hound Dog und den Mace Marschflugkorpern eingesetzt. Die Ausstellungsstücke sind BDU-16/E Trainings Exemplare der Mk-28 und sie werden gezeigt auf einem MHU-7/M Bombenheber.

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Und weil er direkt danebensteht, auch noch der besagte Hound Dog, ein faszinierendes Waffensystem, gerade wenn man bedenkt, dass es schon vor 60 Jahren entwickelt wurde.

North American
AGM-28B Hound Dog
Der Hound Dog war ein in der Luft zu startender nuklearer Überschallmarschflugkörper entwickelt um schwer verteidigte Bodenziele zu zerstören.
Modifizierte B-52trugen zwei AGM-28, eine unter jedem Flügel.
Dieser Marschflugkörper wurde nie eingesetzt, aber man hätte ihn in 45.000 Fuß gestartet und er wäre dann auf über 56.000 Fuß aufgestiegen, um dann zum Ziel zu fliegen.
In der Nähe des Zieles wäre er dann im Sinkflug in sein Ziel geflogen. Die Reichweite von über 600 Meilen (ca. 966 km) hätte Langstrecken stand off Angriffe ermöglicht um so das Risiko für die B-52 zu reduzieren.
Die AGM 28A wurde im Dezember 1959 beim SAC eingeführt. 1960 entwickelte das SAC eine Methode, die Triebwerke des Marschflugkörpers zu benutzen um zusätzliche Leistung im Flug oder beim Start zu erzielen.
Anschließend konnten die Tanks des Hound Dog im Flug durch den Bomber wieder gefüllt werden.
Die AGM-28B, eine verbesserte Version der -A hatte ihren Erstflug im Mai 1961. Er hatte ein verbessertes Steuerungssystem und eine verbesserte Reichweite. Fast 700 AGM-28 wurden gebaut bis die Produktion 1963 eingestellt wurde.
428 davon waren B Versionen. 1975 wurden sie aus dem Alarmdienst genommen und der letzte Hound Dog wurde 1978 aus der Inventarliste gestrichen.
Die AGM28-B in der Ausstellung kam 1975 ins USAF Museum.
Technische Daten
Bewaffnung: Thermonuklearer Sprengkopf
Triebwerk J52 Strahltriebwerk mit 7.500 Pfund (ca. 3.400 kg) Schub
Marschgeschwindigkeit 1.200 mph
Reichweite: 785 Meilen.

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Hab ich korrigiert, danke schoen, mit 75,000 lbs ware er wohl bei Mach 3 geschmolzen bevor er sein Ziel erreicht haette :-)
 
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