US-Studie wertet China als größte Bedrohung

Diskutiere US-Studie wertet China als größte Bedrohung im China Forum im Bereich Speziell; Das US-Verteidigungsministerium sieht Chinas Streitkräfte als die potenziell größte klassische militärische Bedrohung in der Zukunft an. Das geht...

Moderatoren: Deino
  1. #1 Bleiente, 06.02.2006
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    Das US-Verteidigungsministerium sieht Chinas Streitkräfte als die potenziell größte klassische militärische Bedrohung in der Zukunft an. Das geht aus dem alle vier Jahre neu verfassten Strategiepapier für die kommenden 20 Jahre hervor, das Ende vergangener Woche vom Pentagon in Washington veröffentlicht wurde.
    "China hat das größte Potenzial, mit den Vereinigten Staaten militärisch in den Wettbewerb zu treten", heißt es in der Studie. Zudem müsse man sich für einen langen globalen Krieg gegen nichtstaatliche Gegner rüsten. Wie weit das Strategiepapier des Pentagons in die militärische Praxis Eingang finden wird, ist schon deshalb offen, weil ein beträchtlicher Teil der ausgabenwirksamem Vorschläge entweder weit in die Zukunft reicht oder zuvor vom Kongress genehmigt werden müsste. Eine radikale Neuorientierung ihrer Ausgabenprioritäten halten die Militärplaner nicht für erforderlich. Entsprechend der militärischen Philosophie von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld liegt der Akzent auf der Stärkung mobiler und flexibler Waffengattungen und Einheiten.
    Nach den Plänen des Pentagons sollten die USA auf die potenziellen Bedrohungen mit einem Ausbau ihrer U-Boot-Flotte und ihrer Langstreckenbomberflotte reagieren. Der Fokus der Strategie liegt auf einer Hochrüstung der Waffengattungen und Einheiten, die am besten geeignet sind, Krieg gegen islamische Fundamentalisten zu führen.

    Extreme Unsicherheiten
    Während das zuletzt veröffentlichte Strategiepapier 2001 das Ziel benannte, zwei klassische größere Kriege gleichzeitig führen zu können, gelten in der neuen Studie China und der terroristische Islamismus als die größten Bedrohungen für die Zukunft. Deswegen schlägt das Verteidigungsministerium vor, die Ausgaben für unbemannte Flugzeuge in den kommenden Jahren fast zu verdoppeln, mehr Schiffe zu bauen, die nahe an Küstengewässern operieren können, und neue Sondereinsatzkommandos auszubilden, die weltweit nach nichtkonventionellen Waffensystemen fahnden können. China war auch schon 2001 genannt worden.

    Die Elitetruppen Special Operations Forces sollten um 15 Prozent aufgestockt werden, heißt es. Außerdem wollen die Planer aus dem Pentagon 1,5 Mrd. $ aufwenden, um einen Angriff mit biologischen Kampfmitteln besser zu kontern. Die Einheiten für psychologische Kriegführung und Zivilverwaltung - wo das US-Militär im Vergleich zu den Europäern schwache Kompetenzen hat - sollen verstärkt werden. Das Pentagon gab bei der Vorstellung der Studie klar zu erkennen, dass die Vorbereitung auf Bedrohungen mit extremen Unsicherheiten behaftet ist. "US-Streitkräfte werden sehr wahrscheinlich im nächsten Jahrzehnt irgendwo in der Welt aktiv sein, wo sie jetzt nicht aktiv sind. Wo, wann und wie kann ich Ihnen in keiner Weise sagen", sagte ein Pentagon-Beamter.
    Aus der FTD vom 06.02.2006
    http://www.ftd.de/pw/in/44393.html
     
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  3. #2 BigLinus, 25.05.2006
    Zuletzt bearbeitet: 26.05.2006
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    Anbei der Link zu der 58-seitigen Einschätzung des US-Verteidigungsministeriums (jährliche Vorlage für den Kongress) hinsichtlich der aktuellen militärischen Stärke der Volksrepublik China.

    http://www.pentagon.mil/pubs/pdfs/China%20Report%202006.pdf

    ------------------------

    Als Ergänzung hierzu ein Bericht aus dem 'Spiegel':

    [ http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,417973,00.html ]
     
  4. #3 Schorsch, 25.05.2006
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    Ich denke kaum, dass wir hier ein neues Wettrüsten zu erwarten haben. Die Chinesen haben inzwischen 2000 Milliarden Euro BSP, somit etwa 80% unseres Niveaus und weniger als 20% des amerikanischen. Eine Fortsetzung des Wachstums wie in den letzten 10 Jahren ist unwahrscheinlich, da offensichtliche Barrieren existieren (Bevölkerung, Energie, Märkte). Die Chinesen werden bei Bewahrung einer progressiven öffentlichen Investitionspolitik (also nicht sowjet-style 20% des BSP in Panzer investieren) nicht die Ressourcen für eine global agierende Armee haben. Sie bleiben militärisch eine lokale Macht, wirtschaftlich jedoch sind sie heute bereits eine Weltmacht. Jedoch sollte man auch dies nicht überbewerten, EU und USA/Kanada (quasi NATO) zusammen machen immer noch 60 bis 70% der weltweiten Wirtschaftsleistung.
    Es ist immer wieder beruhigend, welchen Machtvorsprung der Westen gegenüber jedem möglichen Herausforderer hat, was die zwingende Schlussfolgerung bringt, dass jede zukünftige Bedrohung asymmetrisch sein wird.
     
  5. #4 BigLinus, 25.05.2006
    Zuletzt bearbeitet: 25.05.2006
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    Und was sagt du dann zu diesen Passagen? :confused:

    Die Volksrepublik China hat für 2005 ein geschätztes BIP von 2.279 Mrd US-$, die Bundesrepulik ein geschätztes BIP von 2.907 Mrd US-$. Nach offiziellen Angaben:
     
  6. #5 Schorsch, 26.05.2006
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    Naja, meine Zahlen zum BIP waren relativ gesehen richtig, aber vielen Dank für die Korrektur. Sind die Zitate aus dem Report? Wohl kaum, da er auf Englisch ist.

    Ich bin sicherlich kein Experte und das Pentagon hat wesentlich mehr Ahnung als ich, andererseits haben sie auch eine klare Absicht (findet die nächste Bomberlücke!).

    China ist in den letzten 10 Jahren mit Rekordtempo gewachsen. Und anscheinend wird es das auch noch für eine gewisse Zeit tun. Allerdings muss man sich keine Illusionen machen, dass man dies unendlch fortsetzen kann (macht wohl auch keiner). Bestimmte hemmende Faktoren werden nicht nur das Wachstum bremsen, sondern auch die Kosten der Regierung nach oben treiben.
    Wenn wir einmal annehmen, dass China bei knapp 3 Milliarden Dollar einen "level-out" macht und anschließend mit vergleichbaren Raten wie USA weiterwächst, dann können die Chinesen nicht den qualitativen Vorteil gegenüber den USA aufholen. 13% Ausgabe für Verteidigung ist ein ungesund hoher Anteil. Für ein Regime, welches sich seine MAcht durch das Militär verteidigt abr womöglich eine notwendige Ausgabe.

    Vor allem - und dasist das wichtigste - sehe ich keine starken Konflikte zwischen China und der westlichen Welt. Es gibt keine Gebietsstreitigkeiten, China ist traditionell nicht expansiv, und der Kampf um Rohstoffe wird per Dollar und nicht per Panzer geführt. Es mag die Amis natürlich besorgen, dass es in 10 Jahren eine Macht gibt, die lokal schwer zu bezwingen ist. Schlussendlich sind die Amis mit ihrer globalen und weitestgehend unschlagbaren Militärmacht eine globale Konstante.
     
  7. #6 Dr. Seltsam, 26.05.2006
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    Die größte Gefahr für die USA, die von China ausgeht ist deren steigender Bedarf an Erdöl und Erdölprodukten. Gebündelt mit der steigenden Wirtschaftskraft Chinas entsteht hier eine Situation, die es in den USA (und auch im Rest der Welt) zu steigenden Treibstoffpreisen kommen lässt. Das trifft den gemeinen Ami mit dem V8 Big Block Pickup natürlich härter als den gemeinen Europäer mit dem 1.4 l Vierzylinder Kleinwagen. Und das sorgt für innere Unruhe in den USA, weil der American Way of Life dann noch mehr eingeschränkt wird, als es der Patriot Act vermag.
    Ich halte die militärischen Begrüngen ganz ehrlich für vorgeschoben.
     
  8. #7 Schorsch, 26.05.2006
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    Mal als Vergleich der Energieverbrauch Chinas, der USA und Deutschlands, leider Zahlen von 2002:

    Zahlen in Millionen Tonnen
    USA:
    1990: 779
    2002: 888
    Steigerung: 14%

    China:
    1990: 97
    2002: 248
    Steigerung: 156%

    Deutschland:
    1990: 126
    2002: 127
    Steigerung: <1%

    Bei einem Barrel-Preis von 70 USD, 159 Liter/Barrel, Dichte 0.9kg/l, folglich 50 USD-Cent pro kg.

    USA: 390 Milliarden USD (3.7% BIP)
    China: 124 Milliarden USD (8.3% BIP)
    Deutschland: 64 Milliarden USD (3.2% BIP)
    (alles 2002 Zahlenbasis aus Weltalmanach 2005)

    Das größte Probem für die chinesiche Wirtschaft sind die steigenden Energiepreise. Diese tun den Chinesen relativ gesehen mehr weh als den Amis oder uns, wie man an den Zahlen erkennen kann. Wie schon die anderen kommunistischen Staaten stellt ein Effizienzproblem. Mal sehen, wie die Chinesen darauf reagieren. Langfristig wird sich China nicht den Problemen entziehen können, die schon andere "Wirtschaftsraketen" irgendwann aufgehalten haben.
     
  9. #8 Rhönlerche, 26.05.2006
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    Bevölkerngsmäßig wird übrigens Indien China in wenigen Jahrzehnten überholt haben.
     
  10. #9 Dr. Seltsam, 26.05.2006
    Dr. Seltsam

    Dr. Seltsam Guest

    Dein Beispiel zeigt den "Ölhunger" Chinas ganz deutlich. Bis jetzt konnte sich die chinesische Wirtschaft diese Steigerung offensichtlich auch gut leisten. Schwächt man die Wirtschaft allerdings, und dazu kann die Propaganda dienen, China als den potenziellen Feind Nr. 1 darzustellen, wird der Ölverbauch wieder sinken, weil es nicht mehr bezahlt werden kann. China als potenziellen Feind der USA darzustellen kann dazu führen, dass westliche (und gerade amerikanische) Firmen von Investitionen in China absehen, was dessen Wirtschaft wiederum schwächt. Gleichzeitig kann man so Rüstungsaufträge in den USA begründen, was die US-Wirtschaft stärkt.
     
  11. #10 BigLinus, 26.05.2006
    Zuletzt bearbeitet: 26.05.2006
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    Wenn ihr einen etwas tiefgehenderen - vorallem deutschsprachigen - Einblick in Chinas Entwicklung haben wollt, kann ich euch nur nachfolgenden Aufsatz von Dr. Frank Umbach aus der Schriftenreihe der 'Deutschen Gesellschaft für auswärtige Politik e.V. / German Council on Foreign Relations' empfehlen. Der Aufsatz ist zwar aus dem Jahr 2001 - somit nicht mehr 'up to date' - aber die Grundsätze gelten nach wie vor.

    Geostrategische und geoökonomische Aspekte der chinesischen Sicherheits- und Rüstungspolitik zu Beginn des 21. Jahrhundert - Die Verknüpfung traditioneller Sicherheitspolitik mit Resourcenfragen im geopolitischen Denken Chinas
    von Frank Umbach in:

    In Gunter Schubert (Hrsg.), "China - Konturen einer Übergangsgesellschaft auf dem Weg ins 21. Jahrhundert"
    Hamburg 2001, S. 341-404.

    Quelle: http://www.dgap.org/midcom-serveattachmentguid-2f0c33baca3011da82652506effbfba0fba0/umbach_geo.pdf


    PS: Man findet in dem Umbach'schen Aufsatz sehr viele Punkte wieder die in den verschiedenen Board-Themen über das chinesische Trägerprogramm lediglich angerissen wurden.
     
  12. #11 Gustav Anderman, 26.05.2006
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    Ich möchte hier einige zahlen zum wirtschaftswachstum einwerfen, damit wir einen besseren vergleich haben,

    Das Wirtschaftswachstum sowohl der USA wie auch von D-Land waren im durchschnitt über die letzten 100 jahe ca. 2% nicht mehr.
    Japan hatte wegen des größeren Nachholbedarfs in der industralisierung ein Wachstum von 3% über die letzten hundert jahre.
    Und während des "Wirtschaftswunders" hatten wir auch Wachstumsraten von über 10%.
    China und Indien werde noch lange Zeit hohe Wachstumsraten haben, die werden sie auch brauchen wenn sich der Lebensstandard in diesen Ländern den unseren angleichen soll.
    Bei allen Industrieländern ist ein angleichen der Wachstumraten zu sehen wenn sich das Produktivitäsniveau angeglichen hat.
    Nur wird bei gleicher Produktivität eine Wirtschaft die 3 oder 4mal mehr Einwohner hat, auch 3 oder 4mal größer sein.

    PS das Wirtschaftswachstum der USA lag im letzten Quartal bei 5,3 % (hochgerechnet aufs ganze Jahr)
     
  13. #12 BigLinus, 27.05.2006
    Zuletzt bearbeitet: 27.05.2006
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    Danke für die Zahlen, aber das ist nicht der Punkt. Es geht doch darum, daß die jährlichen Steigerungsraten für Rüstung der PRC höher sind als die Steigerungsraten ihres BIP und daß die veröffentlichten Zahlen aus dem Etat der PLA bei Leibe nicht die 'echten' Zahlen sind.

    Darüber hinaus empfehle ich wirklich den vorstehenden Aufsatz von Dr. Frank Umbach.
     
  14. #13 Schorsch, 27.05.2006
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    Das Wirtschaftswachstum begründet sich mitunter durch den hohen Nachholbedarf. Wer wenig hat, kann viel wachsen.
     
  15. #14 Bleiente, 30.11.2007
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    http://de.rian.ru/world/20071130/90197146.html
     
  16. #15 Bleiente, 03.12.2007
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    http://www.heise.de/newsticker/meldung/99912
     
  17. #16 Bleiente, 16.05.2008
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    http://www.epochtimes.de/articles/2008/05/16/284537.html

    Mehrere Flugzeugträger - und diese auch noch verstecken :?!
     
  18. #17 Sczepanski, 16.05.2008
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    da wird viel Mist geschrieben. *)
    Der Stützpunkt an der Südspitze der Ferieninsel Hainan ist schon länger unter Beobachtung von Satelliten; darüber hinaus gibt es Bilder der moderen chinesischen Kriegsschiffe, die offenbar in diesem Stützpunkt aufgenommen wurden. Unter anderem ist das (bisher einzige) LPD der PLAN vom Typ 071 in dem Hafen gewesen.
    Es ist auch nicht unwahrscheinlich, dass die PLAN den Stützpunkt speziell für die neuen Atom-U-Boote nutzt. Von hier aus ist tiefes Wasser relativ schnell zu erreichen. Die bisheri genutzten Basen der Nordflotte sind dagegen durch eine Kette von Stützpunkten - von Südkorea über Japan, Okinawa bis Taiwan - mehr oder weniger "gefangen".

    Die Satelliten-Aufnahmen zeigen, dass es Tunnel an der Küste gibt, die von der Breite ausreichen, um die neuen Atom-U-Boote Chinas aufnehmen zu können. Zumindest zwei Tunnel für Schiffseinbauten und zwei oder drei weitere für Kraftfahrzeuge habe ich erkennen können.
    Für größere (d.h. breitere) Kriegsschiffe wie etwa Flugzeugträger sind die Tunnel aber zu schmal *.
    Da macht China nichts anderes als bei den bisherigen U-Boot-Stützpunkten der Nordflotte auch. Die Boote sind in unterirdischen Hallen vor Luftangriffen relativ sicher.

    Darüber hinaus gibt es bei dem neuen Stützpunkt große Piers, die in der Lage sind, eine Reihe von Kriegsschiffen aufzunehmen.

    Insgesamt ist der Stützpunkt aber durchaus im Rahmen - nicht größere als vergleichbare US-Stützpunkte, und von der Zahl der Schiffe, über die die PLAN verfügt, brauchen wir den Vergleich gar nicht erst ziehen.

    *) z.B.:
    Die "Höhe" von unterseeischen Tunnels wird in den Medien angegeben - als ob irgendwelche Taucher das Ganze in 007-Manier erkundet hätten.
    Die nächste Steigerung wäre, dass China über tauchfähige Flugzeugträger verfügt, die da durch unterseeische Tunnel aus- und einfahren ....
     
  19. #18 schrammi, 17.05.2008
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    11 Eingänge - 11 richtig platzierte Bomben. Und dann? Ich weiß nicht so recht, ob so eine Höhle eine gute Lösung ist.
     
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  21. Bowser

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    Erstma musste einen Grund haben, dann musste deine Bomben hinbekommen, dann werden die Höhlen wohl kaum aus Pappmasché sein sonder Bombensicher und dann müssen im Fall X auch noch U-Boote in den Bunkern liegen.
    Die werden dann aber sicher schon längst in tiefem Wasser Schutz gesucht haben.
     
  22. #20 Monitor, 17.05.2008
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    Wenn die 11 Eingänge dann kaputt sind, hat man erstmal wieder gewonnen. Nun muß man nur noch zusehen, wie man 1,3 Mrd. Chinesen kontrolliert kriegt. Man schafft es noch nicht mal bei 0,025 Mrd. Irakern.
     
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