Verlegung sowjetischer Fliegereinheiten aus den ehem. Sowjetrepubliken nach Russland, 1. Hälfte neunziger Jahre

Diskutiere Verlegung sowjetischer Fliegereinheiten aus den ehem. Sowjetrepubliken nach Russland, 1. Hälfte neunziger Jahre im Russische / Sowjetische LSK Forum im Bereich Einsatz bei; Damals gab es reguläre Verlegungen aber es gab eben auch Verlegungen die durchaus als Fluchten verstanden wurden oder tatsächlich solche waren...
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Damals gab es reguläre Verlegungen aber es gab eben auch Verlegungen die durchaus als Fluchten verstanden wurden oder tatsächlich solche waren.
Unautorisierte Flüge von Tu-22M3 aus der Ukraine nach Belarus, Su-24 von der Ukraine nach Russland, verhinderte Ausflüge von Tu-95 aus der Ukraine nach Russland .... aktuell gibt es einen Artikel zum Ausflug der Tu-95MS von Kasachstan nach Russland.
Es kann natürlich sein das es noch mehr solcherlei erfolgreicher oder missglückter Flüge nach Russland gab. Die Sache mit Kasachstan war mir allerdings neu gewesen.

Der Artikel „Как российские летчики тайно вернули Родине самолеты с ядерным оружием“ (auch unter dem Titel „Угнать эскадрилью“) erschien am 26. März 2026 im russischen Geschichtsmagazin „Родина“ (Autor: Николай Роганов). Er beschreibt eine geheime Operation der russischen Luftwaffe im Jahr 1994 im Kontext des Zerfalls der Sowjetunion.
Die Seite dzen.ru/rodina_history (bzw. rodina-history.ru) dient als Plattform für historische Beiträge des Magazins, mit Fokus auf Militärgeschichte, Luftfahrt und Sowjet-/Russland-Erbe.

Как российские летчики тайно вернули Родине самолеты с ядерным оружием

https://dzen.ru/a/acTZOolxU3miKSpn

Ich fasse den Artikel kurz zusammen, weitere Details finden sich in den Kommentaren zum Artikel.
Nach dem Zerfall der UdSSR 1991 stand in Kasachstan auf dem Flugplatz Tschagan (Dolon) die 79. Schwere Bomberfliegerdivision mit rund 40 modernen Tu-95MS-Bombern, verteilt auf zwei Fliegerregimenter. Der Divisionskommandeur, Generalmajor Juri Pylnew, erhielt Ende 1993 einen mündlichen Befehl aus Moskau, die Maschinen nach Russland zu überführen – offizielle Befehle gab es dafür wohl ganz bewusst nicht.
Die Flüge wurde als normale Trainingsflüge getarnt. Schrittweise flogen die Bomber nach Russland (hauptsächlich nach Ukrainka und Belaja) und kehrten nicht zurück. Als die kasachischen Behörden misstrauisch wurden und Flüge verboten, blieben sechs Tu-95MS übrig. Zur "Tarnung" wurden angeblich Tu-95K-22 aus Russland eingeflogen. Im Februar 1994 starteten die letzten sechs Maschinen nachts unter Scheinwerfern bei Funkstille und extrem niedrigem Flug (ca. 300 m), um die kasachische Luftraumüberwachung zu unterlaufen.

Russisch

Deutsch, unbearbeitete Übersetzung

Bisher waren die Flüge der sechs Su-24 aus der Ukraine nach Russland einigermaßen gut dokumentiert. Weniger bekannt die acht (?) Tu-22M3 die von der Ukraine nach Belarus flüchteten. Die damaligen Ereignisse in Usin haben ebenfalls einige Spuren hinterlassen.
Wer Lust hat kann das ja hier unterbringen.
 
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In der Themenbeschreibung habe ich bewusst die Möglichkeit offen gelassen auch normale Verlegungen zu erfassen.
Hier mal wieder was aus dem Archiv und aus der Kaukasus-Region. Im Originaltext gibt es einige inhaltliche und auch Schreibfehler bei der Benennung der Flugzeugtypen und Zuordnung zu den jeweiligen Fliegerregimentern.

Es folgt die Abschrift des Berichts aus dem Bundesarchiv Koblenz (Bestand B206/393, Blatt 97 u. 98). Die im Dokument verwendeten Kürzel NZU und DDD konnten bisher nicht eindeutig identifiziert werden.

28/92 8.7.1992-14.7.1992

----- N Z U – Anfang ----

GUS/GEORGIEN/ASERBAIDSCHAN (DDD)

03. Abzug von Fliegerkräften aus dem Militärbezirk TRANSKAUKASUS (Fortschreibung)

(NZU - Geheim)

Im Zeitraum vom 01.07. bis 03.07.1992 wurden nahezu alle taktischen Kampfflugzeuge (KpfFlz) vom Gebiet der Republik Georgien abgezogen.

Im einzelnen verlegten:

  • Jagdfliegerregiment (JFlgRgt), SENAKI, 37 MiG-29/FULCRUM, in Richtung Rostov Na Donu,
  • Jagdbombenfliegerregiment (JaboFlgRgt), KOPITNARI, 32 SU-24/FENCER, in Richtung Morozovsk,
  • JaboFlgRgt, BOLSHIYE-SHIRAKI, 26 SU-24/FENCER, Landung auf Flugplatz (FlPl) Marinovka, eine Weiterverlegung ist nicht auszuschließen (bereits am 03.06. Verlegung von vier SU-24/FENCER in Richtung Norden),
  • Aufklärungsfliegerregiment (AufklFlgRgt), TBILISI-VAZIANI, 30 SU-17/FITTER, über Mineralnye Vody in Richtung Norden,
  • JFlgRgt, TBILISI-VAZIANI, 27 MiG-23/FLOGGER über Mineralnye Vody in Richtung Norden.

Angaben über die Zielflugplätze liegen derzeit nicht vor. Es ist davon auszugehen, daß die FlPl Senaki, Kopitnari und Bolshiye-Shiraki von KpfFlz geräumt sind. Einem anderen Hinweis zufolge sind auch die nuklearen Gefechtsköpfe von den o.a. FlPl entfernt worden. Möglicherweise ist der FlPl Tbilisi-Vaziani noch mit dem Restbestand des JFlgRgt TBILISI-VAZIANI (ca. 20 MiG-23/FLOGGER) belegt.

Wie auch bei den Abzügen aus Aserbaidschan (siehe WoBe 24/92) wurden die Jagdflugzeuge der Truppen der Luftverteidigung nicht abgezogen. Damit verbleiben auf dem Gebiet Georgiens ca. 85 KpfFlz.

----- N Z U - Ende ----

BArch Koblenz B206/393 Blatt 19-21
24/92 10.6.1992-16.06.1992

----- N Z U - Anfang -----

GUS/RUSSLAND/ASERBAIDSCHAN (DDD)

04. Abzug von Fliegerkräften aus der Republik Aserbaidschan

(NZU - Geheim)

Im Zeitraum vom 09.06. bis 10.06.1992 erfolgte die Verlegung von 31 Kampfflugzeugen - vermutlich SU-25/FROGFOOT des Jagdbombenfliegerregiments (JaboFlgRgt) SITAL-CHAY (Republik Aserbaidschan) - über Flugplatz (FlPl) Tbilisi-Vaziani (Zwischenlandung), FlPl Krasnodar (Zwischenaufenthalt) in den Großraum Buturlinovka (Militärbezirk MOSKAU/Republik Rußland).

Im selben Zeitraum verlegten 18 SU-24/FENCER des JaboFlgRgt KYURDAMIR vom Heimatplatz über FlPl Samtredia (Zwischenaufenthalt), Raum Krasnodar zu einem u/i FlPl. Bereits am 27.04. wurden zwei SU-24/FENCER des JaboFlgRgt KYURDAMIR zu einem u/i FlPl abgeschleust.

Am 09.06. verlegten sechs MiG-25/FOXBAT und zwei SU-24/FENCER des Aufklärungsfliegerregiments (AufklFlgRgt) DALLYAR über Tbilisi-Vaziani in den Bereich der GUS. Eine erste Abschleusung von zwölf Kampfflugzeugen dieses Regiments erfolgte bereits am 29.12.91 vermutlich zum FlP1 Mineralnye Vody (Militärbezirk NORDKAUKASUS) (siehe WoBe 13/92). Eine Weiterverlegung wurde bislang nicht erkannt.

Hinweisen zufolge soll der endgültige Dislozierungsort für das AufklFlgRgt DALLYAR und das JaboFlgRgt KYURDAMIR der FlPl Voronezh (Republik Rußland) sein.

Nachdem bereits im März 1992 die Luftverteidigungshubschraubereinheit SANGACHALY, ausgerüstet mit Kampfhubschraubern Mi-24/HIND, aufgelöst/abgeschleust wurde sowie im Mai die Transportflugzeuge IL-76/CANDID des Transportfliegerregiments (TrspFlgRgt) GANDZHE nach Taganrog (Militärbezirk NORDKAUKASUS) verlegt haben, verbleiben derzeit folgende fliegende Truppenteile der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung auf dem Gebiet der Republik Aserbaidschan:
  • Möglicherweise Teile AufklFlgRgt DALLYAR und JaboFlgRgt KYURDAMIR,
  • Jagdfliegerregiment (JFlgRgt) NASOSNYY,
  • TrspFlgEinh BAKU-KALA,
  • Flugplatzeinheiten KAZI-MAGOMED und SALYANY (lediglich Storage-/nicht einsatzbereite Luftfahrzeuge).
Der laufende Abzug verdeutlicht das Bemühen der Republik Rußland, ihre Truppenteile dem Zugriff der kämpfenden Parteien zu entziehen, bzw. deren Verwicklung in Kampfhandlungen zu vermeiden.

Aserbaidschan hatte unlängst angekündigt, eigene Luftstreitkräfte aufzustellen und Lufthoheitsrechte über dem eigenen Territorium wahrzunehmen.

In diesem Zusammenhang wurden bereits übernommene L-29/MAYA sowie mindestens eine entführte SU-25/FROGFOOT auf aserbaidschanischer Seite in Kampfhandlungen eingesetzt.

Bereits in der Vergangenheit hatten aserbaidschanische Kräfte zumindest eine SA-2/GUIDELINE-Stellung in ihre Verfügungsgewalt gebracht (siehe WoBe 17/92). Ob und wieweit die aserbaidschanischen Kämpfer in der Lage sind, dieses Waffensystem einzusetzen, ist derzeit unklar.

----- N Z U - Ende ----

BArch Koblenz B206/393 Blatt 72/73
27/92 1.7.1992-7.7.1992

----- N Z U – Anfang -----

GUS/GEORGIEN/ASERBAIDSCHAN (DDD)

03. Abzug von Fliegerkräften aus dem Militärbezirk (MilBez) TRANSKAUKASUS (Fortschreibung)

(NZU - Geheim)

Auf dem Flugplatz (FlPl) Uvelskiy (Republik Rußland) wurden Anfang Juli 17 SU-24/FENCER erkannt. Hierbei handelt es sich vermutlich um Teile des ehemaligen Jagdbombenfliegerregimentes (JaboFlgRgt) KYURDAMIR (Republik Aserbaidschan), das am 10.06. vermutlich zunächst zum FlPl Voronezh (Republik Rußland) verlegt hatte (siehe WoBe 24/92).

Am 01.07. erfolgte die Verlegung von mindestens neun Kampfflugzeugen (KpfFlz) - vermutlich SU-25/FENCER des JaboFlgRgt BOLSHIYE-SHIRAKI (Republik Georgien) - in die Republik Rußland.

Eine erste Abschleusung von vier SU-24/FENCER dieses Regimentes in die Republik Rußland erfolgte am 03.06.

In diesem Zusammenhang sind möglicherweise auch mehrere Einsätze von AN-22/COCK des Transportfliegerregimentes (TrspFlgRgt) TVER in der zweiten Junihälfte zwischen den FlPl Bolshiye-Shiraki und Kotelnikovo (Republik Rußland) zu sehen.

Einem Hinweis zufolge sollen die KpfFlz SU-25/FENCER zum FlPl Marinovka (Republik Rußland) überführt worden sein. Dieser FlPl wurde bisher als Abstellplatz für Militärflugzeuge (Storage) genutzt.

Am 03.07. verlegten sieben SU-22/FITTER des Jagdfliegerregimentes (JFlgRgt) TBILISI-VAZIANI vom Heimatplatz zum FlPl Mineralnye Vody (Republik Rußland). Eine Weiterverlegung ist nicht auszuschließen.

Nach dem Abzug dieser Kräfte befinden sich nach vorliegenden Erkenntnissen auf dem Gebiet der Republik Georgien noch ca. 220, auf dem Gebiet der Republik Aserbaidschan noch ca. 50 Kampfflugzeuge der GUS-Streitkräfte.

----- N Z U - Ende ----
 
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Unautorisierte Flüge von Tu-22M3 aus der Ukraine nach Belarus
Bundesarchiv Koblenz B206/392 Blatt 122
Wochenbericht 14/92 30.03.92-29.03.92

---- NZU-Anfang -----

GUS/UKR (DDD)
GUS/UKRAINE: 6. Verlegungen beim Bombenfliegerregiment STRYY /BoFlgRgt) (NZU - Geheim)

Einem Hinweis zufolge sollen sechs TU-22 M/BACKFIRE des BoFlgRgt STRYY (Republik Ukraine) im Rahmen der Ausbildung zum Flugplatz Bobruysk (Republik Weißrußland) verlegt haben. Der bis zum 21.Februar 92 geplante Rückflug ist bisher nicht erfolgt.
Das BoFlgRgt STRYY hat u.a. einen Bestand von 18 TU-22 M/BACKFIRE und ist seit Oktober 1990 der BoFlgDiv BOBRUYSK unterstellt. Eine Verlegung (auch längerfristig) von Flugzeugen innerhalb einer Division gehörte bisher zum normalen Ausbildungsprogramm bei den Fernfliegerkräften.
In diesem Fall erscheint ein Verbleiben der Flugzeuge auf dem Flugplatz Bobruysk im Hinblick auf die bekannte Auseinandersetzung über die Unterstellung der auf dem Gebiet der Ukraine dislozierten Bombenfliegerkräfte möglich.
Als Reaktion soll der ukrainische Vize-Verteidigungsminister die Teilnahme von Teilen dieser Bomberfliegerkräfte am "Treffen der Luftstreitkräfte" am 11.April 92 auf dem Flugplatz Kubinka bei Moskau untersagt haben. Der Befehlshaber der Fernfliegerkräfte, Generaloberst Kalugin, hatte um die Entsendung von sechs Flugzeugen der Typen TU-160/BLACKJACK, TU-22/BLINDER und TU-16/BADGER ersucht und deren Rückkehr in die Ukraine garantiert.
Einem weiteren Hinweis zufolge soll die Ukraine den Versuch des Ausfluges von weiteren Maschinen des JaboFlgRgt STAROKONSTANTINOV verhindert haben. Sechs Besatzungen dieses Regimentes hatten sich kürzlich mit ihren Flugzeugen vom Typ SU-24/FENCER nach Rußland abgesetzt.

----- NZU-Ende -----
Die verfügbaren Indizien – der nicht eingehaltene Rückflugtermin, die dauerhafte Abwesenheit der Maschinen, die ablehnende ukrainische Reaktion auf die Kubinka-Einladung und der zeitliche Zusammenhang mit ähnlichen Vorfällen – sprechen dafür, dass es sich um eine einseitige Überführung durch Teile der Besatzungen oder des Regiments gehandelt haben könnte, die von der ukrainischen Seite nicht autorisiert war.
Der Hintergrund dazu muss vielleicht erläutert werden: Im Zuge der Auflösung der Sowjetunion und der Unabhängigkeit der Ukraine im August 1991 (bestätigt durch das Referendum vom 1. Dezember 1991) fiel das auf ukrainischem Territorium stationierte sowjetische Militärgerät formal an die neue ukrainische Führung. Dies betraf auch die Mittelstreckenbomber der Fernfliegerkräfte. Das 260. Schwere Bomberfliegerregiment (260. TBAP) mit seinen Tu-22M3 war auf dem Flugplatz Stryi (bei Lwiw in der Westukraine) stationiert und ging somit 1992 in ukrainischen Besitz über.

Bei forums.airforce.ru kann man einige zusätzliche Details von "cherven" dazu finden.


12.02.2024, 21:30
Чехорда – это не то слово, творился полный бардак. Приказы шли одновременно из Белоруссии, где был штаб дивизии и из МО Киева. Очень часто приказы противоречили друг другу. Наконец в начале 1992 года принята договоренность по которой, все самолеты на аэродромах Украины переходят под юрисдикцию Украины. Вот тогда и было принято решение перелетать в Белоруссию. Ту-22М3 260-го тбап часто улетали на многочасовые маршруты, не было ничего удивительного, что одна эскадрилья после взлета с аэродрома Стрый ушла на маршрут в строну Беларуси. Через некоторое время командир группы доложил, что на обратном маршруте мощный фронт и самолеты садятся на запасной аэродром в Бобруйске. Ничего удивительного, но уже утром следующего дня аэродром Стрый был оцеплен СБУ. Ни техники ни летчики не могли пройти на аэродром, все полеты были запрещены. Были отправлены оперативники по квартирам улетевших экипажей. Но семьи заранее уехали из Украины, а у кого были квартиры, их продали и контейнеры с вещами давно ушли. Украина требовала вернуть с Белоруси бомбордировщики 260-го тбап. Но никто не вернул ни экипажи, ни самолеты. Шум был огромный. Целую неделю не давали летать даже соседнему 179-у иап. После этого случая Ту-22 не летали до момента расформирования полка, когда оставшиеся Ту-22М3 перегнали в Полтаву, где их утилизировали.
Все выше сказанное намного информативнее информации на страницах интернета. Но это рассказы летчиков и техников 260-го тбап, услышанные через других людей. Хотелось бы узнать документальные сведения, ведь слухи это только слухи.
Но нет ничего, в крайнем случае сообщение что несколько бомбардировщиков в рамках учений перелетели в Бобруйск.
Tschechorda ist nicht das richtige Wort, es war ein komplettes Chaos. Die Befehle kamen gleichzeitig aus Belarus, wo sich das Divisionshauptquartier befand, und vom Verteidigungsministerium von Kiew. Sehr oft widersprachen sich die Befehle gegenseitig. Schließlich wurde Anfang 1992 ein Abkommen angenommen, wonach alle Flugzeuge auf den Flugplätzen der Ukraine unter die Zuständigkeit der Ukraine fallen. Da wurde beschlossen, nach Belarus zu fliegen. Die Tu-22M3 des 260. TBAP flog oft viele Stunden auf Strecken, es war nicht überraschend, dass eine Staffel nach dem Start vom Flugplatz Stryi eine Route in Richtung Belarus nahm. Nach einer Weile berichtete der Gruppenkommandeur, dass auf dem Rückweg eine starke Front und Flugzeuge auf einem alternativen Flugplatz in Bobruisk landeten. Nichts Überraschend, aber am nächsten Morgen wurde der Flugplatz Stryi von der SBU abgesperrt. Weder Techniker noch Piloten durften den Flugplatz betreten, alle Flüge waren verboten. Agenten wurden in die Wohnungen der weggeflogenen Teams geschickt. Aber die Familien verließen die Ukraine im Voraus, und diejenigen, die Wohnungen hatten, wurden verkauft und die Container mit den Dingen waren längst verschwunden. Die Ukraine forderte die Rückgabe der Bomber des 260. TBAP aus Belarus. Aber niemand hat weder die Besatzungen noch die Flugzeuge zurückgegeben. Der Lärm war riesig. Eine ganze Woche lang durfte selbst das benachbarte 179. IAP nicht fliegen. Nach diesem Vorfall flogen die Tu-22 nicht, bis das Regiment aufgelöst wurde, als die übrigen Tu-22M3 nach Poltava verlegt wurden, wo sie entsorgt wurden.
All das oben Genannte ist viel informativer als die Informationen im Internet. Aber das sind die Geschichten der Piloten und Techniker des 260. TBAP, gehört durch andere Leute. Ich würde gerne die dokumentarischen Informationen wissen, denn Gerüchte sind nur Gerüchte.
Aber es gibt nichts, zumindest nicht die Nachricht, dass mehrere Bomber im Rahmen der Übungen nach Bobruisk geflogen sind.
Ergänzung zur Abkürzung NZU: möglicherweise steht das für "nachrichtendienstliche Zusammenfassung", offen bleiben muss die Abkürzung DDD
 
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Ergänzung zur Abkürzung NZU: möglicherweise steht das für "nachrichtendienstliche Zusammenfassung", offen bleiben muss die Abkürzung DDD
Das ist ja unglaublich ... da 'studieren' die Leute seit Jahren im Archiv u.a. die Berichte eines Nachrichtendienstes und wissen immer noch nicht was die Abkürzung NZU bedeutet ?? ... :thumbsup:

Da hätte man doch nun wirklich selbst darauf kommen können; ganz einfach: NZU = Nur zur Unterrichtung

Die Abk. wird u.a. sogar hier in einem ==> Dokument des Bundesnachrichtendienstes zum Prager Frühling 1968
im Glossar am Ende (Seite 335) so gelistet ... :hello:
 
Skadoosh

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Das ist ja unglaublich ... da 'studieren' die Leute seit Jahren im Archiv u.a. die Berichte eines Nachrichtendienstes und wissen immer noch nicht was die Abkürzung NZU bedeutet ?? ... :thumbsup:

Da hätte man doch nun wirklich selbst darauf kommen können; ganz einfach: NZU = Nur zur Unterrichtung

Die Abk. wird u.a. sogar hier in einem ==> Dokument des Bundesnachrichtendienstes zum Prager Frühling 1968
im Glossar am Ende (Seite 335) so gelistet ... :hello:
Toll, @Buettner liefert hier seitenweise interessante Informationen und gleich findet sich einer, der sich an einer für das Gesamtverständnis unwichtigen Abkürzung hochzieht 🤦
 
Jeroen

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Januar/Februar 1993 wurden vier L-39 aus Kirgistan nach Litauen geflogen. Einige Litauische DOSAAF Jak-52 wurden nun “im Ausland” gewartet, die wurden 1991/1992 dann von das Uberholwerk nicht zurück geliefert.
Aber auch 8 Mi-8 wurden nach Vilnius aus geflogen, wo ihr Eigentum diskutiert wurde. Die wurden dann nach einige Zeit die Litauische LSK übergeben.
 

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Das ist ja unglaublich ... da 'studieren' die Leute seit Jahren im Archiv u.a. die Berichte eines Nachrichtendienstes und wissen immer noch nicht was die Abkürzung NZU bedeutet ?? ... :thumbsup:

Da hätte man doch nun wirklich selbst darauf kommen können; ganz einfach: NZU = Nur zur Unterrichtung

Die Abk. wird u.a. sogar hier in einem ==> Dokument des Bundesnachrichtendienstes zum Prager Frühling 1968
im Glossar am Ende (Seite 335) so gelistet ... :hello:
sorry aber das Kürzel NZU ist mir auch noch nie vorgekommen! Wie gut dass wir hier einen 'Wissenden' haben, allergrößten Dank.
 
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Toll, @Buettner liefert hier seitenweise interessante Informationen und gleich findet sich einer, der sich an einer für das Gesamtverständnis unwichtigen Abkürzung hochzieht 🤦
@Skadoosh : nichts für ungut, aber ich grinse mir dabei nur einen ... wer die BND-Berichte nicht nur lesen, sondern auch verstehen will, sollte m.E. auch den Sinn und Zweck dieser Berichte kennen, für wen sie bestimmt sind, etc. ... und nicht nur inhaltlich abschreiben ...

...
Hier mal wieder was aus dem Archiv und aus der Kaukasus-Region. Im Originaltext gibt es einige inhaltliche und auch Schreibfehler bei der Benennung der Flugzeugtypen und Zuordnung zu den jeweiligen Fliegerregimentern. ...
Das sind keine Schreibfehler, sondern gibt den Stand des Wissens (der Erstellenden) von vor über 30 Jahren über. Da hat hier der eine oder andere z.B. noch gar nicht gewusst, was beispielsweise eine BACKFIRE ist, die anfangs vom Westen (NATO) auch noch als TU-26 bezeichnet wurde ...

Das mit dem Wissen von heute (u.a. und insbesondere von gedienten Ehemaligen russischen Foren im Internet, aus russischen Publikationen, etc.) (neu) zu bewerten, ist m.E. keine große Kunst.
Ich bin diesbezügl. auch viel im Netz unterwegs und lerne nach so langer Zeit diesbezüglich (auch) immer noch dazu ... :smile1: ... verbuche das heute als "OSINT"... :wink2:
 
Thema:

Verlegung sowjetischer Fliegereinheiten aus den ehem. Sowjetrepubliken nach Russland, 1. Hälfte neunziger Jahre

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