Verluste / Unglücke sowj. LSK in DDR

Diskutiere Verluste / Unglücke sowj. LSK in DDR im Russische / Sowjetische LSK Forum im Bereich Einsatz bei; AW: Verluste / Unglücke sowj. LSK in DDR Ich kann mich persönlich an einen Absturz erinnern. Muss so Ende der 60er/ Anfang der 70er gewesen sein...
JLS-9

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AW: Verluste / Unglücke sowj. LSK in DDR

Ich kann mich persönlich an einen Absturz erinnern. Muss so Ende der 60er/ Anfang der 70er gewesen sein.
Wir sahen am Himmel (südlich von Fürstenberg/ Havel) ein Jagdflugzeug/ Jagdbomber mit dunklem Rauch am Heck.
Unmittelbar danach gingen die Sirenen der Feuerwehr. Wir sind mit dem Auto in Richtung der Absturzstele gefahren (Richtung Neuglobsow), der Bereich war aber schon abgesperrt.
Gehört hat man davon nicht mehr viel, es soll sich um eine sowjetische MIG- 19 gehandelt haben.
 

reiner abg

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AW: Verluste / Unglücke sowj. LSK in DDR

Absturz am 26.06.1984 bei Sosa.
Recherschen von Herrn U.Jaschke ergab folgendes Ergebnis:
Zum Zeitpunkt des Absturzes waren in Altenburg MiG-23UB und
MiG-27 stationiert.Durch das Bergungskommando fiel öfter das
Wort "Altenburg"
Ein Toter,der zu beklagen war,deutet auf eine einsitzige Version
hin und ein Schwenkflügler war es auch.
Fundstücke zeigen Teile eines FM-Visiers.Bekanntlich besaßen aber weder
MiG-27 noch MiG-23UB ein FM-Visier.
Zum angegebenen Zeitpunkt (1984) wurde in Merseburg die SLB
erneuert und Maschinen von Merseburg waren u.a. in Altenburg stationiert.
Die abgestürzte Maschine stammte vom 85.GwIAP.
Grüße aus ABG
 

reiner abg

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AW: Verluste / Unglücke sowj. LSK in DDR

Ich habe seinen Vortrag nicht gehört,das sind jedenfalls die Eckpunkte
seiner Recherschen.Haben durch die vorgelegten Fotos von Fundstücken
ausschließen könen,dass es sich um eine Maschine von Altenburg gehandelt
hat.
 
ManfredB

ManfredB

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Zur Gedenkstelle des 1985 abgestürzten Kommandeurs des 19.GvAPIB Lärz gibt es für die russischsprachigen Freunde ebenfalls eine kleine Internetseite, die von Manfred Rassau, Oberstleutnant a.D. der NVA (u.a. gedient im ZGS-14 "Fuchsbau" und webmaster von http://nva-fuchsbau.de/) erstellt wurde:

http://www.airforce.ru/memorial/germany/karnin.htm

Es lohnt sich auch, die beiden höheren Ebene der Seite anzuschauen.

(==> nochmal der Querverweis zur Absturzstelle: http://www.flugzeugforum.de/threads/25287-Wrackteile)
 
ManfredB

ManfredB

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Falls nicht schon bekannt, u.a. verlinkte russischsprachige Seite gibt einen sehr interessanten geschichtlichen Ablauf zum Einsatz der MiG-23M beim 35.IAP Zerbst wieder, datiert mit 12.10.2012; insbesondere werden hier die Luftnotfälle/Abstürze des Geschwaders detailliert beschrieben :TOP: .

So z.B. der Absturz Bord-N° 17 (Pilot Oberleutnant Vladimir Gurov) am 9.Juni 1981 während eines Einsatzes auf dem L/B-Schießplatz Wittstock; er katapultiert sich in einer Flughöhe von weniger als 100 m !

Oder als 1978 eine MiG-23M beim Nachtstart mit nicht nach vorn geschwenkten Flügeln, sondern mit nach hinten geschwenkten Flügeln (Anm.: Stellung 72°) weit über das Startbahnende hinaus schoß; Teile flogen fast bis zum NFF. Ein auf einer Chaussee fahrender Bus wurde wie durch ein Wunder verfehlt.

Zum Teil wird zu den Vorfällen auch der Sprechverkehr zw. Pilot/Besatzung - RP (Flugleiter) wiedergegeben.

http://www.airforce.ru/content/holodnaya-voina/473-b-rychilo-iz-istorii-ekspluatacii-mig-23m-v-35-iap/

Anm.:
In Lutz Freundt's 'Himmelsstürmer' sind einige Vorfälle auch zu finden, allerdings nur stichwortartig beschrieben.
 
Tester U3L

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AGO Scheer

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Hallo Kollegen,
hier sind ja interessante Fakten zu finden.
Eventuell kann mir auch jemand weiterhelfen: Ich habe äußerst wenig, nur wagen Zeitpunkt: Anfang der 70er, sowjetisches Flugzeug, Pilot soll ums Leben gekommen sein, Absturzort: Sachsen-Anhalt, südlich Burg b. Magdeburg, auf den Kapaunberg zwischen Schermen und Pietzpuhl gestürzt. Eine sowjetische Einheit war zu zufällig schon vorort und riegelte alles ab. (das nähere umgebende Gebiet war Übungsgelände). Hat jemand etwas mehr dazu?
 
boxkite

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Wenn ich in Lutz Freundts "Himmelsstürmer" nachschlage, könnte dieser Eintrag (Seite 86) passen:

"26.05.1973 Jak-28P 35 iap (= Jagdfliegerregiment)
Absturz längs der Autobahn Helmstedt-Berlin nahe Burg, etwa 18 km NO Magdeburg, Besatzung getötet, Flugzeug vom Flpl. Zerbst."
 
AGO Scheer

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Vielen Dank! Das war ja superschnell- und passt- sind die Namen der Besatzung und der Grund des Absturzes auch bekannt?
 
boxkite

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Leider nicht. Sollte Lutz Freundt im Nachgang noch etwas in Erfahrung gebracht haben (es gibt ja nach Veröffentlichung eines Buches oft noch Informationen, die man gern im Vorfeld gehabt hätte :cool:), würde er es hier bestimmt mitteilen.
 
AGO Scheer

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Ja so ist das eben- ich habe auch noch Informationen zu Unfällen bei AGO und auch Fotos bekommen, die ich gern vorab in meinem Buch für die Leser veröffentlicht hätte...
Also wenn Herr Freundt das liest, wäre ich für Ergänzungen dankbar. Wie waren eigentlich diese Maschinen bei der 35. IAP lackiert, gibt es Fotos aus Zerbst?
 
AGO Scheer

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Schöne Aufnahmen. Danke! Interessant, dass die Bugspitzen anscheinend verschieden lackiert waren- und der Blendschutz auf den Triebwerken.
 
Freund

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AW: Verluste / Unglücke sowj. LSK in DDR

Absturz am 26.06.1984 bei Sosa.
Recherschen von Herrn U.Jaschke ergab folgendes Ergebnis:
Zum Zeitpunkt des Absturzes waren in Altenburg MiG-23UB und
MiG-27 stationiert.Durch das Bergungskommando fiel öfter das
Wort "Altenburg"
Ein Toter,der zu beklagen war,deutet auf eine einsitzige Version
hin und ein Schwenkflügler war es auch.
Fundstücke zeigen Teile eines FM-Visiers.Bekanntlich besaßen aber weder
MiG-27 noch MiG-23UB ein FM-Visier.
Zum angegebenen Zeitpunkt (1984) wurde in Merseburg die SLB
erneuert und Maschinen von Merseburg waren u.a. in Altenburg stationiert.
Die abgestürzte Maschine stammte vom 85.GwIAP.
Grüße aus ABG
Anmerkung: MiG-23M, Datum ist 26. Juli 1984. So auch im Schreiben v. GenOberst Streletz an Genosse Egon Krenz 27.7.84 (MfNV Tagebuch Nr. M-81/84) fixiert (heute Bundesarchiv DY 30 / 2510)
 
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AW: Verluste / Unglücke sowj. LSK in DDR

Anmerkung: MiG-23M, Datum ist 26. Juli 1984. So auch im Schreiben v. GenOberst Streletz an Genosse Egon Krenz 27.7.84 (MfNV Tagebuch Nr. M-81/84) fixiert (heute Bundesarchiv DY 30 / 2510)
Ein weiterer Hinweis zu diesem Flugzeugabsturz der MiG-23 findet sich in der operativen Tagesmeldungen des Ministeriums für Nationale Verteidigung. (BArch DVW 1 /40802)
 
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ethunder

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@ColdWar,
ich habe einen Kollegen befragt der früher Traktorist war.
Der wusste die Stelle noch ganz genau!Das Datum ist aber viel früher ,wahrscheinlich Anfang der 70'er Jahre!
Koord. sind +- 50m:51°04'02'' - 11°36'02''
Den Typ wusste er nicht,nur das sich das Flugzeug kerzengerade mit Power in den Acker eingrub.Es war ein grosses Loch ,dass die Sowjets dann planierten.
Auf dem Feld war anschliesend Nichts mehr zu sehen.:FFCry:
Ich bleibe dran!
Gruss Hempe:)
@ Hempe: Bin soeben erst auf dieses Forum gestoßen und denke zu dieser Thematik etwas beitragen zu können. Ich (Jg. 1974) war als Jugendlicher allerhöchstwahrscheinlich im ersten Halbjahr 1986 (6. Klasse, weiß nicht mehr in welchem Monat) zu einer Solekur in Bad Sulza. In dieser Zeit bohrte sich ein sowjetisches Kampfflugzeug (MiG?) wie oben beschrieben in den Acker. Wir sind als Gruppe zwar damals in Richtung Absturzstelle gewandert, konnten wegen Absperrung das im Boden steckende Flugzeug nur aus größerer Entfernung sehen. Hoffe, dass meine Angabe ein Stück weiterhilft - vielleicht gab es ja Anfang der 70er noch einen Absturz...
 
ManfredB

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Ich habe hier Informationen zu (mindestens) zwei Abstürzen der GSSD gefunden:
http://forum.evvaul.com/index.php?topic=248.45

z.B. den bekannten Absturz einer MiG-23 des 73.GvIAP (Köthen) bei Girsleben; der Pilot kam dabei ums Leben:
14 февраля 1981г. катастрофа самолёта МиГ-23, ГСВГ, лётчик п/п-к Федоровский В.Я.
При выполнении пилотажа столкнулся с землёй близ г.Гирслебен, ГДР, лётчик погиб.
Причина неизвестна. Одна из версий ЛП - потеря пространственной ориентировки в процессе выполнения фигур сложного пилотажа.
siehe dazu auch hier http://www.flugzeugforum.de/threads/80698-Flugplatz-Koethen/page10?p=2129984&viewfull=1#post2129984

oder einer SU-17UM vom 20.GvAPIB (Templin) am 25.09.1979; Besatzung hat sich katapultiert und überlebte:

25 сентября 1979г. авария самолёта Су-17УМ, аэродром Темплин, ГСВГ, лётчики ст. л-т Утевский А.К. и к-н Николаев Н.В.
Экипаж выполнял контрольный полёт на воздушный бой. Через 6мин после взлёта парой в качестве ведомого в зоне пилотирования на высоте 1800м произошло зависание оборотов с последующим падением до высотного малого газа 67%. Экипаж доложил РП об отказе и принял решение произвести посадку на запасном аэродроме Финов. При построении манёвра захода, убедившись, что на ВПП выйти уже не удаётся, экипаж благополучно катапультировался. Самолёт столкнулся с землёй, разрушился и полностью сгорел.
Причина: заедание клапана топливной автоматики.
 
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