verminderte Triebwerksressourcen

Diskutiere verminderte Triebwerksressourcen im NVA-LSK Forum im Bereich Einsatz bei; Eventuell war dieser Sachverhalt bereits Thema- finde dazu nur nichts. Ab 1988 auch Nutzung von Flugzeugtechnik im JBG-77 und MFG-28 mit...

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  1. #1 schmidt56, 16.08.2012
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    Eventuell war dieser Sachverhalt bereits Thema- finde dazu nur nichts.

    Ab 1988 auch Nutzung von Flugzeugtechnik im JBG-77 und MFG-28 mit verminderten Triebwerksressourcen.
    Was sich genau dahinter verbirgt- Großes ????
    Könnt Ihr mich aufklären ?
    Der Kommandeur FO soll dazu eine Anordnung 11/88 erlasssen haben.
     
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  3. #2 atlantic, 19.08.2012
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    kann es sein das damit eine Drosselung der Leistung gemeint ist ????
    So was wurde ja auch bei der F-4 gemacht.

    Mögliche Gründe:
    - Verlängerung der TW-Laufzeit = Verringerung der Verschleisses
    - Einsparung von Kraftstoff

    Aber es wird bestimmt hier ein paar Experten dazu geben.
     
  4. #3 Tester U3L, 20.08.2012
    Zuletzt bearbeitet: 20.08.2012
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    Was besagt denn dieser Befehl (Anordnung) 11/88?

    Ich kann mich an keine spezielle Aktion erinnern. Wenn mehr Informationen zu diesem Befehl vorlägen, könnte man ja die grauen Zellen noch einmal aktivieren.
    Ansonsten kann ich mir vorstellen, dass es ums Sparen ging.
    Mehr Simulatorflüge? oder
    Verlängerung der Wartungsintervalle der Triebwerke? Ich kann mich an sehr intensive und laufend wiederkehrende Untersuchungen der (eingebauten) Triebwerke erinnern (Verstellmechanismen, Triebwerksschaufeln usw.). Dafür gab es sogar ein japanisches Endoskop!
    So besehen könnte man von einer Umstellung von zeit- auf zustandsabhängiger Instandhaltung/-setzung ausgehen.

    Die Triebwerke hatten beim häufigen Tiefflug über Land und See einiges auszuhalten (Vogeleinflüge, Salzkontamination durch Ansaugen von Seewasser usw.) und Ersatztriebwerke waren immer knapp (und teuer) ...

    UND mit dem ersten Nicht-MiG-Triebwerk von Ljuka (Al-21F-3, "Erzeugnis 89") gab es in der NVA auch noch keine großen Erfahrungen.

    @atlantic
    Die Triebwerke waren von Hause aus bereits gedrosselt (reduzierte Turbineneintrittstemperatur und KS-Drosseln). An eine weitere Drosselung glaube ich nicht, obwohl z.B. die MIG-29 nach Übernahme durch die Bw noch einmal weiter gedrosselt wurden.

    Ich hatte 2009 schon einmal etwas dazu geschrieben: http://www.flugzeugforum.de/mig-leistungsgrenzen-getestet-55237-2.html#post1188855

    Solange wir den Inhalt des besagten Befehls nicht kennen, handelt es sich aber nur um Vermutungen.
     
  5. #4 schmidt56, 16.12.2012
    Zuletzt bearbeitet: 17.12.2012
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    Hallo Tester U3L u.a.,

    ich also nach Freiburg und gelesen.
    Ursache: Lieferprobleme von Triebwerken aus SU für die Su-22 im Jahre 1989.
    Daher sollten Maßnahmen ergriffen werden um die flieg. Ausbildung so zu gestalten, dass die Triebwerke zeitlich länger betrieben werden können wie in den Planungen vorgesehen. Also die Laufzeitgrenzen damit später erreicht werden.
    Flugzeiten der Fz Su-22 waren monatlich zu planen.
    Dazu zählte dann die Anordnung, in den beiden Geschwadern für Sicherstellung der GA nur je 4 Fz an den Flugtagen im Schichtdienst zu nutzen und die anderen Fz zu schonen.

    Vermeidung von vorzeitigen Triebwerkausfällen.

    Oberst Guder ( StK FID im FO ) hatte mir vor seinem Ableben erzählt, im FO ging man perspektivisch von einer nur bedingten Einsatzbereitschaft der beiden Geschwader wegen der Lieferprobleme aus.
     
  6. #5 Tester U3L, 16.12.2012
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    Hallo schmidt56,

    danke für die Mühen und die Informationen!
    Das Triebwerke knapp waren, daran kann ich mich auch noch erinnern. Daher wurden sie, wie ich ja bereits schrieb, laufend aufwändig untersucht und ihre Laufzeit verlängert, wenn es der Zustand zuließ. Eine eigene Instandsetzungskapazität wie für die MiG-Triebwerke in Ludwigsfelde gab es (noch?) nicht.
    Aber an eine Nutzung von nur 4 Flugzeugen pro Geschwader kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern. Die Schichten waren zwischen den beiden Geschwadern aufgeteilt, d.h. z.B. Frühschicht JBG-77 und dann Spätschicht MFG-28. Auch eine Nutzung der Flugzeuge des jeweils anderen Geschwaders im Schichtdienst kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern und ich habe 1989 sicher an der überwiegenden Zahl der Flugdienste des MFG mitgewirkt.
    Was sollte das auch bringen? Dadurch sind doch nur einzelne Flugzeuge vom Triebwerk her eher 'abgeflogen' als andere. Wirklich gespart wird doch dadurch nichts. Was gemacht wurde, ist, dass hinsichtlich der Restzeiten 'abgeflogenen' Maschinen bis zur Verfügbarkeit der benötigten (geplanten) KRS-Kapazitäten bzw. auch Ersatztriebwerken als B1-Maschinen in ihren GDF abgestellt wurden. Für den Ausbildungsflugbetrieb konnten und durften sie nicht mehr eingesetzt werden. Aber im E-Fall hätten diese Restriktionen nicht mehr gegolten und für die 1-2 Einsatzflüge hätte das Triebwerk sicher noch gehalten, es war ja nicht kaputt, sondern hatte nur keine Restzeit mehr.

    An irgendwelche (vorzeitigen) Triebwerksausfälle kann ich mich auch nicht erinnern. Diese können höchstens im Zusammenhang mit Fremdkörpern im Triebwerk (insbesondere Vogeleinflug) gestanden haben.

    Was seinerzeit mal eine Weile lang sehr konsequent gehandhabt wurde, war ein Verbot des Überquerens der SLB mit Kfz. (das Schleppen von Flugzeugen ausgenommen). Als Grund wurde das Risiko genannt, dass durch angesaugte Fremdkörper, die durch die Reifen der LKW transportiert wurden, entstünde. Die Reifenwaschanlagen an den Zufahrten vom Objekt zum Flugplatz wurden immer nur zeitweise und über längere Zeitabschnitte betrachtet eher überhaupt nicht genutzt. D.h. die Fahrzeuge fuhren ohne Kontrolle bzw. Reinigung des Reifenprofils vom Objekt direkt auf die Betriebsflächen des Flugplatzes.
    In der Zeit der Sperrung der Überfahrten mussten die Umfahrungen der SLB, insbesondere die an der westlichen Seite, d.h. Autobahn, genutzt werden. Da das umständlich war, viel Zeit und Sprit kostete und die Unfallgefahr erhöhte (es gab zumindest eine Kollision eines W-50 Prische im Personentransport mit einem überbreiten KaMAZ-Kehrblasgerät-Gespann), schlief diese Einschränkung jedoch nach relativ kurzer Zeit wieder ein und es konnte nach Anmeldung in der Flugleitung per Ampelschaltung die SLB wieder mit Fahrzeugen gequert werden.
     
  7. #6 schmidt56, 16.12.2012
    schmidt56

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    Tja- das war der Inhalt dieser Anordnung.
    Schließt ja nicht aus das der Geschwaderkommandeur dann doch anders entschieden hat. Denn Anordnung ist/war kein Befehl.
     
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    Hallo

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  9. radist

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    Meinst Du Su-Triebwerke?
     
  10. #8 Tester U3L, 17.12.2012
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    Ja, ich meinte die Triebwerke Al-21F3 der Su-22.
     
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