Vermutlicher israelischer Luftangriff im Sudan

Diskutiere Vermutlicher israelischer Luftangriff im Sudan im Aktuelle Konflikte Forum im Bereich Aktuell; Ein Waffenhändler kam angeblich durch einen israelischen Luftangriff im Sudan ums Leben:...

Moderatoren: mcnoch
  1. #1 Reinhard, 07.04.2011
    Reinhard

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  3. #2 Philipus II, 07.04.2011
    Philipus II

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    Ich denke nicht, dass da sonderlich viele Informationen bekannt gegeben werden. Möglicherweise wird der Vorfall von Israel offiziell einfach totgeschwiegen.
    Weder ein Eingeständnis noch ein Dementi sind unabhängig davon, ob israelische Kräfte an dieser Aktion beteiligt waren, wirklich nützlich.

    Dass Geheimdienste zum Ausschalten mutmaßlicher Terroristen luftgestützte Maßnahmen ergreifen, ist ein zunehmender Trend. Die CIA nutzt bevorzugt UAVs für gezielte Tötungen, die Israelis haben in der Vergangenheit auch Hubschrauber und Kampfflugzeuge benutzt.
     
  4. #3 schneidi, 07.04.2011
    schneidi

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    IAF-Attacke im Sudan?

    Kam der Kampfjet aus Israel? Bei einem Luftangriff im Sudan soll ein Waffeneinkäufer der Hamas getötet worden sein. Besonders makaber: Bei dem Toten handelt es sich wohl um den Nachfolger des Mannes, der Anfang 2010 in Dubai vom Mossad ermordet wurde.

    Geblieben ist nur ein ausgebranntes Wrack. Auf den Bildern, die im sudanesischen Fernsehen in diesen Tagen in Endlosschleifen eingespielt werden, ist das Skelett eines Autos zu sehen. Bis aufs nackte Blech ist der Wagen ausgebrannt, selbst die Scheiben scheinen geschmolzen.


    In dem Trümmerhaufen - ein Mietwagen vom Typ Hyundai Sonata - starben am Dienstagabend nach offiziellen sudanesischen Angaben zwei Männer: Wie sich nun herausstellt, soll es sich bei einem der Opfer um Abdel-Latif Al-Aschkar gehandelt haben. Der Palästinenser aus dem Gaza-Streifen soll Waffeneinkäufer der dort herrschenden Hamas gewesen sein.

    Hat Israel einen Luftangriff auf sudanesischem Territorium riskiert, um den Nachfolger des im Januar vergangenen Jahres in Dubai ermordeten Hamas-Waffenbeschaffers Mahmud al-Mabhuh auszuschalten? Port Sudan liegt etwa 1200 Kilometer von israelischem Territorium entfernt - eine Distanz, die für moderne Kampfjets kein Hindernis darstellt.

    Am Donnerstag verdichteten sich die Hinweise darauf. "Absolut, das war ein israelischer Angriff", sagte Sudans Außenminister Ali Karti. Man werde beim Uno-Sicherheitsrat Beschwerde einlegen. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu wurde auf den Vorfall während seines Kurzbesuches in Deutschland am Donnerstag angesprochen. Bei einer Pressekonferenz im Berliner Kanzleramt sagte er, manche vermuteten überall die Hand Israels im Spiel, wenn etwas in der Welt passiert. "Nicht immer stimmt das." Aber stimmt es diesmal?

    Der pan-arabische Fernsehsender al-Arabija berichtete jedenfalls, bei einem der Getöteten habe es sich um Aschkar gehandelt, der als Nachfolger Mabhuhs gelte. Ein Informant im Gaza-Streifen sagte SPIEGEL ONLINE, Aschkar gehöre zur Führung der militanten Kassam-Brigaden im Norden des Küstengebiets. "Es ist gut möglich, dass er nach dem Tod Mabhuhs Teile seiner Aufgaben übernommen hat", so die Quelle.

    "Waffenbeschaffung auf mehrere Schultern verteilen"

    Dass Aschkar der alleinige Erbe Mabhuhs sei, ist demnach unwahrscheinlich. "Mit Mabhuhs Tod hat die Hamas auf einen Schlag viele Kontakte verloren. Deshalb versucht sie jetzt, die Waffenbeschaffung auf mehrere Schultern zu verteilten." Ismail al-Aschkar, Hamas-Parlamentarier und Onkel des angeblich nun im Sudan getöteten Abdel-Latif, bestritt am Donnerstag, dass sein Neffe getötet worden sei. Wo sich der Mittvierziger aufhalte, könne er jedoch nicht sagen, so der Hamas-Kader gegenüber SPIEGEL ONLINE.

    Mabhuh war am 19. Januar 2010 von einem Team von 27 Mossad-Agenten in einem Hotel in Dubai ermordeten worden. Die Geheimdienstler bedienten sich für ihre Kommandoaktion illegal erschlichener ausländischer Pässe, darunter auch ein deutsches Ausweispapier. Der Missbrauch flog auf, was dazu führte, dass die Details des Mordes ans Licht kamen.

    Augenzeugen sagten der Nachrichtenagentur Reuters, sie hätten gegen 22 Uhr am Dienstagabend drei laute Explosionen gehört und dann zwei Helikopter vom Typ Apache vorbeifliegen sehen. Das Medien-Zentrum Sudan, eine dem örtlichen Geheimdienst nahe stehende Nachrichtenagentur, berichtete hingegen, die Bomben seien von einem Kampfjet abgefeuert worden, der über das Rote Meer gekommen sei. Die sudanesische Armee habe das Feuer erwidert, jedoch seien die Angreifer entkommen. Der Angriff soll sich etwa 20 Kilometer außerhalb Port Sudans abgespielt haben. Der zerstörte Mietwagen soll kurz zuvor am örtlichen Flughafen geliehen worden sein. Bei dem zweiten Toten handelt es sich nach Behördenangaben um einen Sudanesen.

    Waffen aus Iran über den Sudan nach Gaza

    Die Wüste, in der sich der tödliche Zwischenfall ereignete, ist bekanntes Schmugglerland. Die Waffen, die hier gehandelt werden, sollen aus Iran stammen. Westliche Geheimdienste gehen davon aus, dass im iranischen Hafen Banda Abbas Containerschiffe ihre gefährliche Fracht aufnehmen, die dann in Port Sudan gelöscht wird. Von der sudanesischen Küste aus gelangten die Waffen dann an die Krisenherde der Region. Der Weg der Fracht in den Gaza-Streifen führe über den ägyptischen Sinai bis zur Grenze und dann durch die Schmuggeltunnel.


    Im Frühjahr 2009 war es schon einmal zu einem mysteriösen Luftangriff auf sudanesischem Territorium gekommen. Bei dem Zwischenfall wurde ein mit Waffen beladener Konvoi bombardiert. Dabei starben nach Angaben der sudanesischen Staatsmedien 119 Menschen. Auch damals bezichtigte Sudan Israel, den Angriff geflogen zu haben. Berichten zufolge soll Israel so versucht haben, den Waffenfluss in den Gaza-Streifen zu unterbrechen. Israelische Experten gaben damals an, dass Israel nur mit logistischer Unterstützung einer ausländischen Macht zu einem solchen Angriff in der Lage gewesen sei.

    Der jetzige Zwischenfall kommt für Kartum zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt. Sudan hofft, von der US-Liste der Staaten gestrichen zu werden, die unter dem Verdacht stehen, Terrorismus zu unterstützen. Nachdem das Referendum zur Abspaltung des Südens des Landes im Januar friedlich abgelaufen war, hatte Washington den notwendigen Prozess dazu auf den Weg gebracht.

    Außenminister Karti warf Israel nun vor, Sudans Chancen auf eine Streichung von der Liste torpedieren zu wollen. Osman Merghani, Chefredakteur der unabhängigen Zeitung "al-Tayyar", sagte, der Angriff stelle tatsächlich ein großes Problem für die Regierung dar, weil das Land nun erneut mit dem Terrorismus in Zusammenhang gebracht werde.
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,755619,00.html

    Gruß Jan
     
  5. #4 Philipus II, 08.04.2011
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    Auch zu diesem Fall gab es nie eine offizielle Stellungsnahme.
     
  6. #5 Reinhard, 08.04.2011
    Reinhard

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    @tucano,
    so steht es ja auch in dem Artikel drin. Das war im Frühjahr 2009, 119 Tote, und wie Philipus II schon schrieb, nie richtig aufgeklärt der Fall. Dazu noch ein ähnlicher Fall in Dubai, wo sich die Augenzeugen widersprechen, ob ein Jet oder 2 AH-64 beteiligt waren.
     
  7. #6 Reinhard, 08.04.2011
    Reinhard

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    Irgendwas haut mit der FF-Uhr nicht hin. Um 4:16 hab ich noch nicht von Flugzeugen geträumt.
     
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    Hallo

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