Version der Me 110 von Rudolf Heß "Englandflug"

Diskutiere Version der Me 110 von Rudolf Heß "Englandflug" im WK I & WK II Forum im Bereich Geschichte der Fliegerei; Hallo zusammen, ich bin beim stöbern über den Englandflug von Rudolf Heß am 10. Mai 1941 gestolpert, als ich las er wäre mit einer Me 110...
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Hallo zusammen,


ich bin beim stöbern über den Englandflug von Rudolf Heß am 10. Mai 1941 gestolpert, als ich las er wäre mit einer Me 110 nach Schottland geflogen. Er sprang damals in der Nähe des Wohnsitzes des Duke of Hamilton bei Glasgow mit dem Fallschirm ab und wurde von einem Bauern gefunden. Ziel war es Friedensgespräche mit England anzuregen. Die Engländer steckten ihn jedoch in ein Kriegsgefangenenlager. Dumm gelaufen! ;) :rolleyes:

Ich hab schon google und meine spärliche Literatur(Schüler; mit wenig Kohle :red: ) durchgesucht, hat jemand Informationen zu der Bf 110? Es dürfte ja eine Bf 110 C oder D gewesen sein, oder?
Die Kennung der Maschine war VJ-OQ, was ich auf diversen Seiten, unter anderem auch auf dieser >> http://www.cenjur.de/npd/vonkaden.htm << gefunden habe. Der Text ist eine Rede von/für die Rudolf Heß Gesellschaft e.V., weshalb man den "braunen" Unterton mit Vorsicht genießen sollte. Die Sachinformationen (Flugzeit, Geschwindigkeit mit Außentanks, usw.) sind allerdings recht interessant. Das soll hier auch kein Anstoß zur Diskussion über Heß werden.
Meine Frage ist (nach all dem Rumgeplänkel), gibt es ein Farbprofil der Maschine bzw. wie dürfte sie ausgesehen haben? Es würde mich reizen eventuell die Maschine nachzubauen...
 
tailhook

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@Missinginaction

nach meinen Infos trug diese Me 110 das Kennzeichen V3+OQ, die Werksnummer war 3869.
Über die Version kann ich keine Auskunft geben, -hier gibts sicherlich Spezialisten.
Teile dieser Maschine sind im IMPERIAL WAR MUSEUM in London zu besichtigen (Rumpfhinterteil und Triebwerk), an die Farbgebung kann ich mich nur vage erinnern, ich meinte sie war Bräunlich, kann aber auch vom Absturz herrühren
 
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Danke euch beiden! :)
Den Bausatz der 110 D von Fujimi in 1:48 hab ich dann schon mal im Auge.
Ich habe mal mit "Imperial War Museum" und "Hess" bei google gesucht und siehe da, eine London bereisende Familie konnte mir mit ihren Erinnerungsfotos "helfen"...nur das Kind da auf dem Foto stoert etwas! :FFTeufel:
Was koennte das mal fuer eine Farbe gewesen sein? Oder ist das nur Flugrost? Auf den Fotos vom Link von Swiss Mustang sieht die Maschine ja eigentlich auch schon etwas "dunkel-bräunlich" aus.(keine politischen Witze!!) ;) Also doch nur ein kleines Stückchen weitergekommen....


Quelle des Bildes:
http://www.nickhodge.com/mne.php?mcid=1233
 
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quarter

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Trotz der bräunlichen Färbung tippe ich auf daszu dieser Zeit typische Standart Tarnschema in RLM 65/70/71.
Soweit ich mich entsinnen kann wurde die Bf 110 aus dem normalen Flugdienst genommen und nicht speziell für diesen Flug prepariert, denn im Vorfeld dieses Englandfluges wurde meines Wissens nach sogar irgentwas bekannt das Hess etwas plante. Auf jeden Fall hat er sich sehr darum bemüht nicht dabei aufzufallen als er auf die Bf 110 eingewiesen wurde. Es gibt auch ein Buch über diesen Flug.
Es stammt aus dem Jahr 2000 und trägt den Titel "Rudolf Hess, Botengang eines Toren"
Darin wird der Flug beschrieben, allerdings recht zusammnegfasst. Demnach ist er am 10.5 gegen 17.45 Uhr in Haunstetten bei Augsburg gestartet. Seine Flugroute führte ihn üner Augsburg, Bonn entlang der Rheinlinie in Richtung Zuidersee- Haldern.
An diesem Tag wurde übrigens zur gleichen Zeit ein Angriff der Deutschen Luftwaffe gegen London geflogen.
Gegen 22.°°Uhr muß er dann die Englische Küste bei Holy Island überquert haben, nach Angaben des Autors in ca 10 m Höhe um die Radarstationen nicht auf sich aufmerksam zu machen. Sein weiterer Flugweg führte ihn dann unmittelbar in Richtung Dunghavel, dem Lansitz des Lord Hamilton. Gegen 22.45Uhr stellte Hess nach vergeblicher Suche des Landeplatzes in der Nähe des Landsitzes in ca. 2000m Höhe die Motoren der Bf 110 ab und sprang ab.

Diese Angaben stammen aus dem Buch und sind nicht frei von mir interpretiert!
 
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Hans Trauner

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Im Mai 1941 noch 65/70/71....wenn die Werksmaschine lange genug da in Augsburg herumstand, vielleicht. Eine Flecktarnung der Rumpfseiten in 74/75/02 über 76 kann im Lauf der Zeit auch diesen seltsamen bräunlichen Ton annehmen. 70/71 wäre deutlich dunkler, auf dem Foto würde es fast schwarz erscheinen. Dem Zeitraum Mai 41 entsprechend, tippe ich eher auf 74/75/76 mit Flecken ggf. zusätzlich in 02.

H.
 
Aziraphale

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quarter schrieb:
Trotz der bräunlichen Färbung ...
Das könnte man in diesem Kontext auch mißverstehen... :D
Sorry, konnte ich mir nicht verkneifen.

Azi.
 
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@quarter und Hans Trauner
Aus dem Link >>> http://www.cenjur.de/npd/vonkaden.htm <<< geht hervor, das die Hess-Maschine VJ-OQ vor Oktober 1940 für Hess "reserviert" worden ist. Das spricht also für RLM 65/70/71, wenn nicht standartmaessig alle Flugzeuge von den men in black "umgepinselt" wurden. Allerdings macht das Familienfoto nicht nur Hans Trauner etwas stutzig....mich auch.
Geht man von RLM 65/70/71 aus, dürfte die Maschine dann ja so ausgesehen haben:

Bildquelle: http://www.jpsmodell.de
(ich sehe irgendwie nicht wo RLM 02 verwendet worden sein soll, hab ich es mit den Augen? :?! )
 
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Hans Trauner

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Kenneth Merrick beschreibt in seinem neuen Werk zur Luftwaffentarnung Bf 110 D's , die im August/September 1940 in einer Tarnung 65/71/02 mit genebelten Rumpfseiten versehen sind, genau so wie die zeitgenössischen Bf 109. Wenn also die Hess-Maschine bereits diesem Zeitraum stammt, passt diese Lackierung auch sehr gut mit dem Farbfoto zusammen. Auf Seite 148 des Buches ist zudem eine D der EGr 210 zu sehen, die eine relativ einheitlich vernebelte Seitentarnung in 02 zeigt, die dem Farbfoto sehr exakt entspricht.

H.
 

MathiasP

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Wenn die Werknummer 3869 korrekt ist, dann handelt es sich wohl um eine Bf110E-1 aus dem Werknummernblock 3817 - 3889, der zwischen Oktober und Dezember 1940 bei Messerschmitt gefertigt worden ist.
Die E-1 konnte, wie die D, mit Dackelbauch ausgerüstet werden.
Wenn man in Betracht zieht, daß die Maschine speziell für Hess gebaut worden ist, ist es sowieso unwahrscheinlich, daß es sich um ein C- oder D-Modell handelt, da diese Baureihen zu der in Frage kommenden Zeit schon nicht mehr produziert worden sind.
 
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