Vier Eduard MiG-21MF Fishbeds, alle im Flug

Diskutiere Vier Eduard MiG-21MF Fishbeds, alle im Flug im Jets bis 1/72 Forum im Bereich Bauberichte online; Mein erster richtiger Baubericht hier. Der letzte echte Baubericht, den ich mal gemacht habe, war für eine Hasegawa F-16C Block 50 in 1/72 für den...
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Mein erster richtiger Baubericht hier. Der letzte echte Baubericht, den ich mal gemacht habe, war für eine Hasegawa F-16C Block 50 in 1/72 für den Viper II Group Build auf ARC – der vor rund zehn Jahren endete. Zeit fliegt wohl auch. Egal….:sleeping1:

Das Ganze begann nicht als Vier-Fishbeds-auf-einmal-Ding. Die erste (aus Eduards MiG-21MF Interceptor-Box) begann ich vor gut einem Jahr. Die kam auch eine Weile lang gut voran, nur um dann an Fahrt zu verlieren. Sie lag dann in Grundierung und einer Tarnfarbe eine ganze Zeit lang. Irgendwann zu Beginn des Jahres habe ich noch ein paar weitere Tarnfarben airbrushen können, aber das war eine eher frustrierende Aktion. Mit den AKAN-Farben (wasserverdünnbare Acryls) kam ich ich irgendwie nicht wirklich zurecht. Ich hoffe, das ändert sich bald. Macht nix, wenn’s schnell geht. :biggrin:

Das Cockpit und der Schleudersitz. Um die dreißig Teile im Bild! Die bedruckten PE-Teile sehen echt gut aus.

ChernayaAkula-Edu72Fishbedx4-01 by Motschke, on Flickr


Der Pilot wurde von einer Zvezda MiG-21bis „umgeschult“.

ChernayaAkula-Edu72Fishbedx4-02 by Motschke, on Flickr

Ich schätze mal, dass er in Ordnung sein wird, wenn die Haube geschlossen ist. Der Abzugsbügel für den Schleudersitz sieht gut aus.

ChernayaAkula-Edu72Fishbedx4-03 by Motschke, on Flickr


Haube zu und Cockpitfarbe gesprüht. Ich meine, die Cockpitfarbe habe ich bei dieser MiG noch selbst aus ein paar AKAN Blau- und Grüntönen gemischt, die ich die passende AKAN-Farbe noch nicht hatte.

Der „Schmiervogel“ im Hintergrund ist eine Su-24 Fencer in der Italeri-Auflage des Dragon-Kits. Die wurde vor 20 Jahren gebaut und mit Revell-Enamels „attackiert“ (bemalt wäre der falsche Ausdruck). Den Bauch habe ich aus Übungsgründen lackiert (und weil ich zu viel Farbe gemischt hatte).

ChernayaAkula-Edu72Fishbedx4-04 by Motschke, on Flickr


Diese soll’s werden. Jemand eine Idee für die Bewaffnung? Was hätten die geschleppt? Im Moment denke ich an zwei R-13M und ein paar Bomben. Wahrscheinlich. Vielleicht.

ChernayaAkula-Edu72Fishbedx4-05 by Motschke, on Flickr

Diese Maschine ist auch auf dem Begemot-Bogen. Bei Begemot gibt es mehr Ansichten des Tarnverlaufs als bei Linden Hill. Da die Tarnung recht aufwendig ist und es die vier Oberseitenfarben in verschieden Grautönen dargestellt werden, habe ich den Plan gescannt, vergrößert ausgedruckt und dann mit Buntstiften ausgemalt. Das war auch praktisch, da einige im Original (und hoffentlich dann auch im Modell) helle Töne auf der Anleitung mit einer dunklen Schattierung dargestellt wurden – und umgekehrt. :wacko:

ChernayaAkula-Edu72Fishbedx4-06 by Motschke, on Flickr
 
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Dieses Bild hatte ich schon mal im Stammtisch/bei den Projekten gezeigt. An der Stelle kam es dann auch zum Stillstand. Wie man sieht ist mehr Grün auf dem Papier als auf der Fishbed. Hatte bei meiner Harder& Steenbeck Evolution mit 0,2mm Düse oft Probleme mit an der Düse trocknender Farbe. Sehr nervig. :thumbdown:

ChernayaAkula-Edu72Fishbedx4-07 by Motschke, on Flickr

Mein Versuch einer Farbenkartei. Für jede neu benutzte Farbe will ich eins dieser Cockpithaube-am-Stiel-Dingse nehmen und habe dann hinterher eine Referenz, wie die Farbe auf grundiertem Plastik aussieht. Die AKAN-Farben sehen von außen wunderbar bunt und psychedelisch aus, zeigen den tatsächlichen Farbton aber trotz Schüttelns nur schlecht. Die Cockpithauben-am-Stiel sind eigentlich so Displayteile für Nail Art, Fingernagelkunst oder wie man das nennt. Gibt’s für ein paar EUR für ein paar Dutzend bei Amazon. Grundierung ist Badger Stynylrez in der Umverpackung von Ultimate Modelling Products.

ChernayaAkula-Edu72Fishbedx4-08 by Motschke, on Flickr

Das war der Stand vor ein paar Wochen. Die sowjetische Fishbed hat noch ein paar Tarnfarben bekommen, alle von AKAN. Ich habe die „frischen“ (im Vergleich zu den ausgeblichenen) Farben wie in Linden Hills Anleitung für die aserbaidschanischen Fishbed vorgeschlagen. Die schienen mir zu passen. Die Azeris haben ihre SM aus alten sowjetischen Beständen, daher kann ich mir vorstellen, dass die Farben passen. Die Lackiererei war diesmal besser, aber noch immer sehr holprig. Ich habe eine spottbillige Fengda-Airbrush benutzt. Die hat sogar schönere Ergebnisse produziert als die wesentlich teurere H&S. Keine Ahnung. Vielleicht ist Airbrushen doch eine „dunkle Kunst“. Letztlich war die Fengda dann auch nicht ohne Tücken und hat den Geist aufgegeben.

Neben der sowjetischen SM sieht man auch Teile für drei weitere Fishbed. Zwei aus Eduards Royal Class-Box und eine aus der MiG-21MF „Fighter-Bomber“-Auflage. Die Überlegung ist, dass ich bei drei gleichen Bausätzen gleichzeitig nicht ganz so schnell wieder den Schwung verliere. Hat auch funktioniert. So weit. :whistling:

Im Moment sollen es die bulgarische und die kubanische aus der Royal Class-Kiste und die ägyptische aus der Fighter-Bomber-Kiste werden.

In_Prog_1man by Motschke, on Flickr

Montagelinie.

ChernayaAkula-Edu72Fishbedx4-09 by Motschke, on Flickr

Wenn man die mit roten Marker markierten Stellen etwas überschleift, passen die Tragflächen besser.

Die beiden kleinen Stücke Plastik im Fahrwerksschacht sind als Unterfütterung für ein wenig Spachtelmasse gedacht. Der Bausatz war an der Stelle ein klein wenig „zu kurz geschossen“. Es fehlte einfach eine kleine Ecke.

ChernayaAkula-Edu72Fishbedx4-10 by Motschke, on Flickr

Diese Lücke zwischen Rumpf und Tragflächen-Rumpf-Teil habe ich bei allen Eduard-Fishbed vorgefunden. Muss gefüllt werden. Habe das mit sehr dünnem Sheet gemacht.

Am rechten Bildrand sieht man noch wo die Tragflächenunterseite gespachtelt werden musste.

ChernayaAkula-Edu72Fishbedx4-11 by Motschke, on Flickr
 
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Das sollte eine Unterfütterung für Spachtelmasse beim Spalt an der Rumpfunterseite werden. Wollte eigentlich erst Magic Sculp dafür nehmen, da man das schön in den Spalt friemeln und dann mit Wasser glätten kann und sich so das Schleifen ersparen kann. Plastiksheet ging dann aber noch einfacher.

ChernayaAkula-Edu72Fishbedx4-12 by Motschke, on Flickr

Alle Fishbed sollen ja als fliegend gebaut werden. Der Zvezda-Pilot ist okay, aber ich wollte etwas Besseres. Dies ist ein sowjetischer Marineflieger von Aerobonus. Der steht aber mit hängenden Armen neben der Maschine, trägt deshalb auch keine Sauerstoffmaske. Die Details sind aber sehr schön ausgeformt, was die Lackierung erleichtern sollte.
Damit er ins Cockpit passt, muss also etwas gefrankensteint werden.

ChernayaAkula-Edu72Fishbedx4-13 by Motschke, on Flickr

Erste Schritte. Erste Schnitte? :FFTeufel: Die Beine wurden abgesägt und es wurden Löcher für Aluminiumdraht gebohrt.

ChernayaAkula-Edu72Fishbedx4-14 by Motschke, on FlickrFertig für die Formen. Die Sauerstoffmaske wurde mit Magic Sculp modelliert. Die Beine wurden an den Knien durchtrennt, aber dank des Aluminiumdrahtes etwas gebeugt wieder angefügt. Die Arme wurden auch gebeugt. An den Ellenbogen durchtrennt und dann mit Draht und Sekundenkleber wieder verbunden. Ha, dieser Frankenstein arbeitet ohne Nadel und Faden!

Der linke Arm (ganz rechts im Bild) hat einen Schubhebel in die Hand bekommen.

ChernayaAkula-Edu72Fishbedx4-15 by Motschke, on Flickr

Die ersten Formen haben nicht wirklich hingehauen. Gab diverse miese Güsse. Habe dann neue Armaturen für neue Formen gemacht.
LEGO (was sonst?) steuert Teile für die Formkästen bei.

ChernayaAkula-Edu72Fishbedx4-16 by Motschke, on Flickr


Neue Formen gemacht (und eine Sauerei :whistling:).
Habe für die Gießerei „neues“ LEGO gekauft. Bei BrickOwl.com kriegt man die normalen 4x2-Steine schon für einen Cent pro Stein. Dann kann man sich die Teile so zusammensuchen, we man sie für modulare Formkästen braucht. Sehr praktisch.

ChernayaAkula-Edu72Fishbedx4-17 by Motschke, on Flickr
 
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Die neuen Formen produzierten viel bessere Gießergebnisse. Diese Teile brauchen zwar mehr Bearbeitung, aber das war dank des weichen Resins mit Kneifzange und Skalpell schnell erledigt.
Der Pilot rechts ist schon an den den Sitz geklebt und hat den Steuerknüppel in der Hand. Alle brauchten etwas Hilfe beim Einstieg ins Cockpit, aber so passen sie auch nach der Lackierung „am Stück“ ins Cockpit. Eduards Ruderpedale musste ich aber wieder rausschneiden (keinem verraten!).

ChernayaAkula-Edu72Fishbedx4-18 by Motschke, on Flickr

Batmen. Batmänner.
Durch die schwarze Grundierung sieht man die Details viel besser als beim gelblichen Resin.

ChernayaAkula-Edu72Fishbedx4-19 by Motschke, on Flickr

Bemalte Piloten mit Sauerstoffschläuchen und Mikrofonkabeln. Die Piloten wurden mit Revell Aqua, Vallejo, Citadel und AKAN bemalt. Die Sauerstoffschläuche sind aus dickeren Kupferdrähten entstanden, die mit dünneren Kupferdrähten umwickelt wurden. Etwas dick, aber noch in Ordnung. Die Mikrofonkabel sind aus noch dünneren Kupferdrähten entstanden. Die Drähte sind aus Kabeln von kaputten Elektrogeräten.
Die Schleudersitze sind etwas schluderig bemalt, aber das sieht man hinterher nicht mehr. Sachen malen, die keiner sieht? Keine Zeit dafür!

ChernayaAkula-Edu72Fishbedx4-20 by Motschke, on Flickr

Piloten in ihren Cockpits. Die Helmvisiere erhielten einen Tropfen Tamiya X-22 und glänzen jetzt.
Etwas Drybrushing und ein paar Pigmente auf den Abdeckung der Instrumentenbretter und sie benutzt aussehen zu lassen. Die Linse des HUDs ist mit einer Mischung aus Mr. Color Klargelb und Klarorange entstanden. Das ganze HUD ist als transparentes Teil ausgeführt. Ich habe es von unten silbern lackiert. Mit den transparenten Farben sieht es ganz überzeugend aus.

ChernayaAkula-Edu72Fishbedx4-21 by Motschke, on Flickr

Ein Schritt zurück. Das Teil vor der Winschutzscheibe (D32) hat leichte Passprobleme. Eduard hat den Bausatz eigentlich sehr clever konstruiert und viele Stoßkanten liegen unter anderen Teilen. Mit dem „Überlauf“ aus dem Lufteinlauf (hier noch von etwas Flash verdeckt), der vor der Windschutzscheibe austritt, ist es schon sinnvoll, dies als einzelnes Teil zu konstruieren. Hier schleifen zu müssen wäre fies.
Mit roten Marker habe ich mir eine Referenz für die Schleiferei geschaffen. Die Schleiferei ging dann auch recht problemlos, aber das Nachgravieren….. Mal sehen, wie das dann unter Grundierung aussieht.
Man erkennt hier auch gut, dass die AKAN das MiG-Cockpit-Quietschgrün etwas anders interpretiert als Eduards bedrucktes PE dies tut. Wenn aber das Cockpit erst zu ist, sieht man von den Unterscheiden wenig. Im Bild davor sind die Unterschiede schon nicht mehr so deutlich (auch dank etwas Nachpinseln mit gemischten Farben).

ChernayaAkula-Edu72Fishbedx4-24 by Motschke, on Flickr

Die Rumpfenden. Links aus dem Bausatz, rechts etwas ausgedünnt. Keine Ahnung, warum Eduard die so dick gemacht hat. Plastikfluss in der Form? Irgendwie sowas. Etwas Geschabe und Gefeile hat sie jedenfalls dünner gemacht. ChernayaAkula-Edu72Fishbedx4-22 by Motschke, on Flickr

So viel so weit. Mehr, wenn es… mehr gibt. :thumbsup:
 
Taylor Durbon

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Ein super Baubericht Moritz! 4 MiG‘s im Flug? Ich bin sehr gespannt. Was Aussenlasten angeht haben ResKit oder AdvancedModelling tolle neue Sachen rausgebracht.
 
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Sieht erstmal wirklich interessant aus!
Allerdings ist Deine geplante Bewaffnungsvariante mit 2 Bomben und zwei R-13M sehr ungewöhnlich. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob diese Kombination aus Abschuß- und Abwurfwaffen überhaupt zulässig ist. Wenn 21SM, dann vielleicht 2xR-13M + 2x R3R, wenn 21MF, dann 2xR13M und 2x R-60/RS-2US. Oder halt je Träger eine OFAB-250 oder innen den Mehrfachbombenträger MBD-2-67U mit 4 OFAB-50/100 und außen OFAB-50/100/250, das funktioniert bei SM und MF

Axel
 
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<...> Allerdings ist Deine geplante Bewaffnungsvariante mit 2 Bomben und zwei R-13M sehr ungewöhnlich. <...>
Prima. :thumbup: Ist gut zu wissen. Habe in der Richtung auch keine Bilder gefunden, deshalb war ich ohnehin unsicher und habe gefragt. Gut, dass einem hier geholfen wird. :thumbsup: Die Variante mit den R-3R hört sich interessant an.
 
DDA

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Die R-3R setzen allerdings das RP-22 - Funkmeßvisier voraus. Dieses ist nur in den Versionen MiG-21S, SM, ST, SMT und bis verbaut. In den Versionen MiG-21M, MF und MT ist das ältere RP-21 vorhanden. Das neuere RP-22 erkennt man unter anderem daran, daß in der kleinen Öffnung vor der großen Bugluke zwei Einfüllstutzen für Alkohol vorhanden sind und der Behälter entsprechend größer ist. Außerdem ist im Bugfahrwerkschacht rechts oben das Auslaßrohr für die Kühlflüssigkeit vorhanden.
 
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