Volksinitiative:"Kein Kampfjetlärm über Tourismusregionen"

Diskutiere Volksinitiative:"Kein Kampfjetlärm über Tourismusregionen" im Schweizer Luftwaffe Forum im Bereich Einsatz bei; Wie Ihr vielleicht schon wisst sammelt die Franz Weber Fondation Unterschriften für die Volksinitiative: "Kein Kampfjetlärm über Tourismusregionen...

Tigerfan

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Wie Ihr vielleicht schon wisst sammelt die Franz Weber Fondation Unterschriften für die Volksinitiative: "Kein Kampfjetlärm über Tourismusregionen in Friedenszeiten". Die Organisation Helvetia Nostra erhebt schwere Vorwürfe gegenüber der Luftwaffe bzw. dem VBS.

Fluglärmkatastrophe bedroht das Berner Oberland», titelte ein Flugblatt, welches gestern in der Region Oberhasli-Brienz verteilt wurde, in grossen Lettern. «Es geht um Sein oder Nichtsein unserer schönsten Alpen- und Ferienregion», mahnt im Schreiben die Organisation von Franz Weber, Helvetia Nostra und betreibt damit Werbung für die eigene Initiative «Gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten». In touristisch genutzten Erholungsgebieten dürfen in Friedenszeiten keine militärischen Übungen mit Kampfjets durchgeführt werden, fordert diese. Die Vorwürfe an die Luftwaffe sind happig. Wegen des Wechsels des Überwachungsgeschwaders von Dübendorf nach Meiringen werde sich die Anzahl Flugbewegungen verdreifachen. «Wenn das VBS seine Absichten durchsetzt, wird die Alpenregion Brienz-Hasliberg-Meiringen-Interlaken unbewohnbar!» Die einzige Möglichkeit, die Katastrophe abzuwenden, sei das Zustandekommen der Volksinitiative. Ob sich das Herbeiziehen von Schreckensbildern lohnt? In jüngsten Abstimmungskämpfen hat sich das Malen von Horrorszenarien nicht ausgezahlt

Jungfrau-Zeitung

Solche Leute kann man nicht Ernst nehmen schaut mal was die behaupten.
Nachbrenner verdoppeln den widerhallenden Lärm..."
"täglich"
"zu jeder Tages - und Nachtzeit!"
"Luftkampfübungen über Meiringen"
"Alpenregion wird unbewohnbar

Falls die Volksinitiative durchkommen würde, hätte dies fatale Folgen für die Luftwaffe. :mad: Wie denkt ihr darüber? :?!
 
Mystic

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Mal wieder das berühmte Sommerloch :FFTeufel:
"Die Alpenregion wird unbewohnbar" den muss ich mir merken :p

Maßlos übertrieben und tw sogar richtig lächerlich.. würd mir keinen Kopf drum machen :)
 
LimaIndia

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Mystic schrieb:
Mal wieder das berühmte Sommerloch :FFTeufel:
"Die Alpenregion wird unbewohnbar" den muss ich mir merken :p

Maßlos übertrieben und tw sogar richtig lächerlich.. würd mir keinen Kopf drum machen :)
Nein, leider kein Sommerloch. Vor rund einem Jahr begann er mit der Unterschriftensammlung. Und so wie ich unsere Politiker kenne, stehen sie eher hinter ihm als hinter der Luftwaffe/VBS. Es werden noch harte Zeiten auf das Team Keckeis/Schmid zukommen! :rolleyes:
 
muermel

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@ Tigerfan

nur eine kurze frage: wo ist in der schweiz denn keine unmittelbare touristenregion? :?! ich denke, das ihr nicht so viel platz habt um zu üben und ohne leute zu stören.

wenn man solche leute dann fragt, wo man denn üben solle heisst es meisst: " auf jeden fall nicht in meiner nähe."
man kann halt nicht immer nur die vorteile haben.

das kenne ich bei uns aus dem ort. alle schreien sie nach arbeitsplätzen und wenn dann ein neues induestriegebiet ausgewiesen wird und es floriert und dann noch eine schnellstraße deshalb gebaut wird, heulen alle rum wegen des verkehrs, des lärms usw.. :mad:

echt lächerlich. ich wohne in unmittelbarer nähe zur A 45 in olpe und bald auch zur Verlängerung der A4/HTS Schnellstraße (sind luftlinie ca. 300 meter) und ich hätte es schön gefunden, wenn die nicht in der nähe meines zu hauses gebaut worden wäre. aber damit wird tausenden menschen in der umgebung geholfen und deren arbeitsplätze gesichert. deshalb finde ich das trotzdem nicht sch****e und starte ne unterschriftensammlung.

ok, das war aber jetzt leicht vom thema abgekommen. aber der gedanke ist gleich.

lg
 
Gucumatz

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Aachen nach 11 jahren Tempelhof
ist wohl eher ein allgemeines problem

irgendwie habe ich den eindruck, daß jeder nur noch nach dem st.floriansprinzip denkt und handelt.

na und da kann man sich bei den fliegern gut abregen. ich erinnere
mich noch an den biergartenstreit in bayern - das ist so dieselbe
kategorie des pseudoaufregens.

naja und der sprachgebrauch der organisation Helvetia Nostra (sorry muß da nebenbei wiedermal an die pseudolateinsprechenden außenbediensteten unseres landes denken) klingt eher nach 'BLICK'.
 
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_Michael

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Ich schlage die Initiative "Tourismusförderung in den kampfjetlärmverwöhnten Gebieten" vor! :FFTeufel:

So könnten wir Spotter endlich im Hotel mit Swimmingpool übernachten und auf idyllischen Radwegen zu den Flugplätzen radeln! Selbstverständlich würden um die Flugplätze herum Naturschutzgebiete...ähm...Freie-Sicht-Schutzgebiete entstehen, keine Wohnblocks und keine Bäume sollen schliesslich die Sicht vermasseln!
 
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Ohje das sieht schlimm aus.. am Ende darf die Schweizer LW nur noch im streng definierten Zickzackflug üben :(
Hoffe für euch, dass so ein Schwachsinn nicht durchgesetzt wird!
 
FREDO

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Einfache Sache:

Die Jets bleiben hier in Dübendorf. Damit schlägt man 3 Fliegen mit einer Klappe:
die Armee (großer Arbeitgeber) bleibt am Platz; die Ju-Air muß nicht umziehen und auch die REGA kann ihre Basis behalten. Angenehmer Nebeneffekt: Das Museum bleibt durch den Platz weiter attraktiv und der traditionsreiche Platz wird nicht mit dummen Wohnungen und Bürohäusern zersiedelt.

MfG
 

Tigerfan

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FREDO schrieb:
Einfache Sache:

Die Jets bleiben hier in Dübendorf. Damit schlägt man 3 Fliegen mit einer Klappe:
die Armee (großer Arbeitgeber) bleibt am Platz; die Ju-Air muß nicht umziehen und auch die REGA kann ihre Basis behalten. Angenehmer Nebeneffekt: Das Museum bleibt durch den Platz weiter attraktiv und der traditionsreiche Platz wird nicht mit dummen Wohnungen und Bürohäusern zersiedelt.

MfG
Eigentlich wäre es schon besser aber die Armee hat kein Geld für 6 Militärflugplätze. Braucht es ja auch nicht bei etwa 150 Jet,Props und Helis.
Die REGA kann ihre Basis ja auch nach der Schliessung behalten.
 
muermel

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Mystic schrieb:
Ohje das sieht schlimm aus.. am Ende darf die Schweizer LW nur noch im streng definierten Zickzackflug üben :(
Hoffe für euch, dass so ein Schwachsinn nicht durchgesetzt wird!
das ist genau das was ich auch denke. zumal man in der schweiz doch mit einem mindestens 1000 km/h schnellen jet nicht wirklich viel auswahl hat als irgendwann wohl oder übel mal durch die berge zu fliegen. lächerlich sowas. :mad:

lg
 
FREDO

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Tigerfan schrieb:
Eigentlich wäre es schon besser aber die Armee hat kein Geld für 6 Militärflugplätze. Braucht es ja auch nicht bei etwa 150 Jet,Props und Helis.
Die REGA kann ihre Basis ja auch nach der Schliessung behalten.
Das wird wohl nichts werden: Ju-Air und REGA auf einem Platz mitten im Wohngebiet???

MfG

Ach ja: das Angebot für die Ju-Air zur Umsiedlung auf den bislang nicht genutzten Flugplatz Cochstedt im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt besteht immer noch! :D :D :D
 

Tigerfan

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In den Erholungsgebieten der Schweiz soll es künftig ruhiger werden. Umweltschützer haben eine Volks-Initiative gegen den Lärm von Kampf-Jets eingereicht

Mit der Initiative "Gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten" zielen der Umweltaktivist Franz Weber und seine Organisation "Helvetia Nostra" vor allem auf das östliche Berner Oberland ab.

Dort, auf dem Flugplatz Meiringen, will die Schweizer Armee im nächsten Jahr ihr Überwachungs-Geschwader stationieren. Die Initianten befürchten mehr Fluglärm.

"Wenn die Pläne Wirklichkeit werden, kann in der Alpenregion Brienz-Hasliberg-Meiringen kein Hotel mehr existieren", heisst es in einer Mitteilung von "Helvetia Nostra".

Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hatte zuvor angekündigt, dass die Starts und Landungen von Kampf-Jets in Meiringen halbiert würden. Doch die Initianten sind skeptisch.

http://www.swissinfo.org/sde/swissinfo.html?siteSect=106&sid=6211252&cKey=1131016393000
 
LimaIndia

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Tigerfan schrieb:
kann in der Alpenregion Brienz-Hasliberg-Meiringen kein Hotel mehr existieren", heisst es in einer Mitteilung von "Helvetia Nostra".
Warum muss ein Umweltschützer mit der Aussage "kann kein Hotel mehr existieren" argumentieren? Gehts jetzt um die Umwelt oder um die Wirtschaft? :rolleyes:
 
Grimmi

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Alien
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Anflug Payerne
Also ich weiss nicht was ihr habt ... :FFTeufel: ... Dank diesem 78-jährigen Opa kommen im Schweizer Fernsehen endlich wieder mal anständige Bilder für Fliegerfans !!! :HOT

In der heutigen Sendung von Schweiz aktuell kam ein Beitrag über die Initiative und den Flugplatz Meiringen - und siehe da, GEHEIMNISVERRAT !!! - Die Kaverne wurde gezeigt, zumindest ne Hornet beim reinrollen !!! Dabei bemüht sich doch die Luftwaffe so sehr dass man sowas nicht fotografiert ... :FFTeufel: (Ok, wers noch nicht geschnallt hat - nur der Vorstollen war sichtbar :p )

Beitrag in LOW und HIGH

Weitere fliegerrelevante Themen der Sendung heute : 20mm-Flabgeschoss trifft Lauteraarhornhütte des SAC und Entschädigungen für Anwohner wegen Fluglärm (natürlich in Zürich, wo denn sonst :rolleyes: ) ...
 

Tigerfan

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Zitat aus einem Zeitungsartikel

Weder Werro noch Fotsch, der als Präsident der 550 Mitglieder zählenden regionalen IG für weniger Fluglärm auftrat, wollten den Militärflugplatz Meiringen ganz schliessen. Aber sie forderten weniger Lärm. Fotsch allerdings sagte auch, eine «Superlösung» wäre es, wenn aus den millionenschweren neuen Flugplatzkavernen von Meiringen ein Flugzeugmuseum würde.

http://www.espace.ch/artikel_147108.html
 

Kaverne

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Hi

Ich finde es einfach interessant, dass diese IG innerhalb nicht einmal die selben Vorstellungen hat. Und dann sei noch gesagt, dass der Bund wohl der grösste Arbeitgeber in der Region Meringen ist. Ein Wegfall der Arbeitsplätze wäre eine mittlere Katastrophe. Auch lehrstellen gingen dabei verloren.
Und soll mir noch einer sagen, dass mitarbeiter mittleren Alters noch einen Job finden!?! Und sorry, aber wir starten und landen ja nicht jede minute.:?!

Ich meinte sogar, dass der Hauptdarsteller in dieser Komödie, das land auf dem sein Hof steht, gratis erhalten hat und auch das Wiesland zwischen den RWY's nützen kann. Ohne 100%ige Gewähr.
 

Gopher

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Kaverne schrieb:
Ich finde es einfach interessant, dass diese IG innerhalb nicht einmal die selben Vorstellungen hat. Und dann sei noch gesagt, dass der Bund wohl der grösste Arbeitgeber in der Region Meringen ist. Ein Wegfall der Arbeitsplätze wäre eine mittlere Katastrophe. Auch lehrstellen gingen dabei verloren.
Und soll mir noch einer sagen, dass mitarbeiter mittleren Alters noch einen Job finden!?! Und sorry, aber wir starten und landen ja nicht jede minute.:?!
Wo steht geschrieben, dass mir Menschen mehrheitlich rational logisch denkt und handelt? :?!
Man muss nur mal das Hickhack hier (CH) vor dem zweiten Weltkrieg anschauen.
 
LimaIndia

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Komitee gegen Kampfjet-Initiative

Im Berner Oberland formiert sich Widerstand gegen die Volksinitiative von Umweltschützer Franz Weber zur Bekämpfung des Kampfjet-Lärms.
Meiringen befürchtet wirtschaftliche Nachteile und hat gemeinsam mit neun Nachbargemeinden ein politisch breit abgestütztes Gegenkomitee gegründet.
Weber will mit seiner Anfang November eingereichten Initiative alle Tourismusgebiete vor dem Lärm der Kampfjets schützen. Im Berner Oberland zielt er damit auf den Militärflugplatz Meiringen. Dieser liegt ganz in der Nähe des von Weber geretteten historischen Hotels Giessbach am Brienzersee.

Edit: Quelle vergessen; www.search.ch
 
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Ice-Man schrieb:
Im Berner Oberland formiert sich Widerstand gegen die Volksinitiative von Umweltschützer Franz Weber zur Bekämpfung des Kampfjet-Lärms.
Meiringen befürchtet wirtschaftliche Nachteile und hat gemeinsam mit neun Nachbargemeinden ein politisch breit abgestütztes Gegenkomitee gegründet.
Weber will mit seiner Anfang November eingereichten Initiative alle Tourismusgebiete vor dem Lärm der Kampfjets schützen. Im Berner Oberland zielt er damit auf den Militärflugplatz Meiringen. Dieser liegt ganz in der Nähe des von Weber geretteten historischen Hotels Giessbach am Brienzersee.

Edit: Quelle vergessen; www.search.ch
Also hat der Weber nur persönliches Interesse und will seine Ruhe für sein gerettetes Hotel:D:rolleyes:
 
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Volksinitiative "Gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten": Bundesrat empfiehlt Initiative zur Ablehnung

Bern, 13.09.2006 -
Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung die Botschaft zur Volksinitiative "Gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten" verabschiedet. Die Initiative verlangt in Friedenszeiten ein Verbot von militärischen Übungen mit Kampfjets in touristisch genutzten Erholungsgebieten. Der Bundesrat lehnt die Initiative ab, weil sie die Übungsmöglichkeiten mit Kampfjets in der Schweiz so stark einschränken würde, dass die Einsatzbereitschaft der Armee zum Schutz des Schweizer Luftraums gefährdet wäre. Damit wäre die Souveränität und Neutralität der Schweiz nicht mehr gewährleistet. Er beantragt deshalb dem Parlament, die Initiative Volk und Ständen ohne Gegenvorschlag und mit der Empfehlung auf Ablehnung zur Abstimmung zu unterbreiten.
Am 3. November 2005 hat ein Komitee die Volksinitiative "Gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten" mit 113 049 gültigen Unterschriften eingereicht. Die Initiative ist aus den Diskussionen um den Lärm der Kampfjets vom Typ F/A-18 in der Region des Militärflugplatzes Meiringen heraus entstanden. Sie hat folgenden Wortlaut: "In touristisch genutzten Erholungsgebieten dürfen in Friedenszeiten keine militärischen Übungen mit Kampfjets durchgeführt werden."

Inhalt der Initiative
Der Initiativtext verlangt für die heutige Friedenszeit ein Verbot sämtlicher militärischer Übungsflüge mit Kampfjets der Typen F/A-18 (Hornet) und F-5 (Tiger) in den touristisch genutzten Erholungsgebieten der ganzen Schweiz.
Der Begriff der touristisch genutzten Erholungsgebiete ist zu wenig klar, um den räumlichen Geltungsbereich der Initiative eindeutig zu bestimmen. Im Falle der Annahme der Initiative müsste dieser im Nachgang exakt festgelegt werden. Aufgrund der heutigen raumplanerischen Festlegungen lässt sich jedoch sagen, dass Gebiete insbesondere in den Alpen, aber auch im Jura und im Mittelland betroffen wären.

Auswirkungen der Initiative
Die Armee erfüllt mit ihren Kampfjets den verfassungsmässigen Auftrag zur Wahrung der Lufthoheit. Dazu gehört in Friedenszeiten insbesondere der Luftpolizeidienst, mit dem die Sicherheit im Luftraum auch zugunsten des Zivilluftverkehrs gewährleistet wird. Die Armee verfügt als einzige über die dazu notwendigen Mittel und Fähigkeiten und leistet dadurch einen zentralen und unabdingbaren Beitrag zur Wahrung der Souveränität und Neutralität der Schweiz.
Damit die Armee ihre Aufgabe zur Wahrung der Lufthoheit in allen Lagen wahrnehmen kann, muss sie die Einsatzbereitschaft sicherstellen, was nur durch Übungsflüge mit Kampfjets in der Schweiz mit ihren spezifischen topografischen und meteorologischen Gegebenheiten möglich ist.
Der Armee stehen heute zwei Haupttrainingsräume für Kampfjets über den Alpen zur Verfügung. Diese liegen über typischen Tourismusregionen der Schweiz und würden bei Annahme der Initiative stark eingeschränkt. Dadurch könnte die Armee keine glaubwürdigen Übungen mit Kampfjets in der Schweiz mehr durchführen. Wegen der Verkehrsströme der Zivilluftfahrt und der geografischen Lage der Landesflughäfen können die Trainingsräume praktisch nicht verschoben werden. Das gänzliche Auslagern der Übungsflüge ins Ausland wäre als Alternative ungenügend und unrealistisch, weil die Piloten mit den topografischen und meteorologischen Besonderheiten der Schweiz vertraut sein müssen und die Partnerstaaten ohne entsprechende Gegenleistungen kaum zur Übernahme des Schweizer Fluglärms bereit wären.
Die Annahme der Initiative würde deshalb die Übungstätigkeit und damit die Einsatzbereitschaft der Kampfjets erheblich beeinträchtigen. Sie würde deshalb unweigerlich dazu führen, dass die Schweiz ihre Lufthoheit und damit ihre Souveränität und Neutralität nicht mehr glaubwürdig wahren könnte.

Haltung des Bundesrats
Die Initiative hätte im Falle der Annahme schwerwiegende Auswirkungen auf die Fähigkeit der Schweiz zum Schutz ihres Luftraums und damit ihrer Souveränität und Neutralität. Der Bundesrat lehnt die Initiative deshalb ab.
Der Bundesrat ist sich der Auswirkungen des militärischen Fluglärms jedoch bewusst. Die Armee nimmt bereits heute soweit als möglich Rücksicht auf die Ruhebedürfnisse der Bevölkerung. Die Armee hat in der Vergangenheit zahlreiche Massnahmen zur Verminderung der Lärmbelastung getroffen. Dazu zählen namentlich das Verlagern besonders lärmintensiver Nacht- und Tiefflugübungen ins Ausland und im Vergleich zur Zivilluftfahrt sehr restriktive Jetflug-Betriebszeiten auf den Flugplätzen (8.00-12.00 und 13.30-17.00 Uhr, kein Jet-Flugbetrieb am Wochenende). Zudem sind die militärischen Jetflüge im Zuge des Abbaus der Kampfjetflotte von rund 300 Flugzeugen im Jahre 1994 auf heute noch 87 massiv zurückgegangen. Für den Bundesrat besteht deshalb kein genereller Handlungsbedarf im Sinne eines Gegenvorschlags.

Weiteres Vorgehen
Das Parlament wird die Beratungen zur Initiative voraussichtlich in der Wintersession aufnehmen. Bis spätestens Anfang Mai 2008 muss das Parlament einen Beschluss zur Initiative fassen. Im Anschluss daran hat der Bundesrat die Initiative bis spätestens im März 2009 dem Volk zur Abstimmung vorzulegen.


Quelle: www.news.admin.ch
 
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